{"id":752,"date":"2013-01-29T20:28:37","date_gmt":"2013-01-29T18:28:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=752"},"modified":"2013-01-31T19:59:45","modified_gmt":"2013-01-31T17:59:45","slug":"archiv-2010","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=752","title":{"rendered":"Archiv 2010"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"oben\"><\/a><\/p>\n<blockquote><p>2010<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"#januar2010\">Januar<\/a><br \/>\n<a href=\"#februar2010\">Februar<\/a><br \/>\n<a href=\"#maerz2010\">M\u00e4rz<\/a><br \/>\n<a href=\"#april2010\">April<\/a><br \/>\n<a href=\"#mai2010\">Mai<\/a><br \/>\n<a href=\"#juni2010\">Juni<\/a><br \/>\n<a href=\"#juliaugust2010\">Juli \/ August<\/a><br \/>\n<a href=\"#september2010\">September<\/a><br \/>\n<a href=\"#oktober2010\">Oktober<\/a><br \/>\n<a href=\"#november2010\">November<\/a><br \/>\n<a href=\"#dezember2010\">Dezember<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"dezember2010\" id=\"dezember2010\">Dezember 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Schwestern und Br\u00fcder!<br \/>\nWir haben es in diesem Monatsspruch mit einem etwas unangenehmen Bibelwort zu tun. \u201e Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.\u201c(Mt.3,2) In der vergangenen Woche hatte ich ein kleines Erlebnis mit dem Wort \u201eumkehren\u201c. Dieses m\u00f6chte ich Ihnen kurz mitteilen: Ein normaler Fr\u00fchschichtmontag begann wie immer sehr zeitig mit dem Aufstehen um 5 Uhr. Da ich kein Fr\u00fchaufsteher bin, f\u00e4llt es mir schon sehr schwer, morgens in Gang zu kommen, besonders wenn es wie jetzt im November noch dunkel ist um diese Zeit. So auch an dem besagten Montagmorgen. Die gewohnten Handlungsabl\u00e4ufe sind dann meist sehr schlaftrunken. Fr\u00fchst\u00fcck machen, die Arbeitssachen zurechtlegen, waschen, erst mal wach werden. Dann bleibt noch Zeit f\u00fcr die Tagestexte aus der Bibel und f\u00fcrs Gebet. Das ist mir sehr wichtig, bevor ich in den Tag gehe: mit Gott alles zu bereden. was mich so besch\u00e4ftigt. Danach habe ich wie immer gefr\u00fchst\u00fcckt, die Arbeitssachen geschnappt und dann gegen 6 Uhr (etwas in Eile) das Haus in Richtung Arbeit verlassen. In Niesky auf Arbeit angekommen, stellte ich beim Umziehen mit Entsetzen fest, dass ich anstatt einer Arbeitshose und einer Arbeitsjacke zwei Arbeitsjacken mitgenommen hatte. Das war schon ganz sch\u00f6n bl\u00f6d; doch es half nichts &#8211; ich musste wohl oder \u00fcbel noch mal \u201eumkehren\u201c und nach Hause fahren, um die Arbeitshose zu holen. Es  hat mich richtig ge\u00e4rgert &#8211; verst\u00e4ndlicherweise &#8211; aber mein Werkstattmeister l\u00e4chelte nur und sah das nicht so verbissen, dass ich so erst eine halbe Stunde sp\u00e4ter mit der Arbeit anfangen konnte. <\/p>\n<p>Wie ist das jetzt mit dem Umkehren in unserem Glaubensleben? Da wird es dann schon schwierig. Haben wir das \u00fcberhaupt noch n\u00f6tig, wenn wir einmal Christ geworden sind und mit dem Leben ohne Gott aufgeh\u00f6rt haben, dann ist doch alles klar, oder? Denken wir das bitte nicht. Johannes der T\u00e4ufer sagt den Monatsspruch auch nicht zu irgendwelchen Menschen, sondern zu den Juden, zum Volk Gottes in der jud\u00e4ischen W\u00fcste. Genau so wie damals das Volk der Juden sind auch wir angesprochen, wenn es dort hei\u00dft: \u201eKehrt um!\u201c Es ist ein Segen, wenn Gott sein Volk zur Umkehr ruft. Ich m\u00f6chte, dass wir davon wegkommen zu glauben, dass Umkehr etwas Negatives ist. Nat\u00fcrlich ist es hier und da mit M\u00fche verbunden, aber Gott m\u00f6chte uns damit etwas Gutes tun. Wir haben die Chance, dass etwas neu wird in unserem Leben, wenn wir bereit sind, uns von Gott in unseren Gewohnheiten korrigieren zu lassen. Eine Zeit der Umkehr war auch in der Vergangenheit immer eine Zeit der Hinwendung zum Herrn der Gemeinde, zu Jesus selbst.<\/p>\n<p>Ich glaube, wir sind heute zu sehr damit besch\u00e4ftigt, uns mit den vielen Dingen drum herum zu befassen, die ohne Frage auch wichtig sind, aber die uns vom Wesentlichen abhalten. Es tut einem &#8211; wenn wir mal ehrlich sind &#8211; ja auch gut, immer irgendwie besch\u00e4ftigt zu sein. Doch es macht m\u00fcde im geistlichen Sinn. Wie viele \u00fcberlastete Schwestern und Br\u00fcder begegnen uns in dieser Zeit in der christlichen Gemeinde? Ich finde das erschreckend. Sicher hat das vielf\u00e4ltige Ursachen, dessen bin ich mir auch bewusst. Nur manchmal habe ich den Eindruck, wir rackern uns an Dingen ab, die \u00fcberhaupt nicht unsere Dinge sind und sind frustriert dar\u00fcber, wenn alles nicht so klappt, wie wir uns das so gedacht haben oder uns w\u00fcnschen. Wir wollen so viel machen und meistens das, was wir nicht machen k\u00f6nnen &#8211; und dabei \u00fcbersehen wir die Dinge, die wir tun sollten. Nur Jesus selbst kann uns die Sinne immer und immer wieder neu f\u00fcr das Wesentliche sch\u00e4rfen. Wenn wir zu ihm umkehren, dann merken wir, dass wir manche Strecke in unserem Leben \u00fcberfl\u00fcssig zur\u00fcckgelegt haben, wie ich die zwanzig Kilometer am Montag fr\u00fch in der kleinen Story vom Anfang. Es kann auch mal unangenehm sein, sich selbst aber auch anderen eingestehen zu m\u00fcssen dass ich da oder dort auf dem Holzweg war und eine Umkehr n\u00f6tig habe. Das habe ich auch schon oft gemerkt. Gott schenke uns die Demut und das Vertrauen in seine endlose Liebe zu uns, dass wir es dennoch immer wieder wagen.