{"id":1405,"date":"2019-01-29T20:20:02","date_gmt":"2019-01-29T18:20:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1405"},"modified":"2019-12-31T21:51:55","modified_gmt":"2019-12-31T19:51:55","slug":"archiv-2019","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1405","title":{"rendered":"Archiv 2019"},"content":{"rendered":"\n<p><a name=\"oben\"><\/a><\/p>\n<blockquote>\n<p>2019<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"#januar2019\">Januar<\/a><br \/>\n<a href=\"#februar2019\">Februar<\/a><br \/>\n<a href=\"#maerz2019\">M\u00e4rz<\/a><br \/>\n<a href=\"#april2019\">April<\/a><br \/>\n<a href=\"#mai2019\">Mai<\/a><br \/>\n<a href=\"#juni2019\">Juni<\/a><br \/>\n<a href=\"#juliaugust2019\">Juli\/August<\/a><br \/>\n<a href=\"#september2019\">September<\/a><br \/>\n<a href=\"#oktober2019\">Oktober<\/a><br \/>\n<a href=\"#november2019\">November<\/a><br \/>\n<a href=\"#dezember2019\">Dezember<\/a><br \/>\n\n<p><strong><a id=\"dezember2019\" name=\"dezember2019\">Dezember2019<\/a><\/strong><\/p>\nLiebe Leserin, lieber Leser, <br>\njetzt beginnt wieder die \u201edunkle Jahreszeit\u201c, wie wir manchmal auch sagen. Wenn wir ein Licht anmachen k\u00f6nnen, dann halten wir diese Dunkelheit ganz gut aus. Dann hilft uns das Licht so-gar dabei, die Dunkelheit als Teil unseres Lebens anzunehmen. Sie ist der Hintergrund daf\u00fcr, dass wir das Licht genie\u00dfen und was es uns von unserem Lebensumfeld erkennen l\u00e4sst. Wenn aber Licht zu haben oder zu machen &#8211; aus was f\u00fcr Gr\u00fcnden auch immer &#8211; nicht m\u00f6glich ist, f\u00fch-len wir uns unwohl und bedr\u00fcckt. Ja, es kann sich Angst unserer bem\u00e4chtigen. Im Dunkeln wer-den einfachste Ger\u00e4usche und andere Wahrnehmungen zur Bedrohung, wir werden klein und die unberechenbare Dunkelheit wird gro\u00df und \u00fcberm\u00e4chtig. Diese unheimliche Erfahrung, die wir manchmal in Finsternis machen, bleibt uns auch am hellerlichten Tag hin und wieder nicht erspart. Das sind dann Situationen, die wir nicht mehr beherrschen, wo wir die Orientierung in unserem Leben verlieren, die uns keinen Ausweg lassen und in denen wir nichts mehr tun k\u00f6nnen. Auch dann sprechen wir davon, dass es dunkel um uns ist, weil das Empfinden der Ohnmacht so vergleichbar zu unserem Tappen in der Finsternis ist. Gerade f\u00fcr diese Situationen in unserem Leben hat die Adventszeit eine tr\u00f6stliche Botschaft:<br>\n<b>Wer im Dunkeln lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott. (Jesaja 50,10)<\/b><br>\nVertrauen ist ein anderes Wort f\u00fcr glauben. Wer glaubt, hat also die unsch\u00e4tzbare M\u00f6glichkeit, die Dunkelheit seines Lebens zu erhellen. Jesaja, in dessen Leben es zur Gen\u00fcge Finsternis gab, hat diese Erfahrung selbst oft genug gemacht und soll sie hier im Auftrag Gottes weitergeben: F\u00fcr wen das Leben, aus was f\u00fcr Gr\u00fcnden auch immer, verdunkelt ist, der mache Licht, in dem er im Vertrauen Gottes Hand ergreift. Der mache sich bewusst, die \u00dcbersetzung des hebr\u00e4ischen Gottesnamens, den wir in der Lutherbibel mit dem Begriff \u201eHERR\u201c lesen, hei\u00dft \u201eIch bin da\u201c oder \u201eIch bin\u201c. Gottes Name gibt Auskunft \u00fcber sein Wesen: <b>Er ist bei uns- auch wenn es finster f\u00fcr uns ist<\/b>. Der Sch\u00f6pfer der Welt, ist durch Jesus Christus, unseren Bruder, auch <b>unser<\/b> himmlischer Vater.<br>\nWie tr\u00f6stlich solches Wissen und Erfahren ist, mag Ihnen folgende kleine Begebenheit verdeutlichen. Ein Vater fuhr mit seiner 4-j\u00e4hrigen Tochter in einer Zeit Zug, in der noch nicht automatisch das Licht bei Finsternis anging. Beide tr\u00e4umten aus dem Fenster. Als der Zug in einen l\u00e4ngeren Tunnel und damit in die Finsternis fuhr, tastete die Hand der Tochter nach der des Vaters. Und etwas \u00e4ngstlich ert\u00f6nte die Frage: \u201eVati, bist du noch da?\u201c Nat\u00fcrlich war er das und die Dunkelheit war bald getr\u00f6stet \u00fcberstanden. Was f\u00fcr ein Geschenk haben wir also f\u00fcr unsere finsteren Tage! Wir d\u00fcrfen sicher sein \u201eGott ist da\u201c. Und f\u00fcr unsere Zweifel gibt es gerade in der Adventszeit viele M\u00f6glichkeiten, nach seiner Hand zu greifen. Achten Sie einmal besonders darauf.\nIhr E. <div style=\"text-align:right;\">Ihr E. Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"november2019\" name=\"november2019\">November2019<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser, <br\/>\nDas Wort \u201e<b>Erl\u00f6sung<\/b>\u201c findet in unserer Sprache kaum noch Verwendung. Mir begegnet es h\u00f6chstens, wenn ich mit Angeh\u00f6rigen eines Verstorbenen spreche und dessen Tod nach langem Krankenlager als Erl\u00f6sung gesehen wird. \u2026 Manchmal wird auch noch die Beendigung einer schwierigen Aufgabe als eine solche betrachtet. Warum verblasst dieses Wort?