{"id":1023,"date":"2014-12-31T11:19:47","date_gmt":"2014-12-31T09:19:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1023"},"modified":"2015-12-28T16:23:45","modified_gmt":"2015-12-28T14:23:45","slug":"archiv-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1023","title":{"rendered":"Archiv 2015"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"oben\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>2015<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"#januar2015\">Januar<\/a><br \/>\n<a href=\"#februar2015\">Februar<\/a><br \/>\n<a href=\"#maerz2015\">M\u00e4rz<\/a><br \/>\n<a href=\"#april2015\">April<\/a><br \/>\n<a href=\"#mai2015\">Mai<\/a><br \/>\n<a href=\"#juni2015\">Juni<\/a><br \/>\n<a href=\"#juliaugust2015\">Juli\/August<\/a><br \/>\n<a href=\"#september2015\">September<\/a><br \/>\n<a href=\"#oktober2015\">Oktober<\/a><br \/>\n<a href=\"#november2015\">November<\/a><br \/>\n<a href=\"#dezember2015\">Dezember<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"dezember2015\" id=\"dezember2015\">Dezember 2015<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nAm 13. April 1910 wurde Hans Graf von Lehndorff in Graditz bei Torgau geboren. Er studierte Medizin, wurde Chirurg und kam als Assistenzarzt 1941 in Insterburg mit einer christlichen Wi-derstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus in Kontakt. Sein Weg f\u00fchrte ihn daraufhin in die Bekennende Kirche. Lehndorff leitete Anfang 1945 ein Lazarett in K\u00f6nigsberg. So erlebte er die monatelange Belagerung und den Beschuss der Stadt mit all ihren Folgen bis zum Kriegsende mit. Zwei seiner  Br\u00fcder fielen im Krieg und sein Cousin Heinrich wurde nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 gehenkt. Seine Mutter wurde mit seinem \u00e4ltesten Bruder bei einem Treck Richtung Westen Anfang 1945 von Rotarmisten erschossen. Bis zu seiner Ausreise 1947 blieb er erst ge-zwungenerma\u00dfen, sp\u00e4ter freiwillig in Ost- und Westpreu\u00dfen, wo er half, die Grauen der Kriegs-auswirkungen zu lindern und aufzuarbeiten. In seinem Tagebuch schreibt er: \u201eWas ist das ei-gentlich, so fragte ich mich, was wir hier erleben? \u2026Das hat nichts mit einem bestimmten Volk oder einer Rasse (zu tun) &#8211; das ist der Mensch ohne Gott, die Fratze des Menschen.\u201c Allein sein starker Glaube hat ihn in all dem Elend gehalten und getragen. Aus diesem Glauben entstand folgendes Gebet und Gedicht, das er 1968 schrieb und das als Lied Eingang in unser Gesang-buch unter der Nummer 428 fand. Es l\u00e4sst uns die Prophetenworte unseres Monatsspruchs bes-ser verstehen, die erz\u00e4hlen, wie Gott Trauer in Freude zu verwandeln vermag. N\u00e4mlich dadurch, dass wir ihn in unser Leben bitten: <b>\u201eJauchzet, ihr Himmel, freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der Herr hat sein Volk getr\u00f6stet und erbarmt sich seiner Elen-den.<\/b> (Jes. 49,13)<\/p>\n<p>Komm in unsre stolze Welt,<br \/>\nHerr mit deiner Liebe Werben.<br \/>\n\u00dcberwinde Macht und Geld,<br \/>\nlass die V\u00f6lker nicht verderben.<br \/>\nWende Hass und Feindessinn<br \/>\nauf den Weg des Friedens hin.<\/p>\n<p>Komm in unser reiches Land,<br \/>\nder du Arme liebst und Schwache,<br \/>\ndass von Geiz und Unverstand<br \/>\nunser Menschenherz erwache.<br \/>\nSchaff aus unserm \u00dcberfluss<br \/>\nRettung dem, der hungern muss.<\/p>\n<p>Komm in unsre laute Stadt,<br \/>\nHerr, mit deines Schweigens Mitte,<br \/>\ndass, wer keinen Mut mehr hat,<br \/>\nsich von dir die Kraft erbitte<br \/>\nf\u00fcr den Weg durch L\u00e4rm und Streit<br \/>\nhin zu deiner Ewigkeit.<\/p>\n<p>Komm in unser festes Haus,<br \/>\nder du nackt und ungeborgen.<br \/>\nMach ein leichtes Zelt daraus,<br \/>\ndas uns deckt kaum bis zum Morgen;<br \/>\ndenn wer sicher wohnt, vergisst,<br \/>\ndass er auf dem Weg noch ist.<\/p>\n<p>Komm in unser dunkles Herz,<br \/>\nHerr, mit deines Lichtes F\u00fclle;<br \/>\ndass nicht Neid, Angst, Not und Schmerz<br \/>\ndeine Wahrheit uns verh\u00fclle,<br \/>\ndie auch noch in tiefer Nacht<br \/>\nMenschenleben herrlich macht.<\/p>\n<p>Hans Graf von Lehndorff verstarb am 4. September 1987 in Bonn.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"november2015\" id=\"november2015\">November 2015<\/a><\/strong><br \/>\nKennen Sie noch den Satz des Pythagoras? Haben Sie es verstanden, wie die Quadrate \u00fcber den Katheten mit dem \u00fcber der Hypotenuse beim rechtwinkligen Dreieck zusammenh\u00e4ngen? Naturgesetze sind manchmal schwer zu verstehen. Erst wenn man sie erleben oder \u201ebegreifen\u201c kann, kann man die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit glauben. (In einem schwedischen Aktionsmuseum habe ich eine einfache aber geniale Darstellung des Satzes des Pythagoras gesehen, die jeden Zweifler \u00fcberzeugt.) Beweise k\u00f6nnen zu Erkenntnis f\u00fchren. Und wenn man selbst nicht alles versteht, aber ein Freund die Zusammenh\u00e4nge erkannt hat, kann man vielleicht die Richtigkeit wenigstens glauben.