{"id":1995,"date":"2023-12-28T11:25:40","date_gmt":"2023-12-28T09:25:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1995"},"modified":"2024-12-29T12:13:00","modified_gmt":"2024-12-29T10:13:00","slug":"archiv-2024","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=1995","title":{"rendered":"Archiv 2024"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Januar 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a> ein neues Jahr liegt vor uns und erinnert uns auf besondere Weise an etwas, das uns ja eigentlich t\u00e4glich begegnet. Denn immer wenn wir fr\u00fch die Augen aufmachen, liegt ja auch Neues vor uns. Keiner von uns wei\u00df, was der Tag bringen wird &#8211; geschweige denn also das ganze Jahr! &#8230; Manchmal wird es erl\u00f6send und entlastend sein, sich auf Neues einzulassen und Altes hinter uns lassen zu k\u00f6nnen. Manchmal wird es uns aber auch Angst machen, das Neue. Der Blick nach vorn bringt ja die Frage mit sich: Werden wir mit dem Neuen, dem Fremden klarkommen? Werden wir auch im Neuen ein Zuhause haben? Kann sich manches Vertraute, Alte im Neuen bew\u00e4hren? Oder m\u00fcssen wir Abschied davon nehmen? &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben sicher schon oft die Erfahrung gemacht, dass Leben eine Mischung von beidem ist. Wir m\u00fcssen immer wieder entscheiden, worauf wir uns gr\u00fcnden, was uns tr\u00e4gt aber auch wonach wir streben und was uns vorw\u00e4rts bringt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spruch f\u00fcr diesen Monat kann uns bei diesem schwierigen Unterfangen unterst\u00fctzen. Jesus wird im Markusevangelium am Anfang seines Wirkens gefragt, warum seine Freunde &#8211; die J\u00fcnger &#8211; nicht fasten, wo dieses doch durchaus \u00fcblich f\u00fcr die Sch\u00fcler von geistlichen Lehrern war. Jesus stellt darauf eine Gegenfrage: \u201eWarum sollten meine J\u00fcnger fasten, wenn <strong>ich <\/strong>doch bei ihnen bin?\u201c Und dann bringt er ein Beispiel aus dem Alltag von Weinbauern: \u201e\u2026<strong>man f\u00fcllt neuen Wein in neue Schl\u00e4uche\u201c <\/strong>(nicht in alte, denn die w\u00fcrde der neue Weinzerrei\u00dfen) Mk.2,22.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus meint damit, er setzt eine ganze Reihe neuer Ma\u00dfst\u00e4be und hilft damit, unser Leben aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Mit ihm durchs Leben zu gehen hei\u00dft, was uns bisher wichtig war zu pr\u00fcfen. Hat es noch Bestand, oder ist es an der Zeit, Ver\u00e4nderungen vorzunehmen? Die Folge kann sein, dass dadurch vielleicht Vertrautes neue Festigkeit erh\u00e4lt, Altes unbedeutend wird oder dass neue Werte wichtig werden, die mit unserem bisherigen Leben nicht zusammenpassen. Dann hei\u00dft es, <strong>unser Leben zu \u00e4ndern<\/strong>. Jesus h\u00e4tte das vielleicht so ausgedr\u00fcckt: \u201eEin neuer Schlauch muss her, damit der Geist Gottes in Deinem Leben wirken kann!\u201c Vielleicht ist das eine ganz gute Anregung am Anfang eines neuen Jahres zu fragen: \u201eWie passt mein Glaube noch zu meinem Leben? W\u00e4re da Ver\u00e4nderung n\u00f6tig &#8211; mit Jesu Hilfe?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Februar 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">viele Menschen nutzen die etwas ruhigere Jahreszeit im Winter, um aus- und umzur\u00e4umen, Ordnung zu machen und auszusortieren. Man staunt, was sich in Regalen und Schr\u00e4nken im Laufe der Zeit so alles ansammelt und entdeckt allerhand unn\u00fctze Dinge, von denen man sich dann meist trennt. Aber auch einiges N\u00fctzliche, das in Vergessenheit geraten ist, kommt wieder zu Tage und wird dann irgendwohin ger\u00e4umt, wo man schnell Zugriff darauf hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00fctzliche und unn\u00fctze Dinge &#8211; davon lesen wir auch in der Bibel, dem Wort Gottes. Paulus schreibt an seinen Sch\u00fcler und Mitarbeiter Timotheus: \u201e<strong>Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist n\u00fctze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. (<\/strong>2. Timotheus 3,16)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Timotheus hatte Verantwortung \u00fcbernommen in einer Gemeinde und musste als Leiter mit vielen Schwierigkeiten k\u00e4mpfen. Es gab Irrlehrer und viele Menschen lebten ihr Leben