{"id":2045,"date":"2024-10-31T21:22:43","date_gmt":"2024-10-31T19:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=2045"},"modified":"2025-11-30T20:34:57","modified_gmt":"2025-11-30T18:34:57","slug":"archiv-2025","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=2045","title":{"rendered":"Archiv 2025"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Januar 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuerst m\u00f6chte ich Ihnen als neuer Pfarrer in Kodersdorf ein gutes und gesegnetes Neues Jahr w\u00fcnschen. Eigentlich kennen wir uns ja schon lange. Seit \u00fcber 25 Jahren bin ich Ihr Nachbar in Horka. Es gab viele Begegnungen durch die gemeinsamen Ausfl\u00fcge am Ostermontag, die gemeinsamen Gottesdienste am Reformationstag oder durch wechselseitige Vertretungen mit Pfarrer Salewski. Nun bin ich gespannt, Sie in Kodersdorf, Rengersdorf, S\u00e4richen, Torga und Wiesa n\u00e4her kennen zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Wunsch ist, dass wir eine wirklich enge Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden Kodersdorf und Horka entwickeln. Unsere Gemeinden werden leider \u00fcberall kleiner, nicht nur in Kodersdorf und Horka. Dagegen hilft nach meiner Ansicht, die weniger werdenden Kr\u00e4fte und Mittel zu b\u00fcndeln, zusammen zu arbeiten und gemeinsam den Glauben zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht hilft uns ja die Jahreslosung 2025 in diesem Prozess. In diesem Bibelwort hei\u00dft es: \u201ePr\u00fcft alles und behaltet das Gute!\u201c (1.Thess. 5,21) Nun ist das in unserer freiheitlichen Gesellschaft ja durchaus \u00fcblich, dass man sich das ausw\u00e4hlt, was einem gut erscheint. Den Rest l\u00e4sst man geflissentlich links liegen. Aber wo bleibt das, was Einigkeit und Gemeinschaft bringt? Wie kommen wir bei der anstehenden Bundestagswahl zu einer Regierung, die eine Mehrheit repr\u00e4sentiert? Wie finden wir zu einem Klima des Miteinanders? Es gibt so viele Gruppen, die jede f\u00fcr sich eigene Interessen und Ziele verfolgen. Das war zur Zeit des Paulus \u00e4hnlich. Es gab verschiedene philosophische Denkschulen, die meist auch mit einem eigenen religi\u00f6sen Leben verbunden waren. In Thessalonich, damals die Hauptstadt von Mazedonien, trafen diese Denkschulen mit ihren religi\u00f6sen Praktiken aufeinander. Sofort gab es Streit, wer hat recht. Nicht umsonst schreibt Paulus: \u201ePr\u00fcft alles!\u201c Ihr sollt in der Gemeinschaft alles miteinander auf den Pr\u00fcfstand stellen! Auf keinen Fall jeder f\u00fcr sich! Allein wird das nichts. Miteinander sollen wir Christen alles am Ma\u00dfstab der biblischen Botschaft pr\u00fcfen. \u201eBehaltet das Gute!\u201c, mahnt Paulus. Auch hier benutzt er wieder den Plural.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche Sprachwissenschaftler meinen, dass die Worte Gott und gut auf eine \u00e4ltere gleiche Wortwurzel zur\u00fcckgehen. Gott steht f\u00fcr das Gute und das Gute erw\u00e4chst aus Gott. Wenn wir das Gute behalten, dann halten wir an dem fest, was Gott gef\u00e4llt. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg durch das Jahr 2025. Pr\u00fcfen wir gemeinsam, welche Gedanken und Wahlversprechen uns begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6ge unser Gott uns bei allem, was wir planen und durchf\u00fchren, mit seinem Geist begleiten, damit aus der Kirchengemeinde Frieden und die Freundlichkeit Gottes ausstrahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr Pfarrer <em>Ulf Schw\u00e4be<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Februar 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verkehrsdurchsage im Autoradio verhei\u00dft nichts Gutes: 9 km Stau auf der Autobahn vor mir &#8211; zum Gl\u00fcck gibt es noch zwei Abfahrten, bevor der Stau beginnt. Das Navi zeigt mir eine Ausweichroute an und ich lasse mich von der Autobahn herunter lotsen. Mit \u201eStop and Go\u201c geht es \u00fcber Nebenstra\u00dfen; immer wieder stecke ich im Stau fest. Die Stra\u00dfe hoffnungslos \u00fcberlastet. So langsam kommen mir Zweifel. Warum nur bin ich von meiner urspr\u00fcnglich geplanten Strecke abgewichen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlussendlich fahre ich nach mindestens 25 km Umweg und viel Zeitverlust wieder auf die Autobahn auf und erreiche mein Ziel &#8211; viel zu sp\u00e4t nat\u00fcrlich! Dabei hatte ich reichlich Zeitreserven eingeplant. Aber immerhin: Ich bin angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei dieser Begebenheit lassen sich f\u00fcr mich Parallelen ziehen zum Monatsspruch. In Psalm 16,11 k\u00f6nnen wir lesen: <strong>\u201eDu tust mir kund den Weg zum Leben.