<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr Kornelius Seifert<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"november2010\" id=\"november2010\">November 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nAusweisung von Romafamilien aus Frankreich; osteurop\u00e4ische Banden sp\u00e4hen an s\u00e4chsischen Banken die Informationen der EC-Karten aus; ein Teil der Einwanderer will sich in Deutschland nicht integrieren oder bekommt nicht genug Gelegenheit dazu; in Freiberg brennen D\u00f6nerl\u00e4den &#8211; Anschl\u00e4ge von Rechts; erneuter Terror in Tschetschenien\u2026  Das sind Nachrichten der Zeitung eines Tages vor gut zwei Wochen. Das Miteinander der V\u00f6lker in Europa ist nicht so, wie es sein sollte. Je enger wir durch Handel und Wandel zusammenr\u00fccken, umso problematischer scheint es zu werden. Oder denken wir an die Diskussion um den Islam und seine Vertr\u00e4glichkeit mit dem Grundgesetz und das Hin und Her um die Aufnahme der T\u00fcrkei in die EU.<br \/>\nAll das vermittelt uns eine Ahnung, wie es um das Zusammenleben  der V\u00f6lker um uns herum bestellt ist. Ganz gegen alles Wollen und Bem\u00fchen der Politiker lauert der Unfriede hinter so mancher Begegnung zwischen unterschiedlichen Nationalit\u00e4ten. Kultur, Sprache und Religion sind offensichtlich nicht zu untersch\u00e4tzende Pr\u00e4gungen und Werte, die nicht so ohne weiteres durch\u201eIhr Jesus-Leute k\u00f6nnt durch den Horizont sehen\u201c eine gemeinsame W\u00e4hrung, durch offene Grenzen oder Vereinheitlichung der Gesetze ausgeglichen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nSitzen wir wieder auf einem Pulverfass?<br \/>\nWenn es nur auf die Herzen der Menschen ank\u00e4me, dann k\u00f6nnte einem mit Recht mulmig werden. Neigen wir doch nur zu schnell dazu, unseren Horizont zum Ma\u00dfstab aller Dinge zu machen. Und Sie wissen ja selbst, was das f\u00fcr uns bedeutet: Was jenseits unseres Horizontes liegt, gibt es nicht &#8211; darf es nicht geben.<br \/>\nGott sei Dank hat ER zu uns gesprochen und seine Worte k\u00f6nnen unserem Denken und Handeln eine andere Perspektive geben &#8211; losgel\u00f6st von unserer begrenzten Sicht.<br \/>\nUnd so konnte Jesaja in seiner Vision vom Friedensreich folgendes verk\u00fcnden:<br \/>\n<strong>Gott spricht Recht im Streit der V\u00f6lker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesse aus ihren Lanzen.<br \/>\nJes.2,4 <\/strong><br \/>\nWelche Botschaft haben diese uralten S\u00e4tze f\u00fcr mich, f\u00fcr Sie? Sie sagen mir:<br \/>\nH\u00f6re sorgf\u00e4ltig auf die Worte unseres Gottes. Lebe in ihrem Sinne und sage sie engagiert weiter, damit andere sie h\u00f6ren. Und wenn wir sein letztes Wort &#8211; Jesus Christus &#8211; ernst nehmen, dann k\u00f6nnen die V\u00f6lker miteinander den Weg des Friedens finden. Die demokratischen L\u00e4nder Europas sind auf diese Weise, ob bewusst oder unbewusst, zu einer christlich gepr\u00e4gten Gesetzgebung und Staatsf\u00fchrung gelangt, ob es nun manchem passt oder nicht. Und das hat immerhin in unserem Land dazu gef\u00fchrt, dass wir so lange wie noch nie Frieden mit unseren Nachbarn haben &#8211; 65 Jahre!<br \/>\nDas ist noch nicht Gottes Friedensreich \u2013 die oben angef\u00fchrten Beispiele sprechen f\u00fcr sich. Wo es aber an uns ist, dass Gott wirken kann, sollen wir es tun und ihm nicht im Wege stehen. Wenn wir uns dann manchmal ohnm\u00e4chtig, unverstanden und kraftlos f\u00fchlen, sollten wir daran denken: Gott hat alle Macht in seinen H\u00e4nden.<br \/>\nUnd wenn nun jemand an die Koppelschl\u00f6sser der deutschen Soldaten im 1. Weltkrieg denkt oder an die Kreuzz\u00fcge, der sei daran erinnert, wie verf\u00fchrbar und eigensinnig Menschen sind.<br \/>\nWas hat Jesus zum Miteinander der Menschen gesagt? Lesen Sie einmal in der Bergpredigt Matth\u00e4us 5-7 nach!<br \/>\nIn diesem Sinne w\u00fcnsche ich Ihnen einen friedlichen November<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr Ekkehard Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"oktober2010\" id=\"oktober2010\">O merken bei dieser Lebensweisheit aus dem Buch der Spr\u00fcche ganz deutlich, dass Gottes Mathematik eine andere ist. Unser Leben wird nicht dadurch reich, dass wir alles f\u00fcr uns behalten, sondern dadurch, dass wir weitergeben, austeilen, mit anderen teilen. Haben Sie das nicht auch schon erlebt, dass Sie da, wo Sie Zeit und ein offenes Ohr f\u00fcr andere hatten, als Beschenkte nach Hause gingen? Dass Sie jemandem eine Freude gemacht haben und sich mit dem anderen mitfreuen konnten?<br \/>\nGott hat uns Zeit, Gaben und auch Besitz anvertraut, die wir nicht nur f\u00fcr uns allein gebrauchen sollen. Wir sollen sie einsetzen in seinem Sinne. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir austeilen und weitergeben.<br \/>\nMir stellen sich gleich mehrere Fragen: \u201eWie gro\u00dfz\u00fcgig kann \u2013 oder besser gesagt \u2013 will ich sein mit dem, was mir anvertraut ist? Kann ich die Kontrolle \u00fcber das mir Anvertraute an Gott abgeben? Bin ich bereit, mich auf Gottes Mathematik einzulassen?\u201c Diese Mathematik l\u00e4sst sich nicht theoretisch durchrechnen, sie kann nur in der Praxis erlebt werden.<br \/>\nLassen Sie es uns doch einfach einmal versuchen, gro\u00dfz\u00fcgig zu sein mit dem, was Gott uns gegeben hat \u2013 ich bin \u00fcberzeugt davon, dass unser Leben dadurch reich und wir dankbar werden.<br \/>\nIn diesem Sinne: ein fr\u00f6hliches \u201eAusteilen\u201c!<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Im Buch der Spr\u00fcche finden sich noch viele Lebensweisheiten, die durchaus lesenswert sind und oft zum Schmunzeln anregen.<\/p>\n<p>ktober 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<\/p>\n<p>Wer schon einmal vor verschlossener T\u00fcr gestanden hat, wird ahnen k\u00f6nnen, in was f\u00fcr eine Notlange man damit geraten kann. Warum? Weil doch dort das Zuhause ist, weil man Schutz sucht; oder weil man da drin unbedingt, was auch immer, zu tun hat\u2026 es gibt viele Gr\u00fcnde.<br \/>\nIn den vergangenen 40 Jahren habe ich so manche Stunde darauf verwendet N\u00e4gel f\u00fcr Dietriche zu biegen und breit zu klopfen,  Drahtschlingen f\u00fcr Klinken zu konstruieren, Verankerungen von Fenstern schonend zu \u00f6ffnen, \u00fcber Ger\u00fcste zu klettern oder Leitern zu borgen. Bisher ist es mir immer gelungen, nach geh\u00f6rigem Aufwand ins Haus oder in die Wohnung zu kommen- was mir heute sicher nicht mehr so \u201eeinfach\u201c gelingen w\u00fcrde.