Evangelische Kirchengemeinde Kodersdorf

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2018

Januar

Januar 2018
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Frage: „Wo ist Gott?“ hat Sie bestimmt auch schon beschäftigt. Wer Gott vertraut, erlebt im Alltag genug Situationen, die uns dazu drängen, nach Gottes Nähe und Gegenwart zu fragen. Sei es, dass wir etwas erleben, das nicht mit unserer Vorstellung von Gott in Einklang zu bringen ist, wie es besonders in leidvollen Erlebnissen der Fall ist.
Sei es, dass wir den Eindruck haben, dass wir Gott einfach nicht wahrnehmen können, wenn wir nach ihm suchen – weder spricht er zu uns, noch können wir ihn sehen.
Sei es, dass andere über uns spotten und uns mit eben dieser Frage in Schwierigkeiten bringen. So manches Mal können wir es ja für uns selbst nicht richtig beantworten. Hätten Sie für diese Frage denn eine Antwort parat?
Der Spruch für diesen Monat kann uns bei der Suche helfen. Allerdings setzt das voraus, dass wir es ernst mit dieser Frage meinen und Vertrauen haben, dass Gott uns begegnen möchte.
Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. (5.Mose 30,14) Hier spricht Gott zu Mose, nachdem er ihm die Gebote und Regeln für das Zusammenleben der Kinder Gottes gegeben hat. Indem Sie die Worte des Monatsspruches lesen, dürfen Sie wissen: „Gott ist bei mir und spricht diesen Satz auch in mein Ohr.“ Wenn wir die Bibel in der Hand halten, ihre Worte lesen oder hören, ist er bei uns. Johannes formuliert es im ersten Kapitel seines Evangeliums so: „Gott war das Wort“.
Er ist gegenwärtig in Menschen, die uns sein Wort sagen; er redet durch uns, wenn wir seine Worte im Munde führen und er handelt durch uns, wenn wir sie im Herzen haben und tun. Das ist ermutigend, wenn wir seine Nähe suchen – Gott ist in seinem Wort bei uns. Das ist aber gleichzeitig auch eine große Herausforderung. Es bedeutet nämlich, dass mein Umgang mit dem Wort Gottes etwas darüber aussagt, wie wichtig er mir ist. Höre ich es gern, das Wort Gottes? Habe ich Acht darauf, bei dem was ich tue und sage? Begegne ich dem Wort Gottes gern und suche seine Nähe?
Nicht, dass wir uns falsch verstehen, es geht nicht um das Lesen und Nachsprechen von Worten, wie bei einer Zauberformel. Es geht darum, dass wir durch die Worte der Heiligen Schrift Gottes Geist in Kopf, Herz und Händen Raum geben. Wie wäre es, wenn jede/r von uns zum Beispiel mit dem Wort Jesu: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“ in den nächsten Tagen Erfahrungen mit Gottes Nähe sammeln würde? Ich bin zuversichtlich, dass wir auf die Frage: „Wo ist Gott?“ dann einiges zu erzählen hätten.

Ihr E. Salewski

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