{"id":1328,"date":"2018-01-28T19:42:43","date_gmt":"2018-01-28T17:42:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1328"},"modified":"2018-12-29T20:27:00","modified_gmt":"2018-12-29T18:27:00","slug":"archiv-2018","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1328","title":{"rendered":"Archiv 2018"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"oben\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>2018<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"#januar2018\">Januar<\/a><br \/>\n<a href=\"#februar2018\">Februar<\/a><br \/>\n<a href=\"#maerz2018\">M\u00e4rz<\/a><br \/>\n<a href=\"#april2018\">April<\/a><br \/>\n<a href=\"#mai2018\">Mai<\/a><br \/>\n<a href=\"#juni2018\">Juni<\/a><br \/>\n<a href=\"#juliaugust2018\">Juli\/August<\/a><br \/>\n<a href=\"#september2018\">September<\/a><br \/>\n<a href=\"#oktober2018\">Oktober<\/a><br \/>\n<a href=\"#november2018\">November<\/a><br \/>\n<a href=\"#dezember2018\">Dezember<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"dezember2018\" id=\"dezember2018\">Dezember 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br \/>\nWor\u00fcber haben Sie sich das letzte Mal so richtig gefreut?&#8230; <i>(Nehmen Sie sich ruhig einen Augenblick Zeit, gr\u00fcndlich dar\u00fcber nachzudenken!)<\/i><br \/>\nWas Ihnen zu dieser Frage eingefallen ist, wird ganz sicher etwas sein, das Sie pers\u00f6nlich ber\u00fchrt hat. Sei es, dass jemand liebevoll an Sie gedacht hat; sei es eine gute Nachricht zu etwas, was Ihnen ganz besonders am Herzen liegt; sei es, dass jemand besonders liebevoll gehandelt hat oder sei es, dass Sie durch etwas Sch\u00f6nes und Gutes anger\u00fchrt waren. Vielleicht k\u00f6nnen Sie sich auch erinnern, was Sie aus dieser Freude heraus getan haben? Sehr wahrscheinlich haben Sie dieses Erlebnis nicht f\u00fcr sich behalten. Sie werden es weitererz\u00e4hlt haben, oder Sie sind mindestens mit gr\u00f6\u00dferem Elan an diesem Tag an Ihr Werk gegangen. Aus Freude sch\u00f6pfen wir Kraft und Zuversicht f\u00fcr unser Leben. Sie ist eine Triebkraft f\u00fcr uns.<br \/>\nDie Weisen aus der Weihnachtsgeschichte hatten ein Erlebnis, \u00fcber das sie sich \u201emit gro\u00dfer Freude freuten\u201c &#8211; wie es im griechischen Urtext steht. Sie empfanden gewisserma\u00dfen Freude\u00b2 &#8211; Luther schreibt: sie wurden \u201ehocherfreut\u201c. Was sie mit solcher Freude erf\u00fcllte, war die Erfahrung: \u201eWir haben das Erscheinen eines Sterns richtig gedeutet\u201c. Sie waren einem neuen Stern Hunderte von Kilometern aus dem Osten nach Israel gefolgt. Er wies nach ihrer Erkenntnis auf einen neugeborenen K\u00f6nig der Juden hin. Nach einem vergeblichen Besuch in der K\u00f6nigsstadt Jerusalem wurden sie durch den Stern zu der Stelle geleitet, an der sie das Kind fanden.<br \/>\nIch kann die Freude der Weisen gut verstehen. Etwas erkennen und so ernst zu nehmen, dass es einen Zeit, Kraft und Habe kostet und dann zu entdecken: \u201eIch habe das Richtige getan, denn auf diese Weise habe ich das Ziel gefunden\u201c, ist doch etwas ganz Gro\u00dfartiges. Was nun die \u00fcbergro\u00dfe Freude bei den Weisen hervorrief, war eine besondere Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass dieses Kind an ihrem Ziel nicht nur das Ende <b>ihrer<\/b> Suche bedeutete, sondern dass sie das Ziel f\u00fcr alle Menschen zu allen Zeiten gefunden hatten. Das Kind, das in Bethlehem geboren wurde, ist der Weg zu Gott. Das m\u00fcssen die Weisen damals schon unter dem Stern an der Krippe begriffen haben.<br \/>\nDiese Geschichte l\u00e4dt uns nun ein, dass wir uns fragen: \u201eDie Weisen haben viel eingesetzt um zu diesem Kind zu kommen und sie haben es durch den Stern mit gro\u00dfer Freude gefunden. Was ist es mir wert, Jesus in meinem Leben zu finden und damit die Freude meines Lebens?\u201c<br \/>\nDieser Weg ist sicher nicht geradlinig und einfach. Das war der Weg der Weisen auch nicht. Aber je l\u00e4nger ich auf diesem Weg bin und je mehr ich von Menschen h\u00f6re, die auch zu diesem Ziel unterwegs sind, umso mehr erkenne ich: Dieser Weg schenkt uns Freude auf dem Weg zur Freude. Das ist die sch\u00f6nste Erkenntnis, das ist das wahre Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit. G\u00f6nnen Sie sich diese Freude. Machen Sie sich mit dieser Freude auf den Weg. Vergessen Sie nicht: <b>\u201eDa sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.\u201c<\/b> (Mt. 2,10)<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"november2018\" id=\"oktober2018\">November 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br \/>\nEs ist November. Die Tage werden k\u00fcrzer. Viele f\u00fcrchten sich vor den Tagen, an denen es nicht mehr richtig hell wird und alles um uns herum im Grau versinkt.