<br \/>\nDas waren alles T\u00fcren (oder Fenster), wo ich mir mit Recht auf  andere Art und Weise als mit einem Schl\u00fcssel den Zugang verschafft habe.<br \/>\nDa gab es aber auch T\u00fcren, die den Zugang verwehrten, und es lag keinerlei Berechtigung<br \/>\nvor, irgendwie anders hineinzugelangen. Also musste ich wieder gehen.  Sei es die Kaufhalle, die vor meiner Nase zumachte; sei es die Bank, bei der ich im Unklaren \u00fcber die \u00d6ffnungszeiten war;  oder sei es das Museum, das just an diesem Tag geschlossen hatte.<br \/>\nEine der eindr\u00fccklichsten verschlossenen T\u00fcren, vor der ich stand, war jedoch die T\u00fcr einer reformierten Kirche in der Schweiz. Bei einer R\u00fcstzeit mit jungen Erwachsenen waren wir Sonntagvormittag etwas sp\u00e4t aufgebrochen und standen 5 Minuten <strong>nach<\/strong> dem offiziellen Gottesdienstbeginn vor verschlossenem Hauptportal der Kirche. Drin h\u00f6rten wir den Gesang der versammelten Gemeinde. Lautes klopfen verbot sich von selbst. An der T\u00fcr war ein Zettel mit dem Verweis auf  einen weiteren Gottesdienst, der eine Stunde sp\u00e4ter stattfinden w\u00fcrde.<br \/>\nMeinen gro\u00dfen \u00c4rger dar\u00fcber werden sie sicher verstehen. Gott will doch, dass Menschen zu ihm kommen! Wie kann es da sein, dass einem das nicht erm\u00f6glicht wird? Und das auch noch von denen, die von Amts wegen dazu berufen sind!<br \/>\nIn der Offenbarung des Johannes k\u00f6nnen wir im Sendschreiben an die Gemeinde in Philadelphia lesen: <strong>Siehe, ich habe vor dir eine T\u00fcr aufgetan und niemand kann sie zuschlie\u00dfen. Off.3,8.<\/strong><br \/>\nDas ist gut zu wissen, dass niemand die T\u00fcr zu Gott verschlie\u00dfen kann. Weder wir mit unserer Schussligkeit und unserem Sicherheitsbed\u00fcrfnis, noch andere Menschen die meinen, sie w\u00fcssten, wie das geordnet zu funktionieren hat.<br \/>\nWer den Zugang zu Gott sucht, der wird ihn offen finden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit,  sonntags wie wochentags, ob sportlich oder ausgelaugt, ob Bastler oder handwerkliche Null. Nur benutzen m\u00fcssen wir sie auch &#8211; die T\u00fcr zu Gott &#8211; denn es kann drau\u00dfen sehr kalt, lebensfeindlich und unwirtlich sein. Wie sch\u00f6n ist es dann, durch eine T\u00fcr zu gehen, W\u00e4rme und Geborgenheit zu genie\u00dfen  und Kraft zu sammeln &#8211; eben zu Hause zu sein. Dazu m\u00fcssen wir nicht in Kirche gehen, die T\u00fcr ist in unserem Herzen. Unsere Kirchent\u00fcr, oder die T\u00fcr zum Versammlungsraum aber k\u00f6nnen uns den Zugang zu dieser T\u00fcr im Herzen finden lassen. Seien Sie sicher, die Klinken halten einem h\u00e4ufigen Gebrauch stand.<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr E. Salewski<\/div>\n<p>P.S.: Der Grund f\u00fcr die verschlossene Kirchent\u00fcr war der Tourismus, der einige Neugierige auch zur Gottesdienstzeit in die Kirche sp\u00fclte. Das ist vielleicht verst\u00e4ndlich, aber das Problem kann man auch anders l\u00f6sen. <\/p>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"september2010\" id=\"september2010\">September 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nEs gibt Menschen, die m\u00fcssen wir einfach bewundern. Sie besitzen F\u00e4higkeiten, die uns so beeindrucken, dass wir sie vielleicht sogar beneiden. Ich denke da an Schauspieler mit besonderer Ausstrahlung, die ganze Filme unvergesslich machen. Komponisten, Dichter, Maler oder Bildhauer schufen bzw. schaffen Werke, die von nachfolgenden Generationen noch bewundert werden.Manche Sportler erbringen fast unm\u00f6gliche Leistungen. Es gibt Wissenschaftler, Handwerker, \u00c4rzte, P\u00e4dagogen &#8230;, die besonders begabt f\u00fcr ihre Arbeit sind und mit ihrem K\u00f6nnen sogar Berufskollegen erstaunen lassen.<br \/>\nAlle Gaben werden von Gott geschenkt! Wissen wir das immer? An wen denken Sie, wenn es um Begabung geht? Sicherlich fallen Ihnen auch Menschen aus unserem Umfeld ein, die mit ihren Gaben unsere Umwelt gestalten \u2013 im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, in unserer Gemeinde. Aber denken wir auch an die Kassiererin an der Supermarktkasse, die freundlich abwarten kann, bis der Kunde seine Ware im Korb verstaut und auch noch das Kleingeld passend herausgesucht hat? Denken wir an die Arzthelferin, die uns unseren Kummer oder Schmerz ansieht, uns verst\u00e4ndnisvoll zuh\u00f6ren und uns die Wartezeit ertr\u00e4glich gestalten kann? Haben wir die Hausfrau im Blick, die tagein, tagaus f\u00fcr alles sorgt, ihre Arbeit ohne gro\u00dfe Beacht\/bung erledigt und allen, die Fragen haben oder Hilfe brauchen, ihre Aufmerksamkeit schenkt, die einspringt, wenn irgendwo Not am Mann ist?<br \/>\nIch denke gerade jetzt auch an die vom Hochwasser betroffenen Menschen, die viel oder alles verloren haben, nicht wussten, wo mit der Arbeit zu beginnen ist, die trotz allem die kleinen t\u00e4glichen Schritte gehen, tun, was m\u00f6glich ist und sich in einem neuen Alltag einrichten.<br \/>\nIch denke auch an chronisch Kranke, die es gelernt haben, mit ihren Einschr\u00e4nkungen zu leben und nicht ihr Schicksal beklagen oder sich verbittert von ihrer Umgebung zur\u00fcckziehen. Diese Menschen haben eine besondere Gabe.<br \/>\nDer Monatsspruch f\u00fcr September sagt: <b>Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem M\u00fchen, das ist eine Gabe Gottes.<\/b> Mir war das, ehrlich gesagt, etwas zu unscheinbar f\u00fcr eine Begabung oder ich dachte, es ist selbstverst\u00e4ndlich, dass der Bekannte optimistisch, gut gelaunt, zuversichtlich, geduldig und immer ausgeglichen ist. Wie wichtig sind doch die \u201eMenschen guten Mutes\u201c in unserer Zeit f\u00fcr unseren Alltag!<br \/>\nDanke, Herr, f\u00fcr alle Gaben, danke besonders f\u00fcr die kleinen, die wenig beachteten Begabungen. Amen.