so, wie sie es wollten und nicht, wie es Gottes Wort entsprach. Paulus macht Timotheus Mut, an Gottes Wort, das ihm seit seiner Kindheit vertraut war, festzuhalten und sich darauf zu verlassen. Er erinnert ihn daran, dass die Schrift zwar von Menschen geschrieben, aber von Gottes Geist inspiriert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bibel ist Gottes Wort an uns. Eine Sammlung von verschiedenen B\u00fcchern &#8211; historische Berichte, Lieder und Gebete, prophetische B\u00fccher, die Berichte \u00fcber das Leben Jesu und der ersten Gemeinden, die Briefe an verschiedene Gemeinden oder Personen &#8230; &#8211; und immer geht es um Gott. Sie berichtet, wie Menschen Gott begegnet sind, wie er in ihr Leben hineingewirkt hat, sie Ver\u00e4nderung, Hilfe und Heilung erfahren haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wort Gottes ist zu etwas n\u00fctze, so schreibt es Paulus. Beim Lesen darin kann ich Gott kennenlernen und entdecke seine Liebe zu uns Menschen. Manchmal wird mir ein Spiegel vorgehalten und ich erkenne, wo ich auf dem Holzweg bin. Ich lese von Vergebung meiner Schuld, die mich entlastet. Ich erfahre, wie Gott sich mein Leben gedacht hat und bekomme Orientierung f\u00fcr mein Leben. Wenn mir die Worte fehlen, finde ich Worte und Gebete, die Menschen vor mir schon gesprochen haben. Und ich entdecke Trostworte, die mich durch schwere Zeiten tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wann haben Sie zuletzt eine Bibel aufgeschlagen und darin gelesen? Nur so kann sie uns n\u00fctzlich sein. Wenn sie im Schrank oder Regal steht, ist sie vielleicht sch\u00f6n anzusehen &#8211; vorausgesetzt, sie hat einen sch\u00f6nen Einband oder sogar einen Goldschnitt. Doch f\u00fcr unser Leben hat sie keine Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ruhigen Wintertage und langen Winterabende bieten auch Ihnen Gelegenheit, Ihre Bibel zur Hand zu nehmen, sie aufzuschlagen und darin zu lesen. Und so dem lebendigen Gott zu begegnen, sein Reden zu vernehmen und Erfahrungen damit zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann lassen Sie bitte Ihre Bibel in Griffweite liegen. Sie kann und soll Sie daran erinnern, sie wieder und wieder aufzuschlagen und darin zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen gute Erfahrungen damit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>M\u00e4rz 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEntsetzen\u201c &#8211; wird in unserer Sprache f\u00fcr etwas verwendet, bei dem sich einem die Nackenhaare aufstellen. Schreckliche Erfahrungen sind Ausl\u00f6ser daf\u00fcr, verursacht durch Verlust, Ohnmacht, Ausweglosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsetzen sp\u00fcrten Maria Magdalena, Maria und Salome, als sie feststellten, dass der Leichnam Jesu am Morgen des dritten Tages nach seiner Kreuzigung nicht mehr in seinem Grab zu finden war. Erst mussten sie mit ansehen, wie der, den sie liebten und verehrten, ohne schuldig zu sein grausam hingerichtet wurde. Und nun sollten sie ihm nicht einmal den letzten Liebesdienst erweisen k\u00f6nnen und seine sterbliche H\u00fclle salben?! Sollte also nicht nur der Tod wieder das letzte Wort haben, sondern auch dieses letzte Band der Liebe Gottes zu ihnen zerrissen sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bischof Karl Borom\u00e4us aus Mailand (1538-1584) bestellte bei einem K\u00fcnstler ein Bild, auf dem der Tod dargestellt sein sollte. Als der Maler Borom\u00e4us seinen Entwurf zeigte, der ein Skelett mit einer Sense darstellte, war der Bischof nicht zufrieden. So wollte er den Tod nicht dargestellt haben. Er soll gesagt haben: \u201eMale den Tod als Engel mit einem goldenen Schl\u00fcssel in der Hand!\u201c\u2026 <strong>So<\/strong> ist der Tod nun vorstellbar, seit der junge Mann am Grab Jesu zu den Frauen gesagt hat: <strong>Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.