<br \/>\nUnd das Kirchenjahr neigt sich seinem Ende entgegen. Im November feiern wir Bu\u00df- und Bettag. Wir denken dar\u00fcber nach, ob unser Leben vor Gott bestehen kann, ob Schuld uns von Gott trennt. Und gleichzeitig wird uns neu bewusst, dass Gott nicht unser Verderben m\u00f6chte, sondern dass er uns vergeben und frei machen will. Dass wir unser Leben neu ausrichten k\u00f6nnen im Vertrauen auf IHN.<br \/>\nDer Ewigkeitssonntag schlie\u00dft das Kirchenjahr ab. An diesem Tag denken wir besonders an die Menschen, die in diesem Kirchenjahr verstorben sind. Wir legen sie in Gottes Hand und beten f\u00fcr alle, die um einen lieben Menschen trauern. Das ist die eine Seite des Ewigkeitssonntages.<br \/>\nDer Monatsspruch f\u00fcr November weist uns auf ein zweites hin: Jesus kommt am Ende der Zeiten wieder, um uns zu sich zu holen. Die Offenbarung des Johannes, das letzte Buch der Bibel, erz\u00e4hlt davon. Johannes sieht in Bildern vieles, was in der letzten Zeit passiert. Es sind viele geheimnisvolle Bilder, die Gott ihm zeigt und die schwer zu verstehen sind. Doch am Ende steht ein furioses Finale, kaum vorstellbar f\u00fcr uns.<br \/>\nJohannes sieht einen neuen Himmel und eine neue Erde. Auch das Meer mit all dem Unheil, das es anrichten kann, wird nicht mehr sein. Und er beschreibt, wie ein neues Jerusalem voller Herrlichkeit und Pracht, erscheint. Alle N\u00f6te dieser Welt wird es dort nicht mehr geben: Keine Traurigkeit, keine Tr\u00e4nen mehr &#8211; Gott selbst wird sie abwischen -, kein Leid, kein Schmerz, kein Geschrei. Das kann und darf uns tr\u00f6sten in diesen Novembertagen.<br \/>\nIn Gottes neuer Welt wird Freude dar\u00fcber herrschen, dass wir bei IHM sein d\u00fcrfen. Wenn wir in diesem Leben die Vergebung annehmen und Jesus vertrauen, d\u00fcrfen wir uns auf Gottes neue Welt freuen. Das sind doch gro\u00dfartige Aussichten!<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p>Nehmen Sie sich doch einmal die Zeit, das 21. Kapitel der Offenbarung zu lesen. In diesen Zeilen steckt so viel Trost.<br \/>\n<a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"oktober2018\" id=\"oktober2018\">Oktober 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br \/>\nWas muss ich tun, wenn die Waschmaschine kaputt ist?<br \/>\nDumme Frage, werden Sie sagen, das ist doch klar. Ich muss einen Monteur rufen, der sich aus-kennt, damit sie wieder in Ordnung kommt. Und wenn Ihnen schwindlig wird und sie sich einfach nicht mehr aufrecht halten k\u00f6nnen? Dann muss ein Arzt gerufen werden &#8211; das wei\u00df jedes Kind. Schwieriger wird es, wenn es uns nicht nur k\u00f6rperlich, sondern auch seelisch schlecht geht, weil wir uns: einsam f\u00fchlen, von anderen verachtet und fertiggemacht werden, mit Schuld belastet sind, ja uns vielleicht sogar von Gott verlassen f\u00fchlen. Was dann?<br \/>\nDann k\u00f6nnen wir versuchen, von den oben genannten praktischen Erfahrungen m\u00f6gliche Verhaltensweisen abzuleiten. Zum <b>Ersten<\/b> m\u00fcssen wir kl\u00e4ren, an wen wir uns mit diesen sehr pers\u00f6nlichen N\u00f6ten wenden k\u00f6nnen und wollen. Zum <b>Zweiten<\/b> gilt es, das auch auszusprechen, was uns bedr\u00fcckt. Und zum <b>Dritten<\/b> hei\u00dft es, offen zu sein f\u00fcr die Erleichterung, die mit dem Aussprechen einhergehen kann bzw. f\u00fcr den Rat, der uns evtl. gegeben wird.<br \/>\nDem Beter des Psalms, in dem unser Monatsspruch steht, dem geht es schlecht, richtig schlecht. Er leidet gesundheitlich, trauert, ist voller Unruhe, ist mit Schuld beladen und seine N\u00e4chsten ziehen sich von ihm zur\u00fcck. Das Schlimmste jedoch ist f\u00fcr ihn die Beobachtung, Gott m\u00fcsste seine N\u00f6te doch alle kennen &#8211; aber er \u00e4ndert nichts daran! \u201e<b>Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen<\/b>\u201c &#8211; so lesen wir es im Psalm 38,10. In all seinem Jammer klingt die unausgesprochene Frage heraus: \u201eWarum?\u201c<br \/>\nDiese Frage kennt sicher jede\/r von uns und hat damit so seine Not gehabt. K\u00f6nnen wir etwas aus seinem Gebet f\u00fcr unsere notvollen Situationen lernen, oder stehen wir ratlos an seiner Seite?<br \/>\nIch denke, wir k\u00f6nnen lernen. Zum Beispiel, dass es gut ist, dass der Beter seine Not nicht in sich \u201ehineinfrisst\u201c (siehe 2.) und, dass er sich jemanden seines Vertrauens gesucht hat, n\u00e4mlich Gott (siehe 1.) Das \u201eWarum\u201c ist f\u00fcr ihn kein Grund, Gott den R\u00fccken zu kehren! Wir m\u00fcssen, wie er, diese Frage erst einmal aushalten, auf die wir recht selten eine befriedigende Antwort bekommen. Das ist eigentlich auch nicht verwunderlich, denn \u201eGott ist anders, als wir denken\u201c &#8211; so hei\u00dft es in einem alten Jugendlied. Er ist doch so viel gr\u00f6\u00dfer als wir, die wir seine Gesch\u00f6pfe sind. Gott sieht unser Leben und das aller Menschen, nicht nur zu unserer Zeit, sondern das aller Generationen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da stockt einem schon der Verstand. Aber dieser ist auch nicht das geeignete Mittel, um Gottes Wirklichkeit in unserem Leben recht zu erfassen. Unser Verstand hilft uns, Gottes Spuren in unserem Leben zu entdecken. Er hilft uns vielleicht auch, hier oder da eine sehr private Antwort auf das \u201eWarum\u201c zu finden. Andere Menschen m\u00fcssen das dann allerdings noch lange nicht so sehen wie wir.