<br \/>\nAber was tut man, wenn etwas nicht beweisbar ist? Das Erleben der Gegenwart Gottes z.B. kann ein Mensch nur beschreiben oder bezeugen, aber nicht beweisen. Dass Jesus Gottes Sohn ist, kann wissenschaftlich nicht bewiesen werden. Dass er gar f\u00fcr uns S\u00fcnder starb, ist unfassbar. Kann man das glauben? Ja, man kann! Manchen Christen ist ein geradezu unersch\u00fctterlicher Glaube geschenkt. Aber ich verstehe jeden Menschen, dem es nicht m\u00f6glich ist, an Gott zu glauben. Denn es ist Gottes Gnade, wenn ein Mensch von Herzen glauben kann. Diese Gnade erhebt keinen Christen \u00fcber einen anderen Menschen. Sie ist mit der Aufgabe verbunden, anderen zu dienen.<br \/>\nDer Monatsspruch f\u00fcr November ruft einen Gl\u00e4ubigen zu Demut. Er stellt eine konkrete und wichtige Aufgabe. In dem kurzen Judasbrief (fast am Ende der Bibel), steht: \u201eErbarmt euch derer, die zweifeln.\u201c<br \/>\nDas hei\u00dft f\u00fcr mich: sei nicht ungeduldig, entt\u00e4uscht, gleichg\u00fcltig oder geringsch\u00e4tzend, wenn jemand im Glauben unsicher ist und sich von der Christengemeinde distanziert. K\u00fcmmere dich um ihn! Das hei\u00dft nicht: rede auf ihn ein, bringe Argument f\u00fcr den Glauben, \u00fcberzeuge dein Gegen\u00fcber von deinem eigenen Glauben. Es hei\u00dft vielmehr: sei behutsam, bete f\u00fcr den Zweifler.<br \/>\nDer J\u00fcnger Thomas (und nur er) durfte seine H\u00e4nde in Jesu Wunden legen, damit er glauben konnte, dass Jesus wirklich auferstanden ist. Ich h\u00e4tte auch manchmal gerne handfeste Beweise f\u00fcr Gottes Gegenwart, seine Liebe und seinen Segen. Ich glaube, wir Christen m\u00fcssen uns immer wieder gegenseitig best\u00e4rken in der Zuversicht auf die Vergebung unserer S\u00fcnden durch Jesus Christus. Wir sollten uns und allen Menschen respektvoll und mit Anerkennung begegnen, einander vergeben, den eigenen Egoismus verdr\u00e4ngen.<br \/>\nWeil ich selbst manchmal unsicher bin und Gottes Zuwendung zu uns Menschen nicht recht erkenne, rate ich uns Zweiflern, dass wir trotzdem die Gemeinschaft der Glaubenden suchen. Wir d\u00fcrfen nicht aufh\u00f6ren nach Gott zu fragen, ihn zu suchen und uns der Gnade Gottes f\u00fcr w\u00fcrdig zu halten. Gerade die Schwachen und die ehrlichen Zweifler liebt er. Und in der Ge-meinschaft ist es leichter zu beten! Man kann sich wirklich auch vom Glauben anderer anstecken lassen. Man muss ihnen nur nahe genug sein.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ulrike Lehel<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"oktober2015\" id=\"oktober2015\">Oktober 2015<\/a><\/strong><br \/>\nErinnern Sie sich an Lebenssituationen, in denen Sie ganz und gar aus Ihrem Gleichgewicht geraten sind? Der Alltag ist so schwer zu ertragen, die Zukunft ist v\u00f6llig ungewiss, gute Tage der Vergangenheit vermisst man schmerzlich oder man erinnert sich nicht mal mehr daran. Eine Krankheit, der Verlust eines Menschen, die Sorge um ein Kind, eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung oder Ver\u00e4nderungen der Alltagssituation k\u00f6nnen Ausl\u00f6ser f\u00fcr Lebenskrisen sein. Da ger\u00e4t man in eine Ausweglosigkeit. Man ist nicht in der Lage, den Alltag wie \u00fcblich zu meistern. Die Gedanken sind wie in einer Spirale gefangen und kreisen angsterf\u00fcllt nur um die Sorgen. Auch ein gl\u00e4ubiger Christ kann manchmal nicht mehr beten, wenn das Gef\u00fchl der Gottverlassenheit so gro\u00df ist. Ich hoffe, Sie konnten solche schweren Lebensabschnitte \u00fcberwinden. Im R\u00fcckblick erkennt man manchmal, dass man viel Hilfe hatte, dass einem Kr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung standen, die man nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte, dass man Trost erfahren hat, der eigentlich unm\u00f6glich schien.<br \/>\nAuch Christen erleben Niederlagen. Gott packt uns nicht in Watte, er r\u00e4umt nicht alle Schwie-rigkeiten aus dem Weg, verschont keinen vor Krankheit oder schmerzlichen Verlusten. Hiob, dem es richtig gut ging, hat pl\u00f6tzlich alles verloren. Seine S\u00f6hne sind gestorben, sein Verm\u00f6gen ist weg, er ist krank und schwach. Sein Leben in gro\u00dfer Not kann Vorbild sein f\u00fcr unseren Umgang mit Verzweiflung und den qu\u00e4lenden Fragen. Hiob klagt Gott sein Leid. Er beschreibt ihm seine Not. Er fragt auch nach dem \u201eWarum\u201c. Aber er glaubt auch weiter, dass er in Gottes Hand ist, dass Gott ihm sein Leben schenkt mit allen guten und schweren Zeiten. Seine Freunde sehen das anders. Sie meinen, dass Hiob von Gott vergessen wurde, dass er vergeblich auf Gottes Segen wartet. Auf das Dr\u00e4ngen seiner Freunde, sich doch jetzt endlich von diesem Gott abzuwenden, antwortet Hiob: \u201eHaben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das B\u00f6se nicht annehmen?