<br\/>\nIch habe da so eine Vermutung: Wir meinen, \u201eErl\u00f6sung\u201c und alle Ableitungen davon (erl\u00f6sen, Erl\u00f6ser, Erl\u00f6s) haben wir nicht mehr n\u00f6tig. Haben wir doch, <b>gef\u00fchlt<\/b>, mittlerweile so viele Notlagen gemeistert, dass wir den Rest auch noch in den Griff bekommen. F\u00fcr alles gibt es &#8211; zumindest bei uns in Deutschland &#8211; zust\u00e4ndige Stellen. Alles ist geregelt, bei keinem geht es mehr ums \u00dcberleben &#8211; es wird sich um mich gek\u00fcmmert \u2026 Und wenn etwas nicht klappt, muss ich mich halt beschweren. Die Bitte im Vaterunser \u201eerl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen\u201c sprechen wir zuallermeist nur mit dem Mund, denn \u201edas B\u00f6se\u201c w\u00e4hnen wir sehr selten in unserer N\u00e4he. &#8211; Uns geht es (<b>zu<\/b>?) gut.<br\/>\nUnd da gibt es noch einen zweiten Grund: \u201eWir stolzen Menschenkinder \u2026\u201c meinen, wir br\u00e4uchten Erl\u00f6sung nicht, denn wir sind das Ma\u00df aller Dinge.\nWas sollen wir denn da noch mit einem \u201eErl\u00f6ser\u201c anfangen? Was kann uns der Monatsspruch aus dem Buch Hiob (19,25) \u201e<b>Ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt<\/b>\u201c auf unseren Weg mitgeben? <br\/>\nDie Tatsache, dass dieses Wort in der Heiligen Schrift steht und dass es in unserer Sprache ja trotzdem vorkommt, sagt mir: Wir brauchen Erl\u00f6sung, auch wenn wir aufgrund unserer derzeitigen Situation zehnmal anderer Meinung sind. Es werden Situationen kommen, in denen wir erleben m\u00fcssen, dass wir eben nicht alles im Griff haben, dass wir eben nicht das Ma\u00df aller Dinge sind. Davon erz\u00e4hlt die Geschichte des Buches Hiob eindr\u00fccklich. Leid bleibt uns auch in Deutschland nicht erspart. Davon zeugen die Fl\u00fcchtlinge aus anderen L\u00e4ndern, davon zeugen die trockenen Jahre, davon zeugt Verblendung in unserer Gesellschaft und davon zeugen ganz pers\u00f6nliche Erfahrungen wie Einsamkeit, Krankheit, Altern und Tod.<br\/>\nEs ist wichtig und gut, dass wir uns in <b>allen<\/b> Lebenslagen wie Hiob bewusst machen \u201eIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt\u201c. Dann f\u00e4llt es uns in schweren Zeiten leichter, Gott zu vertrauen. Als das Buch Hiob um 500 v. Chr. geschrieben wurde, dr\u00fcckte dieser Satz die Hoffnung aus: Bei Gott ist mein Leben geborgen, auch wenn der Augenschein anderes sagt. Wir wissen heute, dass wir bei der Frage nach dem \u201eErl\u00f6ser\u201c auf Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi schauen m\u00fcssen, um zu wissen, was Erl\u00f6sung meint.\nCharles Jennens hat das mit seinen Texten f\u00fcr das Oratorium \u201eDer Messias\u201c buchstabiert, zu dem Georg Friedrich H\u00e4ndel die Musik komponierte. In einer Arie schrieb er: \u201eIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt\u201c. <br\/>\nJa, er lebt. Aber was ist mit uns? Diese Frage beantwortet H\u00e4ndel gleich im n\u00e4chsten Halbsatz der Arie so: \u201e&#8230; und dass er mich einst erweckt am letzten Tag.\u201c<br\/>\nDas d\u00fcrfen wir glauben: Christus lebt und alle, die ihm vertrauen, d\u00fcrfen diese Hoffnung haben. Behalten Sie die Worte \u201eErl\u00f6sung, Erl\u00f6ser und erl\u00f6sen\u201c bitte in Ihrem Wortschatz und halten Sie sich daran fest: \u201eMein Erl\u00f6ser lebt und wird mich zu sich ziehen.\u201c Dann wird aus dem Totensonntag ein hoffnungsvoller Ewigkeitssonntag.\n<div style=\"text-align:right;\">Ihr E. Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"oktober2019\" name=\"oktober2019\"><\/a>Oktober 2019<\/strong><\/p>\nLiebe Leserin, lieber Leser!<br\/>\nSuchen Sie das Buch Tobias oder Tobit vergeblich in Ihrer Bibel? Dieses Buch, das zu den Sp\u00e4t-schriften des Alten Testaments z\u00e4hlt, ist nicht in allen Ausgaben der Bibel zu finden. In katholi-schen und einigen anderen Ausgaben ist dieses Buch nebst anderen B\u00fcchern der sogenannten Apokryphen enthalten.\nIn diesen B\u00fcchern sind viele gute Ratschl\u00e4ge enthalten, so auch der Monatsspruch aus Tobias 4,8: \u201eWie es dir m\u00f6glich ist: Aus dem Vollen sch\u00f6pfend &#8211; gib davon Almosen! Wenn dir wenig m\u00f6glich ist, f\u00fcrchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!\u201c<br\/>\nTobit, der in hohem Alter erblindet ist, gibt seinem Sohn Tobias unter anderem diese Ermahnung mit auf eine Reise. Er erinnert ihn an seine Verantwortung (vor Gott), Bed\u00fcrftigen zu helfen, sie zu unterst\u00fctzen durch eine \u201emilde Gabe\u201c materieller Art. Dieses Geben soll ohne Erwartung ei-ner Gegenleistung erfolgen. Das ist die Bedeutung des Wortes \u201eAlmosen\u201c.