\u201c <\/strong>Von David, dem K\u00f6nig von Israel, stammen diese Worte. Aus ihnen spricht eine gro\u00dfe Lebenserfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davids Weg zum m\u00e4chtigen Anf\u00fchrer seines Volkes war nicht einfach und verlief auch nicht schnurgerade. Als der Prophet Samuel im Auftrag Gottes einen Nachfolger f\u00fcr Saul salben sollte, wurde er in das Haus Isais geschickt. Doch keiner der anwesenden S\u00f6hne sollte es sein! Der Kleinste, der drau\u00dfen auf den Weiden die Schafe h\u00fctete, wurde herbeigeholt. Und Samuel vernahm deutlich Gottes Stimme: \u201eDieser ist es!\u201c Oder erinnern wir uns an den ungleichen Kampf \u201eDavid gegen Goliath\u201c. Ein Stein aus der Steinschleuder Davids streckte den riesigen K\u00e4mpfer Goliath aus dem Heer der Philister nieder und Israel siegte. Ja, hier ging der Weg aufw\u00e4rts zum Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch David zweigte auch vom Weg ab. Er lie\u00df sich mit der Frau eines anderen ein und sorgte anschlie\u00dfend daf\u00fcr, dass ihr Mann an vorderster Front k\u00e4mpfen musste und get\u00f6tet wurde. Nachdem der Prophet Nathan ihm in einem Gleichnis seine Schuld vor Augen gef\u00fchrt hatte, bereute er, was er getan hatte und Gott vergab ihm diese Schuld. Sp\u00e4ter zettelte sein eigener Sohn einen Aufstand an und er musste um sein Leben f\u00fcrchten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und doch stellte David &#8211; allen Irrungen und Wirrungen seines Lebens zum Trotz &#8211; fest, dass Gottes Weg mit ihm der Weg zum Leben war. Ja, dass dieser Weg ein guter Weg war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch unser Lebensweg ist nicht immer gerade und frei. Da gibt es Baustellen und Staus, Zeiten, in denen wir fast vom Weg abkommen. Da f\u00e4llt es uns schwer, zu glauben und Gott zu vertrauen. Wir erfahren Widerstand, wenn wir unseren Lebensstil am Wort Gottes ausrichten. Abzweigen w\u00e4re jetzt einfach verlockend! Doch w\u00e4re es auch besser?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier kann uns die Lebensgeschichte Davids Mut machen, auf dem Weg mit Gott zu bleiben. Dieser Weg f\u00fchrt zu einem erf\u00fcllten Leben. So hat es David erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte diese Herausforderung annehmen, mich auf meinem Weg nicht von Baustellen und Staus abbringen lassen und immer wieder fragen: \u201eWas ist dein Weg f\u00fcr mich, Jesus?\u201c Und dann diesen Weg gehen, egal was andere um mich herum sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie sich auch dieser Herausforderung stellen und wir am Ende unseres Lebens gemeinsam mit David sagen k\u00f6nnen: <strong>\u201eDu er\u00f6ffnest mir den Weg des Lebens. Unsagbare Freude in deiner Gegenwart, Wunderbares h\u00e4ltst du f\u00fcr immer in deiner rechten Hand bereit.\u201c<\/strong> (Psalm 16,11 nach der \u00dcbertragung \u201eDas Buch\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>M\u00e4rz 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zustrom von Fl\u00fcchtlingen nach Europa und in unser Land ist ein Thema, das seit Jahren heftig diskutiert wird. Verst\u00e4ndlicherweise wird immer st\u00e4rker auf eine L\u00f6sung gedr\u00e4ngt, je l\u00e4nger das Problem besteht. In dem gerade zur\u00fcckliegenden Wahlkampf war das Thema \u201eMigration\u201c eine zentrale Frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Bibel k\u00f6nnen wir immer wieder lesen, dass Gott sich auf die Seite der Schwachen stellt. Ausdr\u00fccklich werden mittellose Witwen, Waisen und Fremdlinge als Schwache genannt. Der Monatsspruch f\u00fcr den M\u00e4rz argumentiert in diesem Sinn: \u201eWenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedr\u00fccken!