{"id":1117,"date":"2015-12-28T16:24:34","date_gmt":"2015-12-28T14:24:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1117"},"modified":"2016-12-30T12:40:31","modified_gmt":"2016-12-30T10:40:31","slug":"archiv-2016","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1117","title":{"rendered":"Archiv 2016"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"oben\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>2016<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"#januar2016\">Januar<\/a><br \/>\n<a href=\"#februar2016\">Februar<\/a><br \/>\n<a href=\"#maerz2016\">M\u00e4rz<\/a><br \/>\n<a href=\"#april2016\">April<\/a><br \/>\n<a href=\"#mai2016\">Mai<\/a><br \/>\n<a href=\"#juni2016\">Juni<\/a><br \/>\n<a href=\"#juliaugust2016\">Juli\/August<\/a><br \/>\n<a href=\"#september2016\">September<\/a><br \/>\n<a href=\"#oktober2016\">Oktober<\/a><br \/>\n<a href=\"#november2016\">November<\/a><br \/>\n<a href=\"#dezember2016\">Dezember<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"dezember2016\" id=\"dezember2016\">Dezember 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nVersuchen Sie sich bitte einmal einen Augenblick lang an ein Ereignis zu erinnern, in dem Sie sich <b>schmerzlich <\/b> eine \u00c4nderung ihrer Situation  <b>herbeigesehnt <\/b> haben &#8230;<br \/>\nIch k\u00f6nnte mir vorstellen, dass Sie an eine Erkrankung, eine Gefahrensituation, ein peinliches Erlebnis oder einen Verlust denken.<br \/>\nBehalten Sie das Gef\u00fchl dieser Sehnsucht nach Ver\u00e4nderung nun in Ihrem Ged\u00e4chtnis und h\u00f6ren Sie auf das Wort aus dem Gebet Psalm 130,6: \u201e<b>Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als die W\u00e4chter auf den Morgen<\/b>.\u201c<br \/>\nWas sich ein W\u00e4chter \u00e4hnlich schmerzvoll herbeisehnt, wie Sie es sich oben in Erinnerung gerufen haben, kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung andeutungsweise verraten. Ich habe n\u00e4mlich w\u00e4hrend meiner Armeezeit ca. 10 Monate an verschiedensten Objekten Wache gestanden.<br \/>\nDa ist die Sehnsucht danach, endlich auszuruhen, W\u00e4rme, und Geborgenheit zu genie\u00dfen. Da ist die Sehnsucht, Verantwortung loszuwerden. Und manchmal m\u00f6chte eine Wache auch ganz einfach die Furcht loswerden, es k\u00f6nnte etwas Bedrohliches passieren, was einen ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzt.<br \/>\n\u00c4hnliches finden wir sicher in den von Ihnen anf\u00e4nglich angedachten Situationen wieder.<br \/>\nWas haben Sie in solchen Situationen getan, um da rauszukommen?<br \/>\nWie haben Sie auf eine \u00c4nderung solch einer Situation gewartet? Wo suchten Sie Zuflucht?<br \/>\nBei dem W\u00e4chter ist es die Hoffnung auf die Wachabl\u00f6sung und auf den Morgen.<br \/>\nAus Ihrer Lebenserfahrung heraus werden Sie sich mittlerweile sicher verschiedene Verhaltensweisen angeeignet und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten erarbeitet haben, die Sie nun manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg anwenden.<br \/>\nSie werden mir sicher Recht geben, wenn ich sage, dass wir daf\u00fcr sehr viel Energie aufwenden, denn unser innerer und auch der \u00e4u\u00dfere Friede ist uns sehr viel wert.<br \/>\nUnser Monatsspruch vermittelt uns eine aus dem tiefen Glauben eines Menschen gewachsene Lehre. Wir lernen aus den Worten dieses Gebetes, dass die Sehnsucht nach Gottes umfassender Gegenwart unsere Sorgen klein werden l\u00e4sst. Wir lernen, dass dieses Ziel nicht m\u00fchsam gesucht oder erarbeitet werden muss, es ist ja direkt vor uns, denn Gott kommt uns entgegen. Wir m\u00fcssen nur den Blick erheben, nach ihm fragen und vertrauen, dass in seiner N\u00e4he alles gut wird. Sicher nicht immer so, wie wir uns das vorstellen, aber wir d\u00fcrfen glauben: \u201eDenen, die Gott lieben, m\u00fcssen alle Dinge zum Besten dienen\u201c.<br \/>\nMit diesem Gebetsseufzer: \u201eMeine Seele wartet auf den Herrn\u201c ist die Botschaft und die Aufgabe der Adventszeit beschrieben: Mach dir bewusst, dass Gott kommt, dein Sehnen wird Erf\u00fcllung finden.<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie offen sind f\u00fcr die Sehnsucht nach der N\u00e4he Gottes. Die Zeit des Advent ist mit ihren Texten, Liedern und Br\u00e4uchen daf\u00fcr vorgesehen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"november2016\" id=\"november2016\">Oktober 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nNun ist es bereits November &#8211; dieser Monat ist f\u00fcr einige Menschen die schlimmste Zeit des Jahres. Die Tage werden merklich k\u00fcrzer, es ist oft tr\u00fcb und nass und die B\u00e4ume, die bis vor kurzem noch ihr buntes Herbstkleid trugen, werden manchmal fast \u00fcber Nacht kahl. Die Natur erinnert uns an die Verg\u00e4nglichkeit, auch an die Verg\u00e4nglichkeit unseres eigenen Lebens.