\nLassen wir uns herausfordern von diesem weisen Rat des Tobit? \u201eJa, wenn ich zu den oberen Zehntausend geh\u00f6ren w\u00fcrde, dann &#8230; Aber davon bin ich weit entfernt!\u201c Diese Denkweise soll uns nicht bestimmen. Wenn wir viel haben, sind wir aufgefordert, auch viel zu geben. Und wenn ich gerade so das N\u00f6tige zum Leben habe, dann soll ich meine Hand trotzdem nicht verschlie\u00dfen. Ich soll mich nicht f\u00fcrchten, aus dem Wenigen zu geben.<br\/>\nHier wird Vertrauen eingefordert, Vertrauen darauf, dass Gott uns versorgt, wenn wir bereit sind, anderen zu helfen. Nicht auf die Menge, nicht auf die Summe kommt es an: Gott sieht unser Herz, sieht unsere Bereitschaft, das, was wir haben &#8211; sei es viel oder wenig &#8211; mit Menschen in Not zu teilen. Wie anders k\u00f6nnte es in unserer Welt aussehen, wenn dieser Ratschlag von vielen befolgt w\u00fcrde!<br\/>\nAm 6. Oktober feiern wir Erntedankfest. Leider hat dieser Tag auch in unseren D\u00f6rfern in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung verloren. Wir danken Gott, dass wir trotz der Hitze und teil-weisen D\u00fcrre genug zu essen haben, dass er uns versorgt. Auf unserem Bankkonto ist monatlich Lohn, Gehalt, Unterst\u00fctzungsleistung, Rente etc. eingegangen. Das ist Grund genug zum Danken!<br\/>\nLassen Sie uns das nicht nur im Gottesdienst oder im Gebet tun. Das \u00d6ffnen unseres Portemonnaies bzw. das Ausl\u00f6sen eines \u00dcberweisungsauftrags kann auch unseren Dank ausdr\u00fccken. Las-sen wir uns von Gott Herzen und H\u00e4nde \u00f6ffnen.\nIch w\u00fcnsche Ihnen die Erfahrung, dass Geben nicht arm, sondern reich \n<div style=\"text-align:right;\">Angelika Mischinger<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"september2019\" name=\"september2019\"><\/a>September 2019<\/strong><\/p>\nLiebe Leserin, lieber Leser, <br\/>\nals ich den Spruch f\u00fcr diesen Monat las, musste ich an Weihnachten denken. Nicht weil unser Text direkt etwas mit <b>der<\/b> Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas- oder  Matth\u00e4usevangelium zu tun h\u00e4tte. Nein. Zu Weihnachten ist aber manchmal eine Geschichte zu sehen oder zu h\u00f6ren, die uns das Wort \n<b> \u201eWas h\u00fclfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gew\u00f6nne und n\u00e4hme doch Schaden an seiner Seele?\u201c (Mt. 16,26)<\/b> besser verstehen hilft.<br\/>\nCharles Dickens hat diese Geschichte \u201e\u201cWeihnachtslied\u201c genannt. Sie handelt von dem Geldverleiher Ebenezer Scrooge. Dieser betrachtet Liebe, Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, Freude, Freundschaft, ja selbst die Freude am Leben als Verschwendung. Er hatte daf\u00fcr aus seiner Sicht gute Gr\u00fcnde. Er war in bitterer Armut aufgewachsen und hatte erlebt, dass Geld Armut aus dem Leben fern h\u00e4lt. Und so wurden: das Anh\u00e4ufen von Geld, das Elend anderer nicht an sich heranlassen und nur die eigene Sicherheit in seinem Blick haben, zur Grundlage seines Lebens. Das f\u00fchrte dazu, dass er zu einem unausstehlichen, geizigen und  gef\u00fcrchteten Menschen wurde. Diesem \u201everdorrten\u201c Menschen begegnet nun in der Weihnachtsnacht der Geist seines verstorbenen Gesch\u00e4ftspartners, der nicht anders war als er. Dieser bittet ihn flehentlich, umzukehren und k\u00fcndigt ihm den Besuch dreier Weihnachtsgeister an- und so geschieht es auch. Einer zeigt ihm seine verlorene Kindheit, der Zweite sein verfehltes Leben und der Dritte seinen einsamen, j\u00e4mmerlichen Tod. Diese Bilder ersch\u00fcttern Ebenezer Scrooge so, dass er beschlie\u00dft, sein Leben zu \u00e4ndern. Daraufhin kehrt Lebensfreude zu ihm zur\u00fcck und sein nun positives Verh\u00e4ltnis zu den Mitmenschen ver\u00e4ndert auch ihr Verhalten zu ihm.\n<br\/>Jesus m\u00f6chte nicht, dass Menschen in ihrem Leben \u201everdorren\u201c wie Scrooge. Er m\u00f6chte dass unser Leben gelingt. Und so will er uns mit seinem Wort \u201eWas h\u00fclfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gew\u00f6nne und n\u00e4hme doch Schaden an seiner Seele?\u201c davor bewahren, uns in unserem Leben f\u00fcr falsche Werte zu entscheiden. (Das griechische Wort, das in unserem Text  mit \u201eSeele\u201c \u00fcbersetzt wird, kann auch mit \u201eLeben\u201c \u00fcbersetzt werden).  \u201eIch bin doch kein Ebenezer Scrooge\u201c, werden Sie jetzt vielleicht denken- \u201egeht mich nichts an!\u201c. T\u00e4uschen Sie sich nicht.  