{"id":1198,"date":"2017-01-31T20:58:44","date_gmt":"2017-01-31T18:58:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1198"},"modified":"2017-12-30T11:15:48","modified_gmt":"2017-12-30T09:15:48","slug":"archiv-2017","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1198","title":{"rendered":"Archiv 2017"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"oben\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>2017<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"#januar2017\">Januar<\/a><br \/>\n<a href=\"#februar2017\">Februar<\/a><br \/>\n<a href=\"#maerz2017\">M\u00e4rz<\/a><br \/>\n<a href=\"#april2017\">April<\/a><br \/>\n<a href=\"#mai2017\">Mai<\/a><br \/>\n<a href=\"#juni2017\">Juni<\/a><br \/>\n<a href=\"#juliaugust2017\">Juli\/August<\/a><br \/>\n<a href=\"#september2017\">September<\/a><br \/>\n<a href=\"#oktober2017\">Oktober<\/a><br \/>\n<a href=\"#november2017\">November<\/a><br \/>\n<a href=\"#dezember2017\">Dezember<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"dezember2017\" id=\"dezember2017\">Dezember 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nZu sch\u00f6n, um wahr zu sein! So oder \u00e4hnlich k\u00f6nnten unsere Gedanken sein, wenn wir den gesamten Text lesen, aus dem der Monatsspruch ausgew\u00e4hlt wurde.<br \/>\nDer Priester Zacharias und seine Frau Elisabeth &#8211; beide hochbetagt &#8211; haben nach langer Wartezeit doch noch ein Kind bekommen: Johannes (der T\u00e4ufer). Ihre Herzen sind voller Freude und Zacharias lobt Gott daf\u00fcr. Im Gebet zeigt Gott ihm, was er mit Johannes vorhat. Und diese Schau vor seinem \u201einneren Auge\u201c geht noch weiter: Johannes soll den Weg vorbereiten f\u00fcr einen Gr\u00f6\u00dferen, der nach ihm kommen wird. Dieses \u201eaufgehende Licht aus der H\u00f6he\u201c, das in die Dunkelheit dieser Welt kommt, feiern wir zu Weihnachten.<br \/>\nJesus kommt zu uns &#8211; in ausweglose Situationen.<br \/>\nJesus kommt zu uns &#8211; in den Unfrieden unserer Zeit.<br \/>\nJesus kommt zu uns &#8211; in Krankheit und Leid.<br \/>\nJesus kommt zu uns &#8211; wenn wir dem Tod entgegensehen.<br \/>\nJesus kommt zu uns &#8211; und will Licht und Hoffnung in unser Leben bringen.<br \/>\nEr will unser Leben zum Guten ver\u00e4ndern, damit wir Wege aus der Ausweglosigkeit sehen. Er will uns Frieden schenken, damit wir Friedensstifter sein k\u00f6nnen in unserer Umgebung. Er will in Krankheit und Leid bei uns sein und uns tr\u00f6sten. Er will uns im Angesicht des Todes nahe sein.<br \/>\nWenn Jesus zu uns kommt, dann bleibt nichts beim Alten. Er will, dass unser Leben neu wird. Er will mit seinem Licht die Dunkelheit erhellen. Er fordert uns heraus, dieses Licht in die Welt hinauszutragen. Dazu ist es Weihnachten geworden.<br \/>\nJesus kommt zu uns. Sind wir offen f\u00fcr ihn?<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen eine gesegnete und nachdenkliche Advents- und Weihnachtszeit.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"november2017\" id=\"november2017\">November 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nGott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. (Hesekiel 37,27), so lautet der Spruch dieses Monats. Welche Botschaft hat dieses Wort Gottes, durch den Propheten Hesekiel Israel zugesprochen, f\u00fcr uns heute?<br \/>\nVor einigen Wochen haben wir bei der Wahl erlebt, dass viele Menschen den Eindruck hatten: \u201eWir werden mit unseren Sorgen und N\u00f6ten nicht wahrgenommen\u201c. \u201eDie da oben\u201c k\u00fcmmert herzlich wenig, was mich bedr\u00fcckt. Die sitzen in Dresden oder Berlin in ihrem Wolkenkuckucksheim und entscheiden am gr\u00fcnen Tisch, was wir dann mittragen oder ausbaden m\u00fcssen.<br \/>\nVielleicht haben Sie sich \u00e4hnlich gef\u00fchlt. Dieses Empfinden spiegelte sich bei der Abgabe der Stimmen und im Ergebnis der Wahl wider.<br \/>\nWenn nicht diese Leute, dann andere; wenn nicht die alten Wege, dann Neue &#8211; so werden viele gedacht haben. (Ob diese neuen Leute oder Wege dann eine Besserung mit sich bringen, sei jetzt einmal dahingestellt. Es bleibt ja auch die Hoffnung, dass vielleicht die \u201eAlten\u201c endlich das Signal verstehen und sich etwas \u00e4ndert.)