\u201c (3. Mose 19,33) Dahinter steht die Erfahrung der Israeliten, dass sie selbst jahrzehntelang in der Sklaverei in \u00c4gypten leben mussten. Im kollektiven Bewusstsein gibt es eine Erinnerung daran, wie es sich als Fremdling lebt, der der Unterdr\u00fcckung der Einheimischen ausgeliefert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch unter uns sind solche Erinnerungen lebendig. Manche der heimatvertriebenen Schlesier, die hier auf der Westseite der Nei\u00dfe gestrandet sind, erz\u00e4hlen davon, dass sie sich hier zun\u00e4chst gar nicht willkommen f\u00fchlten. Ablehnung schlug ihnen entgegen. Viele, die nach 1989 wegen der Arbeit in die alten Bundesl\u00e4nder gingen, berichten, dass es sehr m\u00fchsam war, Fu\u00df zu fassen. Die Abneigung der Einheimischen war deutlich zu sp\u00fcren. Das ist eine sehr unangenehme Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Gegengewicht setzt bspw. der Weltgebetstag. Er wird weltweit am ersten Freitag im M\u00e4rz gefeiert. In \u00fcber 180 L\u00e4ndern der Welt laden Frauen an vielen Orten ein, einen vorbereiteten Gottesdienst aus dem \u201eGastgeberland\u201c zu feiern. Dieser Gottesdienst zieht in einem Tag rund um die Welt. Eine gro\u00dfartige Idee, die Menschen auf der ganzen Welt miteinander im Gebet verbindet. Wie sch\u00f6n ist das, Teil einer weltweiten christlichen Gemeinschaft zu sein. Alle, die diesen Gottesdienst feiern, nehmen die Gedanken und Sichtweisen aus dem \u201eGastgeberland\u201c auf. Dabei begegnet uns oft Neues, eine andere Perspektive. Wir teilen miteinander die Freuden und die Sorgen. Das bereichert alle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Jahr feiern die Kirchengemeinden Kodersdorf und Horka gemeinsam den <strong>Weltgebetstag<\/strong>, der f\u00fcr das Jahr 2025 von den Cook-Inseln im S\u00fcdpazifik kommt. Sie sind am <strong>Freitag, dem 7. M\u00e4rz 2025<\/strong>, nach Horka in das <strong>Vereinshaus des Seniorenvereins Horka<\/strong> herzlich eingeladen. <strong>Um 19.00 Uhr<\/strong> beginnt der Gottesdienst, in dem wir auch das Land vorgestellt bekommen und in die Musik von den Cook-Inseln eintauchen. Nach dem Gottesdienst sind Sie zum gem\u00fctlichen Beisammensein mit Kostproben aus der s\u00fcdpazifischen K\u00fcche eingeladen. Das \u00f6kumenische Vorbereitungsteam freut sich auf Besucherinnen und Besucher aus den Kirchengemeinden Kodersdorf und Horka.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit herzlichen Segensw\u00fcnschen gr\u00fc\u00dft Sie<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Ihr Pfarrer Ulf Schw\u00e4be<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>April 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!\u201c So gr\u00fc\u00dfen sich Christen am Ostermorgen auf der ganzen Welt und rufen sich diese wunderbare Botschaft zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die Frauen in der biblischen Erz\u00e4hlung am Ostermorgen das Grab leer vorfanden, haben sie es sofort den J\u00fcngern erz\u00e4hlt. Die konnten es nicht glauben und hielten es f\u00fcr &#8211; so w\u00f6rtlich &#8211; \u201eGeschw\u00e4tz\u201c. Petrus rannte los und \u00fcberzeugte sich selbst und wunderte sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am gleichen Tag sind zwei der Nachfolger Jesu unterwegs in das Dorf Emmaus, vertieft in ein Gespr\u00e4ch \u00fcber das unfassbare Geschehen: Kreuzigung und Tod Jesu &#8211; und dann die Geschichte von der Auferstehung, die von den Frauen erz\u00e4hlt worden ist. Als sich ein Unbekannter zu ihnen gesellt und sie nach dem fragt, was sie so sehr besch\u00e4ftigt, sch\u00fctten sie ihm ihr Herz aus. Er erkl\u00e4rt ihnen das Geschehen, sie h\u00f6ren ihm zu. Bei ihrer Ankunft am Ziel wird es bereits Abend und sie bitten den Fremden, bei ihnen zu bleiben. Sie essen gemeinsam &#8211; und als der Fremde das Brot bricht, f\u00e4llt es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkennen Jesus. Doch dieser verschwindet vor ihren Augen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete?\u201c<\/strong> Diese Frage stellen sich die beiden J\u00fcnger. Da ist etwas passiert in der Begegnung mit Jesus &#8211; ihre Herzen, die verst\u00f6rt und ausgebrannt waren, werden pl\u00f6tzlich wieder lebendig. Das Feuer, das erloschen war, ist in der Begegnung mit dem Auferstandenen wieder entfacht worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Emmaus-Geschichte macht uns Mut, auch unsere Herzen neu entfachen zu lassen durch die Begegnung mit Jesus. Wir d\u00fcrfen ihm unser Herz aussch\u00fctten und von ihm erwarten, dass er uns in seinem Wort begegnet; sei es im Lesen der Bibel oder durch eine Predigt, im Gespr\u00e4ch mit anderen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und eine solche Begegnung wird nicht ohne Folgen bleiben. Die beiden J\u00fcnger damals sind sofort aufgestanden und nach Jerusalem zur\u00fcckgeeilt, obwohl es bereits Abend war. Sie mussten das, was sie erlebt hatten, ihren Weggenossen berichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brennen unsere Herzen noch f\u00fcr Jesus? Wenn nicht, dann ist es Zeit, die Glut wieder neu entfachen zu lassen, damit wir wie die J\u00fcnger damals die Botschaft von Jesu Auferstehung fr\u00f6hlich weitertragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche uns ganz neu \u201ebrennende Herzen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mai 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klimawandel schon zu biblischer Zeit?