<\/p>\n<div align=\"right\">Ulrike Lehel<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juliaugust2010\" id=\"juliaugust2010\">Juli \/ August 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n<b>Was tun Sie eigentlich, wenn Sie feststellen, dass Sie einen falschen Weg gegangen sind?<\/b><br \/>\nZur\u00fcckgehen ist eine M\u00f6glichkeit. Eine weitere ist, einen anderen Weg zum Ziel zu w\u00e4hlen &#8211; irgendwie, querfeldein doch zum Ziel zu kommen. Die dritte ist, auf das Ziel zu verzichten und auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben.<br \/>\nDie zweite Variante, auf die M\u00fchen der Umkehr zu verzichten und einen eigenen Weg zu suchen, h\u00e4tte mich in jungen Jahren in den Bergen Bulgariens fast Kopf und Kragen gekostet. Gott sei\u2019s gedankt bin ich bewahrt geblieben und ich bin doch ans Ziel gekommen. Auch aus so manchen Erz\u00e4hlungen wei\u00df ich, dass diese Variante oft mehr Zeit und Kraft in Anspruch nimmt und eher noch mehr in die Irre f\u00fch als eine Umkehr. Und doch geh\u00f6ren diese Wege immer wieder zu unserem Leben \u2013 warum wohl? \u2026Ich glaube, dass auch Sie sicher zu diesem Thema die eine oder andere Geschichte beitragen k\u00f6nnten.<br \/>\nDie dritte Variante ist eigentlich die schlechteste. Ziele brauchen wir im Leben und es ist nicht gerade ein Zeichen von Reife, aus Tr\u00e4gheit auf das Ziel zu verzichten.<br \/>\nIst Ihnen etwas aufgefallen? Die Umkehr habe ich noch nicht bedacht.<br \/>\nGerade um diese soll es aber heute gehen, denn im Leben gehen wir so viele Wege &#8211; und das nicht nur mit den F\u00fc\u00dfen, auch mit Herz und Gedanken. (Nicht wie von ungef\u00e4hr sprechen wir ja von einem Lebensweg oder Lebenslauf.) Da ist ein Nachdenken \u00fcber diese sinnvolle Art, unseren Weg zum Ziel zu gehen, unerl\u00e4sslich. Umkehr war die Botschaft von Hosea im Auftrag Gottes. Umkehr hat Johannes vor der Taufe am Jordan gepredigt und zur Umkehr hat auch Jesus aufgerufen. Der Monatsspruch f\u00fcr Juli nimmt dieses Anliegen auf:<br \/>\n<b>So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott! (Hos.12,7).<\/b> Wenn hier bekehren steht, dann meint dieses Wort nichts anderes als die Umkehr auf einem falsch eingeschlagenen Weg. Und diese Umkehr ist nicht etwa eine Botschaft, die wir Nachbarn, Freunden und Verwandten zurufen m\u00fcssen. Umkehr braucht wohl jeder und jede von uns immer wieder. Die Worte <b>Barmherzigkeit, Recht<\/b> und <b>hoffen auf Gott<\/b> halten uns genau das vor Augen. Wie oft wenden wir in unserem Alltag diese Mittel, zielgerichtet vorw\u00e4rts zu kommen, nicht an und verlassen damit den richtigen Weg. Was kann da ein Mensch machen, der gern ans Ziel kommen will und doch entdeckt: \u201eDer Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach\u201c? Martin Buber &#8211; ein j\u00fcdischer Religionsphilosoph &#8211; hat dazu die Botschaft der Heiligen Schrift beeindruckend zusammengefasst. \u201eDie gro\u00dfe Schuld des Menschen sind nicht die S\u00fcnden, die er begeht &#8211; die Versuchung ist m\u00e4chtig und seine Kraft ist gering -, die gro\u00dfe Schuld des Menschen ist, dass er in jedem Augenblick die Umkehr tun kann und nicht tut.\u201c<br \/>\nDas m\u00fcssen wir ein\u00fcben, gegen unsere Tr\u00e4gheit, gegen unsere Sparsamkeit mit Kraft und Zeit, gegen unseren Stolz (Ich? Ich verlauf mich doch nicht!). Wir m\u00fcssen den Mut aufbringen, umzukehren, neu anzufangen mit <b>Barmherzigkeit, Recht<\/b> und <b>hoffen auf Gott<\/b>, immer wieder. So kommen wir jeden Tag n\u00e4her zu Gott, auch wenn es uns anders vorkommt.<\/p>\n<p>, immer wieder. So kommen wir jeden Tag n\u00e4her zu Gott, auch wenn es uns anders vorkommt.<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr Ekkehard Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"juni2010\" id=\"juni2010\">Juni 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Schwestern, liebe Br\u00fcder!<br \/>\nEs ist sch\u00f6n, dass am Anfang unseres Monatsspruches f\u00fcr Juni steht \u201eGott spricht\u201c. Wenn Gott spricht, bedeutet das immer Hoffnung f\u00fcr seine Kinder, f\u00fcr die, die bereit sind, auf ihn zu h\u00f6ren. Gott spricht durch seinen Propheten Amos zu seinem Volk Israel und ich bin sicher, dass er heute auch noch zu uns spricht, die wir durch seinen Sohn Jesus zu seinem Volk dazugeh\u00f6ren d\u00fcrfen.<br \/>\nLassen Sie uns doch mal \u00fcberlegen, was er uns in unserem Monatsspruch zu sagen hat. \u201eSuchet mich, so werdet ihr leben.\u201c Ich glaube, wenn viele Menschen heute behaupten, Gott ist tot und seine Kirche gleich mit ihm, dann m\u00fcssen wir uns \u00fcberlegen, woran das denn eigentlich liegen k\u00f6nnte. Unsere Welt in diesen Tagen braucht nichts mehr als lebendige Christen und lebendige Gemeinden, um diesem Irrtum etwas entgegensetzen zu k\u00f6nnen. Wo ist denn in unserem pers\u00f6nlichen Glaubensleben nicht manches erstarrt und leblos geworden? Warum tun wir manches nur noch aus Pflichtbewusstsein, wo uns doch mal die Freude und die Liebe dazu gedr\u00e4ngt haben? Ich denke an das pers\u00f6nliche Gebet oder die t\u00e4gliche Bibellese oder an die F\u00fcrbitte.<br \/>\nArno Backhaus schrieb einen Satz, der mich irgendwie bewegt hat: \u201eWo der Glaube zur Gewohnheit wird, kann das Christsein nur gew\u00f6hnlich sein.\u201c Wer von uns m\u00f6chte das schon &#8211; aber irgendwie k\u00f6nnen wir aus uns selbst unseren Glauben nicht am Leben erhalten. Gott will unserem Glaubensleben eine neue Dynamik verleihen; deshalb sagt er mir und Ihnen \u201esuchet mich\u201c in allen Dingen des Alltags und \u201elasst euch von mir neu beleben durch meines Geistes Kraft.\u201c Die Quelle allen Lebens ist er, wie oft vergessen wir das. Er m\u00f6chte uns neu daran erinnern und uns geistlich erfrischen.