<br \/>\nIch vermute, dass manche Menschen \u00e4hnlich \u00fcber Gott denken: \u201eIch merke nichts von seiner N\u00e4he und verstehe nicht, was passiert &#8211; also w\u00e4hle ich Ihn ab\u201c. Nur, Gott ist kein Politiker und auch kein Weg zur Erf\u00fcllung meiner Vorstellungen, wie die Welt zu sein h\u00e4tte. Er ist der Sch\u00f6pfer, der mit uns und unserer Welt einen guten Plan hat. Er ist weder abzusetzen noch zu ersetzen. Wenn ich ihn abw\u00e4hle, dann w\u00e4hle ich das, was Gott in unserer Welt nicht gewollt hat\u2026<br \/>\nF\u00fcr alle, die Gott vertrauen, ist die empfundene Ferne Gottes, seine Unbegreiflichkeit ein \u00e4hnlich gro\u00dfes Problem, mit dem es umzugehen gilt. Wenn wir uns selbst beobachten, wenn wir uns umschauen, werden wir feststellen, dass die wenigsten nicht gleich \u00fcber Abwahl nachdenken. Der Grund daf\u00fcr ist, dass wir die Bibel und die Gemeinschaft der Glaubenden haben, die uns Gott nahe bringen und so verstehen helfen, wie er sich unser Leben gedacht hat und wie er uns nahe sein will. Der Theologe Michael Becker schreibt dazu:<br \/>\n\u201eDie N\u00e4he Gottes ist so klar. Im Ersten Testament ist Gott in seinen Geboten nahe, die unser Leben bestimmen sollen. Gott wohnt in seinen Geboten, k\u00f6nnte man sagen. Wer den Feiertag heiligt, dem ist Gott nahe. Wer kein falsches Zeugnis \u00fcber andere redet, wei\u00df sich in Gottes N\u00e4he. Im Zweiten Testament ist es Jesus und sein Geist, in dem Gott wohnt und nahe ist.\u201c Der Monatsspruch verspricht nichts Zuk\u00fcnftiges, sondern Gegenw\u00e4rtiges. N\u00e4he Gottes ist immer. \u00dcber-all. Wenn seine Gebote geachtet werden und sein Geist der Liebe gepflegt wird.<br \/>\nGott hat viele Kleider, in die er sich h\u00fcllt. Manchmal sind wir \u00fcberrascht, wie \u00e4rmlich Gott aus-sehen kann in einem Menschen, der der Liebe bedarf. Dann wieder sind wir erstaunt, wie pr\u00e4chtig sich Gottes Sch\u00f6pfung uns zeigt und wir nur danken k\u00f6nnen f\u00fcr so viel Sch\u00f6nheit. Gott wohnt in den Herzen, die staunen, lieben, r\u00fccksichtsvoll sind und die Erde nicht missbrauchen allein zu eigenen Zwecken. Gott lebt in Menschen, die seinen Geist achten in Worten und Taten. Und Gott verschwindet auch nicht, wenn Menschen die Erde verlassen und sterben. Gottes Wohnung ist nicht an die Erde gebunden. Seine Sch\u00f6pfung ist auch der Himmel. Den h\u00e4lt er bereit f\u00fcr alle, die darauf hoffen. Und f\u00fcr alle, die darum bitten.\u201c<br \/>\nIch m\u00f6chte Sie einladen in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen aufmerksam daf\u00fcr zu sein, wo Gott Ihnen nahe ist, wo er unter uns wohnt, damit Sie seinen guten Plan f\u00fcr unser Leben wahrnehmen und entdecken, dass Nichts und Niemand ihn in unserem Leben ersetzen kann.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"oktober2017\" id=\"oktober2017\">Oktober 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nMenschen wenden sich von Gott ab oder sagen, dass es ihn nicht gibt. Daf\u00fcr gibt es viele Gr\u00fcnde: erfahrenes Leid; Verletzung durch Menschen, die an Gott glauben; \u00c4rger \u00fcber Entscheidungen kirchlicher Institutionen; fehlende Erfahrungen mit Gott; Desinteresse an Gott; \u2026<br \/>\nLeider erfahre ich im Vorfeld fast nie von einer solchen Absicht der Menschen, die zu unserer Gemeinde geh\u00f6ren. Die Abkehr geht dann aber zumeist mit einer Kirchenaustrittserkl\u00e4rung einher. Das ist etwas Offizielles und wird uns \u00fcber das Standesamt mitgeteilt, da wir ja auf diese Weise ein Gemeindeglied verlieren.<br \/>\nSo habe ich seit meinem Dienstantritt in Kodersdorf im September 2003 achtundachtzig derartige amtliche Mitteilungen erhalten. Ein einziges Mal war es, dass jemand mit mir dar\u00fcber gesprochen hat. Bei einem zweiten Austritt konnte ich mir relativ leicht die Gr\u00fcnde zusammenreimen.<br \/>\nDie meisten der Ausgetretenen kannte ich nicht, oder kann zumindest mit dem Namen kein Gesicht verbinden. Jeder derartige Brief aber versetzt mir einen Stich.<br \/>\nWenn n\u00e4mlich der Kirchenaustritt auch die Abkehr von Gott bedeutet, dann hat das weitreichende Konsequenzen. Nach dem Zeugnis der Bibel hei\u00dft das n\u00e4mlich, dass wieder ein Mensch f\u00fcr Gottes Heil verloren ist. Verzichtet er doch auf das Gute, was Gott uns schenken will. Verzichtet er doch auf einen Partner, der zum Leben dazugeh\u00f6rt. Es ist eine Verzichtserkl\u00e4rung auf ein erf\u00fclltes Leben mit und bei Gott, oder wenn wir ein biblisches Bild aufgreifen, es ist ein Verzicht auf den \u201eHimmel\u201c. So nennen wir Gottes Welt auch, die wir jetzt schon erleben k\u00f6nnen und die uns am Ende in Vollkommenheit erwartet.<br \/>\nWarum f\u00e4llt es Menschen so leicht, \u201eNein\u201c zu Gott zu sagen? Wir leben in einer Zeit der Mikroskope und Teleskope, der Computer und des Internet. Wir k\u00f6nnen also alles erforschen, alles wissen, der \u201eHimmel\u201c ist dabei noch nicht \u201eentdeckt\u201c worden. Also wird er gern als Kinderkram abgetan. Menschen halten ihren kleinen Verstand gern f\u00fcr das Gr\u00f6\u00dfte und ihre F\u00e4higkeit zu Erkennen f\u00fcr den Ma\u00dfstab aller Dinge. Die Zeichen seiner Gegenwart aber erschlie\u00dfen sich uns nur selten \u00fcber den Verstand. Sie sind Herzensbotschaften, Vertrauenssache &#8211; eben Glaubensdinge. Das ist doch eine ganz andere Lebensebene als Wissen, oder vielleicht besser \u201eHalbwissen\u201c.