<br \/>\nAm Ewigkeitssonntag wollen wir an all die Menschen denken, die im vergangenen Kirchenjahr verstorben sind. Da wird uns aufs Neue bewusst, dass auch unser Leben hier ein Ende haben wird.<br \/>\nIn dieser Situation begegnet uns der Monatsspruch aus dem 2. Petrusbrief: <i>\u201eUmso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.\u201c<\/i><br \/>\nIn diesem Vers ist von einem Licht die Rede, das an einem dunklen Ort scheint. Ein Licht in der Dunkelheit erhellt die Umgebung, weist uns den Weg und wir k\u00f6nnen erkennen, wo wir hingehen.<br \/>\nDer Schreiber des Briefes erinnert die Christen daran, dass Gott schon vor langer Zeit zu Menschen gesprochen hat durch die Propheten. Er ermahnt sie, auf diese alten Worte zu achten &#8211; sie sind ein Licht, das im Dunkeln der Zeit leuchtet. Trotz aller Irrlehren, die in den Gemeinden kursieren und Verbreitung finden, hat Gottes Wort noch G\u00fcltigkeit. Es ist und bleibt Gottes Wort.<br \/>\nWie h\u00f6ren wir heute diese Mahnung? Rechnen wir noch damit, dass sich die biblischen Prophezeiungen erf\u00fcllen? Dass Jesus am Ende der Zeiten wiederkommt und uns zu sich holt?<br \/>\nBis dahin gilt es, auf die alten Worte der Bibel zu achten und ihnen zu vertrauen, damit sie Licht in unserem Alltag sein k\u00f6nnen. Sie geben uns Hoffnung in einer Zeit der Verwirrung und der Undurchsichtigkeit.<br \/>\nUnd so, wie der Morgenstern am dunklen Himmel un\u00fcbersehbar leuchtet, darf Jesus, der Morgenstern Gottes, in unserem Herzen aufgehen und hell erstrahlen. Gerade dann, wenn uns die Dunkelheit im November umf\u00e4ngt, tut es gut, unser Leben von diesem Licht erhellen zu lassen.<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Jesus auch in tr\u00fcben Novembertagen Ihren Alltag hell macht und Ihnen Hoffnung schenkt im Hier und Jetzt und Hoffnung auf ein nicht endendes Leben bei ihm in Gottes neuer Welt.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"oktober2016\" id=\"oktober2016\">Oktober 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n\u201eBlo\u00df raus hier!\u201c &#8211; kennen Sie diesen Gedanken?<br \/>\nRaus aus dem Alltagstrott, wenn einen nichts mehr \u00fcberrascht; raus aus der Wohnung, wenn einem \u201edie Decke auf den Kopf f\u00e4llt\u201c; raus aus der eigenen Haut, wenn man mit sich selbst un-zufrieden ist; raus aus einer Situation, wenn wir uns unwohl f\u00fchlen\u2026<br \/>\nEs ist das Empfinden, eingeengt zu werden, nicht mehr so leben zu k\u00f6nnen, wie wir es gern w\u00fcrden. Solche Situationen haben Reinhard Mey wahrscheinlich dazu veranlasst das Lied \u201e\u00dcber den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein\u2026\u201c zu schreiben.<br \/>\nAls Hobbyflieger hat er die Erfahrung gemacht: Betrachte das, was Dir zu schaffen macht, aus gr\u00f6\u00dferer Entfernung, und auf einmal wird alles nichtig und klein.<br \/>\nNun sind wir nicht alle Flieger und haben nicht so ohne weiteres die M\u00f6glichkeit, uns in die Luft zu erheben. Uns steht aber eine ganz andere M\u00f6glichkeit zur Verf\u00fcgung. So schreibt Paulus an die Gemeinde in Korinth: <b>Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.<\/b> (2. Kor.3,17)<br \/>\nAllein schon wenn wir uns das durch Paulus sagen lassen, wenn wir das h\u00f6ren, weitet sich unse-re Enge. Denn wir erfahren, sie ist zum Greifen nah, diese Freiheit. Ich muss nicht in ein Flug-zeug steigen, ich muss keine schwierigen \u00dcbungen machen und ich muss auch nicht mein gan-zes Leben umkrempeln. Ich darf wissen: Der Geist des Herrn ist einfach um mich herum da, \u201edenn in Gott leben, weben und sind wir.\u201c (Apg. 17,28) Ich brauche nur tief durchatmen, mein Herz \u00f6ffnen, damit sich meine Enge in Freiheit verwandelt. Was Menschen da nicht alles erleben k\u00f6nnen.<br \/>\nDa ist zum Beispiel die Erkenntnis: \u201eDu bist nicht alleingelassen mit Deiner Schuld. Du kannst sie am Kreuz Jesu ablegen, den Kopf frei erheben und leichten Herzens Deinen Weg gehen.\u201c<br \/>\nDas kann die Erfahrung sein, sich \u201eunruhig, sehns\u00fcchtig, krank, wie ein Vogel im K\u00e4fig, ringend nach Lebensatem, als w\u00fcrgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, d\u00fcrstend nach guten Worten, nach menschlicher N\u00e4he\u201c zu f\u00fchlen, und doch die tr\u00f6stlichen Worte aus tiefstem Herzen sagen zu k\u00f6nnen: \u201eWer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich , o Gott.