Sicher haben Sie selbst schon hin und wieder erfahren, dass es sehr schnell passieren kann, dass unser Leben in eine Schieflage ger\u00e4t. Wohl meinend, die richtigen  Entscheidungen zu treffen, f\u00e4ngt alles an, zwischen unseren Fingern zu zerbr\u00f6ckeln. Das ist Leben. So sind wir Menschen. Da brauchen wir Hilfe.<\/br>\nJesus will uns mit seinem Satz Entscheidungshilfe an die Hand geben. Wir sollen uns bei dem was wir tun wollen fragen: \u201eWas w\u00fcrde ich gewinnen und welcher Schaden w\u00fcrde meinem Leben\/meiner Seele entstehen?\u201c F\u00fcr Scrooge bem\u00fcht Dickens Geister, um ihn wieder auf die richtige Bahn zu bringen, aber das brauchen wir nicht. Wir wissen, wie sich Gott unsere Leben gedacht hat, was wirklich Gewinn f\u00fcr unser Leben ist: Gott lieben und den N\u00e4chsten wie uns selbst.  Wir haben Jesus, der uns Gott nahe gebracht und f\u00fcr unsere Fehler mit seinem Leben bezahlt hat, damit wir neu anfangen k\u00f6nnen. Und wir haben den Heiligen Geist, der uns Kraft zur Umkehr gibt und die n\u00f6tige Erkenntnis. Die Geschichte von Charles Dickens kann uns aber trotzdem ein Beispiel daf\u00fcr sein, dass wir uns zwar in unserem Leben verrennen k\u00f6nnen, dass es aber auch immer die M\u00f6glichkeit der Umkehr gibt.    \n<\/p>\n<div style=\"text-align:right;\">Ihr E. Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><a id=\"juliaugust2019\" name=\"juliaugust2019\"><\/a>Juli\/August 2019<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<br>\nMein lieber Jakobus, wenn das so einfach w\u00e4re! &#8211; Dieser Seufzer kommt \u00fcber meine Lippen, wenn ich den Bibelvers lese, der uns im Monat Juli leiten soll.<br>\nMeist geht es bei mir anders herum: Ich h\u00f6re nicht richtig zu, gebe eine vorschnelle Antwort und schon ergibt ein Wort das andere. Unverst\u00e4ndnis auf beiden Seiten!<br>\nKennen Sie solche Situationen?<br>\nJakobus gibt den Christen, an die sein Brief gerichtet ist, folgenden Rat: <b>\u201eEin jeder Mensch sei schnell zum H\u00f6ren, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.\u201c<\/b> (Jakobus 1,19)<br>\nDieser Vers fordert uns heraus, unser Verhalten zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u201eSchnell zum H\u00f6ren\u201c sollen wir sein, den anderen ausreden lassen, versuchen ihn zu verstehen. Vielleicht ist es dazu auch n\u00f6tig, noch einmal nachzufragen, uns seine Sicht der Dinge ausf\u00fchrlich schildern zu lassen. Da ist es nicht mit einer schnellen WhatsApp-Nachricht oder ein paar Schlagworten auf Twitter getan. Zuh\u00f6ren ist gefragt.<br>\nBeim Reden sind wir dann meist sehr schnell, antworten vorschnell und unsere Worte sind oft un\u00fcberlegt. Da hilft es, \u201elangsam zum Reden\u201c zu sein. Nicht sofort eine Diskussion vom Zaun zu brechen, sich die Dinge noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen oder auch eine Nacht dar\u00fcber zu schlafen. Dabei verwandelt sich mancher Elefant wieder in eine M\u00fccke und die Dinge bekommen wieder den Stellenwert, der ihnen zusteht; aber auch nicht mehr.<br>\n\u00dcberlegtes Reden und Handeln bremst auch den Zorn aus und wir k\u00f6nnen uns sachlich mit strittigen Punkten auseinander setzen.<br>\nDer Rat des Jakobus passt meiner Ansicht nach sehr gut in unsere Zeit der vorschnellen Kurz-nachrichten und Kommentare, die \u00fcberall ge\u00e4u\u00dfert werden &#8211; ob sie passend sind oder nicht. Und wie oft wird mit Worten nicht w\u00e4hlerisch umgegangen, Verletzungen werden bewusst einkalkuliert.<br>\nIch w\u00fcnsche mir, dass wir in diesen Sommermonaten, ob zu Hause oder im Urlaub, den Rat des Jakobus im Umgang mit unseren Mitmenschen beherzigen.<br>\nEine gesegnete Sommerzeit w\u00fcnscht Ihnen<\/p>\n<div style=\"text-align:right;\">Angelika Mischinger<\/div>\n<p><i>(Folgende S\u00e4tze von Ulrich Scheffbuch, die sehr gut zu unserem Nachdenken passen, habe ich vor einigen Tagen in einem Andachtsbuch gelesen:<br>\nBleib ruhig! Bleib gelassen! Ein gelassenes Herz sollst du haben; ein Herz, das sich Gott \u00fcberl\u00e4sst; ein Herz, das betet: \u201eHerr, ich geh\u00f6re zu dir. Mein Leben ist in deiner Hand. Du musst dich der Menschen annehmen, die mir M\u00fche machen. Von deiner Kraft bin ich abh\u00e4ngig in den Situationen, die mir ausweglos vorkommen.\u201c Du betest &#8211; und erf\u00e4hrst dabei, dass du aufatmest und die Verkrampfungen gel\u00f6st werden &#8211; Linderung f\u00fcr Geist, Seele und Leib.)