<br \/>\nMenschen wenden sich also von Gott aufgrund von Fehleinsch\u00e4tzungen oder falscher Lebensschwerpunkte ab.<br \/>\nAber \u201eGott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.\u201c (1.Tim.3,4). Es steht nun nirgends in der Bibel, dass Gott diese Aufgabe allein der \u201eKirche\u201c oder den Pfarrern \u00fcbertragen h\u00e4tte. Hier ist jede\/r angesprochen, der\/dem Gott wichtig ist. Mit Herz, Verstand und mit Hilfe des Geistes Gottes gilt es, Menschen f\u00fcr Gott zu gewinnen. Jesus sagt, dass er niemanden verloren gibt und dass er alle sucht, die zu ihm geh\u00f6ren und das sind <b>wirklich alle<\/b>. Im Lukasevangelium z.B. gibt es ein ganzes Kapitel, das sich mit diesem wichtigen Thema besch\u00e4ftigt. Und wenn wir nun meinen, wir w\u00fcssten, wen Gott nicht bei sich haben will, lese Lukas 15 einmal ganz. Gott freut sich \u00fcber alle, die zu ihm umkehren. <b>\u201eEs wird Freude sein vor den Engeln Gottes \u00fcber einen S\u00fcnder, der Bu\u00dfe tut\u201c<\/b> (Luk.15,10), so sagt es Jesus. Deshalb ist eine Hinwendung zu Gott und eine R\u00fcckkehr in die Gemeinde immer m\u00f6glich, ganz gleich, was vorher war. Das sollen und d\u00fcrfen wir denen, die uns begegnen, nicht vorenthalten. Und mal ehrlich, wer von uns hat sich nicht auch schon von Gott abgewendet und braucht die Umkehr? Nur Mut, Gott wird nicht schimpfen, er wird sich freuen!<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"september2017\" id=\"september2017\">September 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nWir leben in einem Land, in dem seit 72 Jahren Frieden ist. Dieser Frieden, die demokratische Grundordnung unserer Republik und eine sich daraus gut entwickelnde Wirtschaft haben dazu gef\u00fchrt, dass wir in einem Sozialstaat leben, der seinesgleichen sucht. Freilich haben die vorigen Generationen daf\u00fcr H\u00f6hen und Tiefen durchschreiten m\u00fcssen. Wir haben aber nun den Nutzen davon und k\u00f6nnen ein Leben f\u00fchren, das in vielerlei Hinsicht leicht ist. Die meisten Menschen der Erde w\u00fcrden gern in einem solchen Land wohnen!<br \/>\nDie \u00c4lteren unter uns haben allerdings noch Erinnerungen an Zeiten, wo es in Deutschland anders war. Wo vieles nicht so selbstverst\u00e4ndlich war wie heute. Und sie sch\u00fctteln mit Recht den Kopf \u00fcber die vielen Menschen, die die Errungenschaften mittlerweile als so selbstverst\u00e4ndlich erachten, dass sie der Meinung sind: \u201eDas steht mir zu!\u201c Wer so denkt, vergisst oder will nicht wahrhaben, dass auch etwas daf\u00fcr getan werden muss, dass es so bleibt. Vereine, Gemeinden (politische und kirchliche) Gewerkschaften, gemeinn\u00fctzige Organisationen und Parteien k\u00f6nnen davon ein Liedchen singen.<br \/>\nAus dieser Art zu denken heraus werden viele \u00fcber das Bibelwort, das diesmal Monatsspruch ist, den Kopf sch\u00fctteln und von Ungerechtigkeit reden.<br \/>\nDa kommt einer zu Jesus und fragt: \u201eHerr, meinst du, dass nur wenige selig werden?\u201c Jesus sagt darauf: \u201eRingt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, dass sie hineinkommen, und werden&#8216; s nicht k\u00f6nnen. \u2026 <b>\u201eUnd siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein\u201c. Luk.13.30<\/b><br \/>\n\u201eDie Seligkeit steht uns bittesch\u00f6n zu, denn Gott hat doch lieb zu sein.\u201c So ist die landl\u00e4ufige Sicht der Menschen, \u00e4hnlich wie bei der Anspruchshaltung beschriebener Zeitgenossen gegen-\u00fcber unserem Gemeinwesen. Jawohl, die Seligkeit steht uns zu. Gott ist Liebe und durch das Opfer Jesu d\u00fcrfen wir sicher sein, selig zu werden. Allerdings sollten wir uns davon nicht zu einer \u00e4hnlich bequemen Sicht verleiten lassen, wie oben beschrieben. Sich auf Gottes Liebe und Gnade auszuruhen k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, alles aufs Spiel zu setzen. K\u00f6nnte dazu f\u00fchren, nicht zu den Ersten, sondern zu den Letzten zu geh\u00f6ren. Gott gibt ohne Vorbedingungen. Wenn wir aber dieses Geschenk der Gnade und Liebe Gottes f\u00fcr uns wirklich in Anspruch nehmen, dann hat das eine ver\u00e4ndernde Wirkung auf uns. Und Jesus warnt davor, diese Wirkung aus Bequemlichkeit und Eigensucht in uns nicht wirken zu lassen.<br \/>\nEr warnt, denn nichts steht uns zu. Es ist alles ein Geschenk Gottes, das wir nicht einfordern und nicht als selbstverst\u00e4ndlich in unser Leben einplanen k\u00f6nnen. Jesus sagt: \u201eSchaut, was das Wesentliche ist und bem\u00fcht euch, es zu tun und euer Ziel zu erreichen.\u201c Am hilfreichsten erscheint mir zu sein, jeden Tag neu dankbar in die Welt zu schauen und die vielen Geschenke, die uns gemacht werden, wirklich als Gabe zu begreifen. Dann d\u00fcrfte die enge Pforte kein Problem sein. Dann werden wir nicht zu den Letzten geh\u00f6ren. Dann werden wir auch unsere Aufgabe entdecken, wo wir uns engagieren k\u00f6nnen um fortzuf\u00fchren, was unsere Vorfahren an Gutem auf den Weg gebracht haben.