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Monatsspruch f\u00fcr den Mai 2025 berichtet von einer \u00f6kologischen Katastrophe. <strong>\u201eZu dir rufe ich, HERR; denn Feuer hat das Gras der Steppe gefressen, die Flammen haben alle B\u00e4ume auf dem Feld verbrannt. Auch die Tiere auf dem Feld schreien lechzend zu dir; denn die B\u00e4che sind vertrocknet.\u201d<\/strong> (Joel 1,19-20)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese S\u00e4tze erinnerten mich sofort an die gro\u00dfen Br\u00e4nde in den letzten Jahren, die durch extreme Trockenheit sehr beg\u00fcnstigt wurden. Die Waldbr\u00e4nde in der B\u00f6hmischen und in der S\u00e4chsischen Schweiz im August 2022. Die verheerenden Br\u00e4nde in Griechenland, den USA und Kanada im Jahr 2023. Im vergangenen Jahr verbrannte in Brasilien eine Fl\u00e4che von der Gr\u00f6\u00dfe Italiens, \u00fcber 30 Millionen Hektar. Die ersten vier Monate dieses Jahres brachten in unserer Region gerade mal die H\u00e4lfte an Niederschlag im Vergleich zum langj\u00e4hrigen Mittel. Dies sind nur wenige Beispiele, die zeigen, die Wissenschaft hat mit ihren Warnungen vor dem Klimawandel recht. Es wird w\u00e4rmer und trockener. Extremwetterereignisse h\u00e4ufen sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Tage hatte ich ein sehr interessantes Gespr\u00e4ch mit einem jungen Mann aus der Forschung. Er berichtete, dass die Forschung und Entwicklung ganz intensiv an der Frage arbeitet: Wie k\u00f6nnen wir klimaneutral wirtschaften und leben? Aber viele Wissenschaftler sind sich dar\u00fcber einig, dass das Problem nicht allein mit wissenschaftlichem Fortschritt zu l\u00f6sen ist. Die Menschheit verbraucht zu viele Ressourcen. Wir m\u00fcssen sparsamer leben, unseren Lebenskomfort zur\u00fcckschrauben. Aber das will niemand h\u00f6ren, geschweige denn in die Tat umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a> Noch mal zur\u00fcck zum Propheten Joel. In den vier Kapiteln dieses Buches gibt es keinerlei zeitgeschichtliche Bez\u00fcge. Daher wissen wir nicht, wann er seine Botschaft verk\u00fcndigte. Heuschreckenplagen, D\u00fcrren und verheerende Br\u00e4nde gab es im alten Orient immer wieder. Zwei Mal ist bei Joel allerdings davon die Rede, dass ein Bu\u00df-Gottesdienst abgehalten werden soll. Danach wird Gott den Menschen wieder mit Freundlichkeit und Liebe begegnen. Bu\u00dfe ist mit einer \u00c4nderung des Lebens verbunden, ansonsten w\u00e4re es ja nur ein Lippenbekenntnis. Es ist an der Zeit zu solch einer Bu\u00dfe. Wie schaffen wir es, so zu leben, dass die Sch\u00f6pfung aufatmen kann? Wir wollen doch unseren Kindern und Enkeln eine bewohnbare Erde hinterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Hoffnung auf Gottes Geist, der Menschen bef\u00e4higt, Erkenntnisse und Visionen auch umzusetzen (Joel 3,1), gr\u00fc\u00dft Sie<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr Pfarrer <em>Ulf Schw\u00e4be<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juni 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Haben Sie bald Urlaub? Werden Sie verreisen? Ferne Ziele locken mit wundersch\u00f6nen Landschaften, weiten Str\u00e4nden, kristallklarem Wasser oder mit hohen Bergen, gr\u00fcnen T\u00e4lern und malerischen D\u00f6rfern. Vielleicht zieht es Sie aber auch in besondere St\u00e4dte mit kulturellen Highlights. Besuchen Sie auch manchmal offene Kirchen, Kathedralen oder kleine Kapellen? Viel Prunk oder unerwartete Schlichtheit, Ruhe, angenehme K\u00fchle, manchmal auch Musik und Kerzenlicht laden ein, zu verweilen. Touristen bekommen Informationen \u00fcber die Architektur, Geschichte und biblische Zusammenh\u00e4nge von Symbolik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wie ist es, wenn man als evangelischer Christ einen z.B. katholischen, freikirchlichen oder einen orthodoxen Gottesdienst besucht? Man wird sicherlich freundlich begr\u00fc\u00dft, sitzt dann aber doch eher wie ein Zuschauer im hinteren Bereich. Andere Liturgie, fremde Lieder, vielleicht auch fremde Sprache (im Ausland) sind eine Herausforderung. Es ist ein Wagnis, weil es sein kann, dass man Fremdsein erlebt. Schnell beobachtet man nicht nur Abl\u00e4ufe und Menschen, man bewertet und urteilt. Und dann wei\u00df man\/wei\u00df ich: unser Gottesdienst, unsere christliche Gemeinschaft, unser Glaube sind besser und richtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und gerade diese Selbstgef\u00e4lligkeit steht uns im Wege, wenn wir Gottes M\u00f6glichkeiten erleben wollen, wenn wir uns um die Einheit aller Christen bem\u00fchen m\u00f6chten, wenn wir nach Gottes Frieden suchen. Da braucht es Demut!