\u201c Hiobs Geduld, seine Leidensf\u00e4higkeit und sein beharrliches Gottvertrauen sind gro\u00dfartig (und vielleicht auch ein Geschenk der Gnade an Hiob von Gott).<br \/>\nIch finde es sehr wichtig, dass wir in unserer Kirchengemeinde \u00fcber so schwere Zeiten von Menschen wissen. Gute Ratschl\u00e4ge sind selten n\u00f6tig. Aber das Besuchen, vielleicht auch mal praktische Hilfe und vor allem ein Gebet, eine F\u00fcrbitte k\u00f6nnen dazu beitragen, dass Traurige nicht verzweifeln, dass Kranke hoffen k\u00f6nnen, dass Einsamkeit ertr\u00e4glicher wird und dass das Vertrauen in Gott nicht ganz verloren geht. Wir sind aufeinander angewiesen, f\u00fcreinander verantwortlich und jeder ist so wertvoll und wichtig, dass er in eine F\u00fcrbitte eingeschlossen werden sollte. Wir haben den Gebetskreis! Wenn Sie jemanden kennen, f\u00fcr den man beten sollte, dann lassen Sie es uns wissen. Jedes Anliegen bleibt vertraulich in diesem Kreis.<br \/>\nEs gr\u00fc\u00dft Sie ganz herzlich <\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ulrike Lehel<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"september2015\" id=\"september2015\">September 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n\u201eOb etwas gelingt, wei\u00df man erst, wenn man es probiert hat.\u201c Das ist kein Spruch f\u00fcr Menschen mit rationaler Einstellung und Vorliebe f\u00fcr Kalkulierbarkeit. Mit mehrfach vergeblichen Versuchen verliert man vielleicht viel Zeit. Bei gro\u00dfer Lebenserfahrung kann ein Erwachsener leicht absch\u00e4tzen, was machbar ist oder wo die M\u00fche vergeblich sein wird. Er wei\u00df, wann die Hilfe eines Fachmanns n\u00f6tig ist. Nicht jeder kann ein Dach neu decken, Wunden versorgen oder elektrische Leitungen verlegen. Da kann man sich professionelle Hilfe holen. Man ahnt, dass Wissen, Geschick, K\u00f6nnen und oft viel Erfahrung n\u00f6tig sind f\u00fcr gute Ergebnisse und beste Qualit\u00e4t. Deshalb sucht man dann auch nach einem vertrauensw\u00fcrdigen Profi. Kinder sind da unbek\u00fcmmert. Sie versuchen alles alleine und auch bei Misserfolgen immer wieder an ihr Ziel zu kommen. Und sie trauen ihren Eltern oder \u00fcberhaupt den Erwachsenen fast alles zu. Sie stellen knifflige Fragen und zweifeln nicht an der Richtigkeit der Antworten. Sie bringen jedes kaputte Spielzeug in die K\u00fcche zur Reparatur. Sie folgen den Eltern und vertrauen darauf, dass die wissen, was dem Kind zuzutrauen ist. So lernen sie schwimmen, Fahrrad fahren, ein Instrument spielen. Sie gehen trotz Angst mit der Mutter zum Arzt, meistern den Schulweg (am Anfang noch in Begleitung) und k\u00f6nnen auch bald alleine Brot kaufen. Wenn etwas schief gegangen ist oder das Kind einen Fehler gemacht hat, kann es im besten Fall ohne Not zu den Eltern gehen. Sie werden tr\u00f6sten, helfen und alles wieder richten. Kinder sind arglos, kennen kein Misstrauen und haben keine Scheu, \u00fcber ihre Misserfolge zu berichten.<br \/>\nMit einem ebenso unbeschwerten Vertrauen sollten wir uns auf Gott einlassen. Ihm sollen wir alles zutrauen. Ihn sollen wir um alles bitten. Ihm sollen wir unsere Schuld, unsere \u00c4ngste und Sorgen anvertrauen. Er kennt uns, nichts ist ihm verborgen. Kein Gebet ist ihm zu gering, keine Bitte zu vermessen. Der Bibelvers f\u00fcr diesen Monat steht im Matth\u00e4us-Evangelium und fordert uns auf, uns nicht nur auf unsere klugen und durchdachten M\u00f6glichkeiten zu verlassen. \u201eWenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.\u201c So wie ein Kind k\u00f6nnen wir uns auf Gottes F\u00fcrsorge verlassen. Sein Plan ist gut. Ich meine nicht, dass wir tatenlos sein sollen und menschliche M\u00f6glichkeiten der Hilfe oder der Schadensabwendung (z.B. Medizin, Reparaturservice, Umweltschutz\u2026) ausschlagen sollen. Wir sollten aber alles mit Gott tun und uns selbst weniger wichtig nehmen. Gott geb\u00fchrt die Ehre. Ihm verdanken wir unser Leben, unsere Begabungen und F\u00e4higkeiten. Jesus tr\u00e4gt unsere Schuld ans Kreuz. Er ruft uns zu Demut und kindlichem Vertrauen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ulrike Lehel<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juliaugust2015\" id=\"juliaugust2015\">Juli\/August 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nDa sind einige Menschen in ein Gespr\u00e4ch vertieft, erz\u00e4hlen sich Verschiedenes. Einer berichtet etwas, das den anderen nicht gerade glaubw\u00fcrdig erscheint. Und da f\u00e4llt der Satz: \u201eIch schw\u00f6r\u2019s, so war es!