<br \/>\nDer Beter findet seinen Trost neben dem Aussprechen und Klagen in dem, was der Gr\u00f6\u00dfe Gottes angemessen ist. Er <b>vertraut\/glaubt<\/b> Gott. Er sagt: \u201eAber ich harre auf den Herrn\u201c, gegen allen Anschein. Das mag uns \u00e4u\u00dferst unbefriedigend erscheinen, muss aber Erfahrung des Beters sein, denn er schlie\u00dft den Psalm mit \u201eHERR, du meine Hilfe\u201c. Und das ist, was wir zu 3. f\u00fcr uns lernen k\u00f6nnen: Auf Gott harren\/warten, mit Hartn\u00e4ckigkeit, ihm mit unseren Anliegen im Ohr liegen, das entlastet, st\u00e4rkt und gibt Hoffnung. Unser Seufzen ist Gott nicht verborgen. Diese Erkenntnis ist zwar nicht so einfach umzusetzen, wie ein Anruf beim Monteur, wenn unsere Waschmaschine kaputt ist. Sie hilft aber, unsere Seele zu heilen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"september2018\" id=\"september2018\">September 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br \/>\nKennen Sie auch diesen Gedanken, dass sich alle Welt gegen Sie verschworen hat?<br \/>\nMir geht es manchmal an der Kreuzung der Torgaer Stra\u00dfe zur B 115 so. Gerade wenn ich aufbiegen will, kommt ein Auto nach dem anderen, entweder aus der einen oder der anderen Richtung. Vorher &#8211; ist die Stra\u00dfe frei &#8211; soweit mein Auge sehen kann! Es ist, als ob alle hinter der Ecke gelauert haben um genau dann loszufahren, wenn ich auf die \u201e115\u201c will \u2026 und es dazu auch noch eilig habe!<br \/>\nNur ein Beispiel f\u00fcr all das, was sich uns in unserem Leben vermeintlich entgegenstellt. F\u00fcr so manchen Menschen, der \u00fcber einen liebenden Gott nachdenkt, werden solche Situationen zu einer Herausforderung. Und genau f\u00fcr solche Situationen in unserem Leben bietet unser Monatsspruch Halt und Zuspruch an.<br \/>\n<b>\u201eGott hat alles sch\u00f6n gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergr\u00fcnden kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.\u201c (Prediger Salomo 3,11)<\/b><br \/>\nJetzt h\u00f6re ich in Gedanken schon manche von Ihnen knurren: \u201eWas soll an einer Autokolonne denn sch\u00f6n sein? An einer Krankheit, die mich einschr\u00e4nkt? An den ver\u00e4nderten Umst\u00e4nden, die mich zwingen, das mir vertraute Leben aufzugeben?&#8230; Ja, die ersten Erdbeeren im Garten sind sch\u00f6n. Auch der unerwartete Besuch und der Sonnenuntergang mit den herrlich leuchtenden Farben sind sch\u00f6n. Aber \u201ealles\u201c?\u201c<br \/>\nWas ist denn \u201esch\u00f6n\u201c? Etwas, das harmonisch ist, an dem alles stimmt, das richtig ist und passt.<br \/>\nUnd so erfahren wir aus diesem Weisheitswort einen Grundsatz unseres Glaubens: Wir d\u00fcrfen darauf vertrauen, dass sich bei Gott alles in unserem Leben richtig zusammenf\u00fcgt. (Das bedeutet nicht etwa gleichzeitig, dass alles vorherbestimmt ist!) Da ist also nicht Chaos, in dem wir treiben, sondern aus Gottes Sicht ist die Autokolonne gerade an der richtigen Stelle. Auch die Krankheit und die anderen Umst\u00e4nde haben in meinem Leben ihren richtigen Platz. Das mag uns unverst\u00e4ndlich und geradezu provokant erscheinen. Bedenken wir aber: Was ist dieses Ungemach, diese St\u00f6rung im Angesicht von Gottes Ewigkeit, an der wir durch Jesus Christus Anteil haben k\u00f6nnen und die f\u00fcr uns Liebe, Frieden, Gemeinschaft und Leben bedeutet?<br \/>\nIch wei\u00df, dass dieser Gedanke ein ziemlich harter Brocken ist &#8211; auch f\u00fcr mich. Unserem Verstehen sind da Grenzen gesetzt &#8211; wir k\u00f6nnen das nicht \u201eergr\u00fcnden\u201c. Aber im Vertrauen, im Glauben, k\u00f6nnen wir eine Ahnung davon bekommen, wenn wir dieses Wort aus dem Prediger Salomo belasten und uns darauf einlassen. Dann wird uns Gott vielleicht in solchen Situationen hin und wieder entdecken lassen: \u201eAuch eine Autokolonne kann sch\u00f6n sein.\u201c Denn ich w\u00e4re a) niemals, weil ich es eilig hatte, bei der \u201eNeuen Apotheke\u201c nur 50 km\/h gefahren; w\u00e4re b) demzufolge von der Radarkontrolle rausgewunken worden und h\u00e4tte c) 15 \u20ac weniger im Portemonnaie gehabt.<br \/>\nSolche oder \u00e4hnliche Erfahrungen m\u00f6gen Gorch Fock dann zu jener Aussage gef\u00fchrt haben, die von der Unbegreiflichkeit Gottes doch zu einem Wissen f\u00fchrte: \u201eIch wei\u00df nicht, wohin mich Gott f\u00fchrt, aber ich wei\u00df, dass er mich f\u00fchrt.