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Monatsspruch f\u00fcr Juni lesen wir das Bekenntnis des Petrus: <strong>\u201eMir aber hat Gott gezeigt, dass man keinen Menschen unheilig oder unrein nennen darf.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text aus der Apostelgeschichte ist wenig bekannt. Ungew\u00f6hnliche Begegnungen und Visionen spielen hier eine Rolle. Kornelius, ein r\u00f6mischer Offizier in C\u00e4sarea, war ein frommer Mann. Er bekannte sich zu Gott. Er betete regelm\u00e4\u00dfig und tat viel f\u00fcr Arme und Hilfsbed\u00fcrftige, so berichtet es die Bibel. Ein Engel erscheint Kornelius. \u201eGott hat deine Gebete erh\u00f6rt, schicke Boten nach Joppe. Sie sollen Simon Petrus abholen und in dein Haus bringen.\u201c Mehr sagt der Engel nicht, aber Kornelius schickt sofort zwei Diener und einen Soldaten j\u00fcdischen Glaubens zum Schutz seiner Diener nach Joppe. Als die Boten am Haus des Petrus ankommen, ist der gerade damit besch\u00e4ftigt, \u00fcber eine Vision, einen Tagtraum, nachzudenken. Er hatte am helllichten Tag den Auftrag vom Himmel bekommen, unreine Tiere zu schlachten und zu essen. Unm\u00f6glich! Noch nie habe er etwas Verbotenes oder Unreines verzehrt, ruft er gen Himmel zur\u00fcck. Aber die Stimme erwidert noch einmal: \u201eWidersprich Gott nicht! Wenn er sagt, dass etwas rein ist, dann ist es auch rein.\u201c Und gerade, durch diese scheinbar absurde Vision vorbereitet, geht Petrus ohne zu z\u00f6gern mit den Boten zu Kornelius nach C\u00e4sarea, obwohl es ihm als Jude streng verboten gewesen war, das Haus eines Nichtjuden zu betreten. Petrus hatte jetzt verstanden, dass Gott keinen Menschen wegen seiner Herkunft hervorhebt oder missachtet. Durch Jesus sind allen Menschen die S\u00fcnden vergeben, wenn sie an IHN glauben. Das berichtet die Bibel, das sollen wir wissen. Das soll meine\/unsere Einstellung zu Freunden und Fremden bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorbehalte, Skepsis, Traditionsverliebtheit, Stolz und Gewohnheiten m\u00fcssen Gemeinden ablegen, wenn auch in unserem Kirchenkreis die Pfarrstellen gr\u00f6\u00dfer werden und lebendiges Gemeindeleben orts\u00fcbergreifend gelingen soll. M\u00f6ge Gott seinen Segen geben, wann immer wir gemeinsame Projekte der Kirchengemeinden Horka und Kodersdorf \u00fcberlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen einen sch\u00f6nen Sommer, Erholung, besondere Erlebnisse und eindrucksvolle Begegnungen mit Menschen in fernen L\u00e4ndern oder ganz in der N\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bleiben Sie beh\u00fctet!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Ulrike Lehel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Juli\/August 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><u>Sommer, Sonne, Sorgenfrei<\/u><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ferienmonat Juli liegt vor uns. Die Schulkinder freuen sich auf die Ferienzeit. Endlich ausschlafen, spielen, baden, Abenteuer erleben, vielleicht mit den Eltern in den Urlaub fahren. Unbeschwerte Tage genie\u00dfen. Auch die Eltern freuen sich auf den Urlaub. Mal zwei Wochen den Alltagsstress hinter sich lassen. Keine Liste von Aufgaben, die unbedingt bis zum Feierabend erledigt werden m\u00fcssen. Einfach sorgenfrei in den Tag hineinleben. Die Freiheit haben, sich unbeschwert dem zuwenden zu k\u00f6nnen, was das Leben bereith\u00e4lt. Dankbar Gottes gute Gaben genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Gef\u00fchl stellt sich bei mir ein, wenn ich den Monatsspruch f\u00fcr den Juli lese: <em>\u201eSorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!\u201c<\/em> (Phil 4,6)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wie schwer f\u00e4llt es uns, unsere Sorgen hinter uns zu lassen? Die Sorge um das pubertierende Kind, das sich nicht einf\u00fcgen will, kann man nicht einfach absch\u00fctteln. Die Sorge um kranke Familienmitglieder oder Freunde genauso wenig. Mancher, der mitten in einer Krise steckt, wird sagen: \u201eDu hast gut reden. Sorgt euch um nichts! Sch\u00f6n w\u00e4r\u2019s.