<br \/>\nAuch in unseren Gemeinden ist neues Leben aus Gott unbedingt immer wieder n\u00f6tig. Wie viele erstarrte Formen und Traditionen haben l\u00e4ngst ausgedient und wir halten uns daran fest, weil wir nicht bereit sind, auf Gott zu h\u00f6ren und ihn und seine Pl\u00e4ne mit seiner Gemeinde zu suchen. Gott ist der lebendige Gott und wir sollen seine lebendige Gemeinde sein. Ist das erkennbar bei uns? Meines Erachtens manchmal zu wenig.<br \/>\nStrukturen sind wichtig f\u00fcr das Zusammenleben von Menschen, aber meist hindern sie uns auch auf die fast t\u00e4glich neuen Gegebenheiten unserer Zeit eingehen zu k\u00f6nnen. Die Gemeinde, wie sie sich Gott gedacht hat, steckt voller Leben. Er hat jedem von uns, die wir an Jesus glauben, Gaben gegeben, die total wichtig sind f\u00fcr den anderen. Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem K\u00f6rper (1.Kor.12). Jesus ist der Kopf und wir sind die verschiedenen anderen K\u00f6rperteile, ohne die ein lebendiger K\u00f6rper nicht funktionieren kann. Ist das nicht ein wunderbares Bild, das wir von unserem Sch\u00f6p id=<\/p>\n<p>fer gemal dem offiziellen Gottesdienstbeginn vor verschlossenem Hauptportal der Kirche. Drin h\u00f6rten wir den Gesang der versammelten Gemeinde. Lautes klopfen verbot sich von selbst. An der T\u00fcr war ein Zettel mit dem Verweis auf  einen weiteren Gottesdienst, der eine Stunde sp\u00e4ter stattfinden w\u00fcrde.<br \/>\nMeinen gro\u00dfen \u00c4rger dar\u00fcber werden sie sicher verstehen. Gott will doch, dass Menschen zu ihm kommen! Wie kann es da sein, dass einem das nicht erm\u00f6glicht wird? Und das auch noch von denen, die von Amts wegen dazu berufen sind!<br \/>\nIn der Offenbarung des Johannes k\u00f6nnen wir im Sendschreiben an die Gemeinde in Philadelphia lesen: t bekommen? Unser K\u00f6rper ist ja quasi der Inbegriff von Leben. Lassen wir unseren Pastor sich nicht allein abstrampeln mit allen Aufgaben in der Gemeinde! Da gibt es so viele M\u00f6glichkeiten, wo wir uns und unsere Gaben einbringen k\u00f6nnen, damit der ganze K\u00f6rper lebt. Ich bin sicher, das wird Auswirkungen haben &#8211; vielleicht auch auf solche Menschen, die von Gott schon l\u00e4ngst nichts mehr erwarten k\u00f6nnen.<br \/>\nDas waren nur einige Ideen, Gott hat noch unendlich viele mehr f\u00fcr uns. Er will, dass wir das Leben in F\u00fclle haben! Ich will ihn suchen und von ihm alles erwarten. Machen Sie mit?<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr Kornelius Seifert<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"mai2010\" id=\"mai2010\">Mai 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\nGl\u00e4ubige sind Spinner. Sie sind ganz leicht von den normalen Menschen zu unterscheiden \u2013 sie glauben doch tats\u00e4chlich, dass es in der Welt mehr gibt, als man sehen oder nachweisen kann!<br \/>\nSie glauben, dass es einen Gott gibt (den man nicht sehen kann); der die Welt und uns Menschen ins Leben gerufen hat (obwohl wir ein Modell entwickelt haben, wie sich alles von selbst vom Niederen zum H\u00f6heren entwickelt hat- dessen Wahrscheinlichkeit zwar gegen 0 geht &#8211; aber immerhin!) und der eine Beziehung zu uns will (von dem aber noch niemand einen Brief gelesen oder einen Anruf bekommen hat).<br \/>\nWo gibt es denn so was? Das ist ja geradezu l\u00e4cherlich naiv und weltfremd!<br \/>\nDa kann ich ja gleich sagen es gibt Strom, oder Zukunft oder gar Liebe \u2026 &#8211; doch halt mal. Da stimmt etwas nicht.<br \/>\nNa klar stimmt da etwas nicht. Weil Gl\u00e4ubige eben keine Spinner sind und \u201enormale Menschen\u201c auch nicht ohne Glauben &#8211; oder nennen wir es einmal Vertrauen &#8211; auskommen.<br \/>\nWas aber unterscheidet denn nun den Glauben \u201enormaler Menschen\u201c von unserem Glauben?<br \/>\nWarum denken so viele, dass Menschen, die an Gott glauben spinnen?<br \/>\nDer Schreiber des Hebr\u00e4erbriefes formuliert es so:<br \/>\n<b>Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebr.11,1<\/b><br \/>\nDer Glaube an Gott bietet unserem Leben eine Vertrauensgrundlage au\u00dferhalb unserer menschlichen Einflussm\u00f6glichkeiten. Das ist ein gutes Lebensfundament. Damit ist allerdings unser Leben nicht nach allen Seiten abgesichert. Das best\u00e4tigen die Erfahrungen und auch unser Bibelwort. Hier wird darauf hingewiesen, dass Glauben hoffen hei\u00dft. Und wenn ich von Hoffnung spreche, dann bedeutet das, ich bin zu einem Ziel unterwegs, habe es aber noch nicht erreicht. Auf diesem Weg k\u00f6nnen sich dann Zweifel einschleichen. Das ist nicht verwunderlich, da Glauben ja nun mal nicht auf Beweisbarem und Handgreiflichem fu\u00dft und ich au\u00dferdem \u00fcber mir eine h\u00f6here Autorit\u00e4t akzeptieren muss.<br \/>\nDas ist die Herausforderung des Glaubens.<br \/>\nWer also glaubt, sein Vertrauen auf Gott setzt, hat so etwas wie festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen, ist aber nicht vor einem Abirren auf wankenden Boden gefeit. Das bedeutet, ich muss mich immer wieder in meinem Glauben, in meiner Zuversicht in Gott und in meiner Hoffnung best\u00e4rken lassen. Ein Mensch, der nicht isst, verhungert. Ein Feuer, das nicht mit Brennstoff versorgt wird, erlischt. Ein Auto, das nicht betankt wird, bleibt stehen. So braucht unser Glaube auch immer wieder Nahrung &#8211; durch ein offenes Herz f\u00fcr Gott, durch Begegnung mit ihm im Gebet, im Lesen der Bibel und in der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen.<br \/>\nSo wird unser Glaube gest\u00e4rkt und wir k\u00f6nnen unseren Weg auf festem Boden durchs Leben gehen. Wir erleben dabei: Unsere Welt umfasst viel mehr, als unsere Augen erfassen und unser Verstand begreifen kann. Wenn es also keine andere Bezeichnung f\u00fcr Menschen gibt, die das erkennen und akzeptieren, dann lass ich mich gern Spinner nennen. Habe ich doch auf diese Art einen Lebensweg, der nicht an meinen menschlichen Grenzen endet, sondern hinaus in die Weiten des wahren Lebens f\u00fchrt.<\/p>\n<div align=\"right\">Ekkehard Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"april2010\" id=\"april2010\">April 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n\u201eMan sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist f\u00fcr die Augen unsichtbar.