<\/i><\/p>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"juni2019\" name=\"juni2019\"><\/a>Juni 2019<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<br \/>Der litauische j\u00fcdische Schriftsteller Mark Rasumny erz\u00e4hlt in einer Geschichte, dass er sich einen Zahn ziehen lassen musste. Der Zahnarzt tr\u00f6stete ihn am Schluss \u00fcber die Wunde mit den Worten hinweg: \u201eEine dem Mund beigebrachte Verletzung verheilt im Gegensatz zu einer mit ihm beige-brachten in aller Regel \u00fcberaus schnell.\u201c \u2026<br \/>Wohl wahr; wer von uns hat nicht die eine oder andere Erinnerung an tiefsitzende Verletzungen durch einen Mund, die nicht heilen wollen. Sie stammen von Worten, die jemand, der uns wichtig ist, sprach und sich dabei im Ton vergriff oder etwas sagte, das uns tief traf.<br \/>Sind wir uns dessen bewusst, dass unsere Worte eine solch verheerende Wirkung haben k\u00f6nnen? Wenn ich dar\u00fcber nachdenke, dann wei\u00df ich, dass da eine ganze Reihe an Verletzungen auch auf mein Konto gehen. Da hilft nur, darauf zu achten, um Entschuldigung zu bitten, die Zunge im Zaum zu halten und zu lernen, zur rechten Zeit zu schweigen.<br \/>Diese \u00dcberlegung aber ist erst eine Vorstufe zu dem, wozu uns der Monatsspruch diesmal einl\u00e4dt.<br \/>So, wie Worte verletzen, k\u00f6nnen sie n\u00e4mlich auch heilende Wirkung haben. So lesen wir in der Heiligen Schrift im Buch der Spr\u00fcche folgenden Rat:<br \/><b>Freundliche Reden sind Honigseim, s\u00fc\u00df f\u00fcr die Seele und heilsam f\u00fcr die Glieder.<\/b> (Spr. 16,24)<br \/>Ich hoffe, dass Sie, so wie vermutlich mit Verletzungen, auch gute Erfahrungen mit Worten gemacht haben. Es geht hier nicht etwa um leere Worte, wie sie manchmal aus H\u00f6flichkeit ausgetauscht werden. Z.B. wird da zu jemandem gesagt: \u201eDas wird schon wieder\u201c, der seine letzten Schritte in diesem Leben geht.<br \/>Es geht um zugewandte, ernst gemeinte Worte, die der Seele und damit unserem K\u00f6rper auch gut tun. Tr\u00f6stende, aufbauende, richtungsweisende, ermutigende Worte. Worte, an denen sich der\/die andere festhalten und aufrichten kann. Es gibt Menschen, die haben ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Und oft sagt uns auch der gesunde Menschenverstand (wenn wir ihn gebrauchen), was nottut und gut ist. Wer an Gott glaubt, hat \u00fcber die eigenen Worte hinaus auch noch die Worte der Heiligen Schrift zur Verf\u00fcgung. Wie viele ungez\u00e4hlte Male haben Menschen aus dem Wort Gottes Ermutigung, Best\u00e4tigung und Trost empfangen, ob gelesen oder zugesprochen. \u00dcbrigens, was Ihnen selbst geholfen hat, kann f\u00fcr andere auch zur Hilfe werden. Vielleicht sammeln Sie sich ein Notfallk\u00e4stchen mit freundlichen Worten, damit Sie diese wie einen Wundverband parat haben, wenn sie vonn\u00f6ten sind?!<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"mai2019\" name=\"mai2019\"><\/a>Mai 2019<\/strong>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<br \/>David, der wohl bekannteste K\u00f6nig Israels, ist im Gespr\u00e4ch mit Gott. Viel hat er in seinem Leben mit Gott erlebt.<br \/>Er, der unscheinbare Hirtenjunge, der j\u00fcngste der Br\u00fcder, wird von Gott auserw\u00e4hlt und vom Propheten Samuel zum K\u00f6nig gesalbt. Sp\u00e4ter wird er an den K\u00f6nigshof gerufen, um auf der Harfe zu spielen, wenn der amtierende K\u00f6nig Saul in Angstzust\u00e4nden und Depressionen \u201eversinkt\u201c. Die Melodien, die David spielt, sollen Saul wieder auf andere Gedanken bringen und seiner Seele gut tun.<br \/>Dann der Sieg Davids \u00fcber den gro\u00dfgewachsenen K\u00e4mpfer der Philister, Goliath &#8211; wer kennt diese Geschichte nicht! Keiner traut sich, den Kampf mit diesem Riesen aufzunehmen. David, der Hirtenjunge, streckt Goliath mit einem Stein aus seiner Steinschleuder nieder. Keiner hatte ihm das zugetraut. Doch er vertraut seinem Gott, dass dieser Goliath in seine H\u00e4nde gibt. Er wei\u00df, dass auf Gott Verlass ist.<br \/>Als David dann K\u00f6nig in Israel wird, bl\u00fcht das Land auf, wird m\u00e4chtig und es geht dem Volk gut. Der Prophet Nathan wird zu David geschickt, um ihm mitzuteilen, dass erst der Nachfolger Davids Gott ein Haus, einen Tempel, bauen wird. Und im Auftrag Gottes erinnert Nathan David an all das Gute, das er in seinem Leben erfahren hat. Daraufhin beginnt David mit Gott zu reden: \u201e&#8230;Es ist keiner wie du, und ist kein Gott au\u00dfer dir.\u201c<br \/>David dankt Gott f\u00fcr alles Gute, das er erlebt hat. Dieser eine Gott (im Gegensatz zu den vielen G\u00f6ttern der Nachbarv\u00f6lker), dem er vertraut, hat ihm Mut gegeben, hat ihn gef\u00fchrt.<br \/>Es ist gut, wenn auch wir immer wieder einmal innehalten und zur\u00fcck schauen auf unser Leben. Entdecken wir da etwas, wof\u00fcr wir dankbar sein k\u00f6nnen? Wo wir Gottes F\u00fchrung und Treue erlebt haben? Erinnern wir uns an Situationen, in denen uns Kraft zuwuchs, als unsere Kraft zu Ende war?