Wort zum Monat

Du sollst fröhlich sein!

Liebe Leserinnen und Leser!

Wie sollen wir fröhlich sein, wenn uns etwas den Boden unter den Füßen wegreißt? Wenn wir Leid und Schmerz erleben? Wie können wir damit leben? Wie können wir eine Perspektive finden? Um es gleich vorweg zu sagen: Es gibt kein Patentrezept. Jede Situation ist anders und wir alle sind anders. Frei nach dem Theologen Sören Kierkegaard gilt: „Leben muss man sein Leben vorwärts, verstehen kann man es nur rückwärts.“

Nach einer schlimmen Diagnose, darauf folgenden Untersuchungen, OP, Bestrahlungen und Chemotherapien sagen viele der behandelnden Ärzte, es sei ein Wunder, dass ich noch am Leben bin. Mein Leben hat sich verändert. Nicht so wie ich es mir vorgestellt oder gewünscht habe. Und doch freue ich mich über all die Bewahrung und das Gute, das Gott mir schenkt. Ich bin dankbar für Familie, Freunde und Christen, die für mich beten oder einfach da sind, wie unser treuer Gott. Viele kleine und ganz andere Dinge werden wichtig und trotz allem kann ich mit dem Monatsspruch sagen: „Du sollst fröhlich sein und dich freuen über all das Gute, das der HERR, dein Gott dir und deiner Familie gegeben hat.“

Aus der Sicht von Ostern ist der schwerste Stein schon weggerollt. Der schwerste der ganzen Steine im Leben: für mich und auch für dich!

Wir brauchen uns nicht mehr mühevoll abstrampeln für das neue Leben in Christus, auf das wir alle zugehen. Wir erleben es jetzt schon, auch wenn es nicht immer nach unseren Vorstellungen und Träumen verläuft. Ich bin reich beschenkt trotz allem und wegen allem.

Ich will dankbar sein für mein Leben, so wie es jetzt nun mal ist, mit allen Zick-Zack-Kurven. Eine Haltung, die wir mit anderen teilen können. Gott sorgt für mich und für dich.

Lasst uns das weiter sagen und nicht vergessen, gerade jetzt. Gott geht mit auf unserem Weg!

Es grüßt Sie herzlich                           Ihre Beate Steinert (Gemeindepädagogin)