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juliaugust2017\" id=\"juliaugust2017\">Juli\/August 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nDer Apostel Paulus war ein Mann der klaren Worte &#8211; und so kommt er in seinen Briefen, die er den ersten christlichen Gemeinden schreibt, immer recht schnell zur Sache. Er war aber auch ein kluger Stratege. Nachdem er sich kurz vorgestellt hat, damit jeder wei\u00df, von wem der Brief ist, \u00e4u\u00dfert er, wof\u00fcr er Gott dankbar ist in Bezug auf die Gemeinde, an die er schreibt. Das k\u00f6nnen wir auch in den ersten Versen des Philipperbriefes so feststellen.<br \/>\nUnd recht schnell teilt er der Gemeinde in Philippi mit, wof\u00fcr er betet: <b>\u201edass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.\u201c<\/b> Aus diesen Worten spricht, dass durchaus gelebte Liebe bei den Einzelnen und in der Gemeinde zu sehen ist. Doch Paulus erkennt auch, dass noch \u201eLuft nach oben\u201c ist. Dass diese Liebe noch wachsen kann, dass die Gemeinde in Philippi zu einem Spiegelbild der Liebe Gottes werden kann.<br \/>\nStellen wir uns einmal vor, dieser Brief w\u00e4re an uns in Kodersdorf adressiert. Wie w\u00fcrden wir mit den Worten des Paulus umgehen? Lassen Sie uns ehrlich Bestandsaufnahme machen, im pers\u00f6nlichen Leben und in der Gemeinde.<br \/>\nDa werden uns Situationen einfallen, wo wir Gottes Liebe weiter gegeben haben: wo wir aufeinander zugegangen sind, wo wir uns gegenseitig unterst\u00fctzt haben, wo wir einfach f\u00fcreinander da waren &#8230;<br \/>\nUnd dann ziehen Bilder an unserem inneren Auge vorbei, wo es eben nicht geklappt hat: wo ein Wort das andere gab, wo wir nicht bereit sind, zu verzeihen, wo wir die Meinung des anderen nicht respektieren k\u00f6nnen (oder wollen) und ihm wom\u00f6glich den Glauben absprechen &#8230;<br \/>\nDeswegen ist es gut, dass Paulus f\u00fcr die Gemeinde in Philippi betet. Liebe im Umgang miteinander ist etwas, das reifen und wachsen muss. Es ist ein Lernprozess. Und es braucht die Erfahrung, dass Gott vergibt und wir uns deswegen auch gegenseitig vergeben k\u00f6nnen. Das l\u00e4sst sich nicht theoretisch erproben. Ich kann mich nur darauf einlassen und mit Gottes Hilfe auf andere zugehen.<br \/>\nZugegeben, das ist nicht einfach und ich muss meinen Stolz \u00fcberwinden. Doch wenn wir das praktizieren, wird sich manches \u00e4ndern in unserem Leben &#8211; im pers\u00f6nlichen Bereich und in der Gemeinde.<br \/>\nLassen Sie uns daf\u00fcr beten, <b>dass unsere Liebe reicher werde<\/b>.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juni2017\" id=\"juni2017\">Juni 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n\u201eGehorsam\u201c ist ein Wort, das wohl in jedem von uns gemischte Gef\u00fchle weckt. Es ist unbeliebt, weil gef\u00e4hrlich und dem\u00fctigend. Aber es ist auch notwendig, weil aufbauend und bewahrend.<br \/>\nDiese Zerrissenheit ergibt sich zum einen aus der Situation, in der wir uns beim Gebrauch dieses Wortes befinden. Zum anderen spielt es eine Rolle, ob wir Gehorsam erwarten, oder ob er von uns verlangt wird.<br \/>\nWenn ich einem Kind sage: \u201eFass das nicht an!\u201c, dann will ich es bewahren, wenn der Meister sagt: \u201eBring das Fass mit der Lauge in die alte Kiesgrube!\u201c, dann ist das gef\u00e4hrlich. Wenn meine Frau sagt: \u201eGeh und entschuldige dich bei ihm daf\u00fcr!\u201c, dann ist das aufbauend und wenn der Chef sagt: \u201eWas haben Sie da f\u00fcr einen Mist geschrieben. Morgen sind Sie f\u00fcr die Sauberkeit der Klos auf unserer Etage verantwortlich, damit kennen Sie sich offensichtlich aus!\u201c, dann ist das dem\u00fctigend.<br \/>\nNun k\u00f6nnten wir ja sagen: \u201eLasst uns Wort und was sich daraus ergibt, doch besser ganz aus unserem Leben entfernen! Es ist dadurch schon zu viel Ungl\u00fcck geschehen!\u201c &#8211; aber das geht nicht. Wir k\u00f6nnen auf Gehorsam und seine Ausf\u00fchrung nicht verzichten, nur weil es f\u00fcr uns als moderne Menschen einen bitteren Beigeschmack hat, weil es an unserem Selbstbewusstsein \u201ekratzt\u201c oder weil es nicht eindeutig ist. Also ist es wichtig, besonders bedachtsam mit diesem Wort und mit unserer Reaktion darauf umzugehen.<br \/>\nUnser Monatsspruch gibt uns f\u00fcr unseren Umgang mit diesem Wort eine wichtige Regel an die Hand.<br \/>\nPetrus und die anderen, die Jesus ausgesandt hatte, hatten in Jerusalem von Jesus, dem Sohn Gottes, erz\u00e4hlt und in seinem Namen geheilt. Die geistlichen Leiter des Tempels wollten das nicht dulden und lie\u00dfen sie deshalb ins Gef\u00e4ngnis werfen. Ein Bote Gottes aber befreite sie und die Apostel gingen schnurstracks wieder in den Tempel, um dort weiter von Jesus Christus zu erz\u00e4hlen. Nun lie\u00df der Hohe Priester sie erneut vor sich bringen und wies sie darauf hin, dass es ihnen doch strengstens verboten sei, von Jesus zu erz\u00e4hlen. Ihre Antwort darauf ist der Satz unseres Monatsspruches:  <b>\u201eMan muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen.\u201c (Apg. 5, 29)<\/b><br \/>\nDamit ist eine Rangfolge vorgegeben. In der Frage des Gehorsams hat Gottes Wille klaren Vor-rang vor dem Willen anderer Menschen &#8211; und \u00fcbrigens auch vor unserem! Wenn uns also unsere Beziehung zu Gott wichtig ist, dann m\u00fcssen wir den Ma\u00dfstab seines Willens an das anlegen, was Menschen von uns erwarten und was wir erwarten. Es geht also nicht nur darum, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, sondern sich z.B. mit Martin Niem\u00f6ller zu fragen: \u201eWas w\u00fcrde Jesus dazu sagen\u201c? Und dieser hat die Menschen auf das Doppelgebot der Liebe hingewiesen \u201eWir sollen Gott lieben \u2026 und den N\u00e4chsten wie uns selbst.\u201c (Mt. 22, 37.39) Oder er hat geraten: \u201eAlles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.\u201c Mt. 7,12. Au\u00dfer diesen finden sich in der Bibel noch viele weitere gute Regeln, an die wir uns halten k\u00f6nnen.<br \/>\nWenn wir uns auf diese Weise von Gott leiten lassen, dann werden wir entdecken, dass wir so vor den gef\u00e4hrlichen und dunklen Seiten des Gehorsams bewahrt werden und dass die wichtige, ordnende Kraft des \u201eGehorsams\u201c ihre Wirkung besser entfalten kann.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"mai2017\" id=\"mai2017\">Mai 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nJeden Tag begegnen wir vielen Menschen: bei der Arbeit, beim Einkaufen, in Bus oder Bahn, &#8230; Wir sehen sie &#8211; doch wie sehen wir sie?<br \/>\nDer Monatsspruch aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Koloss\u00e4 kann uns da eine Hilfe sein. Paulus gibt uns eine klare \u201eRegieanweisung\u201c, wie wir unseren Mitmenschen begegnen k\u00f6n-nen. <b>\u201eEure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gew\u00fcrzt.\u201c<\/b> Ganz sch\u00f6n heftig, mein lieber Paulus, denke ich, wenn ich diesen Satz lese.<br \/>\nUnd ich komme ins Nachdenken: Mit welcher Grundeinstellung begegne ich den Menschen um mich herum? Sehe ich sie als von Gott geliebte Menschen, denen ich etwas von der Liebe und Freundlichkeit Gottes weiter geben darf?<br \/>\nMir pers\u00f6nlich hilft dieser Gedanke immer wieder, Menschen offen und freundlich zu begegnen. Und ich mache die Erfahrung: Wie ich in den Wald hinein rufe, so schallt es zur\u00fcck. Ein freundliches Wort, eine kleine Aufmerksamkeit, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Situation des anderen &#8211; das ruft ganz andere Reaktionen hervor, als wenn ich ruppig und unfreundlich bin. Und es macht es einfacher, Menschen von der Liebe Gottes zu erz\u00e4hlen.<br \/>\nDas bedeutet nicht, dass ich anderen nach dem Munde reden muss. Paulus fordert uns auf, Klartext zu reden. \u201eEure Rede sei mit Salz gew\u00fcrzt!\u201c Ich soll und darf klar f\u00fcr das Eintreten, was ich denke und glaube. Doch freundlich und in Liebe soll es geschehen. In Arbeitszeugnissen findet sich manchmal der Satz, dass das Verhalten anderen gegen\u00fcber stets freundlich, aber bestimmt war. Das dr\u00fcckt es gut aus. W\u00e4re es nicht sch\u00f6n, wenn dieser Satz einmal im \u201eAbschlusszeugnis unseres Lebens\u201c stehen w\u00fcrde?<br \/>\nWeil ich von Gott geliebt bin, darf ich diese Liebe in Wort und Tat weiter geben. Phantasievoll, beharrlich. Und jede und jeder von uns kann das auf ihre\/seine Weise tun.<br \/>\n31 Tage hat der Monat Mai &#8211; lassen Sie uns das Experiment wagen, 31 Tage die Anweisung des Paulus zu befolgen. Ich bin gespannt, was sich in unserem Umfeld ver\u00e4ndert.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"april2017\" id=\"april2017\">April 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nwenn Sie unsere Kirchlichen Nachrichten f\u00fcr den April 2017 in die Hand bekommen, ist bereits SOMMERZEIT, aber das Osterfest feiern wir in diesem Jahr erst Mitte des Monats.<br \/>\nZur Zeit steht in unserem Gemeindehaus noch ein gro\u00dfes grobes Holzkreuz. Es wurde aus den St\u00e4mmen von zwei ehemaligen Weihnachtsb\u00e4umen &#8222;gezimmert&#8220;. Aus einem hochstilisierten &#8222;Schmuckelement&#8220; &#8211; dem Weihnachtsbaum &#8211;  wird das Symbol der Leidenszeit unseres Herrn.<br \/>\nIm Kreuz Jesu sehe ich den eigentlichen Christbaum.