<\/strong> (Mk.16,6) Das d\u00fcrfen wir glauben: Der Tod ist seit Christi Auferstehung nicht mehr das Ende. Ihm ist die Macht genommen, Gott ist uns nahe. Denn wer Jesus folgt, kann durch den Tod nicht mehr festgehalten werden. Angst vor dem Tod und davor, dass Gott in unserem Leben nicht mehr da sein k\u00f6nnte, kann uns schon hin und wieder befallen. Aber Entsetzen, Entsetzen braucht uns nicht zu \u00fcberkommen. Zu Ostern feiern wir die Auferstehung unseres Herrn und damit unsere Hoffnung, dass wir ihm folgen werden. Wir haben eine Hoffnung, die grenzenlos ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>April 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">herausfordernd &#8211; was im ersten Petrusbrief den damals noch jungen Christengemeinden geschrieben wurde. Herausfordernd auch f\u00fcr uns heute? Das waren meine ersten Gedanken, als ich den Monatsspruch f\u00fcr den Monat April gelesen habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert \u00fcber die Hoffnung, die euch erf\u00fcllt. <\/strong>(1. Petrus 3,15)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, es kann durchaus herausfordernd sein, Rede und Antwort zu stehen \u00fcber meinen Glauben. Im Monatsspruch geht es um die Hoffnung, die uns erf\u00fcllt. Diese soll ich anderen Menschen bezeugen. Da stellt sich mir die Frage: Habe ich Hoffnung, von der ich erz\u00e4hlen kann? Kann mir die Osterbotschaft, dass Jesus auferstanden ist und lebt, Hoffnung geben? Tr\u00e4gt mich in den H\u00f6hen und Tiefen meines Lebens die Hoffnung, dass Gott jeden Tag bei mir ist und mich tr\u00e4gt und h\u00e4lt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Mitarbeiterseminar wurden wir Teilnehmer aufgefordert, die Hoffnung, die wir in uns tragen, so zu formulieren, dass wir sie verst\u00e4ndlich an andere Menschen weitergeben k\u00f6nnen. Das hat mir damals sehr geholfen. Vielleicht ist das ja auch f\u00fcr Sie eine gute M\u00f6glichkeit, das einmal aufzuschreiben? M\u00f6glicherweise entdecken Sie dabei auch wieder ganz neu, welche Hoffnung der Glaube Ihnen geben kann &#8211; in allen Lebenssituationen. Oder Sie erinnern sich an Erlebnisse, die sie mit dieser Hoffnung gemacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen &#8211; auch das eine Herausforderung! Wie geht es mir, wenn Menschen mich auf meinen Glauben ansprechen? Wenn im Gespr\u00e4ch mit anderen meine Meinung gefragt ist? Kann und will ich dann zu dem stehen, was mein Leben ausmacht? Oder bin ich still, weil ich nicht bel\u00e4chelt und als Au\u00dfenseiter abgestempelt werden will?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kann helfen, praktische Erfahrungen weiterzugeben. Davon zu erz\u00e4hlen, wie ich Gott jeden Tag erlebe. Und ehrlich zu sagen, dass Glaube auch Stolpern und Hinfallen beinhaltet &#8211; aber ich an Gottes Hand wieder aufstehen und weitergehen darf. Von ihm gehalten und gef\u00fchrt in meinem Leben. Das ist es doch, was Mut macht, was Hoffnung gibt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte Sie ermutigen, diese Hoffnung weiterzugeben, damit andere Menschen neue Hoffnung f\u00fcr ihr Leben finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mai 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">sicher erinnern Sie sich noch an die Sagen der \u201eIrrfahrt des Odysseus\u201c. Was dieser alles erlebte, kann man schon mit einer Reise vergleichen, die Parallelen zu unserem Leben hat. Nehmen wir z. B. seine Begegnung mit den Sirenen: Von der Zauberin Kirke wurde der Held vorgewarnt, dass er bei seiner Weiterreise eine gef\u00e4hrliche Insel passieren m\u00fcsse. Auf dieser lebten die Sirenen, deren bet\u00f6rendem Gesang kein Mensch widerstehen k\u00f6nne. Jeder, der sie h\u00f6rte, m\u00fcsse ihre N\u00e4he suchen. Dabei aber w\u00fcrden Schiffe und Menschen an der zerkl\u00fcfteten K\u00fcste zerschellen. Niemand w\u00e4re deswegen bisher lebend ihrem Gesang entkommen. Mit dieser verlockend gruseligen Geschichte neugierig gemacht, segelte der Held mit seinen Getreuen Richtung Ithaka, heim zu seiner Frau Penelope. Die Winde waren ihnen g\u00fcnstig, f\u00fchrten sie aber, wie vorhergesagt, an der Insel der t\u00f6dlichen S\u00e4ngerinnen vorbei. Odysseus wollte ihrem Singen lauschen, das aber auch nicht mit dem Leben bezahlen. So hie\u00df er seine Begleiter, ihre Ohren mit Wachspfropfen zu verschlie\u00dfen. Er selbst aber lie\u00df sich am Mast festbinden und gab seinen Getreuen den Befehl, ihn um keinen Preis loszubinden, so sehr er auch bettele und tobe. So taten diese &#8211; und so kam es, dass Odysseus den Gesang der Sirenen h\u00f6rte, dies aber nicht mit seinem Leben bezahlte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interessante an dieser Geschichte ist: Odysseus nahm sich die Freiheit, Gef\u00e4hrliches zu tun, indem er sich im selben Augenblick seiner Freiheit beschnitt. An diese Sage musste ich bei unserem Monatsspruch denken:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben \u00fcber mich.