{"id":1819,"date":"2021-12-30T20:11:43","date_gmt":"2021-12-30T18:11:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1819"},"modified":"2022-12-29T15:33:54","modified_gmt":"2022-12-29T13:33:54","slug":"archiv-2022","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1819","title":{"rendered":"Archiv 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Januar 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">wenn uns jemand interessiert, wenn wir etwas mehr \u00fcber ihn oder sie wissen wollen, dann fragen wir: \u201eWo kommst du her?\u201c. Und die n\u00e4chste Frage l\u00e4sst dann in der Regel nicht lange auf sich warten: \u201eWo willst Du hin?\u201c. Damit ist selten die Frage im direkten Wortsinn gemeint, die zu folgendem Gespr\u00e4ch f\u00fchren k\u00f6nnte: \u201eWo kommst Du her?\u201c \u201eVon meinem Auto\u201c. \u201eNein, ich meine, wo kommst Du \u00fcberhaupt her?\u201c \u201eNa, aus meiner Wohnung.\u201c&nbsp; \u201eNein &#8211; anders: Woher bist Du?\u201c \u201eAus Wiesa\u201c \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit \u201eWo kommst du her?\u201c wollen wir oft eher wissen, wie das Umfeld des Gefragten ist &#8211; vielleicht auch was f\u00fcr eine Geschichte er oder sie mitbringt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei J\u00fcnger Johannes des T\u00e4ufers liefen hinter Jesus her, nachdem ihr Lehrer ihnen den Hinweis gab: \u201eSeht, das ist Gottes Lamm\u201c. Als sie bei ihm waren fragten sie ihn als erstes: \u201eMeister, wo bist du zur Herberge?\u201c \u2013 also: \u201eWo bist du her?\u201c Aber <strong>das<\/strong> wollten sie ja im letzten gar nicht wissen! Hinter ihrer Frage steckte doch eher unausgesprochen: Was ist die Grundlage deines Handelns? Woraus beziehst du deine Kraft? Was glaubst und was hoffst du? Mit welchen Menschen teilst du dein Leben und &#8211; was gibt dir Heimat?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus h\u00e4lt ihnen nun keine Predigt. <strong>Jesus spricht \u201eKommt, und seht.\u201c<\/strong> (Joh.1,39) Beide taten es und blieben den Tag bei ihm. Und das hatte Folgen. Denn der eine der J\u00fcnger war Andreas, der Bruder des Simon Petrus, der dann auch zum J\u00fcnger wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was werden sie \u201egesehen\u201c haben? Ganz sicher, der Einladung von Jesus Folge zu leisten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">bedeutet, dass sich unser Leben \u00e4ndert. Wir bekommen eine neue Sicht, neue Tiefe und Heimat in einem viel weiteren Sinn. Erz\u00e4hlt doch Andreas dem Simon Petrus am Tag nach der Begegnung mit Jesus: \u201eWir haben den Messias gefunden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist der, der von Gott kommt und die Menschen von dem befreit, was sie gefangen nimmt. Das ist der, auf den die Juden seit Jahrhunderten warteten. Durch ihn begegnet uns Gott auf Augenh\u00f6he. Nur wenige haben das damals so gesehen. Im R\u00fcckblick entdecken wir Christen, die J\u00fcnger haben es im Herzen geahnt, manche haben es auch mit dem Verstand begriffen: Mit Jesus f\u00e4ngt etwas ganz Neues im Verh\u00e4ltnis zwischen Gott und Mensch an. Es lohnt, das zu betrachten, was er sagt und tut. Es lohnt auf das zu schauen, was er uns zeigen will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein neues Jahr beginnt. In den letzten zwei Jahren wurde durch die Pandemie unsere Normalit\u00e4t in Frage und eine ganze Reihe von Werten auf den Pr\u00fcfstand gestellt. Menschen sagen dies und jenes, versuchen Orientierung zu geben, Einfluss zu gewinnen. Da ist es gut, sich an Verl\u00e4sslichem, an Ewigem zu orientieren, das dem Zeitgeist seine Schranken setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lasst uns auf das schauen, was uns Jesus zeigt! Durch das H\u00f6ren auf sein Wort; durch Gebet; durch Gemeinschaft; durch die Feier des Abendmahls. Das gibt uns ein Zuhause, ganz gleich, wo oder wann wir sind. Lasst uns zu ihm gehen und sehen, woher er kommt und wohin uns dann unser Weg f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Februar 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Z\u00fcrnt ihr, so s\u00fcndigt nicht; lasst die Sonne nicht \u00fcber eurem Zorn untergehen. <\/strong>Epheser 4,26<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<br>wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig \u00fcber jemanden ge\u00e4rgert? Die Kinder, den Ehepartner, die Nachbarn, eine Arbeitskollegin, den Chef \u2026? Die Aufz\u00e4hlung l\u00e4sst sich beliebig erg\u00e4nzen.<br>Das Wort \u201ez\u00fcrnen\u201c, das im Monatsspruch genannt wird, bedeutet: sich \u00fcber jemanden \u00e4rgern oder zornig sein \u00fcber jemanden. Was passiert eigentlich, wenn wir uns \u00fcber eine andere Person \u00e4rgern? Meist schaffen wir es nicht, sachlich zu bleiben und legen jedes Wort, das in einem Streitgespr\u00e4ch gefallen ist, auf die Goldwaage. Im Nachhinein bohrt es in uns. Jede Verhaltensweise in der Vergangenheit wird analysiert und einiges davon landet auf der \u201eNegativliste\u201c. Wenn wir dieser Person dann wieder begegnen, merken wir, dass unser Verh\u00e4ltnis gest\u00f6rt ist, uns etwas verunsichert oder gar trennt. Doch wie damit umgehen?