\u201c Die Nachrichten aus Gaza, der Ukraine, dem Iran oder den USA sind doch eher Besorgnis erregend. Wo bleibt da die Leichtigkeit, das Sorgenfrei?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist erst einmal, dass uns die Sorgen nicht handlungsunf\u00e4hig machen. Der Monatsspruch will uns dabei helfen. Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und F\u00fcrbitten und voller Dankbarkeit. Paulus will uns davor bewahren, dass wir uns passiv an unsere Sorgen ausliefern. Das macht handlungsunf\u00e4hig. Wir k\u00f6nnen handlungsf\u00e4hig bleiben, indem wir unsere Sorgen teilen mit Menschen, denen wir vertrauen. Wir d\u00fcrfen unsere Sorgen auch mit Gott teilen. Er ist immer f\u00fcr uns da. Er steht an unserer Seite. Manchmal tr\u00e4gt er uns auch, ohne dass wir es merken. Gott ist immer nur ein Gebet weit von uns entfernt. Wir wissen ja: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Das d\u00fcrfte auch auf die Sorgen zutreffen: Geteilte Sorgen sind halbierte Sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus bietet Paulus uns noch einen unerwarteten Gedanken an. \u201eTut das mit Dank, wenn ihr zu Gott betet!\u201c Wir k\u00f6nnen uns daran erinnern, wie oft Gott uns schon beigestanden hat. Wie oft ist es doch gut gegangen. Wie oft haben wir Kraft geschenkt bekommen. Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir von Herzen dankbar sein. Wenn ich mich an Gutes erinnere, kann ich die Sorgen ein St\u00fcck hinter mir lassen. Dann scheint wieder die Sonne in mein Gem\u00fct. Lebensfreude kehrt zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen einen sch\u00f6nen Sommer unter Gottes Segen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr Pfarrer <em>Ulf Schw\u00e4be<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>September 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Gott ist unsre Zuversicht und St\u00e4rke\u201c<\/strong> &#8211; mit diesen Worten beginnt der 46. Psalm. Wenn ich diese Worte h\u00f6re, klingt in mir sofort die Melodie der doppelch\u00f6rigen Motette von Johann Pachelbel. Ein stimmgewaltiges Werk, das dieser Komponist im 17. Jahrhundert geschaffen hat!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am sch\u00f6nsten klingt die Motette, wenn sie von zwei gro\u00dfen Ch\u00f6ren gesungen wird. Die beiden Ch\u00f6re singen sich im Wechsel Textpassagen aus Psalm 46 zu und beginnen stimmgewaltig mit \u201eGott ist unsre Zuversicht und St\u00e4rke\u201c. Die Melodie, die Johann Pachelbel komponiert hat, unterstreicht diese gewaltige Aussage &#8211; ganz klar und deutlich sind die T\u00f6ne. Ohne Schn\u00f6rkel, ohne jedes Zagen &#8211; so dringen sie an unser Ohr. Man hat den Eindruck: An dieser Aussage gibt es keinen Zweifel. Sie steht fest f\u00fcr alle Zeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dichter des Psalms, die Korachiter, f\u00fcgen an zwei Stellen des Psalms einen Refrain ein: \u201eDer HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.\u201c Beim R\u00fcckblick auf die Geschichte ihres Volkes kommen sie zu dieser \u00dcberzeugung: Diesem Gott k\u00f6nnen wir vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir auf all das schauen, was derzeit um uns herum geschieht, packt uns eher ein Unbehagen und die Zuversicht stirbt langsam vor sich hin. Sorgen und bei einigen von uns auch \u00c4ngste greifen nach uns, nehmen uns gefangen, l\u00e4hmen uns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade in solchen Zeiten tut es gut, daran erinnert zu werden, dass Gott unsere Zuversicht und St\u00e4rke sein will. Egal, was ist und was kommt. Gleichg\u00fcltig, wer sich als Weltenherrscher aufspielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht sollten wir uns den Monatsspruch immer wieder ins Ged\u00e4chtnis rufen und ihn uns viel \u00f6fter zusprechen: \u201eGott ist unsre Zuversicht und St\u00e4rke!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie diese Aussage \u00fcberzeugt mitsprechen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oktober 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eWei\u00dft du, wo der Himmel ist?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Lesen des Monatsspruches f\u00fcr den Oktober 2025 \u201eJesus Christus spricht: Das Reich Gottes ist mitten unter euch.\u201d (Lk 17,21) kam mir ein Kinderlied in den Sinn. \u201eWei\u00dft du, wo der Himmel ist? Au\u00dfen oder innen? Eine Handbreit rechts und links? Du bist mitten drinnen!