\u201c<\/strong> (1.Kor. 6,12)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Leben werden uns immer wieder Situationen begegnen, die uns Verlockendes pr\u00e4sentieren, dessen Auswirkungen aber f\u00fcr uns verheerende Folgen haben k\u00f6nnen. Wir sind dann zwischen Tun und Lassen hin- und hergerissen. Wir haben in unserer Gesellschaft in vielerlei Hinsicht einen (zu) gro\u00dfen Gestaltungsspielraum in unserem Leben, aber nicht alles ist gut f\u00fcr uns zu tun. Das wollte Paulus auch seiner Gemeinde in Korinth vermitteln, als er ihnen die oben genannten Zeilen schrieb. Im Umfeld des Textes weist Paulus darauf hin, dass uns die Verbindung mit Christus sch\u00fctzt und hilft, zu widerstehen, wo wir Gefahr laufen, falsch zu entscheiden. Von ihm wissen wir, was zu tun ist. Er kann uns Kraft zum Widerstand geben. Mit ihm sind wir durch die Taufe verbunden. So k\u00f6nnen wir auf unserer Lebensfahrt gef\u00e4hrlichen, aber reizvollen Herausforderungen trotzen, ohne allem aus dem Wege gehen zu m\u00fcssen. Vergewissern Sie sich bitte immer wieder dieses Haltes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Ihr E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juni 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">endlich, endlich &#8230; sind sie auf dem Weg in die Freiheit. Die Nachkommen Jakobs, die einst wegen einer Hungersnot im eigenen Land nach \u00c4gypten gegangen sind. Lange konnten sie dort gut leben. Doch dem neuen K\u00f6nig wurden sie zu viele. Sie mussten Sklavenarbeit verrichten, wurden unterdr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wird die Verhei\u00dfung Gottes endlich Wirklichkeit: Nach 10 schrecklichen Plagen, die Gott \u00fcber die \u00c4gypter kommen l\u00e4sst, d\u00fcrfen sie endlich das Land verlassen &#8211; zur\u00fcckkehren in das von Gott verhei\u00dfene Land. Gott f\u00fchrt sie am Tag in einer Wolkens\u00e4ule, in der Nacht in einer Feuers\u00e4ule. Eine wunderbare Navigation, ganz ohne Satellitentechnik!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer Pause am Schilfmeer machen sie eine furchtbare Entdeckung: Pharao und sein Heer verfolgen sie! Die Situation scheint ausweglos. Vor ihnen Wasser, das Schilfmeer; hinter ihnen die \u00e4gyptische Streitmacht mit Wagen und Pferden. Sie schreien zu Gott um Hilfe und machen Mose, ihrem Anf\u00fchrer, heftige Vorw\u00fcrfe: Warum hast du uns herausgef\u00fchrt? Lieber den \u00c4gyptern dienen als in der W\u00fcste sterben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diese Situation hinein spricht pl\u00f6tzlich Gott durch Mose zu ihnen: <strong>\u201e<\/strong><strong>F\u00fcrchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet!\u201c (<\/strong>2. Mose 14,13) Wie bitte? Was verlangt Gott von ihnen? Stehen bleiben und zuschauen, wie Gott handelt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist Ihnen das auch schon einmal passiert? Die Lage war v\u00f6llig aussichtslos &#8211; es gab kein vor und kein zur\u00fcck, kein Weg zu sehen. Einfach nur furchtbar! Und da sagt Gott: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, bleib stehen und sieh, was ich tue!\u201c Kein blinder Aktionismus. Zur Seite treten. Still bleiben und abwarten, dass Gott handelt. Das ist herausfordernd und verlangt eine gro\u00dfe Portion Vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Israel bekommt von Gott noch eine weitere Zusage: \u201eDer HERR wird f\u00fcr euch streiten, und ihr werdet stille sein.\u201c (V. 14) Und genau das erleben sie: Auf wundersame Weise teilt sich f\u00fcr die Israeliten das Meer und sie gehen trockenen Fu\u00dfes hindurch. Ihre Feinde, die ihnen folgen, werden verwirrt und finden den Tod. (Nachzulesen in 2. Mose 14,15-31) In letzter Minute f\u00fchrt Gott sein Volk aus einer hoffnungslosen Lage zum Sieg!