\u201c (So hat es Dietrich Bonhoeffer in seinem Gedicht \u201eWer bin ich\u201c formuliert, das er in der Todeszelle geschrieben hat.)<br \/>\nDas kann auch die Gelassenheit bedeuten, das Geld, das man verdient, nicht mehr nur f\u00fcr sich selbst zu verwenden, was ja das gute Recht eines jeden ist, der daf\u00fcr hart arbeitet. Wie viele Menschen gibt es, die von diesem Geld auf Grund der eben beschriebenen Freiheit den zehnten Teil f\u00fcr Gott geben (an Hilfsprojekte, bed\u00fcrftige Menschen \u2026).<br \/>\nJa, die Freiheit durch den Geist des Herrn geht so weit, dass sich Menschen von ihren Abh\u00e4ngigkeiten l\u00f6sen k\u00f6nnen, die sie gebunden hatten.<br \/>\nWenn Sie also der Gedanke umtreibt \u201eBlo\u00df raus hier!\u201c, dann machen Sie Ihr Herz auf, laden Sie den Geist unseres Herrn ein und machen Sie befreiende Erfahrungen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"september2016\" id=\"september2016\">September 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nDer Prophet Jeremia hatte wirklich keine leichte Aufgabe: Er musste seinem Volk Gottes Gericht und Strafe ank\u00fcndigen. Das von Gott erw\u00e4hlte und geliebte Israel hatte sich von Gott abgewandt und lief anderen G\u00f6ttern nach. Die Menschen sahen \u00fcberhaupt nicht ein, dass sie etwas \u00e4ndern sollten. Und ihre K\u00f6nige vertrauten auf ihre eigene Macht und die St\u00e4rke der Verb\u00fcndeten.<br \/>\nJeremias Worte erf\u00fcllten sich zu seinen Lebzeiten noch. Israel wurde in die Gefangenschaft nach Babylon verschleppt. In ihrer Erinnerung waren die Bilder des zerst\u00f6rten Tempels und ihrer geliebten Stadt Jerusalem.<br \/>\nDoch nun wendet sich Gott wieder an sein Volk. Er beauftragt Jeremia, die sogenannten Heilsworte (Kap. 30 &#8211; 33) aufzuschreiben. Gott sagt seinem Volk zu, dass es wieder in das Land, das er ihm verhei\u00dfen hat, zur\u00fcckkehren darf. Und Israel erh\u00e4lt die Zusage: <b>\u201eIch habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter G\u00fcte.\u201c<\/b><br \/>\nGottes Liebe zu seinem Volk bleibt bestehen, er fordert zur Umkehr auf. Israel kann und darf sich Gott wieder zuwenden, sich in Gottes ausgestreckte Arme bergen.<br \/>\nIsrael musste die Folgen seiner Untreue sp\u00fcren &#8211; doch es durfte auch Gottes Gnade erleben.<br \/>\nDas kann auch uns Mut machen. Wenn wir uns von Gott abgewandt haben, wenn Schuld uns von Gott trennt, dann d\u00fcrfen wir zu ihm zur\u00fcckkommen. Daf\u00fcr ist Jesus am Kreuz gestorben. Wenn wir das, was in unserem Leben falsch l\u00e4uft, was zwischen uns und Gott steht, ihm bekennen und um Vergebung bitten, d\u00fcrfen wir erfahren, dass Gott uns aufs Neue annimmt als seine geliebten Kinder.<br \/>\nDas befreit und macht Mut, sich ihm t\u00e4glich zuzuwenden und seiner Liebe zu vertrauen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juliaugust2016\" id=\"juliaugust2016\">Juli\/August 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br \/>\n\u201eWenn du mir Gott zeigst, dann glaube ich an ihn\u201c- so bekomme ich es \u00f6fter zu h\u00f6ren. Der Wunsch ist verst\u00e4ndlich, denn er folgt der Erfahrung: Ich sehe etwas und vertraue dann (oder auch nicht). Schlie\u00dflich funktioniert das meiste in unserem Leben so: Wir nehmen die Umwelt mit Augen, Ohren, Nase, Mund und H\u00e4nden wahr und reagieren dann auf sie. Das ist bei der Begegnung mit Angeh\u00f6rigen, Freunden und Bekannten so; setzt sich mit Essen und Trinken fort und h\u00f6rt bei unserem Umgang mit den Gegenst\u00e4nden, die wir brauchen und benutzen, noch lange nicht auf. Warum sollte das also mit Gott anders sein?<br \/>\nEine Antwort auf diese Frage gibt Gott Mose, als dieser Gottes Herrlichkeit sehen m\u00f6chte. In der Bibel, im 2. Buch Mose 33,20 sagt Gott zu ihm: \u201eMein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.\u201c Dieser Satz kann auf zweierlei Weise verstanden werden. 1. Es ist Menschen einfach nicht m\u00f6glich, Gott wahrzunehmen (so, wie wir zum Beispiel den Weltraum als Ganzes nicht wahrnehmen k\u00f6nnen oder eine Zeitspanne von 1 Million Jahren\u2026). 2. K\u00f6nnte er bedeuten: Wir Menschen w\u00fcrden es nicht ertragen, Gott zu sehen, weil unsere Lebenskraft dazu nicht reicht.<br \/>\nSei es, wie es sei, wir m\u00fcssen feststellen, so wie wir jetzt beschaffen sind k\u00f6nnen wir Gott nicht sehen, wenn wir es auch noch so sehr w\u00f6llten. Und doch glauben wir an ihn und sagen, Gott ist da, er begleitet uns und liebt uns. Ja wir hoffen sogar, dass wir Gott einmal sehen werden. Wie kommen wir darauf?