\u201c<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen einen aufmerksamen Geist und Geduld, mit unserem Monatsspruch gute Erfahrungen zu machen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juliaugust2018\" id=\"juliaugust2018\">Juli\/August 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nwelche Gedanken besch\u00e4ftigen Sie, wenn Sie den Monatsspruch f\u00fcr August lesen?<br \/>\n<b>\u201eGott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.\u201c<\/b><br \/>\nGott ist die Liebe &#8211; ja, und? Oder: Gott ist die Liebe &#8211; das ist das Gr\u00f6\u00dfte, Beste, Phantastischste, was ich je geh\u00f6rt habe! Vermutlich liegt das, was Ihnen durch den Kopf geht, irgendwo dazwischen.<br \/>\nJohannes schreibt in seinem ersten Brief sehr viel \u00fcber das Leben als Christ. Er ermahnt und tr\u00f6stet. Und er stellt den Christen damals und uns heute Gottes Liebe vor Augen.<br \/>\nDa ist nicht vom \u201elieben Gott\u201c die Rede &#8211; nein, Gott ist Liebe! Liebe ist eine Wesensart Gottes. Wir sind von ihm umsorgt und umgeben, getragen und gehalten, begabt und gesendet, und das aus einem Grund: weil er uns liebt.<br \/>\nDiese Liebe ging so weit, dass Jesus Christus f\u00fcr uns gestorben ist. Gott hat sein Liebstes f\u00fcr uns gegeben, um uns mit ihm zu vers\u00f6hnen. Ist das nicht gro\u00dfartig?<br \/>\nWenn wir dieses Liebesangebot Gottes annehmen, wird das nicht ohne Folgen bleiben. Johannes beschreibt das in den Versen, die auf den Monatsspruch folgen. Weil ich mich von Gott geliebt wei\u00df, darf diese Liebe auch ausstrahlen in meine Umgebung. Da sehe ich den Bruder oder die Schwester (und all die Menschen, die mir t\u00e4glich begegnen) mit anderen Augen. Ich darf sie als von Gott geliebte Menschen sehen.<br \/>\nBeim weiteren Nachdenken kommt mir das Bild vom Weinstock und den Reben in den Sinn (Johannes 15). Dort wird beschrieben, wie wichtig es ist, dass die Rebe am Weinstock bleibt &#8211; nur so kann sie Frucht bringen. Als Christ wie eine Rebe an Jesus, dem Weinstock, zu bleiben, die Verbindung nicht abrei\u00dfen zu lassen, das ist unsere Aufgabe. Wenn diese Lebensader fest besteht, wird automatisch Frucht entstehen. Dann bleiben wir in Gott und bleibt in uns.<br \/>\nIch w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie in den vor uns liegenden Ferien- und Urlaubswochen Zeit zum weiteren Nachdenken \u00fcber den Monatsspruch finden und Erfahrungen mit diesem Bibelwort machen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juni2018\" id=\"juni2018\">Juni 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nsoeben haben Sie sich etwas vorgenommen, auf das Sie sich schon gefreut haben oder das Sie schon lange erledigen wollten, da klingelt es an der T\u00fcr. Es kommt jemand zu Besuch &#8211; wie unpassend! Sie bekommen es vielleicht gerade noch hin, ihr Gesicht in den Griff zu bekommen und \u00dcberraschung oder vielleicht sogar Freude vorzuspielen, aber recht ist es Ihnen \u00fcberhaupt nicht!<br \/>\nIch vermute einmal, dass Ihnen eine solche Situation bekannt vorkommt. Mir zumindest geht es schon manchmal so. Und da ich nun in einem Pfarrhaus wohne, passiert es auch, dass jemand vollkommen Fremdes vor der T\u00fcr steht, der dringend Hilfe, Geld oder gar eine \u00dcbernachtung braucht.<br \/>\nWarum kommen die Leute dann gerade hierher? Es gibt doch \u2026 ich wei\u00df gar nicht, wie viele H\u00e4user insgesamt in den Orten stehen, die zu unserer Gemeinde geh\u00f6ren. Warum das Pfarrhaus?<br \/>\nWeil im Pfarrhaus nach Meinung der Besuchenden Christen wohnen m\u00fcssen, und von denen kann man Hilfe erwarten, weil \u2026 ja warum eigentlich? Weil Jesus Christus zur N\u00e4chstenliebe aufruft und sagt: \u201eWie du willst, dass dich die Leute behandeln, so behandle sie auch\u201c. Und nun steht da jemand vor der T\u00fcr und bringt uns aus unserem Konzept. So etwas ist manchmal richtig anstrengend, eine Herausforderung und vielleicht sogar ein Ausnutzen unserer \u201e\u00dcberzeugung\u201c.<br \/>\nWenn wir in die Bibel schauen, dann m\u00fcssen wir feststellen: Es ist so, Gott erwartet etwas von uns und sei es, dass wir offen sind f\u00fcr G\u00e4ste. Aber wir d\u00fcrfen sicher sein, dass er nichts von uns erwartet, wo er nicht schon gegeben h\u00e4tte oder wo er gibt.<br \/>\nDer Spruch f\u00fcr diesen Monat aus dem Hebr\u00e4erbrief 13,2 gibt ein Beispiel daf\u00fcr: <b>\u201eVergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.