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trauen wir Gott das heute noch zu? K\u00f6nnen wir still sein und auf Gottes Handeln warten? Oder meinen wir, dass wir unbedingt etwas machen m\u00fcssten &#8211; auch wenn es v\u00f6llig unsinnig ist? K\u00e4mpfen wir manchmal an der falschen Stelle? Diese Fragen besch\u00e4ftigen mich und bringen mich zum Nachdenken. Ich m\u00f6chte neu lernen, auf Gott zu h\u00f6ren, mir von ihm zeigen lassen, wann mein Handeln n\u00f6tig ist; aber auch zum richtigen Zeitpunkt zur Seite treten, stille sein und zuschauen, wie er handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gottes Zusage gilt auch heute noch. Lassen Sie uns daran vertrauensvoll festhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juli\/August 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">beim Nachdenken \u00fcber die Andacht f\u00fcr diese Kirchlichen Nachrichten fiel mir ein Lied aus der Kinder- und Jugendarbeit ein. Der Refrain beginnt mit der Aufforderung: \u201eSei ein lebend\u00b4ger Fisch, schwimme doch gegen den Strom&#8230;\u201c In der ersten Strophe hei\u00dft es dann: \u201eNur die toten Fische schwimmen immer mit dem Strom, lassen sich mit allen andern treiben\u2026\u201c Nicht immer ist gegen den Strom zu schwimmen ein Zeichen von Lebendigkeit. Es kann zum Beispiel der dicke Kopf sein, der mich aus Trotz dazu antreibt. Und sich mit den anderen treiben zu lassen ist auch nicht zwangsl\u00e4ufig etwas Schlimmes oder gar ein Zeichen von Leblosigkeit. Es kann wirklich etwas Sch\u00f6nes sein, Teil einer gro\u00dfen Menge von Menschen zu sein; z. B. bei einem Konzert sich mit vielen anderen von der Musik mitrei\u00dfen zu lassen oder mit vielen anderen zu jubeln, wenn die Lieblingsmannschaft ein Tor erzielt hat, ist doch ein beeindruckendes Erlebnis?! Oder wenn ich meine Meinung von vielen best\u00e4tigt sehe, zeigt mir das doch, dass mich das mit den anderen verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spruch f\u00fcr den Monat Juli will uns ein Gemeinschaftserlebnis nicht schlecht machen, wenn wir bei 2. Mose 23,2 die Ordnung Gottes lesen: <strong>\u201eDu sollst dich nicht der Mehrheit anschlie\u00dfen, wenn sie im Unrecht ist\u2026\u201c<\/strong> so \u00fcbersetzt es die Einheits\u00fcbersetzung. Bei Luther lesen wir so: <strong>\u201eDu sollst der Menge nicht auf dem Weg zum B\u00f6sen folgen\u2026\u201c<\/strong>. Es ist also Gottes Wille, dass wir sehr genau pr\u00fcfen, wann wir uns von einer Str\u00f6mung mitrei\u00dfen lassen. Die Kriterien daf\u00fcr gibt Gott vor. Es muss recht und gut sein, was da passiert. Dann kann ich mich gern mit treiben lassen. Wenn es das aber nicht ist, dann gilt es auszusteigen oder gegen den Strom anzuschwimmen, ja ihm vielleicht sogar etwas entgegenzusetzen. Das ist anstrengend, aber wir werden dann nicht Teil von etwas Unrechtem und B\u00f6sen. Wozu so etwas f\u00fchren kann, hat sich in der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt. Wie tr\u00fcgerisch und gef\u00e4hrlich ist so ein \u201eMenschenstrom\u201c, wenn nicht danach gefragt wird, was nach dem Willen Gottes gut und recht ist!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserer Zeit entstehen \u00fcber Handy, Medien und unkontrollierte Informationen schnell Str\u00f6mungen, die mitrei\u00dfen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen gar nicht immer alles pr\u00fcfen, ob wir uns mitrei\u00dfen lassen oder nicht. Da hilft ein solides Grundger\u00fcst f\u00fcr Entscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Halten wir uns an die Weisungen Gottes, an Jesu Wort. Das sch\u00e4rft unser Gewissen, bewahrt uns und wir k\u00f6nnen auch andere davor bewahren, in den Abgrund gerissen zu werden. Etwa mit dem Wort Jesu: \u201eAlles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein fr\u00f6hliches Schwimmtraining w\u00fcnscht Ihnen Ihr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>September 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">wie sehr freuen wir uns \u00fcber Mut machende Glaubenserfahrungen. Ich denke da zum Beispiel an die deutsche Kugelsto\u00dferin Yemisi Ogunleye, die bei der Olympiade in Paris ihre Goldmedaille mit einem 20-m-Sto\u00df erk\u00e4mpfte. Als sie in den Ring stieg, hatte sie (so erz\u00e4hlte sie nachher) gebetet: \u201eGott, gehe mit mir in den Ring, gib mir die n\u00f6tige Kraft &#8211; das ist ein Moment, den du mir versprochen hast\u201c &#8211; und sie bekam Kraft. Das war f\u00fcr sie nicht einfach so ein Sto\u00dfgebet. Gebet geh\u00f6rt zu ihrem Leben. Was f\u00fcr eine tolle Erfahrung. Wie sch\u00f6n, dass sie aus ihrem Glauben keinen Hehl macht und uns davon erz\u00e4hlte!