<br \/>\nEinen Vers vor der eben zitierten Antwort Gottes k\u00f6nnen wir folgendes lesen. Der Herr sprach:<br \/>\n<b>Ich will vor deinem Angesicht all meine G\u00fcte vor\u00fcbergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des Herrn: Wem ich gn\u00e4dig bin, dem bin ich gn\u00e4dig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.<\/b> (2. Mose 33,19)<br \/>\nGott sagt Mose also vor dieser ern\u00fcchternden Mitteilung, das wir von ihm schon etwas \u201esehen\u201c &#8211; erleben k\u00f6nnen: Wir k\u00f6nnen entdecken, was er seinen Gesch\u00f6pfen &#8211; und damit auch uns &#8211; Gutes schenkt. Und, Mose wird an Gottes Namen erinnert, den er ihm schon so \u00e4hnlich am Dornbusch verraten hat- \u201eIch bin, der ich bin\u201c (was die \u00dcbersetzung des hebr\u00e4ischen Gottesnamens Jahwe ist) In unserem Monatsspruch wird dieser Name mit  \u201eWem ich gn\u00e4dig bin, dem bin ich gn\u00e4dig\u201c umschrieben.<br \/>\nAls Trost daf\u00fcr, dass wir Gott nicht sehen k\u00f6nnen, weist er Mose darauf hin, dass wir anstelle dessen seine Wirkung, seine Spuren in unserer Welt- also seine G\u00fcte- sehen und erleben k\u00f6nnen. So \u00e4hnlich wie wir elektrischen Strom nicht sehen, wohl aber sp\u00fcren k\u00f6nnen-; so \u00e4hnlich, wie wir Liebe nicht sehen, wohl aber erfahren k\u00f6nnen-; so \u00e4hnlich wie wir Gedanken nicht sehen, wohl aber ihrer Wirkung<br \/>\nauf Schritt und Tritt begegnen k\u00f6nnen, so k\u00f6nnen wir Gottes G\u00fcte entdecken. Z.B.: an der Ordnung, die sich im ganzen Weltgef\u00fcge von den kleinsten Teilchen bis hin zu den Galaxien findet; an Jesus ,Gottes Sohn, der sein Leben f\u00fcr uns gegeben hat; an der Bibel, die uns erz\u00e4hlt wie unser Leben gelingen kann; an der Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfung, die unser Herz erfreut\u2026 achten sie die n\u00e4chsten Tage einmal darauf, wo ihnen Gottes G\u00fcte begegnet. Und wenn jetzt jemand sagt: \u201cIch kann diese G\u00fcte nicht entdecken in all dem Schlimmen, ich hab zu viel B\u00f6ses erlebt.\u201c, der denke einmal dar\u00fcber nach, woher es denn kommt, das B\u00f6se und was f\u00fcr ein Chaos in unserer Welt entst\u00fcnde, wenn Gott f\u00fcr jeden Menschen die Welt so beeinflussen w\u00fcrde, wie dieser es gern h\u00e4tte. Der Name Gottes sagt: Ich bin es, der wei\u00df was gut und richtig ist, denn ihr seid da, weil ich es wollte. Ich habe den \u00dcberblick. Ich will aber auch mit euch sein. Das mag uns nicht gefallen, aber es ist auch tr\u00f6stlich zu wissen, der uns liebt, hat alles in seiner Hand.<br \/>\nDie Welt ist viel gr\u00f6\u00dfer, als der enge Horizont, den wir sehen k\u00f6nnen es uns erahnen l\u00e4sst.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juni2016\" id=\"juni2016\">Juni 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nDer Monatsspruch f\u00fcr den Monat Juni nimmt uns mit in l\u00e4ngst vergangene Zeiten &#8211; wir erleben einen Lobpreisgottesdienst des Volkes Israel zur Zeit Moses mit. Sie danken Gott f\u00fcr ihre Rettung. Was war geschehen?<br \/>\nJakob und seine S\u00f6hne mit ihren Familien waren w\u00e4hrend einer gro\u00dfen Hungersnot nach \u00c4gypten gegangen. Sein Sohn Joseph, den seine Br\u00fcder an Sklavenh\u00e4ndler verkauft hatten, war dort als hoher Regierungsbeamter t\u00e4tig. (Eine interessante Geschichte; es lohnt sich, sie wieder einmal zu lesen &#8211; zu finden im 1. Mose 37 und folgende Kapitel.) Er sorgte f\u00fcr sie und sie blieben im Land. Doch Generationen sp\u00e4ter wurden sie von den \u00c4gyptern unterdr\u00fcckt und mussten Schwerarbeit leisten. Sie sehnten sich danach, nach Kanaan zur\u00fcckzukehren. Es gab ein langes Hin und Her, bis der Pharao ihrer Bitte nachkam und sie endlich ziehen lie\u00df. Gott hatte eingegriffen und Mose zu ihrem F\u00fchrer berufen. Als sie ans Schilfmeer kamen, merkten sie, dass sie von den \u00c4gyptern verfolgt wurden. Der Pharao hatte seine Meinung ge\u00e4ndert und wollte seine billigen Arbeitskr\u00e4fte wieder zur\u00fcck holen lassen. Auf wunderbare Weise teilte sich das Wasser vor ihnen und sie konnten trockenen Fu\u00dfes durchs Meer durchziehen. Die \u00c4gypter, die sie verfolgten, wurden vom zur\u00fcckkommenden Wasser \u00fcberrascht und kamen um. Es war eine Rettung in letzter Minute f\u00fcr das Volk Israel!<br \/>\nDie Israeliten wussten, wem sie ihre Rettung zu verdanken haben: Gott! Sie stimmten ein Lob- und Danklied an, in dem sie von ihrer Befreiung singen. Sie sangen von dem, der ihre St\u00e4rke ist, der f\u00fcr sie zum Retter geworden war.