\u201c<\/b> Es kann passieren, dass uns Gott durch einen Besucher begegnen will \u2026 Was f\u00fcr eine Chance! Dabei d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass seine Boten nicht so aussehen m\u00fcssen, wie wir es auf Bildern sehen &#8211; mit Fl\u00fcgeln und Heiligenschein. Gott stellt auch Menschen wie dich und mich in seinen Dienst. Es gibt einige Geschichten in der Bibel, die von solchem Dienst und solchen Besuchern erz\u00e4hlen. Ob es die M\u00e4nner sind, die Abraham besuchen (1.Mose 18) und bei Lot zu Gast sind (1.Mose 19). Ob es der Prophet Elia ist, der f\u00fcr seine Gastgeberin zum Se-gen wird (1.K\u00f6nige 17). Ob es Ananias war, der zum erblindeten Saulus gesandt wurde (Apg.9), oder ob es Paulus und Silas im Haus des Kerkermeisters waren (Apg.16). Sie alle waren Gottes Boten. Zumeist am Anfang ungelegen und st\u00f6rend. Durch sie hat Gott aber zu den Besuchten gesprochen oder segensreich an ihnen gehandelt. Was w\u00e4re gewesen, wenn sie unfreundlich behandelt oder gar abgewimmelt worden w\u00e4ren? Vielleicht w\u00e4re Gott hartn\u00e4ckig geblieben (wie w\u00e4re uns das vorgekommen?); vielleicht aber, w\u00e4ren die Boten umgekehrt und h\u00e4tten den Segen wieder mitgenommen, die Besuchten h\u00e4tten nichts davon erfahren, ja ihr Weg w\u00e4re vollkommen anders verlaufen.<br \/>\nGebe es Gott, dass wir es schaffen, so gastfreundlich wie m\u00f6glich zu sein! Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass unser Glaube gest\u00e4rkt wird und das Gottes Reich dadurch unter uns w\u00e4chst.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E.Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"mai2018\" id=\"mai2018\">Mai 2018<\/a><\/strong><br \/>\n<b>Psalm 37,5: Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe (vertraue) auf ihn, er wird`s wohl machen (=heilsam lenken).<\/b><\/p>\n<p>Wir alle befinden uns in unserem Leben auf einer Gratwanderung und wir laufen Gefahr, in unserer Erwartungshaltung Gott gegen\u00fcber nach einer Seite wegzurutschen. Wir setzen uns gern hin, vertrauen auf Gott und warten ab. Wir denken gern: \u201eEs gibt viel zu tun, packen wir`s an! Und Gott, es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn du uns dabei hilfst!\u201c Wir wollen Gott beanspruchen mit seiner \u00fcbernat\u00fcrlichen Kraft. Wir erwarten ganz selbstverst\u00e4ndlich von ihm, dass er handelt.<br \/>\nDabei schreiben wir Gott gern vor was zu tun ist und zu welcher Zeit und sind beeinflusst vom Denken dieser Welt. Wir leben in einer Zeit der Orientierungslosigkeit und Unsicherheit. Keine Frage, die meisten von uns sind ungeduldig. Immer wieder m\u00fcssen wir Entscheidungen treffen, und immer wieder leiden wir an den Folgen falsch getroffener Entscheidungen. Hier hilft uns die Frage: \u201eWhat would Jesus do?\u201c \u2013 \u201eWas w\u00fcrde Jesus tun?\u201c.<br \/>\nPaulus sagt im R\u00f6merbrief 8,28: \u201eWir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, &#8230;\u201c Gott kann uns durch sein Wort und seinen Geist f\u00fchren, denn: Er kennt unsere jeweiligen Situationen. Er wei\u00df, was wir brauchen. Er wei\u00df, wie wir f\u00fchlen. Er \u00fcberschaut unseren Weg.<br \/>\nIch m\u00f6chte das mit einem Beispiel deutlich machen:<br \/>\nWenn ich einen Brief schreiben m\u00f6chte, brauche ich einen F\u00fcller. Den bekomme ich gegen Bezahlung. Auch wir sind von Jesus erkauft und bezahlt. Ein F\u00fcller ist nutzlos ohne Tinte. So ist es auch mit uns. Wir m\u00fcssen uns von Gottes Geist f\u00fcllen lassen, um f\u00fcr ihn wirken zu k\u00f6nnen. Wie bei einen Stift sind auch wir nur zu gebrauchen, wenn wir uns f\u00fchren lassen, und wie dieser F\u00fcller eine Nachricht weitergibt, eine Botschaft \u00fcbermittelt, wollen wir Gottes Botschaft \u00fcbermitteln. &#8211; Das ist unser Auftrag! Wenn die Feder verdreckt oder verkrustet ist, kann sie nicht sauber schreiben. Wenn in unserem Leben S\u00fcnde ist, k\u00f6nnen wir nicht Zeugnis sein.<br \/>\nDer F\u00fcller ist ein Werkzeug. Er versteht nicht, was er schreibt und er versteht auch den Sinn nicht. <i>So ist es auch im geistlichen Leben. Wir verstehen oft nicht, was Gott macht. Aber wir d\u00fcrfen wissen, dass Gott einen Plan mit uns hat. Er wei\u00df, was gut f\u00fcr uns ist. Er f\u00fchrt richtig. Wir d\u00fcrfen ihm vertrauen.<\/i><br \/>\n<b>Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird`s wohl machen.<\/b><br \/>\nDer Psalmvers f\u00fcr sich allein gelesen scheint uns nahezulegen, passiv zu bleiben. Aber, auf Gott vertrauen und selber aktiv zu werden, das ist keine Entweder- Oder-Entscheidung. Das hei\u00dft, zu beten und auf meinen Wegen zusammen mit Gott unterwegs zu sein.<br \/>\n<u>Befiehl<\/u>! Ein Befehl ist keine Diskussionsaufforderung. Ein Befehl ist bindend. Ein Befehl fragt nicht nach der momentanen Lust oder einer Stimmung. Ich werde aufgefordert, mich Gott anzubefehlen.<br \/>\n<b><i>Befiehl du deine Wege<\/i><\/b> \u2026 hei\u00dft: Ich traue einem anderen zu, dass er eine L\u00f6sung findet f\u00fcr meine Situation. \u201eDer Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fu\u00df gehen kann\u201c &#8211; hei\u00dft es in einem Lied.