<br \/>Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie beim Nachdenken dankbar werden. Dankbar f\u00fcr Gutes in Ihrem Leben; f\u00fcr das Durchtragen Gottes, wenn Ihre Kraft nicht ausgereicht hat; f\u00fcr seine F\u00fchrung, die sicher manchmal ganz anders aussah, als Sie es sich ertr\u00e4umt hatten. Und dass Sie wie David sagen k\u00f6nnen: <b>\u201eEs ist keiner wie du, und ist kein Gott au\u00dfer dir.\u201c<\/b><\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"april2019\" name=\"april2019\"><\/a>April 2019<\/strong>\n<br\/>Liebe Leserin, lieber Leser,<br>\nim Religionsunterricht \u00fcberraschte mich unl\u00e4ngst einer meiner \u201eSpezialisten\u201c mit einer bemerkenswerten Frage: \u201eHat es Jesus wirklich gegeben?\u201c Bei unserem kleinen Gespr\u00e4ch stellte sich dann heraus, aus welcher Ecke diese Zweifel kamen. Der Grund daf\u00fcr war die Beobachtung: \u201eWir gehen manchmal in die Kirche und beten auch, und doch passiert uns auch mal was Schlimmes.\u201c F\u00fcr den Jungen war folgende \u00dcberlegung eine ganz logische Sache: Wenn ich an Gott glaube und ihm auch noch Zeit und Aufmerksamkeit schenke, dann muss er mir das doch lohnen! Zum Beispiel damit, dass er auf mich aufpasst und darauf achtet, dass mir nichts geschieht.<br>\nWie macht man in kurzer Zeit einem Jungen klar, dass die Welt doch etwas komplizierter und seine \u00dcberlegungen aus unserer Sicht zwar logisch aber trotzdem nicht zutreffend sind?!<br>\nWir befinden uns gerade in der Passionszeit und feiern auch bald das Osterfest. Diese Zeit des Kirchenjahres nimmt genau diese Spannung in den Blick. Jesus ist Gottes Sohn, ihm bleibt aber menschliches Leid und Tod trotzdem nicht erspart. Warum?<br>\nWeil wir in einer Welt leben, in der Menschen Gott misstrauen, seinen Willen in Frage stellen und deswegen Dinge tun, die er nicht will. Dadurch treten Schuld, Leid, Elend\u2026in unser Leben.<br>\nUnd trotz allem k\u00f6nnen wir die Erfahrung machen, dass Gott da ist. Dass er uns liebt und m\u00f6chte, dass wir ihn Teil unseres Lebens sein lassen &#8211; so wie er sich das gedacht hat.<br>\nWie k\u00f6nnen Mensch und Gott nun wieder zusammenfinden? Oder anders: Wie k\u00f6nnen wir trotz des Schlimmen in unserem Leben trotzdem die Erfahrung machen, dass Gott da ist und uns liebt?<br>\nDiese schwierige Situation hat Gott dadurch gel\u00f6st, dass er sich an unsere Seite gestellt hat &#8211; in Jesus Christus. Mit ihm hat Gott unsere Ohnmacht, unseren Schmerz, Spott und Hohn, die wir manchmal erfahren und unseren Tod mit uns durchlitten. Und die Tatsache, dass Jesus auferstanden ist, zeigt, dass er wirklich der Sohn Gottes &#8211; der Christus ist. Durch seinen Tod ist damit der Gerechtigkeit Gen\u00fcge getan. Sein Opfer ist das L\u00f6segeld f\u00fcr unsere Verfehlungen. Der Weg zu Gott ist nun f\u00fcr uns frei.<br>\nMein \u201eSpezialist\u201c hat nun nicht danach gefragt, wie wir denn, au\u00dfer durch Bewahrung und Schutz, erfahren k\u00f6nnen, dass Gott da ist und uns lieb hat. Unser Monatsspruch weist uns eine M\u00f6glichkeit zu dieser Erkenntnis. Bei Matth\u00e4us 28,18b-20 k\u00f6nnen wir lesen:<br>\nJesus Christus spricht: \u201eMir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten, alles was ich euch befohlen habe. Und <b>siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u201c<\/b> In der Hinwendung zu Gott (Taufe) und im Betrachten und Erz\u00e4hlen dessen, was uns Jesus gesagt hat, ist uns Gottes Sohn nahe. In der Heiligen Schrift erfahren wir, dass Jesus wirklich mit seinen J\u00fcngern durch die Gegend gezogen ist, die wir heute Israel nennen und, dass er uns auch heute begegnen kann und will in den Berichten \u00fcber seine Worte und Taten. Ich hoffe, dass es mir gelingt, meinem Sch\u00fcler auf den Weg zu dieser Erkenntnis zu helfen und dass auch Sie in diesem Monat auf diese Weise die ermutigende Erfahrung der N\u00e4he Gottes machen k\u00f6nnen.\n<\/p><div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<p><strong><a id=\"maerz2019\" name=\"maerz2019\"><\/a>M\u00e4rz 2019<\/strong><br \/>Liebe Leserin, lieber Leser!<br \/>Viele Jahre sind vergangen, seit das Volk Israel im Land Kanaan angekommen ist. Die Befreiung aus der \u00e4gyptischen Knechtschaft ist schon lange Geschichte und Israel hat sich in der neuen Heimat eingerichtet.<br \/>Die Erz\u00e4hlungen, wie wunderbar Gott sein Volk aus \u00c4gypten gef\u00fchrt hat, verblassen langsam. Israel orientiert sich in seinem Lebensstil auch an den Nachbarv\u00f6lkern und geht in seinem Glauben Kompromisse ein. Warum nur Gott alleine vertrauen? Es gibt da doch noch mehr, z. B. die Fruchtbarkeitsg\u00f6tter, denen die Nachbarn huldigen &#8211; hat das nicht auch seine Berechtigung?