<br>Der Apostel Paulus hat dieses Problem in der Gemeinde in Ephesus beobachtet und greift es neben verschiedenen anderen Themen in seinem Brief, den er an die Christen dort schreibt, auf. Er weist darauf hin, dass das Leben als Jesus-Nachfolger Konsequenzen hat. Es hat sich etwas ge\u00e4ndert, wenn das Leben unter Gottes Herrschaft steht. Und diese Ver\u00e4nderung darf, ja sie soll sichtbar werden. Nicht nur damals in Ephesus &#8211; auch bei uns heute!<br>Dass der \u00c4rger in uns aufsteigt, ist nicht das Problem, schreibt Paulus. In manchen Situationen ist das eine ganz nat\u00fcrliche Reaktion. Doch der Umgang mit dem \u00c4rger, mit dem Zorn, soll ein anderer sein. <strong>\u201eS\u00fcndigt nicht, wenn ihr zornig seid.\u201c<\/strong> Diese Worte legt uns Paulus ans Herz. Wenn wir uns \u00e4rgern oder zornig sind, spielen unsere Gef\u00fchle verr\u00fcckt. Gespr\u00e4che werden zu einem bitteren Schlagabtausch. Gedanken wirbeln wie auf einem Karussell durch den Kopf. Es ist nicht einfach, diese Spirale zu unterbrechen. Manchmal ist es n\u00f6tig, ein Gespr\u00e4ch abzubrechen mit dem Eingest\u00e4ndnis: \u201eWir kommen hier nicht weiter.\u201c Wir merken, dass wir bei einer Fortf\u00fchrung des Wortwechsels Dinge sagen w\u00fcrden, die beleidigend und verletzend f\u00fcr unser Gegen\u00fcber sind. Es ist hilfreich, unsere Gedanken loszulassen, sie im Gebet Gott zu \u00fcberlassen, damit sie sich nicht in unserem Kopf festsetzen.<br>Einen zweiten Ratschlag gibt uns Paulus: <strong>\u201eLasst die Sonne nicht \u00fcber eurem Zorn untergehen.\u201c<\/strong> Die meisten von uns kennen das aus eigener Erfahrung: Zorn und \u00c4rger k\u00f6nnen uns den Schlaf rauben. Deshalb ist es gut, aufgestauten \u00c4rger nicht mit in die Nacht zu nehmen und Gott um Vergebung zu bitten. Das befreit und am n\u00e4chsten Morgen sieht die Welt meist wieder anders aus und wir stellen fest, dass alles nicht so dramatisch ist.<br>Manchmal ist es auch n\u00f6tig, ein kl\u00e4rendes Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren. Mir hilft es, ein, zwei Tage bis dahin verstreichen zu lassen. Dann habe ich Zeit, mit Gott dar\u00fcber zu reden. Das gibt mir den n\u00f6tigen inneren Abstand zu der Angelegenheit, die den \u00c4rger verursacht hat und ich kann mich sachlicher damit auseinandersetzen.<br>Was Paulus uns hier als Ermahnung mitgibt, ist nicht immer einfach umzusetzen &#8211; aber es lohnt sich. Davon bin ich \u00fcberzeugt. 28 Tage hat der Monat Februar. 28 Tage Zeit, dieses Bibelwort \u201edurchzukauen\u201c, sich daran zu orientieren im Alltag. Das erfordert Mut und Ausdauer.<br>Nur einmal angenommen: Alle, die den Monatsspruch jetzt gelesen haben, setzen diese Worte mit Gottes Hilfe praktisch um &#8211; was k\u00f6nnte sich ver\u00e4ndern in unserem Umfeld? In unseren Familien, unserer Gemeinde, unserem Dorf \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Herzlich gr\u00fc\u00dft Sie <em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>M\u00e4rz 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser!<strong><br>\u201eH\u00f6rt nicht auf zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet f\u00fcr alle Heiligen\u201c<\/strong> (Eph. 6,18) &#8211; so schreibt Paulus an die Gemeinde in Ephesus.<br>Gut, dass wir durch dieses Wort des Apostels an ein wesentliches Element unseres Glaubens erinnert werden &#8211; das Gebet. Es ist die M\u00f6glichkeit, Gottes N\u00e4he zu sp\u00fcren, ihm Sorgen und Freuden mitzuteilen, Einsamkeit zu vertreiben, eine Aufgabe zu haben \u2026 (Hier ist jetzt Platz, um Ihre Erfahrung mit Gebet einzuf\u00fcgen.)<br>Paulus sagt, Gebet soll f\u00fcr uns wie das Atmen sein, wir sollen damit nicht aufh\u00f6ren. Da stellt sich schnell die Frage: Wie soll das gehen? Was soll ich sagen, da fehlen mir doch die Ideen? \u2026 Der M\u00f6glichkeiten zu beten gibt es viele: das vorformulierte gemeinsame Gebet oder unser privates, auswendig gelerntes Gebet; das freie Gebet; die Sto\u00dfgebete; aber auch einfach still an Gott zu denken, kann ein Gebet sein. Wir d\u00fcrfen uns sicher sein, dass Gebet kein Selbstgespr\u00e4ch ist. Gott h\u00f6rt unser Gebet.<br>Philipp Melanchthon &#8211; Martin Luthers Weggef\u00e4hrte, Berater und manchmal auch Vertreter bei Auseinandersetzungen in Glaubensfragen &#8211; schreibt \u00fcber seine Erfahrungen mit dem Gebet: \u201eDas wei\u00df ich: Sooft ich mit Ernst gebetet habe, bin ich gewiss erh\u00f6rt worden und habe mehr erlangt, als ich erbeten habe. Unser Herrgott hat wohl bisweilen gewartet, aber letztlich dennoch erh\u00f6rt. In Psalm 55,23 steht: \u201eWirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen.\u201c Ach, wer das Werfen gut lernen w\u00fcrde, der w\u00fcrde erfahren, dass es gewiss so ist. Wer dieses Werfen aber nicht lernt, der bleibt ein verworfener, ein unterworfener und umgeworfener Mensch.