\u201c<br \/>\nKennen Sie solche Situationen? Oder Menschen, die zur Bekr\u00e4ftigung dessen, was sie sagen, den Schwur hinzuf\u00fcgen?<br \/>\nAuch zu Jesu Zeiten gab es schon Menschen, die das, was sie sagten, mit einem Schwur untermauerten. Jesus greift dieses Verhalten, das Schw\u00f6ren, in der Bergpredigt auf. Scheinbar war es damals \u00fcblich, beim Himmel, bei der Erde, bei Jerusalem \u2026 zu schw\u00f6ren. Er unterbindet diese Gewohnheit seiner Zuh\u00f6rer. Vielmehr ruft er sie zur Wahrheitspflicht auf und wird dabei ganz deutlich: <b>\u201eEuer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom B\u00f6sen.\u201c<\/b> (Matth\u00e4us 5,37)<br \/>\nJesus fordert uns heraus, klar Stellung zu beziehen mit unseren Worten, mit unserem Verhalten. Wenn wir \u201eja\u201c sagen, dann soll es auch \u201eja\u201c sein. Wie oft h\u00f6ren wir ein \u201eJa\u201c, und das \u201eAber\u201c klingt ungesagt mit? Oder wir sagen \u201eja\u201c und meinen \u201evielleicht\u201c? Und auch ein \u201eNein\u201c soll eindeutig sein. Von einem \u201eJein\u201c ist nicht die Rede!<br \/>\nJesus ruft die Menschen, die ihm zuh\u00f6ren &#8211; und auch uns &#8211; auf, eindeutige Entscheidungen zu treffen, zu dem zu stehen, was wir sagen. Manche Antwort will gut \u00fcberlegt sein, soll dann aber klar ausfallen.<br \/>\nWenn unser \u201eJa\u201c ein \u201eJa\u201c und unser \u201eNein\u201c ein \u201eNein\u201c ist, braucht es keinen Schwur, um die Wahrheit zu bekr\u00e4ftigen. Jesus m\u00f6chte wahrhaftige, glaubw\u00fcrdige Nachfolger.<br \/>\nLassen Sie uns die Ferien- und Urlaubszeit nutzen, um weiter \u00fcber dieses Thema nachzudenken.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juni2015\" id=\"juni2015\">Juni 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n\u201eEinmal, in der Sommerhitze, trocknete ein T\u00fcmpel aus, in dem zwei Fr\u00f6sche lebten. Als alles Wasser verdunstet war, verlie\u00dfen sie den T\u00fcmpel und wanderten fort. Doch so weit sie auch gingen, sie fanden keinen Bach und keinen Teich. Schon halb verdurstet kamen sie zu einem Bauernhof und entdeckten in der Speisekammer einen Topf mit frischer, fetter Milch.<br \/>\nDie Fr\u00f6sche konnten ihr Gl\u00fcck kaum fassen, sie h\u00fcpften hinein und tranken, dass es schmatzte. Als sie satt waren, wollten sie wieder heraus. Sie schwammen zum Rand des Kruges, doch weil sie so viel getrunken hatten, kamen sie nicht mehr an ihn heran, sosehr sie auch hampelten und strampelten. Viele Stunden m\u00fchten sie sich vergeblich ab. Schlie\u00dflich waren sie so ersch\u00f6pft, dass sie ihre Beine kaum noch bewegen konnten.<br \/>\nDa sagte der eine Frosch: \u201eWas hilft es, wenn wir uns plagen. Es ist aus!\u201c Damit lie\u00df er sich zu Boden sinken und ertrank. Der zweite Frosch aber gab die Hoffnung nicht auf. Er schwamm und strampelte die ganze Nacht, und als am n\u00e4chsten Morgen die Sonne in die Kammer schien, sa\u00df der Frosch auf einem Butterklumpen. Er nahm all seine Kraft zusammen, sprang aus dem Krug und war gerettet.\u201c Aesop<br \/>\nAn diese Fabel musste ich denken, als ich den Spruch f\u00fcr diesen Monat aus dem 1. Buch Mose las. In der dazugeh\u00f6rigen Geschichte ringt Jakob bei einer Fluss\u00fcberquerung mit einem Mann &#8211; war es ein Bote Gottes oder <b>Er<\/b> selbst &#8211; so richtig klar geht das aus dem, was wir dort lesen k\u00f6nnen, nicht hervor. Als keiner von beiden gewinnen kann, spricht Jakob: \u201e<b>Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!<\/b>\u201c (1.Mose 32,27) Das geschieht dann auch. Und so erk\u00e4mpft sich Jakob den Segen Gottes.<br \/>\nEine merkw\u00fcrdige Geschichte, die mancherlei Fragen aufwirft. Aber auch eine Geschichte, die mir davon erz\u00e4hlt, dass ich etwas mit und bei Gott erringen kann, was sich aus dem Lauf meines Lebens nicht zwangsl\u00e4ufig ergeben w\u00fcrde. Es gilt, wie in unserer Fabel, nicht aufzugeben und die Hoffnung nicht zu verlieren. Jakobs Ringkampf und seine Segnung erz\u00e4hlen mir, dass Gott in seinem Handeln nicht so festgelegt ist, und schon gleich gar nicht unser Geschick, dass wir nichts daran \u00e4ndern k\u00f6nnten. Im Fragen, Klagen, Stillsein, Bitten, H\u00f6ren, im Ringen mit Gott, k\u00f6nnen wir einiges bewegen. Vielleicht m\u00fcssen wir daf\u00fcr etwas hergeben &#8211; Jakob ging seit seiner Auseinandersetzung im Fluss auf einer Seite lahm. Aber das geh\u00f6rt zum Ringen ja nun mal auch dazu.