<br \/>Und Schritt um Schritt entfernt sich Israel vom lebendigen Gott. Die Gebote geraten nach und nach in den Hintergrund. Auch mit dem Gebot \u201eIch bin der Herr, dein Gott &#8230; du sollst keine anderen G\u00f6tter haben neben mir\u201c nimmt man es nicht mehr so genau.<br \/>Verschiedene Ereignisse f\u00fchren dazu, dass sich das Volk Israel wieder Gott zuwendet. Der Prophet Samuel ermahnt das Volk: \u201eWendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein.\u201c<br \/>Er fordert eine radikale Kehrtwende im Denken und Handeln, im Leben und Glauben. Ein Abwenden von all den anderen G\u00f6ttern, von den Kompromissen, von den Halbwahrheiten, mit denen das Volk Israel lebt. Allein dem lebendigen Gott sollen sie dienen.<br \/>Dieses Bibelwort hat mich aufger\u00fcttelt, stellt mich pers\u00f6nlich in Frage. Wo habe ich mich von Gott entfernt? Was bestimmt mein Denken und Handeln? Hei\u00dft es in meinem Leben \u201eJesus und &#8230;?\u201c Was steht an erster Stelle in meinem Leben?<br \/>Wie gut ist es, dass Gott uns immer wieder ruft und zur Umkehr auffordert. Wie das Volk Israel damals d\u00fcrfen wir um Vergebung bitten f\u00fcr unsere falsch eingeschlagenen Wege und uns neu ausrichten an Gottes Wort.<br \/>Die vor uns liegende Passionszeit erinnert uns an das Leiden und Sterben Jesu, das uns die Vergebung und Umkehr erm\u00f6glicht. Ich m\u00f6chte diese Zeit nutzen, neu dar\u00fcber nachzudenken, wo ich nicht Gott alleine diene, wo ein Umdenken erforderlich ist, wo die Priorit\u00e4ten anders gesetzt werden m\u00fcssen.<br \/>Vielleicht denken auch Sie wieder einmal dar\u00fcber nach, von wem Ihr Denken und Handeln beeinflusst wird und ob eine Neuausrichtung n\u00f6tig ist. M\u00f6glich ist sie allemal! Und es wird Auswirkungen haben &#8211; in unserem pers\u00f6nlichen Leben, in unserem Umfeld, in unserer Gemeinde &#8230;<br \/>Ich w\u00fcnsche Ihnen ein gutes Nachdenken.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n\n<strong><a id=\"februar2019\" name=\"februar2019\"><\/a>Februar 2019<\/strong><br \/>Liebe Leserin, lieber Leser,<br \/>sicher kennen Sie solche oder \u00e4hnliche Gedanken:<br \/>Die Woche f\u00e4ngt an, und ich mag gar nicht daran denken, was da alles vor mir liegt. Da sind die ganzen Aufgaben, die es zu bew\u00e4ltigen gilt. Schwierige sind dabei, von denen ich noch nicht wei\u00df, wie ich sie schaffen soll. Es steht ein Besuch beim Arzt an &#8211; wer wei\u00df, was das Gespr\u00e4ch ergibt?! Au\u00dferdem warte ich jeden Tag auf eine Nachricht von einem lieben Bekannten, der sehr schwer erkrankt ist. Und die Nachrichten in Zeitung, Fernsehen und Radio sind auch eher so, dass ich sie lieber gar nicht wissen will. Hinzu kommt das Wetter, das mir zu schaffen macht und die Sorge um die Kinder, die auch so ihre Probleme haben\u2026<br \/>Manchmal ist es zum weglaufen. Aber das hilft in der Regel auch nicht weiter, denn was mir zu schaffen macht, das heftet sich an meine Fersen.<br \/>Unser Leben wird des \u00d6fteren mit einer Wanderung verglichen und von diesem Vergleich l\u00e4sst sich f\u00fcr solche Zeiten etwas lernen. Wenn ich wandere und mir der Weg schwer wird, dann mache ich entweder eine Pause und st\u00e4rke mich, oder ich konzentriere mich auf das Ziel.<br \/>Das Pausenbrot ist Gottes Wort. So wie wir Nahrung zum Leben brauchen, so brauchen wir Gottes Wort. Jesus hat es einmal so formuliert: \u201eDer Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht\u201c (Mt. 4,4) Und Gott hat uns auch noch dazu die Weisung gegeben: \u201eVergiss diese Nahrung nicht, damit du bei Kr\u00e4ften bleibst. H\u00f6re regelm\u00e4\u00dfig auf das, was ich dir sage. Heilige den Feiertag.\u201c Dazu hat sich in unserem Gemeindealltag eine gute Tradition entwickelt. Es ist die Feier eines Gottesdienstes an jedem Sonn- und kirchlichen Feiertag, zu dem durch das L\u00e4uten der Glocken eingeladen wird. Hier haben wir die M\u00f6glichkeit dieser St\u00e4rkung. Auch andere Gemeindeveranstaltungen haben diesen Zweck. Auch diese Andacht zum Monatsspruch.<br \/>Mit ihm erz\u00e4hlt uns Paulus etwas von dem Ziel unserer Wanderung: <b>\u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.\u201c<\/b> R\u00f6mer 8,18<br \/>Bei mancher Wanderung hat mir der Gedanke an das Ziel wieder Kraft gegeben, und mich dann mit einem wundersch\u00f6nen Ausblick auf das Land und mit der Freude, es geschafft zu haben, belohnt.