\u201c (aus einer Vorlesung Philipp Melanchthons von 1555)<br>Beten hei\u00dft also, unsere Anliegen auf Gott zu werfen. Dazu geh\u00f6rt \u00dcbung, Ausdauer und Vertrauen, wie es Philipp Melanchthon erfahren hat. Und wenn wir den Eindruck haben, dass all unser Beten bei Gott kein Geh\u00f6r zu finden scheint, dann gibt uns Melanchthon auch daf\u00fcr einen Rat mit auf unseren Glaubensweg: \u201eAuch wenn Gott seine Hilfe hinausz\u00f6gert, d\u00fcrfen wir deshalb nicht aufh\u00f6ren, ihn zu bitten \u2026 Denn Gott pr\u00fcft so unseren Glauben. Selbst wenn Gott gar nicht gibt, was wir von ihm begehren, sollen wir dennoch nicht daran zweifeln, dass er unsere Bitte erh\u00f6rt, sondern wir m\u00fcssen wissen: Wenn er das nicht gibt, was wir wollen, wird er etwas anderes, etwas Besseres geben.\u201c (Philipp Melanchthon in \u201eUnterricht der Visitatoren\u201c &#8211; 1528)<br>So w\u00fcnsche ich Ihnen gute Erfahrungen mit Ihrem pers\u00f6nlichen Gebet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr<em> E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>April 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser!<br>Maria von Magdala \u2026 Maria &#8211; \u201ewer bitte?\u201c \u2026<br>Maria von Magdala, auch Maria Magdalena genannt, spielt im Textabschnitt aus dem Johannesevangelium, in dem der Wochenspruch f\u00fcr den Monat April steht, eine zentrale Rolle.<br>Maria von Magdala war eine der Frauen, die sich Jesus und den J\u00fcngern angeschlossen hatten und mit ihnen unterwegs waren. Von ihr wird berichtet (Lukas 8,2; Markus 16,9), dass Jesus sie von D\u00e4monen befreit hat. Ihr Leben war bis dahin vermutlich nicht einfach gewesen. Es gab etwas, was sie gefangen genommen hatte. Und durch Jesus durfte sie Befreiung erleben. So schloss sie sich ihm an.<br>Von ihr wird auch berichtet, dass sie zusammen mit anderen Frauen unter dem Kreuz Jesu stand und miterlebte, wie Jesus seinem J\u00fcnger Johannes seine Mutter Maria anvertraute &#8211; und umgekehrt Johannes seiner Mutter. Sie erlebte den Tod Jesu hautnah mit. Was wird wohl in ihr vorgegangen sein?<br>Am Tag nach dem Sabbat macht sie sich auf den Weg zum Grab (nach den anderen Evangelien zusammen mit anderen Frauen) und erschrickt: Der Stein ist weg und das Grab ist leer! Ihre Welt bricht zusammen &#8211; Jesus ist verschwunden. Das ist auch ihre Antwort an die beiden Engel in der leeren Grabkammer, die sich nach dem Grund ihres Weinens erkundigen. Sie wendet sich ab und sieht einen Mann &#8211; sie h\u00e4lt ihn f\u00fcr den G\u00e4rtner. Auch er fragt nach dem Grund ihrer Traurigkeit. Sie sagt es ihm; da spricht er sie mit ihrem Namen an &#8211; und sie erkennt ihn: Es ist Jesus, der Auferstandene! \u201eRabbuni! Lehrer!\u201c, mehr kann Maria nicht sagen. Sie will auf ihn zugehen, doch Jesus h\u00e4lt sie davon ab. Sie wird von Jesus beauftragt, zu den J\u00fcngern zu gehen und ihnen zu berichten, was er ihr gesagt hat.<br>Dieser Aufforderung kommt sie nach: <strong>\u201eIch habe den Herrn gesehen!\u201c<\/strong><br>Wir erleben hier, wie Maria aus Magdala zur Auferstehungszeugin wird. Ihre tiefe Traurigkeit und Verzweiflung sind wie weggeblasen durch die Begegnung mit Jesus. Sie erlebt eine Ver\u00e4nderung in ihrem Leben und darf den J\u00fcngern die Ank\u00fcndigung, dass Jesus zu seinem Vater gehen wird, \u00fcberbringen.<br>Wie geht es uns, wenn wir das leere Grab vor Augen haben? Ver\u00e4ndert das unsere Sicht der Dinge &#8211; oder bleibt alles beim Alten?<br>\u201eJesus ist auferstanden\u201c, das sagt uns das leere Grab. Wir haben es bei Jesus mit einem Lebendigen zu tun, der auch heute noch wirkt und uns mit unserem Namen anspricht. Erkennen wir seine Stimme und h\u00f6ren wir, was er uns zu sagen hat? Maria erlebte durch die Begegnung mit dem Auferstandenen eine Ver\u00e4nderung. Sie lief zur\u00fcck zu den J\u00fcngern und bekannte: \u201eIch habe den Herrn gesehen!\u201c<br>Ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass die Begegnung mit Jesus auch bei uns nicht folgenlos bleibt. Deshalb: Lasst uns auf seine Stimme h\u00f6ren und so wie Maria davon berichten, dass Jesus lebt. Er will uns auch heute begegnen und ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Der Text aus dem Johannesevangelium ist uns nicht so vertraut wie das <em>Osterevangelium von Markus oder Lukas, die in unseren Ostergottesdiensten h\u00e4ufiger gelesen werden. Es lohnt sich, die Ostergeschichte in Johannes 20 einmal in Ruhe nachzulesen.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mai 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch w\u00fcnsche dir in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohlergeht.\u201c Aus dem 3. Brief des Johannes, den er vermutlich an Gajus schrieb, ein Mitglied einer Heidenchristen-Gemeinde. Die drei Briefe des Johannes sind relativ kurz. Sie stehen fast am Ende des Neuen Testamentes.<br>Briefe! Schreiben Sie noch Briefe? Bekommen Sie Briefe mit Beschreibungen von Erlebnissen, Gedanken, Sorgen und Zweifeln des Absenders oder mit dem Ausdruck seiner Freude, Dankbarkeit und Gl\u00fccks?