<br \/>\nWenn Sie also einmal an einen solchen Punkt in Ihrem Alltag kommen, dann seien Sie ein Frosch. Allerdings wie der Frosch, der strampelte. Setzen Sie alle Kr\u00e4fte ein und ringen Sie um Gottes Segen, auch wenn es einen \u201eMuskelkater\u201c kosten sollte. <\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"mai2015\" id=\"mai2015\">Mai 2015<\/a><\/strong><br \/>\nGottfried Seidel, <i>Mitarbeiter im Dienst f\u00fcr Jesus Christus, gr\u00fc\u00dft alle Heiligen in Kodersdorf,<br \/>\nauch vom Bahnhof, von S\u00e4richen, Torga und Wiesa mit den Vorstehern und Helfern, alle, die sich zu Jesus Christus bekennen. Freundlichkeit und Frieden von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, f\u00fcr euch alle! Ich bin meinem Gott von Herzen dankbar, wenn ich an euch denke.<\/i><br \/>\nSoweit, also bis zum letzten Satzzeichen des kursiv gedruckten Textes, kann ich die Worte des Apostels Paulus guten Gewissens auch f\u00fcr meine Anrede verwenden. Seinen Brief an die Gemeinde in Philippi beginnt Paulus in dieser Art und Weise. Ich habe die Verse 1 bis 3 des 1. Kapitels nach einer \u00dcbertragung von J\u00f6rg Zink verwendet, um Sie, liebe Leserinnen und Leser mitzunehmen in meine Gedankenwelt.<br \/>\nDer Leitvers f\u00fcr den Monat Mai ist erst am Ende des Philipperbriefes zu finden. Um den Zusammenhang erfassen zu k\u00f6nnen, las ich diesen Brief von Anfang an. Man erf\u00e4hrt, dass Pau-lus wegen seiner unerschrockenen Verk\u00fcndigung des Evangeliums als Gefangener im Gef\u00e4ngnis ist, aber sich auch dort mit der Gemeinde verbunden wei\u00df. Es ist kein Klagen zu vernehmen. Man sp\u00fcrt sein Anliegen, die Gemeinde f\u00fcr ein Leben mit Christus zu gewinnen. Es wird deutlich, wie Paulus von seinem Auftrag beseelt ist. So kann er sogar dieser Gefangenschaft noch Gutes abgewinnen: Im 1. Kapitel des Philipperbriefes in den Versen 12 bis 16 ist zu lesen (\u00dcbertragung nach J\u00f6rg Zink): <i>Es ist gut, wenn ihr wisst, liebe Br\u00fcder, dass meine Haft und der ganze Prozess, den ich durchzumachen habe, sich f\u00fcr die Ausbreitung des Evangeliums nur hilfreich ausgewirkt haben. Dass ich hier liege und warum ich hier festgehalten werde, dass ich es n\u00e4mlich f\u00fcr Christus erleide, das ist in der ganzen Kaserne und weit dar\u00fcber hinaus bekannt geworden. Die meisten Br\u00fcder aus der Gemeinde haben dadurch Mut gewonnen, mehr zu wagen und das Wort Gottes unbek\u00fcmmerter weiterzugeben. Nat\u00fcrlich sind auch einige darunter, die von Christus reden und dabei nur von ihrem Ehrgeiz und ihrer Rechthaberei getrieben sind. Aber die andern tun es doch in redlicher Absicht. Die einen tun es mir zuliebe, weil sie wissen, dass ich hier liege, um f\u00fcr das Evangelium einzutreten.<\/i><br \/>\nPaulus sendet in diesem Brief auch Worte der Dankbarkeit an die Gemeinde in Philippi. Dann kommt er auf sein Befinden zu sprechen: <i>Ich bin mit allem vertraut. Ich wei\u00df mich einzuschr\u00e4nken und zu genie\u00dfen. Ich kann satt sein und hungern, ich kann viel haben oder nichts<\/i>.<br \/>\n<b><i>Ich kann es, weil Er mir die Kraft gibt.<\/i><\/b> (Philipper 4, 12 und 13 nach J\u00f6rg Zink)<br \/>\nDer Kraftquell des Paulus ist zweifelsfrei Jesus. Es ist zu erkennen, wie sehr Jesus und Paulus ein starkes Team sind.<br \/>\nDieser Jesus fragte einst seine J\u00fcnger: \u201eIhr aber, f\u00fcr wen haltet ihr mich?\u201c Die J\u00fcnger m\u00fcssen also Farbe bekennen. Und Petrus sagt: \u201eDu bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn.\u201c (Matth. 16, 16) Das ist eindeutig. Aber Jesus kennt seinen \u201ePappenheimer\u201c und kl\u00e4rt ihn auf: \u201e&#8230; Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.\u201c<br \/>\nWenn es ums Bekennen geht, werde ich daran erinnert, dass wir im Monat Mai &#8211; zu Pfingsten &#8211;<br \/>\nin unserer Gemeinde das Fest der Konfirmation feiern.<br \/>\nEs sind in diesem Jahr f\u00fcnf Jugendliche, die sich vor dem Altar unserer Kirche segnen lassen.<br \/>\n2017 ist es wahrscheinlich nur noch einer. Wird sich dieser Trend so fortsetzen?<br \/>\nTaufen sind noch \u201ein Mode\u201c. Aber die Konfirmation? Es wurde dar\u00fcber bereits oft und kontrovers diskutiert. Diese Angelegenheit sollte jedenfalls ein Gebetsanliegen f\u00fcr die ganze Gemeinde sein.<br \/>\nMein Wunsch und Gebet f\u00fcr jede Konfirmandin und jeden Konfirmanden ist, dass sie ehrlichen Herzens in folgende Liedverse einstimmen k\u00f6nnen:<\/p>\n<div align=\"center\">\u201eIch m\u00f6cht, dass einer mit mir geht, der\u00b4s Leben kennt, der mich versteht,<br \/>\nder mich zu allen Zeiten kann geleiten. Ich m\u00f6cht, dass einer mit mir geht.