Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg. Jesaja 2,4
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn ich darüber nachdenke, was Menschen alles können, staune ich. Musik, Kunstwerke, schöne Gebäude, Neues schaffen in Wissenschaft und Technik. Menschen fühlen mit anderen mit, helfen anderen in ihrer Not.
Auf der anderen Seite erschreckt mich, wozu wir Menschen fähig sind. Habgier, Neid, Vormachtstreben und Gewalt gegen andere Menschen und Völker sind an der Tagesordnung. All das führt oft zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Eigentlich ist es vollkommen klar, jeder Mensch hat nur ein Leben. Warum soll das im Krieg geopfert werden?
Im Monatsspruch heißt es, dass Gott für Recht und Gerechtigkeit sorgen wird. Daraus wächst ein vollkommener Frieden. Die Menschen überall auf der Welt verlernen, wie man Krieg führt. Was für eine schöne Zukunftsperspektive. Dies zu erreichen, geht aber offensichtlich über unsere Kräfte. Gott selber muss dafür sorgen. Der Prophet Jesaja hat eine Vision. Gott bringt den Frieden für alle Völker und besiegt den Krieg. Dieser Sieg wird aber nicht durch Kampf errungen sondern durch Vertrauen und die Einsicht, dass Gottes Wegweisungen zu Frieden und erfülltem Leben führen. Einerseits ist dieser Völkerfrieden Gottes Sache. Andererseits sind wir Menschen beteiligt, indem wir uns durch Gottes Wort zum Frieden anstiften lassen.
Seit den 1980er Jahren ist die kirchliche Friedensbewegung von dem Motiv „Schwerter zu Pflugscharen“ geprägt. Die Friedensdekade, Friedensgebete, der Buß- und Bettag, der Volkstrauertag wollen uns im November auf den Weg des Friedens bringen.
Einen friedlichen November wünscht Ihnen und unserer Welt
Ihr Pfarrer Ulf Schwäbe