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe P., liebe K. und liebe E.! Lieber M., lieber B. und lieber A.!<br>Nun bin ich schon so viele Wochen nicht mehr bei Euch gewesen. Wie geht es Euch? Habt Ihr all die geplanten Ver\u00e4nderungen geschafft? Zieht Ihr alle noch am gleichen Strang? Im Alltag wird manches weniger wichtig, was bei dem Neustart mit viel Enthusiasmus und gro\u00dfer Energie eingef\u00fchrt wurde. Aller Anfang ist schwer. Aber das Durchhalten, das Festhalten, das Aushalten sind nicht leichter. Wenn Ihr nun merkt, dass manches zu Eurer Situation doch nicht mehr passt, dann lasst es wieder los. Aber ich bitte Euch, bedenkt es gut, tut es gemeinsam, sprecht Euch ab, pr\u00fcft Eure Entscheidung objektiv. H\u00fctet Euch vor allein subjektiven Bewertungen. Lasst Euch messen an den Ma\u00dfst\u00e4ben, die unsere Basis sind wie die Liebe zur Natur, der Wunsch die Sch\u00f6pfung zu bewahren. Verzichtet bewusst auf Gewohnheiten, die das gef\u00e4hrden. Liebe und N\u00e4chstenliebe: daf\u00fcr achtet aufeinander, nehmt Euch jeder selbst aus dem Zentrum Eurer Anspr\u00fcche. Das Wohl des anderen sollte Euer erstes Ziel sein. Eitelkeit, Egoismus, Selbstzufriedenheit sind Fallen f\u00fcr eine Gemeinschaft. Dient einander, dann werdet Ihr erfolgreich sein.<br>\u201eIch w\u00fcnsche Euch in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit\u201c. In jeder Hinsicht, damit meine ich, dass Ihr t\u00e4glich satt werdet, dass Ihr nicht frieren m\u00fcsst, dass Ihr arbeiten k\u00f6nnt ohne im Burnout zu enden, dass Ihr Zeit f\u00fcreinander habt. Ich w\u00fcnsche Euch Frieden, Frieden in jedem von Euch, Frieden untereinander und mit allen um Euch herum. Gesundheit, ja nat\u00fcrlich w\u00fcnsche ich Euch Gesundheit! Jeder erschrickt doch \u00fcber eine schlimme Diagnose, jeder leidet unter der anstrengenden Therapie, jeder hat Angst vor dem Verlust der Selbst\u00e4ndigkeit und einer m\u00f6glicherweise eingeschr\u00e4nkten Lebenserwartung. K\u00f6rperliche Schw\u00e4che ist schwer zu ertragen. Seelische Schw\u00e4che, Schwermut, Depression, Perspektivlosigkeit und tiefe Trauer sind schier unertr\u00e4glich. Darum w\u00fcnsche ich Euch \u201eWohlergehen und Gesundheit, so wie es Eurer Seele wohlergeht\u201c. Wir alle wissen, das Leben ist nicht ideal, auch wenn wir es uns gegenseitig w\u00fcnschen. Schmerzen, \u00c4ngste, Verzweiflung, Zwiespalt, Neid, Wut, Krankheit und Hoffnungslosigkeit bestimmen zu oft den Alltag. Dann vergesst nicht, Ihr seid nicht alleine. Tragt diese Lasten ans Kreuz. Bei Gott ladet ab, was Euch zu schwer wird. Ihr werdet nicht befreit von all der Not, aber Euer Vater hilft zu tragen. ER wird helfen, aber ER hilft auf seine Weise. Und das ist gewiss, ER h\u00e4lt jeden von Euch in seiner Hand wie ER auch die ganze Welt in seiner Hand h\u00e4lt! Und dort, in seiner Gnade und Vergebung liegt das Wohlergehen Eurer Seele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Eure U.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen, liebe Leser!<br>Schreiben Sie doch auch mal wieder einen Brief! Schreiben Sie \u00fcber Ihre Erlebnisse, Gedanken, Sorgen, \u00fcber Freude, Dankbarkeit und Gl\u00fcck. W\u00fcnschen Sie \u201eWohlergehen und Gesundheit, so wie es der Seele wohlergeht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Ihre Ulrike Lehel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juni 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser, in einem Text der Bibel steht:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod.\u201c <\/strong>(Hld. 8,6)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind Worte aus dem Hohen Lied. In diesen Versen geht es um die <strong>erotische <\/strong>Liebe. Da stellt sich wohl jedem, der das liest, die Frage: K\u00f6nnen wir aus <strong>dieser<\/strong> Gef\u00fchlswelt etwas f\u00fcr unser Verh\u00e4ltnis zu Gott lernen? \u2026 Diejenigen, die dar\u00fcber entschieden haben, welche Texte zu den Heiligen Schriften geh\u00f6ren, haben schon in vorchristlicher Zeit \u201eJa\u201c zu dieser Frage gesagt. Wir k\u00f6nnen also auch in unserem Verh\u00e4ltnis zu Gott die Erfahrung machen: Liebe hat eine unwiderstehliche Macht &#8211; wie der Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie funktioniert das aber mit solcher Liebe zu Gott? Von Gott zu uns? Und durch ihn zu anderen? Es lie\u00dfe sich jetzt vieles Theoretische erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6ren wir einen Bericht eines rum\u00e4nischen Pfarrers aus der Zeit, in der der Kommunismus in Rum\u00e4nien staatliche Ideologie war. Pfarrer Wurmbrand erz\u00e4hlt von einer Begegnung mit einem russischen Hauptmann:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEr hatte keine religi\u00f6se Bildung, aber er liebte Gott ohne das geringste Wissen \u00fcber ihn. Ich las ihm die Bergpredigt und die Gleichnisse Jesu vor und er tanzte voller Freude durch den Raum und rief: ,Was f\u00fcr eine wundervolle Sache! Wie k\u00f6nnte ich leben, ohne diesen Christus zu kennen?