\u201d Dieses Lied nimmt die Botschaft Jesu treffend auf. Immer wieder verk\u00fcndigte Jesus, dass mit ihm das Himmelreich nahe herbeigekommen sei. Diese Feststellung geh\u00f6rte zum Kern der Verk\u00fcndigung Jesu. Jesus begr\u00fcndete es damit, dass Blinde sehen, Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein, Tote werden auferweckt, Taube h\u00f6ren und den Armen wird das Evangelium verk\u00fcndigt. Das h\u00f6rt sich sehr sch\u00f6n an. So w\u00fcnschen wir uns das Reich Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings haben die Kritiker Jesu und des Christentums leichtes Spiel. Die Heilsverhei\u00dfungen Jesu scheinen keineswegs eingel\u00f6st. Es bleibt eine gro\u00dfe Herausforderung trotz all der N\u00f6te, die wir aus der Vergangenheit und der Gegenwart kennen, an den Anbruch des Himmelreiches zu glauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lange Zeit wurde deswegen das Reich Gottes als etwas Innerliches verstanden. Es f\u00e4nde im Herzen und in der Seele des Einzelnen statt. Aber das wird der Verk\u00fcndigung Jesu nicht gerecht. Jesus rief oft zur N\u00e4chstenliebe und zur Gottesliebe auf. Das Reich der N\u00e4chstenliebe und der Gottesliebe ist nur unter uns Menschen zu finden. Sicher spielt unsere innere Einstellung eine Rolle, aber diese muss sich im Alltag bew\u00e4hren. Sie findet mitten im Leben statt, unter uns. So singt unser Lied weiter: \u201eWei\u00dft du, wo der Himmel ist? Nicht so tief verborgen, einen Sprung aus dir heraus, aus dem Haus der Sorgen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun feiern wir Ende September oder Anfang Oktober Erntedankfest. Ein Fest, das uns an die G\u00fcte Gottes erinnert. Die \u00fcberreiche Obsternte dieses Jahres weist auf den Sch\u00f6pfer und Geber aller Gaben hin. Die F\u00fclle erz\u00e4hlt von der N\u00e4he Gottes. Das muss gefeiert werden. Wenn wir in der Gemeinde oder bei einem Volksfest wie der Kodersdorfer Kirmes beieinander sind, dann wird Gemeinschaft erlebbar. Freuden und Sorgen teilen wir. Wir essen und trinken miteinander. Im Gottesdienst singen, beten und vergewissern wir uns der Grundlage unseres Lebens. \u201eWei\u00dft du, wo der Himmel ist? Nicht so hoch da oben. Sag doch Ja zu dir und mir &#8211; du bist aufgehoben!\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit himmlischen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr Pfarrer <em>Ulf Schw\u00e4be<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>November 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der November ist vermutlich der Monat, den viele Menschen f\u00fcrchten. Das bunte Bl\u00e4tterkleid der B\u00e4ume, das wir im Oktober noch bestaunt haben, ist nach und nach zu Boden gerieselt. Es wird k\u00fchler, die Tage sind merklich k\u00fcrzer und Nebel und Nieselregen tragen dazu bei, dass sich bei vielen Pessimismus breit macht. Die Gedenktage im November sind gr\u00f6\u00dftenteils ernster Natur und bringen uns zum Nachdenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Stimmungslage begegnen wir dem Monatsspruch aus dem Prophetenbuch Hesekiel: <strong>Gott spricht: Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zur\u00fcckbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache st\u00e4rken. <\/strong>(Hes. 34,16)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welcher Trost und Zuspruch liegt in diesen Worten! Es gibt jemanden, der sich f\u00fcr das Verlorene, das Verirrte, Verwundete und Schwache interessiert. Im Text, der vor dem Monatsspruch steht, ist davon die Rede, dass die Hirten &#8211; gemeint sind die politisch Verantwortlichen &#8211; ihre Aufgabe vernachl\u00e4ssigt haben. Sie haben sich nur um sich selbst gek\u00fcmmert. Die Menschen &#8211; im Text Herde genannt &#8211; waren ihnen egal. Und da greift Gott selbst ein. Er ist der gute Hirte, der sich Verlorenen, Verirrten, Verwundeten und Schwachen annimmt. Er geht ihnen nach, ruft sie zur Herde zur\u00fcck. Sie d\u00fcrfen dazugeh\u00f6ren. Auch sie sind wichtig f\u00fcr die Herde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Gottes Reich sind nicht nur Starke, Kr\u00e4ftige und Gesunde willkommen. Es gelten andere Ma\u00dfst\u00e4be. Es geh\u00f6ren alle dazu. Wenn wir die Geschichte der christlichen Gemeinde ansehen, kommen wir ins Staunen. Wie viele k\u00f6rperlich schwache oder kranke Menschen sind anderen zum Segen geworden. Sie hatten oft ein besonderes Gesp\u00fcr f\u00fcr die Not ihrer Mitmenschen, konnten gut zuh\u00f6ren und haben f\u00fcr andere gebetet. Und Gott konnte Gro\u00dfes durch sie bewirken, weil sie nicht auf ihre eigene Kraft vertraut haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<em>Lass dir an meiner Gnade gen\u00fcgen, denn meine Kraft ist in den Schwachen m\u00e4chtig.