<br \/>\n<b><i>Hoffe auf Gott, er wird`s wohl machen.<\/i><\/b> Das ist ein Mut machender Zuspruch. Das ist ein verl\u00e4ssliches Versprechen Gottes, f\u00fcr mich zu sorgen.<br \/>\nIch glaube, dass Gott mich f\u00fchren kann, selbst wenn ich meinen Weg noch nicht klar sehe. Das hei\u00dft f\u00fcr mich, vor ihn zu treten und still zu werden, mit ihm zu reden und ihm zuzuh\u00f6ren. Das hei\u00dft, mir in jedem Augenblick zeigen zu lassen, was er von mir erwartet. Ich kann ihm alle meine Sorge \u00fcberlassen, alles, was ich nicht selber zu tun vermag. Lasten der Vergangenheit kann ich hinter mir lassen, ganz im Heute leben und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Die Bibel ist meine Landkarte. Sie zeigt mir den Weg. Mit ihr komme ich ans Ziel. Je besser ich sie kenne, desto sicherer wird meine Reise.<br \/>\nEin falscher Weg bedeutet Zeitverlust, Umwege und kostet Kraft. Jesus sagt: \u201eIch bin der Weg \u2026\u201c<br \/>\nIhm m\u00f6chte ich vertrauen, Ihm m\u00f6chte ich meinen Lebensweg anbefehlen.<br \/>\n<b><i>Befiehl dem Herrn deine Wege und vertraue auf ihn, er wird`s wohl machen.<\/b> Amen<br \/>\n<i>Merten Mummert (Auslegung seines Konfirmationsspruches beim Vorstellungs-Gottesdienst der Konfirmanden)<\/i><br \/>\n<a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"april2018\" id=\"april2018\">April 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br \/>\nDas ist schon eine eigenartige Situation, die uns Johannes in seinem Evangelium beschreibt:<br \/>\nNach Jesu Tod, der Traurigkeit und Verzweiflung \u00fcber die J\u00fcnger gebracht hatte; nach dem merkw\u00fcrdigen Geschehen vom Ostermorgen, als die Frauen das Grab Jesu leer vorgefunden haben; nachdem Maria Magdalena diese merkw\u00fcrdige Begegnung mit dem auferstandenen Jesus im Garten hatte (sie meinte erst, es w\u00e4re der G\u00e4rtner), haben sich die J\u00fcnger aus Furcht vor den Juden eingeschlossen. Es ist Sonntagabend, der erste Tag der Woche, und das Erlebte noch ganz frisch und aufw\u00fchlend.<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich steht Jesus mitten unter ihnen und begr\u00fc\u00dft die ver\u00e4ngstigte Gruppe, die dort ver-sammelt ist, auf ganz ungew\u00f6hnliche Weise. Nicht mit \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c, wie wir es viel-leicht erwarten w\u00fcrden. Nein, er sagt: \u201eFriede sei mit euch!\u201c Sie erkennen ihn sofort, er zeigt ihnen die durchbohrten H\u00e4nde und die Verletzung an seiner Seite. Ihre Stimmung ver\u00e4ndert sich schlagartig: Ihre Traurigkeit, ihre Verzweiflung, ihre Furcht verwandelt sich in Freude!<br \/>\nEr sagt ihnen Frieden zu, den tiefen Frieden, den nur er geben kann. Und er bel\u00e4sst es nicht da-bei. Mit diesem Zuspruch verbindet er einen Auftrag: \u201eWie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!\u201c Die J\u00fcnger sollen diese Freude, die sie gerade erlebt haben, nicht f\u00fcr sich behalten. Sie sollen ihr Versteck verlassen und von dem berichten, was der Grund ihrer Freude ist: Jesus ist auferstanden!<br \/>\nNicht nur den J\u00fcngern damals, auch uns heute, die wir uns zu Jesu Nachfolgern z\u00e4hlen, gilt: Die Sendung Gottes geht weiter &#8211; mit euch. Ihr seid Brieftr\u00e4ger der Hoffnung, Boten der Liebe Got-tes, \u00dcberbringer der Osterfreude!<br \/>\nLassen Sie uns diesen Auftrag ernst nehmen und die Osterbotschaft &#8211; und was sie f\u00fcr uns bedeu-tet &#8211; weitersagen.<\/p>\n<div align=\"center\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p>Beim Nachdenken \u00fcber den Monatsspruch kam mir folgender Liedtext von Manfred Siebald in den Sinn:<br \/>\n<i>Friede, Friede sei mit dir.<br \/>\nDer Friede Gottes will in dir beginnen,<br \/>\ndu brauchst nicht lange, bis du es entdeckst:<br \/>\nwas Gott in dich hineinlegt, bleibt nicht innen &#8211;<br \/>\nFriede, der nach au\u00dfen w\u00e4chst.<\/i><br \/>\n<a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"maerz2018\" id=\"maerz2018\">M\u00e4rz 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nzum Ende dieses Monats feiern wir die Karwoche, die Woche, in welcher der Karfreitag als Feiertag herausragt. Die eigenartige Silbe \u201eKar\u201c kommt aus dem Mittelhochdeutschen und ist mit \u201eTrauer\u201c oder \u201eWehklage\u201c zu \u00fcbersetzen. Damit ist beschrieben, was diese Woche pr\u00e4gt (oder pr\u00e4gen sollte):<br \/>\nWir denken dar\u00fcber nach, was das Leiden und Sterben Jesu bedeutet. Wenn ich im Unterricht die Kinder oder Jugendlichen danach frage, dann bekomme ich oft zur Antwort: \u201eNa, dass Jesus f\u00fcr uns gestorben ist.