\u2018 Es war das erste Mal, dass ich den Ausdruck solch riesiger Freude \u00fcber Gott erlebte. Dann las ich ihm die Leidensgeschichte Jesu vor, ohne ihn darauf vorbereitet zu haben. Damit hatte er nicht gerechnet. Als er davon h\u00f6rte, wie die Soldaten mit Jesus verfuhren, wie er litt und starb, lie\u00df er sich in den Sessel fallen und begann bitterlich zu weinen. Er hatte an einen Erl\u00f6ser geglaubt und nun war der Erl\u00f6ser tot! \u2026 Noch nie hatte ich die Leiden Jesu so durchlebt wie er! \u2026 Dann las ich ihm die Geschichte der Auferstehung vor. Als er die wundervolle Nachricht h\u00f6rte, dass der Erl\u00f6ser aus dem Grab auferstanden war, schlug er sich vor Freude auf die Knie und rief: ,Er lebt! Er lebt!\u2018 und tanzte voller Gl\u00fcck wieder durch den Raum. Ich sagte zu ihm: ,Lass uns mit Gott reden.\u2018 Wir fielen auf die Knie und er sprach zu Gott: ,O Gott, was f\u00fcr ein wunderbarer Gott du doch bist! Wenn ich du w\u00e4re und du w\u00e4rest ich, h\u00e4tte ich dir deine S\u00fcnde niemals vergeben. Aber du bist wirklich ein sehr netter Kerl! Ich liebe dich von ganzem Herzen!\u2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, alle Engel im Himmel haben in ihrer T\u00e4tigkeit innegehalten, um dieses Gebet des russischen Offiziers zu h\u00f6ren. Als dieser Mann Christus annahm, wusste er, dass er alles verlieren w\u00fcrde \u2026, dass er vielleicht sogar mit dem Tod rechnen m\u00fcsste \u2026 Er war bereit alles zu verlieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So kann eine Beziehung zu Gott aussehen. Ich frage mich, warum rei\u00dft mich Gottes Liebe nicht mehr so mit? Ist da zu viel Gewohnheit, zu wenig Aufmerksamkeit \u2026? Was muss geschehen, dass ich mit solcher Liebe auf Gott schaue? \u2026 Wie sieht es bei Ihnen aus?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juli\/August 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile ist es Sommer geworden &#8211; das Wetter ist sch\u00f6n und die ersten hei\u00dfen Tage haben wir bereits hinter uns. Ich m\u00f6chte Sie mitnehmen zu einer Bergwanderung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ein wundersch\u00f6ner Sommertag. Der Himmel ist strahlend blau, kein W\u00f6lkchen ist zu sehen. Am fr\u00fchen Morgen starten wir zu einer Wanderung. Das Ziel: eine bewirtschaftete H\u00fctte , die laut Beschilderung in 4 bis 5 Stunden erreicht wird. Zuerst verl\u00e4uft der Weg im Schatten entlang eines Sees. Es macht Spa\u00df zu wandern und die Berge ringsum zu betrachten. Weiter geht es leicht ansteigend dem Talschluss entgegen. Bei kleinen Pausen zwischendurch trinken wir immer wieder einen Schluck aus der Wasserflasche, die sich erschreckend schnell leert. Nun beginnt der steile Aufstieg zur H\u00fctte \u00fcber Ger\u00f6ll und Steine. Es ist hei\u00df, die Sonne brennt auf uns herab, der Schwei\u00df flie\u00dft in Str\u00f6men. Der letzte kleine Rest Wasser soll noch als Reserve in der Flasche bleiben. Der Mund wird trocken, der Durst qu\u00e4lt. Und noch keine H\u00fctte in Sicht! Der Weg schl\u00e4ngelt sich den Hang hinauf und scheint endlos zu sein. Die Sch\u00f6nheit der Berge um uns her nehmen wir nicht mehr richtig wahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der Weg eine Biegung macht, sehen wir ein kleines Rinnsal, das aus dem Fels hervorquillt: Wasser, frisches Wasser! Wir kauern uns nieder, trinken Schluck um Schluck und f\u00fcllen die Flaschen wieder auf. Als wir den Blick zu den Bergen schweifen lassen, k\u00f6nnen wir nur staunen \u00fcber ihre Erhabenheit und Sch\u00f6nheit. Bald darauf kommt die H\u00fctte in Sicht &#8211; wir sind froh, das Ziel erreicht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durst ist etwas Schreckliches &#8211; er kann uns k\u00f6rperlich qu\u00e4len und auszehren. Doch nicht nur unser K\u00f6rper versp\u00fcrt Durst, auch unsere Seele kann Durst haben. Der Verfasser des 42. Psalms beschreibt es so: <strong>\u201eMeine Seele d\u00fcrstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.\u201c<\/strong> (V. 3) Er sehnt sich nach Ruhe und Frieden in seinem Herzen angesichts von Schwerem, was ihm begegnet. Und er wei\u00df, wo das zu finden ist, bei Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wann haben Sie zum letzten Mal diese tiefe Sehnsucht in Ihrem Inneren wahrgenommen &#8211; dieses D\u00fcrsten der Seele nach Gott? Ein tiefes Verlangen nach seiner N\u00e4he, das durch nichts anderes gestillt werden kann?