<br \/>\nIch finde es gut, dass nun schon seit einigen Jahren, jeweils ab der Vorfastenzeit bis zum Kar-freitag, so ein gro\u00dfes Kreuz in unserem Gemeinderaum aufgestellt wird. Kann es doch sehr an-schaulich zum Nachsinnen und vielleicht auch zum Besinnen anregen. Denn Frieden mit Gott hat Jesus f\u00fcr uns am Kreuz gemacht. Dank ihm f\u00fcr seine Retter-Liebe durch Vergebung von S\u00fcnde und Schuld. <i>Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine Wunden sind wir geheilt<\/i>. (Jesaja 53, 5)<br \/>\nEigenartigerweise musste ich an dieses Gebilde aus totem Holz denken, als ich in Vorarbeit zu dieser Andacht den Monatsspruch f\u00fcr April las: <i><b>&#8222;Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.<\/b><\/i>&#8220; (Lukas 24, 5 &#8211; 6)<br \/>\nDer Evangelist Lukas berichtet da von zwei engelhaften Gestalten am leeren Grab von Jesus. Die Frauen, die zur Salbung des Leichnams gekommen waren, h\u00f6rten h\u00f6chst erschreckt diese Worte.<br \/>\nIn meiner Bibel sind die zwei Verse halbfett gedruckt. Es sind sogenannte Kernstellen, also wichtige Bibelworte. Interessehalber las ich auch das normal gedruckte und erfahre, was den beiden Frauen noch gesagt wird: <i>Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Gali-l\u00e4a war: Der Menschensohn muss \u00fcberantwortet werden in die H\u00e4nde der S\u00fcnder und gekreu-zigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder weg vom Grab und verk\u00fcndigten das alles den elf J\u00fcngern und den andern allen. &#8230; Und es erschienen ihnen diese Worte, als w\u00e4r&#8217;s Geschw\u00e4tz, und sie glaubten ihnen nicht. (Lukas 24, 7 &#8211; 11)<\/i><br \/>\nEin leeres Grab ist schon eine schlimme Sache. Aber die Leute Jesu waren doch gewarnt wor-den.<br \/>\nUns wird von den Evangelisten Matth\u00e4us, Markus und Lukas berichtet, wie Jesus seinen Nach-folgern das Leiden und Auferstehen ank\u00fcndigte. Zum Beispiel bei Lukas (Kapite l9 Vers 22):<br \/>\n<i>Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den \u00c4ltesten und Hohen-priestern und Schriftgelehrten und get\u00f6tet werden und am dritten Tage auferstehen.<\/i><br \/>\nSie mussten erst dem Auferstandenen begegnen, dann kam die Erinnerung und Erleuchtung: <i>Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine J\u00fcnger daran, dass er dies gesagt hatte und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.<\/i><br \/>\nSeitdem geht die Auferstehungsbotschaft um die Welt. Und sie ver\u00e4ndert Menschen bis heute.<br \/>\nDas kann ich bezeugen. Sie bringt in Bewegung, bringt Hoffnung, bringt Lebenskraft und Mut.<br \/>\nUns Christen heute, mehr als 2 000 Jahre nach diesem historischen Ereignis, soll das leere Grab Zeichen sein f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Wunder, das Gott auf Erden getan hat. Er hat seinen Sohn aus dem Tod auferweckt. Von den J\u00fcngerinnen und J\u00fcngern war dieses Zeichen nicht gleich erkannt worden.<br \/>\nUnd wir erleben es bis heute: Auch das gr\u00f6\u00dfte Wunder kann missverstanden werden. Es braucht seine wortw\u00f6rtliche Erkl\u00e4rung. So kommt der Glaube nicht aus dem Wunder, sondern aus dem H\u00f6ren auf Gottes Wort. (R\u00f6mer 10, 17). Solcher Glaube wird dann auch Wunder sehen und richtig verstehen k\u00f6nnen, besonders dieses gr\u00f6\u00dfte Wunder Gottes: Die Auferstehung seines Soh-nes Jesus Christus von den Toten.<br \/>\nF\u00fcr mich bedeutet die Auferweckung Jesu die Best\u00e4tigung Gottes f\u00fcr das Reden, das Leben, das Tun, das Leiden und Sterben von Jesus.<br \/>\nUns allen w\u00fcnsche ich, dass der Auferstandene sich immer wieder in einer Weise bezeugt, die uns im Glauben st\u00e4rkt und unsere \u00c4ngste und Sorgen \u00fcberwinden hilft.<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr <I>Gottfried Seidel vom Bahnhof<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"maerz2017\" id=\"maerz2017\">M\u00e4rz 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nVor ein paar Jahren ist mir Folgendes passiert:<br \/>\nIch betrat zum zweiten Mal &#8211; mit einiger Ver\u00e4rgerung &#8211; ein Gesch\u00e4ft, in dem ich etwas zur Repa-ratur abgegeben hatte. Seit dem letzten Mal waren Wochen ins Land gegangen. Ich wurde damals mit der Bitte um Aufschub nach Hause geschickt. Diesmal war nicht der \u00fcber 70-j\u00e4hrige Chef da, sondern seine Tochter. Als ich ihr das Problem schilderte, ging sie ins Lager, brachte mir, was ich zur Reparatur abgegeben hatte, sagte, dass es kurz nach meinem letzten Besuch in Ord-nung gebracht worden war und dass ihr die lange Zeit leid t\u00e4te und brach dann in Tr\u00e4nen aus. Einige Minuten des Gespr\u00e4chs f\u00f6rderten ein tiefersitzendes Problem zu Tage. Der Vater brachte es bis zum Tage nicht \u00fcber sich, seiner Tochter, die selbst Meisterin in diesem Handwerk ist, das Gesch\u00e4ft zu \u00fcbergeben. Das wirkte sich, wie Sie ja merken, bereits auf das Gesch\u00e4ft aus.<br \/>\nDer Tochter tat das kurze Gespr\u00e4ch hoffentlich gut und ich ging recht nachdenklich nach Hause.