\u201c Vollkommen richtig und ich freue mich, dass der Eine oder die Andere das gewusst hat. Aber, was hei\u00dft das nun f\u00fcr jeden einzelnen von uns konkret? Was hat der Tod Jesu mit meinem &#8211; mit Ihrem Leben zu tun? Was erz\u00e4hlt Johannes, wenn er in seinem Evangeli-um uns als letzte Worte Jesu vom Kreuz \u00fcberliefert: Jesus Christus spricht: \u201eEs ist vollbracht!\u201c Joh.19,30?<br \/>\nIm Duden steht als Erkl\u00e4rung zu \u201evollbringen\u201c: \u201evollenden\/ausf\u00fchren\u201c. Mit anderen Worten sagt Jesus also: \u201eIch habe zu Ende gebracht, was ich tun musste. Mein Sterben am Kreuz ist das erforderliche Ende meines Lebens!\u201c<br \/>\nDieser Tod Jesu ist also kein Unfall und auch nicht nur die Konsequenz seines Lebens. Dieser Tod Jesu ist mehr. Und dieses \u201eMehr\u201c kann uns eine kleine Geschichte, die \u00fcber Martin von Tours (Tag der Beerdigung 11.11. 397) erz\u00e4hlt wird, verdeutlichen:<br \/>\nDer Teufel wollte Martin von Gott ablenken und begegnete ihm (im Traum) in der pr\u00e4chtigen Gestalt Jesu Christi des Weltenherrschers: \u201eMartin, Du warst mir bisher treu. Ich will dir zeigen, dass auch ich dir treu bin. Sei dir von jetzt an immer meiner N\u00e4he gewiss. Ich will dir ein Halt sein\u201c. Darauf Martin misstrauisch: \u201eWer bist du?\u201c \u201eIch bin Jesus, der Christus\u201c, antwortete der Teufel. Und Martin fragt nun: \u201eWo sind Deine Wunden?\u201c Die Antwort des Teufels: \u201eIch komme aus Gottes Welt, aus seiner Herrlichkeit, da gibt es keine Wunden!\u201c Martin erwiderte nach kurzem \u00dcberlegen: \u201eAn dem Christus, der keine Wunden hat, der nicht das Zeichen des Kreuzes tr\u00e4gt, kann ich mich nicht festhalten.\u201c \u2026<br \/>\nMartin hat begriffen, dass wir uns an dem nur richtig festhalten k\u00f6nnen, der Leben, Leiden und Sterben mit uns geteilt hat. Dieser kann uns mehr Halt geben, als jemand, der sich unverletzlich und haushoch \u00fcber uns stehend huldvoll zu uns herabbeugt! Das ist eine Bedeutung des \u201eEs ist vollbracht!\u201c Die Zweite, die sich daraus ergibt ist, dass Jesus Christus mit diesem qual- und schmachvollen Tod f\u00fcr unsere Fehler bezahlt hat. Es ist das, was wir immer wieder tun und was Gott doch nicht in dieser Welt wollte. Und so muss einer vor Gott der Gerechtigkeit Gen\u00fcge tun, damit wir bei ihm bestehen k\u00f6nnen. Diesen Preis kann nur der bezahlen, der rein, ohne Schuld nach Gottes Willen gelebt hat &#8211; Jesus, den wir den Christus oder Sohn Gottes nennen.<br \/>\nBezahlt hat er mit seinen Wunden und mit seinem Leben. Das bedeuten die Worte: \u201eEs ist voll-bracht!\u201c und noch einiges mehr. Nehmen Sie sich in der Karwoche doch einmal Zeit dazu, \u00fcber diese Worte Jesu nachzudenken und dar\u00fcber, was diese f\u00fcr Sie bedeuten.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E.Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"februar2018\" id=\"februar2018\">Februar 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nGerade haben wir R\u00fcckschau gehalten auf das vergangene Jahr. Wir konnten uns an ganz unter-schiedliche Tage erinnern, an Sommerhitze, Regen, Sturm, an allt\u00e4gliche Arbeitstage, an au\u00dfer-gew\u00f6hnliche Feste und begl\u00fcckende Ereignisse, an Hiobsbotschaften, Trauer, Verzweiflung und die Erfahrung, dass das Leben auch an diesen Schreckenstagen einfach weitergeht. Und jetzt blicken wir wieder mehr in die Zukunft.<br \/>\nIch m\u00f6chte Ihnen allen ein gesegnetes Neues Jahr w\u00fcnschen. Der erste Monatsspruch f\u00fcr das Jahr 2018 r\u00fcckt die 10 Gebote in meine \u00dcberlegungen. \u201eDu sollst\u2026, du sollst nicht\u2026\u201c &#8211; passt das zu meinen Pl\u00e4nen f\u00fcr das neue Jahr?<br \/>\nDen Sonntag soll ich als Ruhetag planen, keiner soll arbeiten. \u201eDas ist leicht gesagt\u201c, denke ich als Berufst\u00e4tige im Krankenhaus. Und ich beginne zu \u00fcberlegen, wer ebenso betroffen ist und viele seiner Arbeitstage am Sonntag absolviert. Stellvertretend daf\u00fcr nenne ich mal die Mitarbeiter in den Firmen in unserem Gewerbegebiet, die Besch\u00e4ftigten bei der Bahn, der Polizei, der Feuerwehr, in der Gastronomie, bei den Sicherheitsdiensten, die Pfleger, Erzieher und Betreuer in unseren sozialen Einrichtungen, Tierpfleger, Musiker und Schauspieler, Mitarbeiter im Kino, in Museen, in Sport- und Erholungseinrichtungen.<br \/>\nIch \u00fcberlege weiter, welche Arbeiten ich am Sonntag manchmal schon erledigt habe. Da gab es W\u00e4sche, die doch dringlich gewaschen werden sollte, Gartenpflege, Ernte und schnelle Verarbeitung der Fr\u00fcchte, Reparaturen &#8211; die Liste wird lang. War das gegen Gottes Gebot?