\u201c<\/em> Diese Worte wurden dem Apostel Paulus einmal zugesagt, als Gott ihn nach mehrmaligem Bitten nicht von einem Leiden befreit hatte. Und immer und immer wieder erleben Menschen, die schwach sind, dass Gottes Kraft in ihnen und durch sie wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Gott sagt, dass er das Verlorene wieder suchen, das Verirrte zur\u00fcckbringen, das Verwundete verbinden und das Schwache st\u00e4rken will &#8211; dann ist es auch unsere Aufgabe als christliche Gemeinden, die Augen offen zu halten, die Not der Menschen zu sehen, zu helfen und ihnen vom guten Hirten zu erz\u00e4hlen, der sie liebt und zu seiner Herde ruft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir Gott beim Wort. Lassen wir uns von ihm wieder suchen, zur\u00fcckbringen, verbinden und st\u00e4rken und geben wir diese Botschaft weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen trostvollen November und viele gute Begegnungen w\u00fcnscht Ihnen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Angelika Mischinger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dezember<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sonne der Gerechtigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Leserinnen und Leser!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit!\u201c, so beginnt ein recht bekanntes Lied in unserem Gesangbuch. (EG 262) Dieses Lied wurde im Herbst 1989 gern bei den Friedensgebeten in der DDR gesungen und auch auf vielen Demos. Dass das Licht der Gerechtigkeit im Land leuchten solle, dieser Wunsch begleitet uns Menschen durch die Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Monatsspruch f\u00fcr den Dezember spricht von der Sonne der Gerechtigkeit. Im Buch Maleachi (Mal 3,20) hei\u00dft es: \u201eGott spricht: Euch aber, die ihr meinen Namen f\u00fcrchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Fl\u00fcgeln.\u201d Die Person hinter dem Namen Maleachi bleibt im Dunkel der Geschichte. Eigentlich ist Maleachi gar kein Name, sondern das Wort bedeutet \u201emein Bote\u201d. Dieser Bote tritt in einer Zeit der bleiernen L\u00e4hmung auf. Die Israeliten f\u00fchlen sich um ihre Hoffnung betrogen, dass es wieder ein glanzvolles Gro\u00dfreich gibt wie zu K\u00f6nig Davids Zeiten. Sie meinen, wer von Gott geliebt ist, dem m\u00fcsste es blendend gehen. Und so k\u00fcmmern sie sich nicht um ihre Mitmenschen und nicht um Gott sondern darum, wie sie ihre Sch\u00e4fchen ins Trockene bringen. Dabei kommt die Gerechtigkeit unter die R\u00e4der. Deshalb sendet Gott Maleachi: \u201eSiehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll.\u201d Eine neue Zeit der Gerechtigkeit und der heilen Verh\u00e4ltnisse soll anbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine j\u00fcdische Geschichte bringt das wunderbar auf den Punkt. Ein Rabbi fragt seine Sch\u00fcler: \u201eWie kann man den Augenblick herausfinden, wann die Nacht endet und es Tag wird?\u201c Ein Sch\u00fcler antwortet: \u201eWenn man von Ferne einen Feigenbaum von einer Palme unterscheiden kann.\u201d Der Rabbi sch\u00fcttelt nur den Kopf. Ein anderer Sch\u00fcler versucht eine Antwort: \u201eIst es dann, wenn man ein Schaf von einer Ziege unterscheiden kann?\u201d Der Rabbi verneint. \u201eAber wann ist es dann?\u201d, bedr\u00e4ngen die Sch\u00fcler den Rabbi. Der antwortet: \u201eWenn du in das Gesicht eines Menschen siehst und du erkennst in ihm deinen Mitmenschen, deine Schwester oder deinen Bruder, dann endet die Nacht und der Tag bricht an.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Advent und zu Weihnachten erinnern wir uns daran, dass Gott in Jesus in unsere Welt kam. Er ist die Sonne der Gerechtigkeit und er bringt das Heil. Und wir sind gerufen in unseren Mitmenschen Schwestern und Br\u00fcder zu entdecken. Dann wird es heller in unserer Welt. Dann leuchtet die Sonne der Gerechtigkeit in unserer Zeit und Gutes entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit w\u00fcnscht<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Ihr Pfarrer <em>Ulf Schw\u00e4be<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Januar 2025 Liebe Leserinnen und Leser! Zuerst m\u00f6chte ich Ihnen als neuer Pfarrer in Kodersdorf ein gutes und gesegnetes Neues Jahr w\u00fcnschen. Eigentlich kennen wir uns ja schon lange. Seit \u00fcber 25 Jahren bin ich Ihr Nachbar in Horka. 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