<br \/>\nIch wei\u00df nicht ob diese Frau an Gott glaubt, aber was w\u00fcrde sie wohl zu unserem Monatsspruch sagen: <b>Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich f\u00fcrchten vor deinem Gott; ich bin der Herr. <\/b>(3.Mose 19,32)<br \/>\nMir fallen auch sonst noch einige Situationen aus dem allt\u00e4glichen Leben ein, in denen alte Men-schen<br \/>\nihre Lebensjahre ganz offensichtlich dazu benutzten, Macht auszu\u00fcben. Und das nicht etwa aus Weisheit, sondern weil Menschen so sind, wie sie sind &#8211; ob das beim \u00dcberqueren der Stra\u00dfe bei \u201eRot\u201c war oder um den Kindern \u201eetwas\u201c zu zeigen.<br \/>\nDas oben genannte Gebot steht aber nun einmal in der Bibel und wie ich schon sagte, weil Men-schen so sind, wie sie sind, ist es Gott offensichtlich wichtig, das Miteinander zwischen Alt und Jung besonders anzusprechen und zu regeln.<br \/>\nIn den vergangenen 2-3 Jahrzehnten sind die alten Menschen in unserer Gesellschaft immer mehr aus dem Blick geraten. Weil die J\u00fcngeren in den Medien als \u201eVerbraucher\u201c entdeckt wur-den, als Leistungstr\u00e4ger der Gesellschaft, usw. usw. Zur Zeit schl\u00e4gt das Pendel in die andere Richtung aus, man hat entdeckt, dass die alten Menschen Geld haben, dass sie l\u00e4nger leben als fr\u00fcher\u2026<br \/>\nAll das hat wenig bis nichts mit unserem Gebot aus dem 3. Buch Mose zu tun, pr\u00e4gt aber unse-ren Umgang miteinander. Und so soll uns Gottes Wort im hin und her des Zeitgeistes Orientie-rung geben.<br \/>\nGott war es wichtig, dass die Jungen die gelebten Jahre der Alten respektieren und ihre Erfah-rung anerkennen. Eine Gesellschaft, die es nicht schafft, dass die Generationen aufeinander Acht haben, wird ein Problem mit der Zukunft bekommen. Und weil Gott m\u00f6chte, dass wir nicht schon an solchen grundlegenden Fragen scheitern, hat er uns seinen Willen zu diesem Thema ans Herz gelegt und sogar mit dem Hinweis auf seine Autorit\u00e4t verbunden: <b>Ich bin der Herr!<\/b><br \/>\nWenn die Alten nun wissen, dass Gott die Jungen derart ermahnt, dann bedeutet das allerdings noch lange nicht, dass die Alten damit die Regierungsgewalt \u00fcber die Jugend haben. Wenn Gott von sich als Vater oder als Mutter (Jesaja 66,13) spricht, wenn er uns als seine Kinder sieht, dann immer mit liebenden Augen und Herzen.<br \/>\nUnd das soll auch die Grundlage f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der Alten zu den Jungen sein:<br \/>\nDie Fehler der Jugend richtig einordnen und ihnen Raum zur Entfaltung gew\u00e4hren.<br \/>\nDie Abgr\u00fcnde des menschlichen Herzens in Betracht ziehen.<br \/>\nAus der Erfahrung handeln und bedenken, dass sich manches Problem in einem halben Jahr vollkommen anders darstellen kann.<br \/>\nSich selbst zur\u00fccknehmen, weil doch alles Gabe unseres Sch\u00f6pfers ist.<br \/>\nAlso ihr Jungen, nehmt euch Gottes Wort zu Herzen! Ihr Alten aber verhaltet euch so, wie Gott es uns zeigt.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"februar2017\" id=\"februar2017\">Februar 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nEs gibt Menschen, die schreiben Tagebuch. Ich geh\u00f6re nicht dazu. Aber manchmal ist es gut, entscheidende Situationen nicht zu vergessen. Dann sollte man sie doch notieren, wie Sie gleich lesen werden.<br \/>\nAls ich \u00fcber den Monatsspruch nachgedacht habe, fiel mir eine Begebenheit ein, die ich ganz gegen meine Gewohnheit aufschrieb, weil sie f\u00fcr mich so eindr\u00fccklich war. Hier die Notizen (ich habe hier nur f\u00fcr die Namen, die ausgeschrieben sind, Abk\u00fcrzungen verwendet:<br \/>\n\u201e21.07.1999 Chemnitz \u2013 Landesjugendamt<br \/>\nWir sitzen mit Thomas B. und Pastorin S. bei Herrn H. und Frau R. im Zimmer.<br \/>\nWir wollen den CVJM Boxberg mit seiner Arbeit erl\u00e4utern um den Weg f\u00fcr eine Fachkraftf\u00f6rderung f\u00fcr Katrin B. zu ebnen <i>(Erl\u00e4uterung: Katrin sollte, \u00e4hnlich wie Matthias Arnold im CVJM Kodersdorf, in Boxberg Arbeit mit jungen Leuten aufbauen und anleiten. Die F\u00f6rdermittel brauchten wir, um sie anstellen zu k\u00f6nnen)<\/i>.<br \/>\nAblehnende Atmosph\u00e4re: <b>keine<\/b> Neubewilligungen, der NOL-Kreis ist zu gut bedacht \u2026 Doch <b>pl\u00f6tzlich taute das Eis<\/b> (Ein Wort? Ein Gedankengang?) &#8230; ein Gebet? Auf einmal gro\u00dfe Bereitschaft, Ideen zu entwickeln, was wir tun k\u00f6nnen \u2026\u201c<br \/>\nWir haben vor dem Gespr\u00e4ch Gott die Sache im Gebet anbefohlen. Vielleicht nicht mit den Worten des Monatsspruches, aber in seinem Geiste. Das hat uns, dessen bin ich \u00fcberzeugt, den Se-gen der folgenden Worte Jesu erfahren lassen:<br \/>\n<b>\u201eWenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause!\u201c Und weiter hei\u00dft es \u201eUnd wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.\u201c Luk.10,5.(6)<\/b><br \/>\nJesus hat diese S\u00e4tze zu denen gesagt, die er dorthin sendete, wohin er gehen wollte.