<br \/>\nLieder haben ihre ganz eigene Dynamik. Melodien setzen sich in unserem Kopf fest, manche \u201eOhrw\u00fcrmer\u201c lassen uns tagelang nicht los, immer wieder summen oder tr\u00e4llern wir sie vor uns hin. Lieder helfen uns z. B. im Gottesdienst, unseren Dank, unsere Bitten vor Gott zu bringen. Wo uns die Worte fehlen, d\u00fcrfen wir uns Liedtexte zu eigen machen, die andere formuliert haben.<br \/>\nViele Lob- und Danklieder, die wir singen, haben Menschen verfasst, die Schweres und Leidvolles erlebt haben. Sie danken Gott f\u00fcr sein Durchtragen und f\u00fcr seine N\u00e4he. Daf\u00fcr, dass sie bei Gott Vergebung und Befreiung von Schuld erfahren durften. Diese Lieder k\u00f6nnen uns helfen, das Kreisen um uns selber zu beenden und unseren Blick wieder auf Gott zu richten. Neu dar\u00fcber nachzudenken, welche Last Gott von unseren Schultern genommen hat und was er in unserem Leben Gutes getan hat.<br \/>\nEs lohnt sich, das Gesangbuch oder ein anderes Liederbuch wieder einmal zur Hand zu nehmen und die Lob- und Danklieder zu lesen oder zu singen, alleine oder mit anderen zusammen.<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Ihr Herz dabei froh und dankbar wird und Sie sagen bzw. singen k\u00f6nnen:<br \/>\n<b>\u201eMeine St\u00e4rke und mein Lied ist der HERR, er ist f\u00fcr mich zum Retter geworden.\u201c<\/b><\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"mai2016\" id=\"mai2016\">Mai 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nWo wohnt Gott? Vielleicht hat Sie diese Frage eines Kindes ja schon einmal aus dem Konzept gebracht. Vielleicht sind Sie aber auch schon selbst einmal dar\u00fcber gestolpert. Die Antwort ist oft: \u201eIm Himmel\u201c. Jesus hat schlie\u00dflich von unserem Vater im Himmel gesprochen.<br \/>\nAber den Himmel als Wohnort Gottes &#8211; da sto\u00dfen einige an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft. Nach Meinung der meisten Menschen haben die Satelliten, die internationale Raumstation ISS mit ihren Besatzungen und die Teleskope auf der Erde, die in den Weltraum \u201eschauen\u201c, eigentlich schon nachgewiesen, dass Gott offensichtlich nicht im Himmel zu finden ist. Zumindest sagen uns das unser Verstand und unsere Erkenntnisf\u00e4higkeit. Wieso reden wir dann trotzdem davon, dass Gott im \u201eHimmel\u201c wohnt?<br \/>\nGenau betrachtet ist der \u201eHimmel\u201c, als Wohnort Gottes, im Laufe der Zeit zu einem Bild f\u00fcr uns geworden. Es beschreibt, dass Gott uns umgibt. Es beschreibt, dass Gott Weite ist und unergr\u00fcndlich, dass er unfassbar ist und atemberaubend &#8211; aber auch fern. So ist die Erfahrung, die wir mit ihm machen k\u00f6nnen, und so erz\u00e4hlt uns die Bibel von ihm. Und an dieser Stelle sei nun darauf hingewiesen, dass dieses bildliche Verst\u00e4ndnis aber noch lange nicht hei\u00dft, dass er dort nicht auch tats\u00e4chlich wohnt! Es gibt vieles zwischen Himmel und Erde, was wir nicht erkennen und was doch da ist.<br \/>\nBei der Suche nach Gott im Fernen und Gro\u00dfen vergessen wir nun oft, dass die Bibel eine weitere Antwort auf die Frage hat: \u201eWo wohnt Gott?\u201c Sie erz\u00e4hlt uns, dass Gott ganz dicht bei uns zu finden ist. So sagt uns das Wort f\u00fcr diesen Monat etwas von Gottes gro\u00dfer N\u00e4he zu uns, von seiner Wohnung in unserem Herzen. Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth:<br \/>\n<b>Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr geh\u00f6rt nicht euch selbst.<\/b> 1.Kor.6,19<br \/>\nIn einer j\u00fcdischen Weisheit hei\u00dft es: \u201eGott wohnt da, wo man ihn einl\u00e4sst.\u201c Er wohnt also durch den Heiligen Geist in einem jeden Menschen, der sein Herz f\u00fcr ihn \u00f6ffnet. So einfach ist das, aber auch immer eine Herausforderung. Stellen Sie sich vor, was das bedeutet:<br \/>\n&#8211; Er kann Teil meines Lebens sein, der Sch\u00f6pfer, Retter und Tr\u00f6ster.<br \/>\n&#8211; Gott kann uns in anderen Menschen begegnen.<br \/>\n&#8211; Die Gottlosigkeit in unserer Welt h\u00e4ngt mindestens zur H\u00e4lfte damit zusammen, dass Menschen ihr Herz vor Gott verschlie\u00dfen \u2026<br \/>\nPaulus f\u00fcgt zu der Wohnungsfrage Gottes bei uns noch zwei deutliche Worte hinzu. Erstens sagt er, Gott hat<b> jeden<\/b> Menschen geschaffen, damit er in seinem Herzen Wohnung nehmen kann. Er geh\u00f6rt also zu uns und wir zu ihm. Was passiert, wenn ich das au\u00dfer Acht lasse? Was passiert mit einer Wohnung, in die der Besitzer nicht eingelassen wird? Besser wird sie auf keinen Fall. Sollten wir so mit uns umgehen? Und zweitens will uns Paulus nahelegen: Gott hat als unser Sch\u00f6pfer <b>Anspruch<\/b> auf eine Wohnung in unserem Herzen. Das m\u00fcssten wir doch verstehen, sind wir doch sehr empfindlich, wenn es um unsere Anspr\u00fcche geht.