<br \/>\n&#8230;  &#8230;<br \/>\nSie nennen ihn den Herren Christ, der durch den Tod gegangen ist;<br \/>\ner will durch Leid und Freuden mich geleiten. Ich m\u00f6cht, dass er auch mit mir geht.\u201c<br \/>\n(Evangelisches Gesangbuch Nr. 209 Verse 1 und 4)<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"april2015\" id=\"april2015\">April 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nDer Evangelist Matth\u00e4us berichtet ausf\u00fchrlich vom Todestag Jesu &#8211; das ganze Kapitel 27 handelt davon. Dieser Tag beginnt mit der Verhandlung vor dem r\u00f6mischen Landpfleger Pontius Pilatus, danach folgen die Verurteilung und die Verspottung Jesu. Simon von Kyrene wird gezwungen, das Kreuz, an dem Jesus sp\u00e4ter einen qualvollen Tod stirbt, auf den H\u00fcgel Golgatha zu tragen. Nach der Kreuzigung sitzen die r\u00f6mischen Soldaten, die den Ort bewachen, unter dem Kreuz mit der Aufschrift \u201eDies ist Jesus, der Juden K\u00f6nig\u201c und teilen die Kleider Jesu durch Auslosen unter sich auf. Nach damaligem Recht geh\u00f6rten die Kleider des Verbrechers dem Exekutionskommando.<br \/>\nUnd der Spott geht weiter! Die Vor\u00fcbergehenden l\u00e4stern und spotten und auch die Hohenpriester, Schriftgelehrten und \u00c4ltesten lassen es sich nicht nehmen, auf dem H\u00fcgel Golgatha aufzutauchen und Jesus, an dessen Verurteilung sie ma\u00dfgeblich beteiligt waren, zu verh\u00f6hnen.<br \/>\nDie Soldaten verfolgen das Treiben. Jesus schreit in tiefster Einsamkeit zu seinem Vater im Himmel: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen\u201c? Die Schaulustigen sind der Meinung, dass Jesus nach Elia ruft &#8211; und sofort geht das Spotten weiter.<br \/>\nKurz darauf stirbt Jesus &#8211; und es geschieht etwas Unglaubliches: Die Erde bebt, Felsen zerbersten, in Fels gehauene Gr\u00e4ber springen auf und im Tempel zerrei\u00dft der Vorhang, der das Allerheiligste abtrennt. Letzteres ein symbolisches Zeichen, dass der Weg zu Gott nun frei ist.<br \/>\nF\u00fcr den Hauptmann und die anderen Soldaten ger\u00e4t die Welt buchst\u00e4blich ins Wanken. Dieses Geschehen \u00fcberw\u00e4ltigt sie, wie Schuppen f\u00e4llt es ihnen von den Augen. Und sie erkennen und bekennen: <b>\u201eWahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.\u201c<\/b><br \/>\nNehmen Sie sich doch in der Karwoche einmal Zeit und lesen Sie den Bericht des Matth\u00e4us von der Kreuzigung in Ruhe nach. Stellen Sie sich vor, Sie h\u00e4tten dort als Beobachter mit auf Golgatha gestanden und w\u00e4ren Zeuge dieses schrecklichen Geschehens gewesen.<br \/>\nJesus starb diesen Tod dort am Kreuz f\u00fcr Sie und f\u00fcr mich, damit wir mit Gott vers\u00f6hnt werden k\u00f6nnen. Wie gro\u00df muss Jesus Liebe zu uns sein, wenn er diesen Weg auf sich nahm?<\/p>\n<div align=\"right\">Ein gutes Nachdenken w\u00fcnscht Ihnen Angelika Mischinger<\/div>\n<p>(Vielleicht haben Sie ja auch die M\u00f6glichkeit, den Film \u201eDie Passion Christi\u201c anzuschauen. Er schildert eindr\u00fccklich das Geschehen um die Kreuzigung Jesu.)<br \/>\n<a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"maerz2015\" id=\"maerz2015\">M\u00e4rz 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nIn der S\u00e4chsischen Zeitung lese ich heute, dass einundzwanzig koptische Christen in Libyen durch Verbrecher des \u201eIslamischen Staates\u201c enthauptet wurden, weil sie Christen waren.<br \/>\nEine schreckliche Nachricht, die wir in unserem beh\u00fcteten Deutschland, in dem die Freiheit des Glaubens durch das Grundgesetz Artikel 4 garantiert wird, nicht begreifen k\u00f6nnen. In den Bibeln der Ermordeten steht auf Arabisch der Satz, der auf Deutsch <b>\u201eIst Gott f\u00fcr uns, wer kann wider uns sein?\u201c<\/b> lautet und den wir im Brief des Apostels Paulus an die R\u00f6mer im 8 Kapitel Vers 31 lesen k\u00f6nnen. Kann der Satz \u201eNiemand kann wider uns sein\u201c denn stimmen, wenn Menschen, die Gott vertrauen, genau deswegen den Tod erleiden m\u00fcssen?<br \/>\nWas schreibt Paulus da! Die Nachricht aus der Zeitung kann doch nur ein Beweis f\u00fcr Gottes Ohnmacht sein, ja man k\u00f6nnte sogar die Schlussfolgerung daraus ziehen, dass es ihn aus diesem Grund nicht geben kann. Wie k\u00f6nnte er sonst so etwas zulassen?<br \/>\nWir m\u00fcssen uns dazu vor Augen halten &#8211; Paulus schreibt seinen Brief nicht wie ich, in einem Amtszimmer, wohlbeh\u00fctet, in Lohn und Brot. Auf seinen Reisen, bei denen er Gottes Wort weitererz\u00e4hlte, war er dreimal schiffbr\u00fcchig, er trieb einmal einen Tag und eine Nacht auf dem Meer. Er wurde wegen seines Glaubens mehrmals ausgepeitscht, mit dem Stock geschlagen und einmal sogar gesteinigt. Er war ein kranker Mann. Er war gefangen und ist sehr wahrscheinlich unter Kaiser Neros Herrschaft f\u00fcr seinen Glauben gestorben. Paulus schreibt da also nicht, was er sch\u00f6n f\u00e4nde. Er schreibt, wie er Gott erlebt.