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist nun schon etwas recht Spektakul\u00e4res, wenn Gott uns Kraft f\u00fcr Herausforderungen gibt, wenn wir ihn inst\u00e4ndig darum bitten. Wie viele derartige Erfahrungen m\u00f6gen uns vielleicht schon entgangen sein, weil wir sie gar nicht registriert haben? Wie oft hat Gott schon zu uns gesprochen &#8211; durch sein Wort, das wir in der Bibel finden und wir haben vielleicht nicht geh\u00f6rt?! Wie oft hat er uns schon zur Seite gestanden in anderen Menschen und wir haben es einfach nicht wahrgenommen?! Wie oft hat er uns schon um Hilfe gebeten &#8211; auch in Menschen, die uns begegneten &#8211; und wir haben keine Zeit gehabt?! Nicht alle M\u00f6glichkeiten, Gott zu erfahren, sind so spektakul\u00e4r wie eine Goldmedaille &#8211; und doch schenkt er sie uns. Jesus, Gottes Sohn, ist der Beweis daf\u00fcr, dass er uns nahe sein will und uns liebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es gibt auch in Gottes Wort recht verst\u00f6rende Aussagen, die so gar nicht zu unserem Sehnen nach Erfahrungen mit ihm und zu seiner Liebe zu uns zu passen scheinen. Eines davon ist unser Monatsspruch. Gott hat Jeremia beauftragt, es den Kindern Gottes zu verk\u00fcnden: \u201eBin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR; und nicht auch ein Gott, der ferne ist?\u201c <em>Jer. 23,23<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Botschaft hat Jeremia in eine Situation hinein auszurichten, in der sein Volk nicht nach seinem Wort fragte und nicht nach seinem Wort handelte. Wenn ein Kind von seinen Eltern wegl\u00e4uft, braucht es sich nicht zu wundern, wenn es irgendwann die Rufe nicht mehr h\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders gesagt: Wir k\u00f6nnen so mit unserem Tun besch\u00e4ftigt sein, dass wir Gott nicht mehr h\u00f6ren, vielleicht auch nicht h\u00f6ren wollen. Das ist Trennung von Gott, die Bibel nennt das S\u00fcnde. Aber diese Ferne nehmen nur wir wahr. Gott ist ja trotzdem da! Manchmal k\u00f6nnen wir auch seine Gr\u00f6\u00dfe nicht begreifen, dann erscheint er uns auch fern und doch umgibt er uns. &#8211; Damit m\u00fcssen wir leben und es glauben. Mit dem Wissen, dass Gott uns manchmal sehr fern ist, aus was f\u00fcr Gr\u00fcnden auch immer. Aber wir d\u00fcrfen wissen, ER ist trotz alledem nahe. Er ist \u201enur\u201c ein Gebet weit entfernt. Das hat Yemisi Ogunleye erfahren &#8211; sie wusste ihn allerdings ja auch in ihrer N\u00e4he. Mag er uns also noch so fern erscheinen, so k\u00f6nnen wir uns ganz schnell in seine N\u00e4he begeben &#8211; durch ein Gebet zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oktober 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">als im vergangenen Monat in B\u00f6hmen, \u00d6sterreich, Polen die schweren Regenf\u00e4lle Fl\u00fcsse und Stauseen zum \u00dcberlaufen brachten, waren Bilder der Verw\u00fcstung und verzweifelte Menschen zu sehen. Die vom Hochwasser Betroffenen wussten nicht mehr aus noch ein. Heim, Hab und Gut verw\u00fcstet, verloren und auch das Grundst\u00fcck ein einziges Chaos. So manch einer von uns mag da wohl gedacht haben: \u201eIn deren Haut will ich nicht stecken?!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sich in einer solchen Lage zu befinden ist ein Albtraum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wahrscheinlich&nbsp; nicht in diesem Ausma\u00df, aber mit \u00e4hnlicher Auswirkung auf unser Gem\u00fctsleben, hat wohl jeder von uns schon die eine oder andere Situation in seinem Leben zu bew\u00e4ltigen gehabt. Ob Unfall, Krankheit, schlimme Nachrichten, Verletzungen jedweder Art oder Ausweglosigkeit &#8211; wenn wir in solch eine Situation geraten, wird die Welt eng um uns, wir sind bedr\u00fcckt und k\u00f6nnen kaum noch atmen. Wir haben keine Ahnung, wie es weitergehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer solchen Situation hat sich auch der Verfasser der Klagelieder befunden, in denen unser Monatsspruch steht. So k\u00f6nnen wir im Kapitel 2,22.23 lesen: <strong>Die G\u00fcte des HERRN ist\u00b4s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro\u00df.