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oft sind wir zu besch\u00e4ftigt, manchmal auch zu stolz, diesem Sehnen in uns nachzugeben und uns bewusst nach Gott auszustrecken. Der Psalmbeter hat die Erfahrung gemacht, dass Gott seine Hilfe ist. Daf\u00fcr dankt er am Ende des Psalms. Seine Seele ist zur Ruhe gekommen, ihr Durst gestillt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie in diesen Sommertagen Zeit haben, dar\u00fcber nachzudenken und erleben, dass Gott den Durst Ihrer Seele stillt und Sie ihm ganz neu begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>September 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele Spr\u00fcche, die f\u00fcr uns als weise gelten. Etwa: \u201eGeld macht nicht gl\u00fccklich\u201c; \u201eJe mehr er hat, je mehr er will &#8211; nie schweigen seine W\u00fcnsche still\u201c; \u201eMan sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist f\u00fcr das Auge unsichtbar\u201c\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reihe k\u00f6nnte jeder von uns ganz sicher noch erweitern. K\u00f6nnen Sie sich aber daran erinnern, folgenden Spruch schon einmal geh\u00f6rt zu haben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Gott lieben, das ist die allersch\u00f6nste Weisheit.\u201c <\/strong>Sirach 1,10<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir ist jedenfalls das Wort aus dem Buch Sirach das erste Mal begegnet. Sch\u00f6n, dass es als Monatsspruch ausgew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Buch Sirach geh\u00f6rt zu der Reihe B\u00fccher, die in manchen Bibeln die \u201eApokryphen\u201c genannt werden. Das sind jene B\u00fccher, von denen Luther einmal gesagt hat: \u201eGut und n\u00fctzlich zu lesen, aber nicht dem Wort Gottes gleichzusetzen.\u201c In ihnen begegnet uns Gottes Wort im Verborgenen &#8211; genau das hei\u00dft das Wort \u201eapokryph\u201c auf Deutsch. Der Grund, warum diese B\u00fccher trotzdem in manchen Bibeln zu finden sind, ist: Wenn ihr Inhalt den \u201eHaupt-B\u00fcchern\u201c der Bibel nicht widerspricht, k\u00f6nnen sie erg\u00e4nzend gelesen werden. Da in unserem Monatsspruch das zum Ausdruck kommt, was uns andere Bibeltexte auch sagen, k\u00f6nnen wir es den Worten der Propheten oder der Evangelisten gleichsetzen. Und es sagt uns:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer weise ist, liebt Gott.\u201c Weises Handeln l\u00e4sst uns unser Leben gut und richtig gestalten. Was wollen wir mehr! Also &#8211; lasst uns Gott lieben! Nur, k\u00f6nnen wir das \u201emachen\u201c &#8211; Gott lieben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer menschlichen Liebesbeziehung ist es nun manchmal so, dass die Liebe des einen nicht zwangsl\u00e4ufig die Liebe des Gegen\u00fcbers hervorruft. Das ist seit je her Quelle f\u00fcr viel Schmerz in der Welt. Wie ist das dann mit dem Wort \u201eGott lieben ist weise\u201c, wenn ich genau das nicht kann? Bin ich dann dumm?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe immer wieder geh\u00f6rt, dass Lieben auch gelernt werden kann, &#8211; wenn wir es wollen. Daran denkt wohl Johannes, wenn er schreibt: \u2026 lasst uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebt (1. Johannes 4,19).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So ist es uns wohl m\u00f6glich, Gott lieben zu lernen, wenn wir uns auf die Suche nach den Zeichen seiner Liebe machen. Sie sind von vielerlei Gestalt: Der Gesang der Amsel, die helle Mondnacht, ein erfrischender Sommerregen, ein Lied, das uns anr\u00fchrt, Menschen an unserer Seite, die Worte der Heiligen Schrift\u2026 sie alle haben die Botschaft Gottes an uns: Ich hab dich lieb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber der st\u00e4rkste Liebesbeweis f\u00fcr uns ist, dass Gott in Jesus zu uns kam und mit uns lebte. Sein Leiden, Sterben und Auferstehen sind Zeichen daf\u00fcr, dass er nicht einen, nicht eine von uns missen m\u00f6chte, denn er hat uns gewollt &#8211; alle! Wenn wir diese Zeichen der Liebe betrachten und bedenken, dann wird das etwas in uns wachsen lassen &#8211; Liebe zu Gott. Sie ist erfahrbar und hofft auf Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oktober 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">es kommt wieder die Jahreszeit auf uns zu, in der sich die Graut\u00f6ne mehren. Weniger Sonnenlicht erreicht die Region der Erdkugel, auf der wir uns befinden. Das Wetter tut dann oft noch mit Niesel oder Nebel, mit K\u00e4lte und Wind das seinige hinzu. Und dann kommen noch Nachrichten von Krieg, steigenden Strom- und Gaspreisen, Klimawandel &#8211; und vielleicht auch noch ganz private Sorgen hinsichtlich Familie und Gesundheit dazu\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das alles ist nicht gerade geeignet, unsere Stimmung zu heben. Da ist Trost gefragt. Und zwar nicht nur das \u201eKopf hoch, es wird schon wieder\u201c, oder der Spruch von dem \u201eLichtlein, das irgendwo her kommt\u201c. Da liegt Friedrich H\u00f6lderlin (1770-1843) mit den folgenden Zeilen schon viel n\u00e4her an wirklichem Trost:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">\u201eWie mit den Lebenszeiten,<br>so ist es auch mit den Tagen.<br>Keiner ist uns genug,<br>keiner ist ganz sch\u00f6n, und jeder hat,<br>wo nicht seine Plage,<br>doch seine Unvollkommenheiten.<br>Aber rechne sie zusammen,<br>so kommt eine Summe<br>Freude und Leben heraus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es scheint fast so, als h\u00e4tte H\u00f6lderlin, bevor er diese Zeilen zu Papier brachte, den Spruch dieses Monats gelesen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eGro\u00df und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher \u00fcber die ganze Sch\u00f6pfung. Gerecht und zuverl\u00e4ssig sind deine Wege, du K\u00f6nig der V\u00f6lker.