<br \/>\nUnd er erlebt; dass er bei aller Bosheit der Menschen und all ihrer Willk\u00fcr, dass er bei allen Widrig-keiten, die das Leben so mit sich bringt; nicht verzweifeln muss, dass er Kraft zum Leben und Lieben findet und dass er trotz allem Hoffnung hat. Woher das kommt, bedenken wir gerade in diesen Tagen der Passionszeit. In Jesus Christus hat sich Gott an unsere Seite gestellt und alles ertragen, was einem Menschen widerfahren kann. An ihm hat sich Paulus orientiert und angelehnt. Ihm ist der auferstandene Jesus begegnet und hat ihm dadurch deutlich gemacht, dass sich uns in unserem Leben zwar Zweifel, Unglaube, Spott, Ohnmacht und Tod entgegenstellen, dass sie uns aber nicht auf dem Weg zum Leben hindern k\u00f6nnen. Deswegen k\u00f6nnen wir vieles ertragen oder tragen, was uns ohne Gott zu schwer w\u00fcrde. Lothar Zenetti hat das einmal so beschrieben: \u201eWas Jesus f\u00fcr mich ist? Einer, der f\u00fcr mich ist! Was ich von Jeus halte? Dass er mich h\u00e4lt.\u201c<br \/>\nIch hoffe und bete, dass die ermordeten Christen in dieser Gewissheit sterben konnten: Auf dem Weg zum Leben h\u00e4lt einen Christen auch kein Fanatiker auf. Denn Jesus ist an unserer Seite, der wei\u00df, wie wir zu Gott kommen. Das sollte uns doch Mut f\u00fcr die Widrigkeiten machen, die sich uns entgegenstellen, oder?!<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr E. Salewski <\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"februar2015\" id=\"februar2015\">Februar 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nKennen Sie das: Sie haben einen Fehler gemacht, von dem Sie wollen, dass am besten nie jemand etwas davon mitbekommt. Aber genau darauf werden Sie von einer ihnen wichtigen Person angesprochen. Die Folge: Sie werden vermutlich rot, senken den Blick und \u2026 sch\u00e4men sich in Grund und Boden. Sich sch\u00e4men ist eine typisch menschliche Eigenschaft, die \u00e4u\u00dferst wichtig f\u00fcr das Miteinander der Menschen ist. Wer sich nicht sch\u00e4men kann, hat, medizinisch gesehen, aller Voraussicht nach eine Erkrankung einer bestimmten Hirnregion.<br \/>\nNun gibt es eigenartigerweise Situationen, in denen wir uns sch\u00e4men, aber gar keinen Grund dazu haben. Warum? Genau betrachtet existieren n\u00e4mlich keine allgemeing\u00fcltigen Regeln, die festlegen, wann Menschen sich zu sch\u00e4men haben. Die Gr\u00fcnde zum Sch\u00e4men sind, wie zu beobachten ist, zwischen Kulturen und innerhalb einer Gesellschaft unterschiedlich und wandeln sich auch im Laufe der Jahre.<br \/>\nIm Gegensatz dazu k\u00f6nnen wir von einigen Dingen mit Bestimmtheit  sagen, dass wir uns daf\u00fcr <b>nicht<\/b> zu sch\u00e4men brauchen. So schreibt Paulus in seinem Brief an die R\u00f6mer: <b>Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die alle rettet, die daran glauben\u2026<\/b>(R\u00f6m.1,16)<br \/>\nEs gibt eine ganze Reihe Menschen, die meinen, an den dreieinigen Gott zu glauben, zur Gemeinde zu geh\u00f6ren, sei ein Grund, sich zu sch\u00e4men. Warum\u2026?:<br \/>\n&#8211; Weil man doch heute nicht mehr so dumm sein kann, an einen Gott zu glauben, wo doch die Wissenschaft sagt, sie k\u00f6nne uns die Welt ohne ihn erkl\u00e4ren;<br \/>\n&#8211; weil die Gebote oder das Eine oder Andere, was wir in der Bibel lesen k\u00f6nnen, nicht mehr der allgemeinen Meinung entsprechen;<br \/>\n&#8211; weil Glaube altmodisch ist;<br \/>\n&#8211; weil Glaube einschlie\u00dft, dass alle, die nicht glauben, auf dem falschen Weg sind, und das ist ja<br \/>\nso etwas von intolerant und politisch nicht korrekt \u2026<br \/>\nVon den genannten Punkten ist jeder einzelne eine ganze Abhandlung wert, aber dazu lade ich ganz herzlich in die Gottesdienste ein, in denen diese Fragen immer wieder in den Predigten eine Rolle spielen.<br \/>\nIch m\u00f6chte Ihnen hier einfach ein paar Gr\u00fcnde nennen, warum Sie sich f\u00fcr unseren Glauben und sein Evangelium nicht zu sch\u00e4men brauchen. Evangelium hei\u00dft aus dem Griechischen \u00fcbersetzt \u201eFrohe Botschaft\u201c. Diese Worte beschreiben, was Jesus Christus f\u00fcr uns getan hat. Er hat sein Leben f\u00fcr all das als Bezahlung gegeben, wof\u00fcr wir uns sonst vor Gott verantworten m\u00fcssten. F\u00fcr all die Fehler, Boshaftigkeiten und Dummheiten, f\u00fcr die wir uns wirklich sch\u00e4men m\u00fcssen. N\u00e4mlich, wo wir Gott nicht geliebt haben und auch nicht unseren N\u00e4chsten wie uns selbst (was wir ja sogar auch manchmal nicht hinbekommen &#8211; uns selbst zu lieben).