\u201c<br \/>\nDieses Zitat von Antoine de Saint-Exup\u00e9ry (\u201eDer kleine Prinz\u201c) kam mir in den Sinn, als ich den Monatsspruch f\u00fcr den Monat April das erste Mal las.<br \/>\nIn dem Vers aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesus geht es um das \u201eSehen mit dem Herzen\u201c. All zu oft konzentrieren wir uns auf das, was wir mit unseren Augen sehen k\u00f6nnen. Was unsichtbar ist, geht an uns vorbei \u2013 interessiert uns nicht.<br \/>\nPaulus bittet Gott, den Christen in Ephesus \u201eerleuchtete Augen des Herzens\u201c zu geben. Das bedeutet, dass er von Gott erwartet, dass er ihre \u201einneren Augen\u201c \u00f6ffnet, damit sie Dinge wahrnehmen k\u00f6nnen, die unsichtbar sind. Und was sollen sie erkennen? \u201eDie Hoffnung, zu der sie berufen sind.\u201c<br \/>\nVermutlich ging es den Christen in Ephesus damals schon so wie es uns heute auch oft geht. In ihrem Alltagstrott und all den \u2013 sicher auch guten \u2013 Aktivit\u00e4ten haben sie das Wesentliche aus den Augen verloren. Sie haben sich auf das Sichtbare konzentriert und sich abgem\u00fcht, garantiert auch im Dienst f\u00fcr Gott.<br \/>\nPaulus bittet nun darum, dass sie wieder einmal wegsehen von allem, was sie gefangen nimmt, dass sie neu aufsehen zu Jesus, der derselbe ist: Gestern, heute und in alle Ewigkeit! Er erinnert sie wieder daran, dass sie von Gott herausgerufen sind, dass ihr Leben nun ihm geh\u00f6rt. Auch daran, dass sie eine Hoffnung haben, die \u00fcber den Tod hinaus geht.<br \/>\nWir feiern diesen Monat das Osterfest und machen uns bewusst, dass Jesus den Tod besiegt hat und auferstanden ist und lebt! Das ist unsere Hoffnung, dass unser Leben nicht alles ist; dass es f\u00fcr uns Leben gibt \u00fcber den Tod hinaus in Gottes Ewigkeit. Wie oft vergessen wir das und m\u00fchen uns, dem Leben hier alles abzuringen.<br \/>\nLassen wir uns das doch neu sagen: Wir d\u00fcrfen wegsehen von dem, was uns besch\u00e4ftigt, bedr\u00fcckt, belastet &#8230; Wir d\u00fcrfen aufsehen zu Jesus, der den Tod besiegt hat und uns Hoffnung gibt.<br \/>\nUnd vielleicht k\u00f6nnen Sie dann am Ostermorgen in den Jubelruf der alten Kirche mit einstimmen: \u201eDer Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!\u201c<br \/>\nDas w\u00fcnsche ich Ihnen von ganzem Herzen.<\/p>\n<div align=\"right\">Angelika Mischinger<\/div>\n<p>Zum Nachdenken:<br \/>\n\u201eWir wissen nicht, was auf uns zukommt, aber wir wissen, wer kommt. Wir beten deWas tun Sie eigentlich, wenn Sie feststellen, dass Sie einen falschen Weg gegangen sind?n an, der ewig ist, wir beten Jesus an, weil er derselbe bleibt und unsere Zukunft bei ihm in guten H\u00e4nden ist.\u201c<br \/>\n(Aus: Stille \u2013 Dem begegnen, der alle Sehnsucht stillt. SCM R. Brockhaus)<\/p>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"maerz2010\" id=\"maerz2010\">M\u00e4rz 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<br \/>\n<b>Es gibt keine gr\u00f6\u00dfere Liebe, als wenn eine Mir war das, ehrlich gesagt, etwas zu unscheinbar f\u00fcr eine Begabung oder ich dachte, es ist se und lbsstrongtverst\u00e4april2010ndlich, dass der Bekannte optimistisch, gut gelaunt, zuversichtlich, geduldig und immer ausgeglichen ist. Wie wichtig sind doch die \u201eMenschen guten Mutes\u201c in unserer Zeit f\u00fcr unseren Alltag!<br \/>\nDanke, Herr, f\u00fcr alle Gaben, danke besonders f\u00fcr die kleinen, die wenig beachteten Begabungen. Amen.<\/p>\n<p>#obenr sein Leben f\u00fcr seine Freunde hingibt. Joh.15,13<\/b><br \/>\nBeim Nachdenken \u00fcber das Bibelwort f\u00fcr diesen Monat bin ich hin- und hergerissen zwischen<br \/>\neinigen Eindr\u00fccken.<br \/>\nDa f\u00e4llt mir zum Beispiel Dominik Brunner aus M\u00fcnchen ein. Der 50-j\u00e4hrige hatte sich im September 2009 auf dem S-Bahnhof Solln in M\u00fcnchen sch\u00fctz\/aend \/strongstrongvor vier Kinder gestellt und wurde deshalb von zwei Jugendlichen tot gepr\u00fcgelt. Der Polizeisprecher Peter Reichl sagte: &#8222;Er hat Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft gezeigt. Sein Handeln war vorbildlich und sehr ehrenhaft &#8211; dasa href=, was wir immer a name=in unseren Pr\u00e4ventionskursen predigen.&#8220; Seine Freundin schrieb in einer Todesanzeige &#8222;Weil Du nicht weggesehen hast, habe ich Dich verloren&#8220;.<br \/>\nIch denke an Hans von Dohnanyi, Harald Poelchau, Else Beitz\u2026, die vom Staat Israel als \u201eGerechte unter den V\u00f6lkern\u201c in die Liste der Gerechten aufgenommen wurden. Drei von den nur 460 Deutschen aus der Reihe von  22.765 Namen. (Diesen Titel bekommt, wer unter folgenden Voraussetzungen handelte: &#8211; eine konkrete und sicher bezeugte Rettungsaktion f\u00fcr Juden oder Teilnahme an einer solchen; &#8211; dabei nachweislich eingegangenes pers\u00f6nliches Risiko; &#8211; kein Verlangen einer Gegenleistung f\u00fcr die gew\u00e4hrte Hilfeleistung)<br \/>\nIch denke an einen Film, in dem ein Mitglied der K\u00fcstenwache mit einem eben aus Seenot geretteten Menschen am Seil eines Hubschraubers h\u00e4ngt. Wenige Minuten nach der gegl\u00fcckten Aktion schneidet der Retter sich aber selbst vom rettenden Kabel los. Dieses war durch den Einsatz so besch\u00e4digt, dass es die Last von zwei Menschen nicht mehr bis an Land tragen konnte.<br \/>\nIch denke aber auch ein Denkmal f\u00fcr die Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg, auf dem ein Soldat trauernd die Mahnwache h\u00e4lt &#8211; \u00fcber den Namen der Gefallenen steht unser Monatsspruch f\u00fcr M\u00e4rz. \u2026 Ob er hier wirklich etwas zu suchen hat? Gebe es Gott, dass uns die Herausforderung eines solchen Liebesbeweises erspart bleibt.<br \/>\nEs ist ja auch keine Forderung, die Jesus an uns richtet. Im Zusammenhang des Textes geht es darum, dass Er hat Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft gezeigt. Sein Handeln war vorbildlich und sehr ehrenhaft &#8211; das, was wir immer in unseren Pr\u00e4ventionskursen predigen..