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier nennt uns ein leidgepr\u00fcfter Mensch sein Rezept, das ihm in bedr\u00e4ngender, \u00e4ngstigender Lage Freiraum zum Atmen und eine Perspektive schafft. Er macht sich und damit auch uns deutlich: So verzweifelt die Situation in unserem Leben auch ist, Gott ist und bleibt uns zugewandt. Und das nicht etwa nur aus Gewohnheit. Oder weil er nichts anderes zu tun hat. Oder weil er neugierig ist, was wir nun machen &#8211; so wie wir vielleicht eine Schnecke beobachten, der wir einen Stein in den Weg legen und nun gespannt sind, was sie jetzt tut. Nein, Gott ist ehrlich interessiert, mitleidend und &#8211; mit unseren Ma\u00dfst\u00e4ben ausgedr\u00fcckt &#8211; hoffend, dass wir das Richtige tun. Dass wir durchhalten, best\u00e4ndig im Gottvertrauen bleiben, unseren Blick auf das richten, was uns Gott zur Ermutigung schenkt. Dass wir seine Gegenwart trotz aller Angst und Bedr\u00e4ngnis entdecken k\u00f6nnen, seine Kraft in uns sp\u00fcren, so, wie es der Psalmbeter erfahren haben muss, der betet \u201eGelobt sei der Herr t\u00e4glich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.\u201c(Psalm 68, 20)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott l\u00e4sst uns mit unserer Angst und M\u00fchsal nicht allein! Das ist zun\u00e4chst eine Behauptung. Ob das wirklich so ist, dazu m\u00fcssen wir bereit sein, Erfahrungen mit seinem Wirken zu machen. Dass das geht, zeigt uns z. B. ein Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, der im Gef\u00e4ngnis auf sein Urteil wartend, zum Jahreswechsel 1944\/1945 dichten konnte: \u201eVon guten M\u00e4chten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag\u2026\u201c Lesen Sie die Zeilen des Gedichtes ruhig vollst\u00e4ndig im Gesangbuch unter der Nr. 65 durch! Vergessen Sie diese Hoffnung nicht, die wir in aller Bedr\u00e4ngnis haben k\u00f6nnen, ob im Hochwasser oder auf dem Krankenlager!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr <em>E. Salewski<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>November 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">wir warten &#8211; mit diesen Worten beginnt der Monatsspruch f\u00fcr den Monat November. Warten f\u00e4llt den meisten Menschen schwer. Ungeduldig sehnen z. B. Kinder ihren Geburtstag oder das Weihnachtsfest herbei. Und auch wir Erwachsene haben unsere liebe Not mit dem Warten. Vor vielen Jahren gab es einen Schlager, der diese Situation aufgriff: \u201eIch will alles, ich will alles &#8211; und zwar sofort!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schnell soll es gehen, sofort soll etwas passieren; das w\u00e4re uns am liebsten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die ersten Christengemeinden warteten; n\u00e4mlich darauf, dass sich Jesu Versprechen, wiederzukommen, noch zu ihren Lebzeiten erf\u00fcllt. Sie sehnten sich nach besseren Zeiten, nach Gerechtigkeit, nach einer Welt ohne Leid und Schmerzen&#8230; Doch sie mussten lernen, dass Gottes Zeitrechnung nicht ihrer entspricht und alles l\u00e4nger als von ihnen erwartet dauert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Sehnsucht nach einer Welt, in der es gerecht zugeht, treibt auch viele von uns heute um. Immer wieder erleben wir, dass menschliche Gerechtigkeit an ihre Grenzen kommt. Dass irgendwer immer im Nachteil ist und zu kurz kommt. Und doch lesen wir im Monatsspruch von einem Ort, an dem die Gerechtigkeit wohnt &#8211; Gerechtigkeit f\u00fcr alle! <strong>\u201eWir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verhei\u00dfung, in denen Gerechtigkeit wohnt.\u201c<\/strong> Allumfassende Gerechtigkeit wird es da einmal geben. Von einem neuen Himmel und einer neuen Erde ist die Rede. Das \u00fcbersteigt unsere menschliche Vorstellungskraft. Es klingt zu sch\u00f6n, um wahr zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und doch d\u00fcrfen wir dem Wort Gottes trauen &#8211; Gottes Versprechen gilt. Die Bibel spricht an einer anderen Stelle von dem Ort, wo Gott alle Tr\u00e4nen einmal abwischen wird, es kein Leid und kein Geschrei mehr geben wird. Das ist kein billiges Vertr\u00f6sten auf das Jenseits. Das ist der Ort, an dem wir als Menschen, die Jesus nachfolgen, einmal sein d\u00fcrfen. Er wird erf\u00fcllt sein von Gottes Liebe und seiner Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Liedermacher Manfred Siebald hat es in einem seiner Lieder so formuliert:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eWeil mir Gott bisher sein Wort nie brach, weil er alles hielt, was er versprach,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>darum wei\u00df ich: Einmal werde ich ihn kommen sehn.