<br \/>Alle Anstrengungen waren vergessen. Und genau dazu macht Paulus in seinem Brief an die R\u00f6mer Mut. F\u00fcr ihn ist das ein Rezept f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der M\u00fchen und Plagen des Alltags. Er sagt uns damit: All das, was Du jetzt aush\u00e4ltst, durchstehst und ertr\u00e4gst, ist ein Klacks gegen die Freude, Liebe und Geborgenheit, die uns bei Gott erwartet. All das ist nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, zu der wir geh\u00f6ren werden und von der wir hin und wieder jetzt schon etwas erleben d\u00fcrfen.<br \/>Und das kann auf einem Berggipfel, im Gottesdienst, bei einem Fest im Kreise unserer Lieben der Fall sein, aber auch jetzt schon in einer anstrengenden Woche, wenn wir Gottes Wort lesen und uns das Herz aufgeht.<br \/>Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie die st\u00e4rkende Wirkung dieser Worte erleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Ihr E. Salewski<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a id=\"januar2019\" name=\"januar2019\"><\/a>Januar 2019<\/strong><br \/>Liebe Leserin, lieber Leser!<br \/>Wann haben Sie den letzten Regenbogen gesehen? Anfang Dezember konnte ich dieses Naturschauspiel beobachten &#8211; zwischen zwei Regenschauern.<br \/>Ich kam gerade aus dem Edeka-Markt und hatte den Einkaufswagen zur\u00fcck gebracht. Da ging mein Blick zu den dunklen Wolken, die aus Richtung Niesky n\u00e4her kamen und ich \u00fcberlegte noch, ob ich wohl trocken nach Hause k\u00e4me. Nachdem mein Fahrrad startklar war, schaute ich noch einmal zu den dunklen Wolken. Und da war er zu sehen: ein wunderbarer Regenbogen, der in grellen Spektralfarben am dunklen Himmel leuchtete und ein wenig au\u00dferhalb erschien in schw\u00e4cheren Farbt\u00f6nen der zweite Bogen.<br \/>Ich bin damals stehen geblieben und habe dieses Wunder betrachtet. Und pl\u00f6tzlich kam mir die Geschichte von Noah und der Sintflut in den Sinn, wie sie uns die Bibel in den ersten Kapiteln berichtet.<br \/>Nachdem es 40 Tage und N\u00e4chte geregnet hatte und alles Leben auf der Erde vernichtet war, verliefen sich nach einiger Zeit die Wasserfluten und die Arche, in der Noah mit seiner Familie und den ausgew\u00e4hlten Tieren \u00fcberlebt hatte, lief auf Grund. Nach dem Verlassen der Arche baute Noah einen Altar und brachte Gott Opfer. Damit dr\u00fcckte er seine Dankbarkeit Gott gegen\u00fcber aus.<br \/>Gott schloss daraufhin einen Bund mit Noah, er segnete ihn und seine Familie. Au\u00dferdem gab er Noah das Versprechen, dass keine Sintflut mehr kommen soll, die alles Leben auf der Erde vernichtet. Gott sagte Noah zu: <b>Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.<\/b> (1. Mose 9,13)<br \/>Nun begegnet uns dieser Bibelvers am Beginn eines neuen Jahres. Viele schauen mit Sorge in die Zukunft: die vielen Kriege weltweit, Hunger und Armut, die politische Situation in Europa und auch in unserem Land, Krankheit, der Verlust eines lieben Menschen &#8211; all das bewegt uns und macht uns Angst. Die Frage \u201eWie wird es weiter gehen?\u201c treibt uns um.<br \/>Da tut es gut, diese Zusage aus der Bibel zu h\u00f6ren und zu lesen. Die Worte erinnern uns daran, dass Gott es ist, der diese Welt und unser pers\u00f6nliches Leben in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt. Der Regenbogen als Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah und mit der Erde geschlossen hat, soll uns daran erinnern. Daraus w\u00e4chst Vertrauen, Vertrauen zu unserem himmlischen Vater, der es gut mit uns meint.<br \/>Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie mit Vertrauen auf diese Zusage Gottes in das Jahr 2019 gehen und Sie beim Anblick des n\u00e4chsten Regenbogens an diesen Bundesschluss Gottes mit uns Menschen erinnert werden.<\/p>\n<div align=\"right\"><i>Angelika Mischinger<\/i><\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2019 Januar Februar M\u00e4rz April Mai Juni Juli\/August September Oktober November Dezember Dezember2019 Liebe Leserin, lieber Leser, jetzt beginnt wieder die \u201edunkle Jahreszeit\u201c, wie wir manchmal auch sagen. Wenn wir ein Licht anmachen k\u00f6nnen, dann halten wir diese Dunkelheit ganz gut aus. Dann hilft uns das Licht so-gar dabei, die Dunkelheit als Teil unseres Lebens &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1405\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Archiv 2019<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1405","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1405"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1516,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1405\/revisions\/1516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}