<br \/>\nIch denke an Hans vonJanuar 2011a href= DJanuar 2011a href=ohnanyi, Harald Poelchau, Else Beitz\u2026, die vom Staat Israel als \u201eGerechte unter den V\u00f6lkern\u201c in die Liste der Gerechten aufgenommen wurden. Drei von den nur 460 Deutschen aus der Reihe von  2oktober20102.765 Namenoktober2010. (Diesen Titel bekommt, wer unter folgenden Voraussetzungen handelte: &#8211; eine konkrete und sicher bezeugte Rettungsaktion f\u00fcr Juden oder Teilnahme an einer solchen; &#8211; dabei nachweislich eingegangenes pers\u00f6nliches Risiko; &#8211; kein Verlangen einer Gegenleistung f\u00fcr die gew\u00e4hrte Hilfeleistung)<br \/>\nIch denke an einen Film, in dem ein Mitglied der K\u00fcstenwache mit einem eben aus Seenot geretteten Menschen am Seil eines Hubschraubers h\u00e4ngt. Wenige Minuten nach der gegl\u00fcckten Aktion schneidet der Retter sich aber selbst vom rettenden Kabel los. Dieses war durch den Einsatz so besch\u00e4digt, dass es die Last von zwei Menschen nicht mehr bis an Land tragen konnte.<br \/>\nIch denke aber auch ein Denkmal f\u00fcr die Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg, auf dem ein Soldat trauernd die Mahnwache h\u00e4lt &#8211; \u00fcber den Namen der Gefallenen steht unser Monatsspruch f\u00fcr M\u00e4rz. \u2026 Ob er hier wirklich etwas zu suchen hat? Gebe es Gott, dass uns die Herausforderung eines solchen Liebesbeweises erspart bleibt.<br \/>\nEs ist ja auch keine Forderung, die Jesus an uns richtet. Im Zusammenhang des Textes geht es darum, dass <b>Jesus<\/b> den J\u00fcngern <b>seine Liebe<\/b> zusichert und sie zur gegenseitigen Liebe auffordert. Und wenn er hier vom Gipfel der Liebe spricht, n\u00e4mlich das eigene Leben f\u00fcr die Freunde hinzugeben, spielt er zweifellos auf den Ausgang seines irdischen Lebens an, den Tod am Kreuz. Diese Liebe Jesu gilt auch uns. Sie nimmt uns geradezu in die Pflicht, uns immer wieder liebevoll einander zuzuwenden. Und das nicht zuletzt denen, die mit uns im Glauben verbunden sind. Wir haben es bei diesen Worten nicht mit einer Handlungsanweisung zu tun.<br \/>\nEs soll uns deutlich machen, was Jesus f\u00fcr uns getan hat. Mit seinem Tod hat er unserem Leben eine neue Perspektive gegeben. Das, was uns von Gott, von unseren Mitmenschen trennt, hat er mit seinem Tod ges\u00fchnt &#8211; daf\u00fcr bezahlt &#8211; <b>damit wir Leben haben<\/b>.<br \/>\nWenn wir uns also dankbar derer erinnern, die ihr Leben f\u00fcr andere gegeben haben (und damit den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Beweis f\u00fcr ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Liebe zu den Mitmenschen er-bracht haben), so sei uns das nicht zuletzt ein Bild f\u00fcr das, was Jesus f\u00fcr jeden von uns tat.<br \/>\nWas meinen Sie, wie sich die Geretteten ihrer Retter ein Leben lang erinnern? Sind Sie sich Ihrer Rettung bewusst?<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr E. Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><strong><a name=\"februar2010\" id=\"januar2010\">Februar 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin! Lieber Leser!<\/p>\n<p>Folgende Geschichte las ich neulich in einem Buch:<br \/>\nDer Sozialminister ging \u2013 so etwas soll es manchmal geben &#8211; zu Fu\u00df in sein Ministerium. Da sa\u00df ein kleiner Junge am Weg auf einer Bank, der an seinem Gummiball herumknetete. Interessiert schaute ihm der Minister einige Zeit zu. Mit einem Mal sprang der Junge zornig auf, schrie und schleuderte den Ball auf die Stra\u00dfe. \u201eWarum bist du so w\u00fctend?\u201c fragte der Minister den Jungen. \u201eMein Ball hat nicht mehr so viel Luft und da hat er jetzt eine Delle. Immer wenn ich sie rausgedr\u00fcckt habe und der Ball sch\u00f6n rund aussieht, kommt die Delle woanders wieder. Jetzt hab ich aber die Nase voll!\u201c<br \/>\n\u201eDenk mal &#8211; so geht mir das auch seit Jahren\u201c, sagte der Minister. \u201eImmer wenn ich glaube, dass ich ein Loch gestopft habe, tut sich an anderer Stelle ein neues auf. Aber deshalb darf man trotzdem nicht alles hinschmei\u00dfen!\u201c Sprachs und ging mit neuem Elan an seine Arbeit.<br \/>\n        Armut wird in unserer Zeit immer mehr zu einem Problem &#8211; und das <b>a)<\/b> nicht nur in materieller Hinsicht und <b>b)<\/b> nicht nur in unserem Land, sondern erst recht weltweit betrachtet.<br \/>\n        Die Sozialminister sind wahrlich nicht zu beneiden. Wie sollen sie das oben geschilderte Problem in den Griff bekommen, in einer Zeit der immer knapperen Kassen? Wie sollen sie in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft, der Armut wirkungsvoll begegnen? Muss man da nicht verzweifeln und alles hinschmei\u00dfen?<br \/>\nWarum geht der Minister mit neuem Elan an seine Arbeit?<br \/>\nIch glaube, er hat sich bewusst gemacht, dass er nicht allein mit dieser Aufgabe ist. Unterst\u00fctzung bekommt er von \u201eganz oben\u201c. So k\u00f6nnen wir mit unserem Monatsspruch in der Bibel folgendes lesen: <b>\u201eDie Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden. Darum mache ich dir zur Pflicht: Du sollst deinem Not leidenden und armen Bruder, der in deinem Land lebt, deine Hand \u00f6ffnen.\u201c 5. Mose 15,11.<\/b><br \/>\nGott erlegt uns die Pflicht auf, Menschen in Not unsere Hand zu \u00f6ffnen, um zu helfen und zu geben. Und ich m\u00f6chte dieses alttestamentliche Wort ausdr\u00fccklich im Sinne Jesu auf die weltweite Armut ausdehnen. So macht uns Jesus zum Beispiel mit seinem Gleichnis vom Weltgericht bei Matth\u00e4us 25 deutlich, dass er <u>pers\u00f6nlich nimmt<\/u>, wie wir mit Menschen in Not umgehen.<br \/>\nEs w\u00e4re fatal, wenn wir die Sorge um solche Menschen allein dem Staat \u00fcberlassen w\u00fcrden. Damit lassen wir n\u00e4mlich Gott im Stich, der seinen Sohn f\u00fcr uns gegeben hat. Au\u00dferdem verschenken wir eine Chance, Gottes Segen zu erfahren, denn auf dem Geben ruht Segen. <b>\u201eGeben ist seliger als nehmen\u201c<\/b> &#8211; so hat Jesus gesagt.