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Warum sollte ich den Mut verlieren und, statt mich zu freuen, resignieren?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Nein, ich warte weiter, denn ich wei\u00df, auf wen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb: Lassen Sie uns weiter warten, auch in diesen Novembertagen. Denn wir wissen, auf wen wir warten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dezember 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">der November geht zu Ende. Sind die Herbstarbeiten alle geschafft? Ist der Garten winterfest? Sind Obstb\u00e4ume und Str\u00e4ucher ausgeschnitten, ausgelichtet? Es ist wichtig f\u00fcr einen kr\u00e4ftigen Wuchs im Fr\u00fchjahr, dass Schosser, trockenes Holz und zu dicht wachsende \u00c4ste entfernt werden, damit der Saft im Fr\u00fchling in gesundes, kr\u00e4ftiges Holz flie\u00dfen kann und genug Sonnenstrahlen in Kronen und ins Blattwerk dringen und so Fr\u00fcchte gut reifen k\u00f6nnen. Weinst\u00f6cke z.B. werden sogar bis zum Sommer immer wieder ausgelichtet, um den Trauben die n\u00f6tige Sonne zukommen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Kleiderschr\u00e4nken liegen jetzt die Wintersachen vorn. Daf\u00fcr haben wir Platz geschaffen, vielleicht auch manche Lieblingsteile des Sommers nicht nur wegger\u00e4umt, sondern weggetan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder m\u00fcssen wir Platz schaffen im Keller, auf Dachb\u00f6den, in Schuppen und Garagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMache dich auf und werde licht\u201c lese ich als Aufforderung, dass ich auch in meinem Alltag Ballast abladen muss. Ich muss versuchen mich freizumachen von Egoismus, von Selbstzufriedenheit, von zu hohen Anspr\u00fcchen und Zw\u00e4ngen, von Hektik und Oberfl\u00e4chlichkeit, von Neid und Misstrauen. Die gro\u00dfe Weltpolitik, Nachrichten von Kriegen und Katastrophen, die Ver\u00e4nderung unserer Umwelt, ausgepr\u00e4gte und oft verh\u00e4rtete Meinungsverschiedenheiten in Familien und unter Freunden machen mir Angst. Ungerechtigkeiten im kleinen Umfeld, im Land, auf der Welt machen mich w\u00fctend. All das h\u00e4lt mich gefangen. Frei werden davon? Wie kann das gehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eins ist klar: Ich schaffe das nicht, nicht aus eigener Kraft und Anstrengung. Daf\u00fcr brauche ich Gottes Hilfe. Ich muss mich \u201eaufmachen\u201c hin zu IHM. Dann wird er mir helfen \u201elicht zu werden\u201c. Jesus ist unser aller Erl\u00f6ser, er hat unsere Schuld \u00fcbernommen, er m\u00f6chte unser Heiland sein, uns frei machen von all unserm Ballast.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt.\u201c Der Monatsspruch ist uns allen eine Zusage, dass das gro\u00dfe, das g\u00f6ttliche Licht kommen wird. Jesus wird geboren! Im Advent warten wir auf dieses unfassbare Geschenk Gottes, <strong>das Licht<\/strong>! Es wird allen V\u00f6lkern leuchten, es wird den wahren Frieden stiften. Es will in unsere H\u00e4user kommen und in unsere Herzen. Daf\u00fcr machen wir uns bereit, werden wir licht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wie sch\u00f6n ist es, dass wir uns das Warten auf Weihnachten mit Licht im dunklen Dezember versch\u00f6nern. Ich freue mich \u00fcber den Lichterglanz auf Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen, in G\u00e4rten und Fenstern. Adventskr\u00e4nze, Herrnhuter Sterne, Lichterketten, Schwibb\u00f6gen, Pyramiden &#8211; alle sind herausgeholt, aufgestellt, aufgeh\u00e4ngt, angez\u00fcndet. Wir k\u00f6nnen sie bewundern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das wahre Wunder aber passiert am Heiligen Abend: <strong>\u201eDein Licht kommt\u201c!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ulrike Lehel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Januar 2024 Liebe Leserin, lieber Leser, ein neues Jahr liegt vor uns und erinnert uns auf besondere Weise an etwas, das uns ja eigentlich t\u00e4glich begegnet. 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