<br \/>\nBeim genauen Hinsehen ergibt sich f\u00fcr mich die Erkenntnis: es ist ein Unterschied, ob ich kleinere Verrichtungen erledige, die mir Erleichterung oder gar Entspannung bringen, oder ob ich mit gro\u00dfer Anstrengung Aufgaben abarbeite oder eine Pflicht sehe etwas zu tun. Die wesentliche und entscheidende Frage ist f\u00fcr mich die nach dem \u201eHeiligen\u201c des Sonntags. Lenke ich mich ab mit etwas, verbaue ich mir den Blick auf Gott mit meinen Besch\u00e4ftigungen?<br \/>\nDer Gottesdienst hier in unserer Kirche oder in einer anderen christlichen Gemeinde ist der Ort und die Zeit f\u00fcr die Besinnung auf meine Beziehung zu Gott, auf seine Zusagen f\u00fcr mein Leben, auf die Quelle der Kraft, der Freude und des Trostes f\u00fcr den Alltag. Er ist der Ort und die Zeit, in der Gott uns Menschen seinen Dienst anbietet, damit wir dienen k\u00f6nnen, wann immer es n\u00f6tig ist. Der Gottesdienst scheint manchmal so gar nicht in den Sonntagszeitplan zu passen. Zu viel ist hineingelegt, aufzuholen, nachzuholen. Aber wir d\u00fcrfen nicht vergessen: Meine\/unsere Zeit steht in Gottes H\u00e4nden. Sie wird uns von Gott selbst geschenkt. Das hat das \u201eMartins Hoftheater\u201c uns am 2. Advent so anr\u00fchrend vor Augen gef\u00fchrt. Gott will uns nicht die Zeit rauben mit dem Gebot, den Sonntag zu heiligen, er segnet uns und unsere Zeit, wenn wir uns diese \u201eRuhe\u201c am Sonntag vornehmen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ulrike Lehel<\/i><\/div>\n<p>P.S. Mir liegt es sehr am Herzen, dass alle \u00fcberfl\u00fcssige Sonntagsarbeit vermieden wird, d.h. z.B. so wenig wie m\u00f6glich verkaufsoffene Sonntage.<br \/>\n<a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"januar2018\" id=\"januar2018\">Januar 2018<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\ndie Frage: \u201eWo ist Gott?\u201c hat Sie bestimmt auch schon besch\u00e4ftigt. Wer Gott vertraut, erlebt im Alltag genug Situationen, die uns dazu dr\u00e4ngen, nach Gottes N\u00e4he und Gegenwart zu fragen. Sei es, dass wir etwas erleben, das nicht mit unserer Vorstellung von Gott in Einklang zu bringen ist, wie es besonders in leidvollen Erlebnissen der Fall ist.<br \/>\nSei es, dass wir den Eindruck haben, dass wir Gott einfach nicht wahrnehmen k\u00f6nnen, wenn wir nach ihm suchen &#8211; weder spricht er zu uns, noch k\u00f6nnen wir ihn sehen.<br \/>\nSei es, dass andere \u00fcber uns spotten und uns mit eben dieser Frage in Schwierigkeiten bringen. So manches Mal k\u00f6nnen wir es ja f\u00fcr uns selbst nicht richtig beantworten. H\u00e4tten Sie f\u00fcr diese Frage denn eine Antwort parat?<br \/>\nDer Spruch f\u00fcr diesen Monat kann uns bei der Suche helfen. Allerdings setzt das voraus, dass wir es ernst mit dieser Frage meinen und Vertrauen haben, dass Gott uns begegnen m\u00f6chte.<br \/>\n<b>Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.<\/b> (5.Mose 30,14) Hier spricht Gott zu Mose, nachdem er ihm die Gebote und Regeln f\u00fcr das Zusammenleben der Kinder Gottes gegeben hat. Indem Sie die Worte des Monatsspruches lesen, d\u00fcrfen Sie wissen: \u201eGott ist bei mir und spricht diesen Satz auch in mein Ohr.\u201c Wenn wir die Bibel in der Hand halten, ihre Worte lesen oder h\u00f6ren, ist er bei uns. Johannes formuliert es im ersten Kapitel seines Evangeliums so: \u201eGott war das Wort\u201c.<br \/>\nEr ist gegenw\u00e4rtig in Menschen, die uns sein Wort sagen; er redet durch uns, wenn wir seine Worte im Munde f\u00fchren und er handelt durch uns, wenn wir sie im Herzen haben und tun. Das ist ermutigend, wenn wir seine N\u00e4he suchen &#8211; Gott ist in seinem Wort bei uns. Das ist aber gleichzeitig auch eine gro\u00dfe Herausforderung. Es bedeutet n\u00e4mlich, dass mein Umgang mit dem Wort Gottes etwas dar\u00fcber aussagt, wie wichtig er mir ist. H\u00f6re ich es gern, das Wort Gottes? Habe ich Acht darauf, bei dem was ich tue und sage? Begegne ich dem Wort Gottes gern und suche seine N\u00e4he?<br \/>\nNicht, dass wir uns falsch verstehen, es geht nicht um das Lesen und Nachsprechen von Worten, wie bei einer Zauberformel. Es geht darum, dass wir durch die Worte der Heiligen Schrift Gottes Geist in Kopf, Herz und H\u00e4nden Raum geben. Wie w\u00e4re es, wenn jede\/r von uns zum Beispiel mit dem Wort Jesu: \u201eAlles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch\u201c in den n\u00e4chsten Tagen Erfahrungen mit Gottes N\u00e4he sammeln w\u00fcrde? Ich bin zuversichtlich, dass wir auf die Frage: \u201eWo ist Gott?\u201c dann einiges zu erz\u00e4hlen h\u00e4tten.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2018 Januar Februar M\u00e4rz April Mai Juni Juli\/August September Oktober November Dezember Dezember 2018 Liebe Leserin, lieber Leser! Wor\u00fcber haben Sie sich das letzte Mal so richtig gefreut?&#8230; (Nehmen Sie sich ruhig einen Augenblick Zeit, gr\u00fcndlich dar\u00fcber nachzudenken!) 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