<br \/>\nWof\u00fcr, frage ich Sie, sollten wir uns da sch\u00e4men? Daf\u00fcr, dass wir Vergebung erfahren d\u00fcrfen und von Gott angenommen sind? Daf\u00fcr, dass wir eine Hoffnung und einen Halt in unserem Leben haben und dass uns eine Gemeinschaft im Glauben geschenkt ist? Nein! Das ist kein \u201esauer Bier\u201c, was wir anbieten, das ist Leben pur. Was meinen Sie, warum mittlerweile 2 Milliarden Menschen in den verschiedensten Kirchen der Welt als Nachfolger Jesu Christi auf dem Weg sind? Das ist ein knappes Drittel der Weltbev\u00f6lkerung. Das spricht eine deutliche Sprache daf\u00fcr, dass wir mit unserem Glauben eher Grund zum Stolz haben als zur Scham.<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr E. Salewski <\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"januar2015\" id=\"januar2015\">Januar 2015<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nvor wenigen Tagen ging der Weltklimagipfel im peruanischen Lima zu Ende, wie von vielen Umweltorganisationen bef\u00fcrchtet, ohne dringend n\u00f6tige Beschl\u00fcsse. Wissenschaftler haben wiederholt auf die Auswirkungen der Klimaver\u00e4nderung auf unserem Planeten hingewiesen. Und nicht wenige Menschen sind im Blick auf die Zukunft mit Angst erf\u00fcllt.<br \/>\nGenau in dieser Situation habe ich zum ersten Mal den Monatsspruch f\u00fcr Januar gelesen: <b>\u201eSolange die Erde besteht, sollen nicht aufh\u00f6ren Aussaat und Ernte, K\u00e4lte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.\u201c<\/b> Dieses Versprechen hat Gott Noah nach der Sintflut gegeben. Diese Flut hatte vieles auf der Erde ver\u00e4ndert und Noah wird sich schon seine Gedanken gemacht haben, was wohl auf ihn zukommen wird, wenn die Wassermassen langsam abgeflossen und versickert sind. Und in diese Situation hinein spricht Gott ihm zu: Die Kreisl\u00e4ufe von Saat und Ernte, K\u00e4lte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht sollen nicht aufh\u00f6ren! Diese Abl\u00e4ufe geben dem Alltag, dem Jahr seine Struktur.<br \/>\nAm Anfang eines neuen Jahres gilt auch uns diese Zusage. Die gewohnten Abl\u00e4ufe sollen weitergehen. Dem einen vermitteln sie Best\u00e4ndigkeit, f\u00fcr den anderen bedeuten sie Langeweile &#8211; \u201ees ist immer dasselbe\u201c. Aber gerade darin liegt f\u00fcr mich ein gro\u00dfer Trost: Der Gott der Bibel, der Best\u00e4ndige, der gestern, heute und f\u00fcr alle Zeiten (die Bibel sagt: in alle Ewigkeit) der Gleiche ist, sorgt f\u00fcr Best\u00e4ndigkeit in unserem Leben. Trotz aller gro\u00dfen und kleinen Katastrophen.<br \/>\nUnd noch auf ein Zweites weist dieses Bibelwort hin. Der Halbsatz \u201eSolange die Erde besteht\u201c verdeutlicht, dass diese sichtbare Welt ein Ende haben wird. Gott spricht in seinem Wort von einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Das wird der Ort sein, an dem wir die Ewigkeit mit ihm verbringen. Das entbindet uns jedoch nicht von unserer Verantwortung, pfleglich mit der Natur umzugehen, die \u201eSch\u00f6pfung zu bewahren\u201c.<br \/>\nGott hat Noah als sichtbares Zeichen seines Versprechens den Regenbogen gegeben. Dieser soll auch uns daran erinnern: <b>\u201eSolange die Erde besteht, sollen nicht aufh\u00f6ren Aussaat und Ernte, K\u00e4lte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.\u201c<\/b><br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie mit dieser Zusage Gottes getrost in das Jahr 2015 gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div align=\"right\">Angelika Mischinger<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"februar2015\" id=\"februar2015\">Februar 2015<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2015 Januar Februar M\u00e4rz April Mai Juni Juli\/August September Oktober November Dezember Dezember 2015 Liebe Leserin! Lieber Leser! Am 13. April 1910 wurde Hans Graf von Lehndorff in Graditz bei Torgau geboren. Er studierte Medizin, wurde Chirurg und kam als Assistenzarzt 1941 in Insterburg mit einer christlichen Wi-derstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus in Kontakt. Sein Weg &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1023\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Archiv 2015<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1023","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1023"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1023\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1116,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1023\/revisions\/1116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}