<br \/>\nGott wohnt in uns, das ist Gabe und Aufgabe. Wenn wir beides annehmen, dann wird der Himmel auch unser Herz erf\u00fcllen. Was kann es Sch\u00f6neres geben? <\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"april2016\" id=\"april2016\">April 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nZum Stichwort \u201e<b>Aufgabe<\/b>\u201c habe ich im Internet allein auf einer Seite mit Aphorismen 139 Zitate gefunden. Das ist schon ein recht beachtliches Ergebnis. Das weitaus Interessantere an meiner Recherche war allerdings, dass ein wesentlicher Teil der klugen Ausspr\u00fcche sich nicht etwa mit den M\u00fchen und N\u00f6ten befassen, die das Erledigen von Aufgaben so mit sich bringen, sondern mit der Feststellung: \u201eLeben bedeutet, eine Aufgabe zu haben\u201c. Die Beobachtung aus einer Fernsehdokumentation zum Thema: \u201eWo leben die \u00e4ltesten Menschen?\u201c vertieft diesen Eindruck noch. In dieser wurde n\u00e4mlich festgestellt: \u201eUm alt zu werden, braucht der Mensch eine Aufgabe.\u201c<br \/>\nEs gilt also f\u00fcr jeden von uns, diese im Leben zu entdecken und anzunehmen. Dabei bin ich mir allerdings sicher, dass es nicht nur eine Aufgabe sein wird, sondern dass das, was uns zu tun aufgegeben ist, ganz von unseren Lebensumst\u00e4nden, F\u00e4higkeiten und Kr\u00e4ften abh\u00e4ngen wird.<br \/>\nDer Spruch f\u00fcr diesen Monat weist uns den Weg zu einer Aufgabe, die Gott als ganz wichtig f\u00fcr uns erachtet. Es ist eine Aufgabe, bei der niemand von uns traurig zu sein braucht weil er, weil sie, sagen muss: \u201eWas wird Gott schon mit mir anfangen k\u00f6nnen? Ich kann doch nichts weiter; ich bin zu besch\u00e4ftigt mit Allt\u00e4glichem; ich habe keine Kraft mehr, etwas zu leisten; ich habe keine Zeit; mir hat niemand etwas gesagt; \u2026<br \/>\nEs ist eine Aufgabe, die jeder von uns auf seine Art und Weise ausf\u00fchren kann. Der Schreiber des Petrusbriefes formuliert sie folgenderma\u00dfen:<br \/>\n<b> \u201eIhr aber seid das auserw\u00e4hlte Geschlecht, die k\u00f6nigliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verk\u00fcndigen sollt die Wohltaten dessen, der euch be-rufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.\u201c 1. Petr. 2,9<\/b><br \/>\nGott hat uns berufen, seine Wohltaten zu verk\u00fcndigen. Ohne jeden Druck, ohne Vorbedingung k\u00f6nnen wir unsere Aufgabe anpacken. Als erstes werden wir ja ermutigt. Wir haben einen Auf-trag, von \u201eganz oben\u201c! Wir wollen uns nicht wichtigmachen, wollen nichts Wertloses aufschwatzen oder etwas, was auf \u201eunserem Mist\u201c gewachsen ist. Nein, was wir bezeugen sollen, ist Gott wichtig und damit ist es f\u00fcr das Leben eines jeden Menschen von Bedeutung. Gott wei\u00df doch, was gut f\u00fcr uns ist, hat er doch alles ins Leben gerufen. Und was kann uns nun Besseres passie-ren, als die Aufgabe zu haben, von Wohltaten zu erz\u00e4hlen, oder nennen wir es mit einem heute recht modernen Wort, von \u201eWellness\u201c f\u00fcr Leib, Geist und Seele. Welcher Mensch will nicht, dass ihm wohlgetan wird?!<br \/>\nF\u00fcr diese Aufgabe muss ich nicht gut reden k\u00f6nnen, da reicht es einfach zu erz\u00e4hlen, was mir Mut macht in meinem Glauben an Gott. Da reicht es davon zu erz\u00e4hlen, wo ich Gottes N\u00e4he sp\u00fcre. Da reicht auch eine Einladung zu einer Gemeindeveranstaltung, zu einem Gottesdienst. Von Gottes Wohltaten kann auch mein treuer Kirchenbesuch erz\u00e4hlen oder mein Engagement in der Gemeinde. Davon erz\u00e4hlt mein Tischgebet oder die Geschichte aus der Kinderbibel am Bett meiner Kinder oder Enkelkinder\u2026<br \/>\nSo viele Christenmenschen wir sind, so viele M\u00f6glichkeiten gibt es, Gottes Wohltaten anderen kund zu tun. Wenn wir das erkennen, dann haben wir am Leben teil. Was kann uns besseres geschehen.<br \/>\nEiner der oben genannten klugen Spr\u00fcche zum Thema \u201eAufgabe\u201c stellte sehr weise fest:<br \/>\n\u201eGott segnet nicht durch Ruhe und Wohlsein, sondern durch Aufgaben.\u201c (David Friedrich Strau\u00df)<br \/>\nIn diesem Sinne w\u00fcnsche ich Ihnen gesegnete Tage mit Ihrer Aufgabe.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"maerz2016\" id=\"maerz2016\">M\u00e4rz 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nSicher haben Sie schon mehrmals Abschiedsszenen verfolgt oder Sie mussten selbst bereits \u00f6fter Abschied nehmen. Da fallen einem noch ganz wichtige Dinge ein, an die man erinnern m\u00f6chte. Es werden Ermahnungen, aber auch Ermutigungen ausgesprochen.