\u201c (<\/strong>Offenbarung 15,3)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein Liedvers, den Menschen nach vielen schlimmen Erfahrungen singen, die am Ende der Tage vor Gott stehen. Sie rechnen, wie H\u00f6lderlin schreibt, zusammen &#8211; und was kommt heraus?: Freude und Leben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei allem Zweifel, den manche Erfahrung im Leben aufkommen l\u00e4sst, Gott ist Herr \u00fcber die Sch\u00f6pfung. Hat er doch die Naturgesetze geschaffen, die uns Leben lassen und Leben erm\u00f6glichen. Wir sehen es am Wachstum der Pflanzen &#8211; die uns immer wieder Nahrung bieten; an der Schwerkraft &#8211; die uns auf der Erde h\u00e4lt; an der Vielfalt der Tiere &#8211; die unser Herz erfreut und die Natur in \u201eSchwung\u201c h\u00e4lt; an den Sonnenaufg\u00e4ngen &#8211; die uns zeigen, dass die Erde sich dreht und auf diese Weise Leben m\u00f6glich ist \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eGro\u00df und wunderbar sind Gottes Taten\u201c<\/strong> &#8211; wenn wir genau unsere Welt betrachten &#8211; wie sie Gott geschaffen hat &#8211; und uns im Staunen \u00fcben, dann k\u00f6nnen wir \u00fcberall Gottes Spuren in unserer Welt entdecken. Kann das nicht tr\u00f6stlich sein, wenn sich um uns Vertrautes ver\u00e4ndert und uns unser Leben immer fremder zu werden scheint?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eGerecht und zuverl\u00e4ssig sind Deine Wege\u201c <\/strong>&#8211; zum Gl\u00fcck nicht nach unserer Vorstellung von Gerechtigkeit! Wenn Gott uns nach unseren Taten zumessen w\u00fcrde &#8211; wer von uns k\u00f6nnte dann mit den Menschen am Ende der Tage dieses Lied singen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ihn ist &#8211; Gott sei es gedankt &#8211; nicht unser Tun Ma\u00dfstab, sondern unser Vertrauen in ihn. Unser Vertrauen, dass Gott selbst durch das Opfer Jesu unsere Fehler beglichen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist Gottes Gerechtigkeit &#8211; jeder Mensch kann vertrauen, ganz gleich wie gut oder schlecht er ist. Und dieses Vertrauen ist unser Weg zu ihm &#8211; am Ende der Tage. Es ist der Weg zu Freude und Leben. \u2026 Ist das nicht tr\u00f6stlich?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Ihr E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>November 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ist Ihnen schon einmal aufgefallen, welch unterschiedliche Bibelworte es gibt? Da bringen Menschen ihr Lob und ihren Dank Gott gegen\u00fcber zum Ausdruck oder klagen ihm ihr Leid und ihren Schmerz. Oder wir lesen Worte des Trostes und Segens &#8211; Zusagen der N\u00e4he Gottes. Diese geben uns Halt und Zuversicht in schweren Lebenslagen. Wir lesen Gebote oder erfahren, wie Gott handelt durch die Jahrtausende hindurch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann sto\u00dfen wir auf so unbequeme Bibelstellen wie unseren Monatsspruch. Da w\u00fcrden wir gerne dar\u00fcber hinweglesen und die Worte einfach ignorieren. Dieser Vers steht in einer Aufz\u00e4hlung von Gerichtsworten, die Jesaja dem Volk Gottes verk\u00fcndigen musste. \u201eWehe denen &#8230;\u201c &#8211; so beginnen sie alle und sprechen ganz unterschiedliche Bereiche unseres Lebens an. Diese Worte sollen uns zum Nachdenken bringen. So auch der Monatsspruch: \u201e<strong>Weh denen, die B\u00f6ses gut und Gutes b\u00f6se nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer s\u00fc\u00df und aus s\u00fc\u00df sauer machen!\u201c <\/strong>(Jes. 5,20)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott will uns hier sagen: Es wird uns nicht guttun, wenn wir Werte verdrehen oder gar umkehren &#8211; aus welchem Grund auch immer. Sei es aus Bequemlichkeit, weil man das heute vielleicht nicht mehr so sehen kann oder weil es schlicht und einfach nicht zu unserer Lebenswirklichkeit passt. Das wird nicht gut ausgehen f\u00fcr uns, wenn wir Gottes Wort verdrehen nach unseren W\u00fcnschen und Vorstellungen. Damit bewegen wir uns weg von Gott und von seinem Segen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sind harte Worte, die der Prophet hier ausspricht. Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, fallen uns sicher etliche Beispiele aus dem Alltag ein. Fake News zum Beispiel; wenn jemand beschimpft oder bedroht wird und dies mit Meinungsfreiheit begr\u00fcndet wird; wenn der Zweck die Mittel heiligt &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uns werden hier die Augen ge\u00f6ffnet \u00fcber den Zustand unserer Gesellschaft und merken, wenn wir ehrlich sind: Das trifft auch mich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wir d\u00fcrfen hinter diesem Gerichtswort auch das Werben Gottes und seine Liebe zu uns sehen. Er will uns zur Umkehr rufen, uns auf den richtigen Weg bringen, uns eine Richtschnur f\u00fcr ein Leben in seiner N\u00e4he geben. Wir d\u00fcrfen unser Versagen bekennen und mit der Bitte um Vergebung zu ihm kommen. Und wo Schuld ausger\u00e4umt wird, geschieht Erneuerung in unserem Leben. Wir d\u00fcrfen wieder aufatmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gedenktage im November erinnern uns daran und sind Denkanst\u00f6\u00dfe, unser Leben im Licht Gottes zu betrachten. Sie wollen uns neu sagen: Vergebung und Umkehr sind m\u00f6glich und wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich mache Ihnen Mut, sich darauf einzulassen. Dann darf unser Leben Gottes Liebe widerspiegeln und unser Denken, Reden und Handeln bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herzlich gr\u00fc\u00dft Sie&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dezember 2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">wenn der Ewigkeits- oder Totensonntag vor\u00fcber ist, richtet sich unser Blick ca. 5 Wochen nach vorn und wir stimmen uns auf Weihnachten ein. Weihnachtsm\u00e4rkte konnten \u201emit M\u00fch und Not\u201c gerade besagten Sonntag noch abwarten. Die Angebote in den Superm\u00e4rkten sind ohnehin schon seit Oktober auf Weihnachten ausgerichtet. Adventskalender z\u00e4hlen die Tage bis zum 24.12. Es bleibt uns gar nichts weiter \u00fcbrig, als diesem Druck nachzugeben und sp\u00e4testens ab Anfang Dezember in der Adventszeit Weihnachten schon \u201eanzufeiern\u201c. Warum sollten wir auch nicht schon jetzt den Weihnachtsbaum in die Stube stellen? Weihnachtslieder dr\u00e4ngen sich mehr und mehr in das Programm der Radiosender, da d\u00fcrfen Stollen und Pfefferkuchen nicht fehlen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Advent wird, auch von Christen, immer mehr als Vorbereitung auf die Feier eines Ereignisses betrachtet, das vor mehr als 2000 Jahren geschehen ist &#8211; die Christgeburt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist das nur <strong>ein<\/strong> <strong>Teil <\/strong>dessen, was Advent bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Advent kommt aus der lateinischen Sprache und hei\u00dft \u201eAnkunft\u201c. Wir bedenken erst am vierten Adventssonntag in den Gottesdiensten, was die Geburt des Gottessohnes Jesus f\u00fcr uns bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kirchenjahr aber beginnt am ersten Advent und zwar mit einem Blick in die Zukunft &#8211; die freilich erst m\u00f6glich wird, weil es eine Vergangenheit gibt, die wir zu Weihnachten feiern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mindestens im ersten Teil der Adventszeit geht es um die Hoffnung, die wir seit Geburt, Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu f\u00fcr unsere Welt haben k\u00f6nnen. Unser Monatsspruch weist darauf hin, dass Gott Gedanken des Friedens f\u00fcr die Sch\u00f6pfung und uns Menschen hat. So darf Jesaja schon seit dem achten Jahrhundert vor Christus dem Volk Gottes verk\u00fcndigen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim B\u00f6cklein, Kalb und L\u00f6we weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie. (<\/strong>Jes.11,6)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind Bilder des Friedens und wir deuten sie so, dass sie auf das Reich Gottes hinweisen. In der Bibel wird uns an einigen Stellen davon erz\u00e4hlt. Jesus hat h\u00e4ufig davon gesprochen. Es wird eine Welt sein, wo Gott, Sch\u00f6pfung und Mensch in Liebe eintr\u00e4chtig beieinander sein werden. Eine Welt ohne Leid und Tod. Wir k\u00f6nnen sie uns schwer vorstellen, deshalb erz\u00e4hlen uns die Propheten und Jesus davon in Bildern (wie z.B. in unserem Monatsspruch). Wir Christen glauben, dass mit Jesus Christus das Reich Gottes sich in unserer Welt auszubreiten beginnt. Eines Tages wird er wiederkommen, seine zweite Ankunft haben und jeden von uns fragen, ob wir <strong>Gott und unsere N\u00e4chsten geliebt haben<\/strong>. Das wird dann ein Kriterium f\u00fcr den Zugang zum Reich Gottes sein, das dann alles umspannen wird. Daran will uns der erste Teil der Adventszeit erinnern und mahnen. Das sollen wir nicht vergessen. Und wo wir hinsichtlich der Frage des Weltenrichters unser Versagen eingestehen m\u00fcssen, dann kann <strong>Weihnachten<\/strong> noch die T\u00fcr in Gottes friedliches Reich \u00f6ffnen! Denn der Junge, der L\u00f6we und Kalb miteinander leitet, an dessen Geburt wir zu Weihnachten denken, hat mit seinem Leben am Kreuz f\u00fcr unser Versagen bezahlt. Aber <strong>das, <\/strong>das m\u00fcssen wir wenigstens f\u00fcr uns angenommen und in Anspruch genommen haben. Daran soll uns die Adventszeit auch erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Januar 2022 Liebe Leserin, lieber Leser, wenn uns jemand interessiert, wenn wir etwas mehr \u00fcber ihn oder sie wissen wollen, dann fragen wir: \u201eWo kommst du her?\u201c. Und die n\u00e4chste Frage l\u00e4sst dann in der Regel nicht lange auf sich warten: \u201eWo willst Du hin?\u201c. 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