<br \/>\nIn diesem Sinne kann der Sozialminister ganz zuversichtlich an seine Arbeit gehen. Freilich<br \/>\nwird Armut offensichtlich immer ein Thema sein. Aber so lange Christen Gott und sich selbst<br \/>\nernst nehmen, helfen Abertausende mit, die L\u00f6cher zu stopfen. Und sage keiner, was ich gebe, ist doch blo\u00df ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Wenn es Ihnen so geht, dann denken Sie mal \u00fcber den Spruch eines Autoaufklebers nach: \u201eTausend Leute sagen: Was kann ein Einzelner schon tun?\u201c.<br \/>\nBleiben Sie in diesem Sinne sch\u00f6n unruhig.<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr E. Salewski<\/div>\n<p><a href=\"#oben\">nach oben<\/a><br \/>\n<strong><a name=\"januar2010\" id=\"januar2010\">f\u00fcr Januar 2010<\/a><\/strong><br \/>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br \/>\nnoch ist Weihnachtszeit. Auf meinem Monatskalender von Arno Backhaus steht f\u00fcr Dezember 2009: \u201eGott m\u00f6chte zu Weihnachten keine Pl\u00e4tzchen, sondern die Pl\u00e4tze in unseren Herzen.\u201c Das ist \u2013 f\u00fcr meine Begriffe \u2013 die saloppe Umschreibung des Monatsspruches f\u00fcr den Januar 2010:<br \/>\n\u201eDu sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.\u201c<br \/>\nDiese Worte Gottes werden zun\u00e4chst durch Mose (5. Mose 6, 4-5) dem Volk Israel gesagt. F\u00fcr das j\u00fcdische Volk sind das die wichtigsten Verse der Torah, das Schma.<br \/>\n<b>Schma. Israel<\/b> bedeutet \u201eH\u00f6re Israel\u201c. Religi\u00f6se Juden rezitieren diese Worte t\u00e4glich und durch die Jahrhunderte hindurch waren es in unz\u00e4hligen Schicksalen die letzten Worte, die Juden vor ihrem Tode aussprachen.<br \/>\nIm Neuen Testament berichten die Evangelisten, wie Jesus die Worte unseres Monatsspruches wertet: Als \u201edas gr\u00f6\u00dfte und vornehmste Gebot\u201c (Matth\u00e4us 22, 36-38\/Markus 12, 28-30) und als Antwort auf die Frage nach dem ewigen Leben (Lukas 10, 25-28).<br \/>\nEinen der elementarsten Wege, Gott zu erfassen, geschieht durch das Lesen und Studieren Seines Wortes. Wenn wir uns in Sein Wort vertiefen und darin forschen, wird Gott sich uns nicht nur offenbaren, wir lernen dabei auch seine Gr\u00f6\u00dfe, seine Liebe, sein Erbarmen und andere Eigenschaften seines Wesens kennen. Wenn wir mit aufrichtigem Herzen in Seinem Worte forschen, kann dies nur ein Ergebnis zur Folge haben \u2013 wir werden den HERRN lieben und f\u00fcrchten. F\u00fcrchten ist in diesem Zusammenhang als Ehrfurcht zu verstehen und nicht als Angst.<br \/>\nZum Thema Gebote las ich k\u00fcrzlich eine Auslegung unter dem Titel \u201eGottes ausgestreckte H\u00e4nde\u201c von dem mir bekannten Pastor Dr. Joachim Cochlovius aus Walsrode. Was dieser begnadete Mann schreibt, hat mich sehr beeindruckt. Ich erlaube mir, im Folgenden auszugsweise zu zitieren: <i>Wer Gott liebt, bekommt die \u00fcbersteigerte Liebe seiner Seele zu den verg\u00e4nglichen Dingen dieser Welt in den Griff. Man kann auch Menschen in \u00fcbersteigerter Liebe verehren. Man kann sich an seinen Ehepartner h\u00e4ngen, an seine Kinder, dass sie zum wichtigsten Element des Lebens werden. Wenn sie mir genommen werden, dann f\u00e4llt die Seele in ein tiefes Loch. Die Liebe zu Gott kann mich vor diesen \u00fcbersteigerten Liebesregungen zu allem Verg\u00e4nglichen bewahren. \u2013 Auch Menschen sind verg\u00e4nglich.<br \/>\nEs gibt eigentlich nichts auf dieser Welt, woran wir unser Herz nicht h\u00e4ngen k\u00f6nnten. Luther sagt, woran du dein Herz h\u00e4ngst, das ist eigentlich dein Gott. Wenn wir lernen, Gott zu lieben mit aller Kraft, dann kommt eine g\u00f6ttliche Kraft in unsere Seele, und wir k\u00f6nnen uns an den Dingen dieser Welt freuen, ohne unser Herz an sie zu ketten. &#8230;<br \/>\nMit dem Vertrauen ist es \u00e4hnlich. Wenn wir lernen, Gott mehr zu vertrauen als den Menschen, dann werden wir davor bewahrt, von Menschen immer wieder entt\u00e4uscht zu werden. Oder vielleicht okkulten Praktiken zu vertrauen, die immer mehr um sich greifen. &#8230; Pr\u00fcfen wir unsere Seele! Gibt es da noch Menschen, gibt es da noch Besitzt\u00fcmer, gibt es da noch Pl\u00e4ne, die, wenn sie uns genommen werden, unser Leben ruinieren w\u00fcrden? Dann kann ich nur empfehlen, ein Gebet zu sprechen und zu sagen: Herr Gott, himmlischer Vater, hilf mir zur Reinigung meines Herzens. Vergib mir den geheimen G\u00f6tzendienst, in den ich hineingerutscht bin und binde mich neu an dich. Hier hast du mich noch einmal ganz. &#8230;<br \/>\nUnd so habe ich gelernt, dass das, was Luther sagt, Gott \u00fcber alle Dinge f\u00fcrchten, lieben und vertrauen, nicht mehr als eine Drohung, die ich nie erf\u00fcllen kann, zu h\u00f6ren, sondern als eine Zusage, die mir Lebensqualit\u00e4t schenkt.<\/i><br \/>\nIn diesem Sinne: Ein gutes neues Jahr!<br \/>\nDas w\u00fcnscht Ihnen allen<\/p>\n<div align=\"right\">Ihr Gottfried Seidel<\/div>\n<p>ii<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2010 Januar Februar M\u00e4rz April Mai Juni Juli \/ August September Oktober November Dezember nach oben Dezember 2010 Liebe Schwestern und Br\u00fcder! Wir haben es in diesem Monatsspruch mit einem etwas unangenehmen Bibelwort zu tun. \u201e Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.\u201c(Mt.3,2) In der vergangenen Woche hatte ich ein kleines Erlebnis mit dem Wort &hellip; <a href=\"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/?page_id=752\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Archiv 2010<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-752","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=752"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/752\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirche-kodersdorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}