<br \/>\nDas Johannesevangelium l\u00e4sst uns am Abschied Jesu von seinen J\u00fcngern teilhaben. In den Kapiteln 13 bis 17 k\u00f6nnen wir diese Abschiedsreden Jesu nachlesen. Im Kapitel 15 finden wir u. a. die bekannte Geschichte vom Weinstock und den Reben. Dort vergleicht sich Jesus mit einem Weinstock, uns mit den Reben, die nur Frucht bringen k\u00f6nnen, wenn sie fest mit dem Weinstock verbunden bleiben. Daran schlie\u00dft sich der Monatsspruch f\u00fcr den Monat M\u00e4rz an: <b>\u201eWie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!\u201c<\/b><br \/>\nJesus wei\u00df, dass seine Zeit auf dieser Erde sich ihrem Ende n\u00e4hert und dass auf ihn der Tod am Kreuz wartet. So stellt er seinen J\u00fcngern noch einmal die Liebe seines Vaters vor Augen. Wie gro\u00df diese Liebe ist! Sie geht soweit, dass er, der Sohn Gottes, unsere Schuld, die uns von Gott trennt, auf sich nimmt und diesen furchtbaren Tod stirbt. Und das aus Liebe zu uns &#8211; unfassbar.<br \/>\nSo zeigt uns Jesus seine Liebe: Im Gehorsam zu seinem Vater geht er diesen Weg und vers\u00f6hnt uns mit Gott.<br \/>\nNun ermutigt und ermahnt Jesus seine J\u00fcnger, die ihn drei Jahre begleitet und vieles mit ihm erlebt haben, in dieser Liebe zu bleiben und an ihr festzuhalten. Egal, was geschieht.<br \/>\nUnd Jesus gibt ihnen eine \u201eGebrauchsanweisung\u201c mit auf den Weg: <b>\u201eWenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe.\u201c<\/b> Sie sollen sich ihn, Jesus, zum Vorbild nehmen und ihr Leben an seinem Leben und seinen Wegweisungen ausrichten. Und fest mit ihm verbunden bleiben, so, wie eine Rebe mit dem Weinstock verbunden ist. Eine Rebe ist fest gewachsen und kann die Verbindung zum Weinstock nicht f\u00fcr kurze oder l\u00e4ngere Zeit kappen, je nachdem, wie ihr gerade zumute ist. Nur dadurch kann sie Frucht bringen. F\u00fcr uns bedeutet das: Nur so k\u00f6nnen wir in der Liebe Jesu bleiben und ihm nachfolgen.<br \/>\nIch m\u00f6chte Ihnen Mut machen, sich in der Passionszeit einmal mit diesen f\u00fcnf Kapiteln des Johannesevangeliums zu besch\u00e4ftigen und w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie sich wieder ganz neu dar\u00fcber freuen k\u00f6nnen, wie sehr Jesus Sie liebt und dass Sie den Mut finden, in seiner Liebe und aus dieser Liebe zu leben. Behalten Sie Jesu Liebe nicht f\u00fcr sich, geben Sie sie an andere Menschen weiter.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"februar2016\" id=\"februar2016\">Februar 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner, sonniger Herbsttag. Ein Sonntagnachmittag, wie geschaffen daf\u00fcr, sich an Sonnenstrahlen und Natur zu erfreuen. Also setzten wir uns zum Tee in den Garten unter den Nussbaum. Tische und St\u00fchle waren ja noch nicht wegger\u00e4umt. Ich wollte gerade nach der Teetasse greifen, als die Welt um mich her in Schieflage geriet und meine Hand ins Leere fasste. Innerhalb eines Augenblicks stellte es sich zum Gl\u00fcck heraus, dass es nicht die Welt war, die Lust bekam ihre Lage zu ver\u00e4ndern, sondern mein Stuhl. Ich konnte gerade noch aufspringen, sonst h\u00e4tte ich wie ein vom Blatt gefallener K\u00e4fer auf dem R\u00fccken gelegen und recht unw\u00fcrdig mit den Beinen in der Luft gestrampelt &#8211; wahrscheinlich sehr zur Erheiterung meiner Familie.<br \/>\nEin alter W\u00fchlmausgang taugt nun mal nicht f\u00fcr die Belastung mit einem Stuhlbein, welches anf\u00e4nglich auch noch durch den vierten Teil des Gewichts eines Pfarrers (der nicht gerade ein \u201eHandtuch\u201c ist) in Richtung Erdmitte gepresst wird. Schlussfolgerung:<br \/>\nWenn die Welt zu wanken scheint, ist\u00b4s oft nicht so wie man wohl meint.<br \/>\nPr\u00fcf\u00b4 lieber erst, was du belastest, und auf welchem Grund du rastest.<br \/>\nIch glaube, so einen \u00e4hnlichen Gedanken hatte Jesus im Sinn, als er mit seinen J\u00fcngern \u00fcber das Gebet sprach. Er sagte: <b>\u201eWenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.\u201c<\/b> Markus 11,25<br \/>\nNun werden Sie vielleicht stutzen und fragen: \u201eWas hat dieser Satz mit der kleinen Begebenheit vom Anfang zu tun?\u201c Markus erz\u00e4hlt in den Versen vor unserem Monatsspruch, dass Gebet und tiefes Vertrauen in Gott ganz eng zusammengeh\u00f6ren.<br \/>\nAnders ausgedr\u00fcckt: Die Grundlage f\u00fcr unser Reden mit und H\u00f6ren auf Gott (nichts anderes ist ja Gebet) ist Vertrauen in seine Liebe zu uns und dass er uns nahe ist.