<br \/>\nDamit hat er die J\u00fcnger etwas Wichtiges gelehrt: \u201eLasst in euren Begegnungen den Geist Gottes wirken. Seht die, zu denen ihr geht mit Gottes liebendem Blick f\u00fcr seine Kinder an &#8211; ohne Vor-urteil. Das schafft eine Atmosph\u00e4re des Friedens. Wenn euer Gegen\u00fcber f\u00fcr diesen Frieden offen ist, dann wird die Begegnung gelingen.\u201c<br \/>\nIn welchem Geist wir auf Menschen zugehen, wird die Begegnung pr\u00e4gen. Das haben wir damals in Chemnitz erfahren. Ich meine mich erinnern zu k\u00f6nnen, dass unser Anliegen doch unterst\u00fctzt wurde und Katrin einige Jahre eine segensreiche Jugendarbeit in Boxberg leitete.<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie mit diesem Wort bei Ihren Besuchen gute Erfahrungen machen. Ich jedenfalls bin wieder daran erinnert worden &#8211; ein kurzes Segenswort, bevor man klingelt, kann nicht nur bei so bedeutenden Besuchen Wunder wirken.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"januar2017\" id=\"januar2017\">Januar 2017<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nEs ist ein harter Beruf, den Simon und seine Kollegen aus\u00fcben &#8211; sie sind Fischer am See Geneza-reth. Dieser See ist bekannt f\u00fcr pl\u00f6tzlich auftretende St\u00fcrme mit hohem Wellengang, die gef\u00e4hr-lich sind f\u00fcr die Fischer und ihre kleinen Boote. Die Fischer sind meist nachts unterwegs, weil dann die Fische an der Wasseroberfl\u00e4che nach Nahrung suchen und so besser zu fangen sind. Vor zweitausend Jahren, zur Zeit Jesu, kein leichtes Unterfangen. In der Dunkelheit der Nacht, ohne Scheinwerfer, nur im Mondlicht unterwegs zu sein auf dem Wasser, das hatte mit Roman-tik nichts zu tun.<br \/>\nDer Evangelist Lukas schildert, dass Simon und seine Kollegen nach einem erfolglosen n\u00e4chtli-chen Fischzug am Ufer die Netze reinigen. Erst danach k\u00f6nnen sie Feierabend machen. Da kommt Jesus auf ihn zu. Eine gr\u00f6\u00dfere Menge Menschen will Jesus sehen und h\u00f6ren &#8211; und so bittet Jesus Simon, ihn in seinem Boot ein kleines St\u00fcck aufs Wasser des Sees hinauszufahren, damit er besser zu verstehen ist. Simon kommt dieser Bitte nach und wird so, sicher nicht ganz freiwillig, zum Zuh\u00f6rer.<br \/>\nNachdem \u201eJesus aufh\u00f6rte zu lehren\u201c (so der Originalton des Lukas), wendet er sich mit einem ungew\u00f6hnlichen Auftrag an Simon. \u201eFahr auf die H\u00f6he und wirf die Netze aus!\u201c In Simon regt sich Protest. Fische f\u00e4ngt man nachts und nicht am hellen Tag; au\u00dferdem sind sie in der Mitte des Sees zu tief unten, um in die Netze zu gelangen. Und die letzte Nacht war wirklich anstren-gend drau\u00dfen auf dem See, die Netze wurden auch nicht von alleine sauber und die M\u00fcdigkeit nach der m\u00fchsamen Arbeit fordert nur eines: Schlaf. Er bringt seine Bedenken vor, er \u00e4u\u00dfert seine Zweifel; und trotzdem l\u00e4sst er sich darauf ein, noch einmal auf den See hinauszufahren. <b>\u201eAuf dein Wort will ich die Netze auswerfen.\u201c<\/b><br \/>\nUnd was erlebt er? In der Mitte des Sees, da, wo sich normalerweise keine Fische an der Ober-fl\u00e4che aufhalten, werden die Netze so voll, dass sie zu rei\u00dfen drohen und die Kollegen zur Hilfe kommen m\u00fcssen. Der Fang ist so gro\u00df, dass die Boote \u00fcberladen sind. Simon ist \u00fcberw\u00e4ltigt. Seine Zweifel wurden ausger\u00e4umt, Jesus hat sein Vertrauen nicht entt\u00e4uscht.<br \/>\nMir macht diese Erfahrung des Simon Mut, Jesus zu vertrauen und auch das Unm\u00f6gliche von ihm zu erwarten. Wenn er uns beauftragt und wir seiner Aufforderung nachkommen &#8211; trotz aller berechtigten Bedenken und Zweifel, die wir ihm getrost nennen d\u00fcrfen -, dann schenkt er auch das Gelingen. Dann kann Unm\u00f6gliches m\u00f6glich werden, in unserem pers\u00f6nlichen Leben und in unserer Gemeinde.<br \/>\nDas w\u00fcnsche ich uns allen f\u00fcr das Jahr 2017.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2017 Januar Februar M\u00e4rz April Mai Juni Juli\/August September Oktober November Dezember Dezember 2017 Liebe Leserin! Lieber Leser! Zu sch\u00f6n, um wahr zu sein! So oder \u00e4hnlich k\u00f6nnten unsere Gedanken sein, wenn wir den gesamten Text lesen, aus dem der Monatsspruch ausgew\u00e4hlt wurde. Der Priester Zacharias und seine Frau Elisabeth &#8211; beide hochbetagt &#8211; haben &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1198\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Archiv 2017<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1198","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1198"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1323,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1198\/revisions\/1323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}