<br \/>\nWenn wir also Probleme mit dem Beten haben: &#8211; wenn wir z.B. den Eindruck haben, Gott h\u00f6rt nicht zu; wenn wir \u00fcberhaupt kein Bed\u00fcrfnis versp\u00fcren, mit Gott zu reden; &#8211; wenn Gebet f\u00fcr uns eigentlich nur ein Mittel zur Wunscherf\u00fcllung ist; wenn unser Gebet und unser Handeln nicht zusammenpassen; wenn \u2026 dann haben wir wahrscheinlich unseren \u201eGebetsstuhl\u201c nicht auf den Grund des Glaubens gestellt. Dann steht er vielleicht auf Bildern, die wir von Gott haben, die aber falsch sind. Und dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn unsere Welt in eine Schieflage ger\u00e4t und wir Gott dort nicht finden, wo er bittesch\u00f6n nach unserer Einsch\u00e4tzung sein sollte.<br \/>\nJesus weist uns mit seinen Worten darauf hin: Habt Acht, ob euer Gebet zu eurem Leben passt.<br \/>\nWenn nicht, korrigiert das und pr\u00fcft, auf welcher Grundlage euer Gebet beruht. Wenn ihr so handelt, wird alles seinen richtigen Platz haben und ihr werdet euch an eurem Leben mit Gott freuen k\u00f6nnen.<br \/>\nSo wie wir damals den sch\u00f6nen Herbsttag noch genossen haben, nachdem ich meinen Stuhl auf einen festen Untergrund gestellt hatte.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"januar2016\" id=\"januar2016\">Januar 2016<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nKennen Sie Furcht, Angst oder Verzagtheit? Das sind alles keine sch\u00f6nen Gef\u00fchle. Sie bedr\u00e4ngen uns, machen uns klein. Sie k\u00f6nnen uns zum Verzweifeln bringen.<br \/>\nTimotheus, ein junger Mitarbeiter des Apostels Paulus, steckt fest in einer handfesten Krise. Pau-lus, der zu dieser Zeit in Rom gefangen gehalten wird, ist zu Ohren gekommen, dass es in einer Gemeinde drunter und dr\u00fcber geht. Und da soll Timotheus f\u00fcr Ordnung sorgen und im Auftrag des Paulus nach dem Rechten sehen. Kein Wunder, dass der junge Mann verzagt ist!<br \/>\nDoch Paulus macht Timotheus in seinem Brief Mut. Erst einmal stellt er klar, dass dieser Geist der Verzagtheit (oder wie es in anderen \u00dcbersetzungen hei\u00dft: der Geist der Furcht), der von Timotheus Besitz ergreift, nicht von Gott kommt. Das erinnert uns an die Botschaft von Weihnachten, die hoffentlich noch in unseren Herzen nachklingt: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c<br \/>\nPaulus macht seinem Mitarbeiter Mut: Der Geist Gottes, den er empfangen hat, ist der Geist der Kraft. Eine Kraft, die nicht aus uns selbst kommt; eine Kraft, die besonders deutlich zum Vorschein kommt, wenn unsere Kraft zu Ende ist. Wenn unser Vertrauen zu Gott Unm\u00f6gliches m\u00f6glich werden l\u00e4sst.<br \/>\nWeiter nennt Paulus den Geist der Liebe. Diesen Geist der Liebe wird Timotheus n\u00f6tig gehabt haben, wenn er dieser Gemeinde, zu der ihn Paulus schickt, die \u201eLeviten lesen\u201c soll. Wie schnell fallen in einer solchen Situation unsch\u00f6ne und unbedachte, ja lieblose Worte. Ein Wort ergibt das andere. Eine Erfahrung, die wir alle sicher gut kennen. Und wie gut kann Kritik und Ermahnung tun, wenn sie liebevoll vorgebracht wird. Wenn ich merke, dass es der andere gut mit mir meint und mir helfen will. Dieser Geist der Liebe signalisiert mir, dass ich wertvoll bin in Gottes Augen &#8211; ein von Gott geliebter Mensch.<br \/>\nUnd Paulus nennt weiter den Geist der Besonnenheit. Wie schwer f\u00e4llt es uns doch, besonnen zu sein! Nicht sofort zu reagieren, wenn uns etwas trifft. Die Spannung erst einmal auszuhalten, vielleicht eine Nacht dar\u00fcber zu schlafen und dann in Ruhe und mit weniger Emotionen \u00fcber eine Situation nachzudenken.<br \/>\nVielleicht gehen Sie ja verzagt ins Neue Jahr, stehen vor ungel\u00f6sten Fragen und Problemen. Dann darf Sie dieses Bibelwort ermutigen. <b>\u201eGott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.\u201c <\/b><br \/>\nDieser Geist Gottes, der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit ist da. Gott hat ihn uns geschenkt. Mit ihm wollen wir mutig in das Jahr 2016 gehen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2016 Januar Februar M\u00e4rz April Mai Juni Juli\/August September Oktober November Dezember Dezember 2016 Liebe Leserin! Lieber Leser! Versuchen Sie sich bitte einmal einen Augenblick lang an ein Ereignis zu erinnern, in dem Sie sich schmerzlich eine \u00c4nderung ihrer Situation herbeigesehnt haben &#8230; Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass Sie an eine Erkrankung, eine Gefahrensituation, ein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1117\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Archiv 2016<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1117","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1117"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1117\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1193,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1117\/revisions\/1193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}