Evangelische Kirchengemeinde Kodersdorf

Archiv 2019

2019

Januar
Februar
März
Februar 2019
Liebe Leserin, lieber Leser,
sicher kennen Sie solche oder ähnliche Gedanken:
Die Woche fängt an, und ich mag gar nicht daran denken, was da alles vor mir liegt. Da sind die ganzen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Schwierige sind dabei, von denen ich noch nicht weiß, wie ich sie schaffen soll. Es steht ein Besuch beim Arzt an – wer weiß, was das Gespräch ergibt?! Außerdem warte ich jeden Tag auf eine Nachricht von einem lieben Bekannten, der sehr schwer erkrankt ist. Und die Nachrichten in Zeitung, Fernsehen und Radio sind auch eher so, dass ich sie lieber gar nicht wissen will. Hinzu kommt das Wetter, das mir zu schaffen macht und die Sorge um die Kinder, die auch so ihre Probleme haben…
Manchmal ist es zum weglaufen. Aber das hilft in der Regel auch nicht weiter, denn was mir zu schaffen macht, das heftet sich an meine Fersen.
Unser Leben wird des Öfteren mit einer Wanderung verglichen und von diesem Vergleich lässt sich für solche Zeiten etwas lernen. Wenn ich wandere und mir der Weg schwer wird, dann mache ich entweder eine Pause und stärke mich, oder ich konzentriere mich auf das Ziel.
Das Pausenbrot ist Gottes Wort. So wie wir Nahrung zum Leben brauchen, so brauchen wir Gottes Wort. Jesus hat es einmal so formuliert: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes geht“ (Mt. 4,4) Und Gott hat uns auch noch dazu die Weisung gegeben: „Vergiss diese Nahrung nicht, damit du bei Kräften bleibst. Höre regelmäßig auf das, was ich dir sage. Heilige den Feiertag.“ Dazu hat sich in unserem Gemeindealltag eine gute Tradition entwickelt. Es ist die Feier eines Gottesdienstes an jedem Sonn- und kirchlichen Feiertag, zu dem durch das Läuten der Glocken eingeladen wird. Hier haben wir die Möglichkeit dieser Stärkung. Auch andere Gemeindeveranstaltungen haben diesen Zweck. Auch diese Andacht zum Monatsspruch.
Mit ihm erzählt uns Paulus etwas von dem Ziel unserer Wanderung: „Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“ Römer 8,18
Bei mancher Wanderung hat mir der Gedanke an das Ziel wieder Kraft gegeben, und mich dann mit einem wunderschönen Ausblick auf das Land und mit der Freude, es geschafft zu haben, belohnt.
Alle Anstrengungen waren vergessen. Und genau dazu macht Paulus in seinem Brief an die Römer Mut. Für ihn ist das ein Rezept für die Bewältigung der Mühen und Plagen des Alltags. Er sagt uns damit: All das, was Du jetzt aushältst, durchstehst und erträgst, ist ein Klacks gegen die Freude, Liebe und Geborgenheit, die uns bei Gott erwartet. All das ist nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, zu der wir gehören werden und von der wir hin und wieder jetzt schon etwas erleben dürfen.
Und das kann auf einem Berggipfel, im Gottesdienst, bei einem Fest im Kreise unserer Lieben der Fall sein, aber auch jetzt schon in einer anstrengenden Woche, wenn wir Gottes Wort lesen und uns das Herz aufgeht.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie die stärkende Wirkung dieser Worte erleben können.

Ihr E. Salewski

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Januar 2019
Liebe Leserin, lieber Leser!
Wann haben Sie den letzten Regenbogen gesehen? Anfang Dezember konnte ich dieses Naturschauspiel beobachten – zwischen zwei Regenschauern.
Ich kam gerade aus dem Edeka-Markt und hatte den Einkaufswagen zurück gebracht. Da ging mein Blick zu den dunklen Wolken, die aus Richtung Niesky näher kamen und ich überlegte noch, ob ich wohl trocken nach Hause käme. Nachdem mein Fahrrad startklar war, schaute ich noch einmal zu den dunklen Wolken. Und da war er zu sehen: ein wunderbarer Regenbogen, der in grellen Spektralfarben am dunklen Himmel leuchtete und ein wenig außerhalb erschien in schwächeren Farbtönen der zweite Bogen.
Ich bin damals stehen geblieben und habe dieses Wunder betrachtet. Und plötzlich kam mir die Geschichte von Noah und der Sintflut in den Sinn, wie sie uns die Bibel in den ersten Kapiteln berichtet.
Nachdem es 40 Tage und Nächte geregnet hatte und alles Leben auf der Erde vernichtet war, verliefen sich nach einiger Zeit die Wasserfluten und die Arche, in der Noah mit seiner Familie und den ausgewählten Tieren überlebt hatte, lief auf Grund. Nach dem Verlassen der Arche baute Noah einen Altar und brachte Gott Opfer. Damit drückte er seine Dankbarkeit Gott gegenüber aus.
Gott schloss daraufhin einen Bund mit Noah, er segnete ihn und seine Familie. Außerdem gab er Noah das Versprechen, dass keine Sintflut mehr kommen soll, die alles Leben auf der Erde vernichtet. Gott sagte Noah zu: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. (1. Mose 9,13)
Nun begegnet uns dieser Bibelvers am Beginn eines neuen Jahres. Viele schauen mit Sorge in die Zukunft: die vielen Kriege weltweit, Hunger und Armut, die politische Situation in Europa und auch in unserem Land, Krankheit, der Verlust eines lieben Menschen – all das bewegt uns und macht uns Angst. Die Frage „Wie wird es weiter gehen?“ treibt uns um.
Da tut es gut, diese Zusage aus der Bibel zu hören und zu lesen. Die Worte erinnern uns daran, dass Gott es ist, der diese Welt und unser persönliches Leben in seinen Händen hält. Der Regenbogen als Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah und mit der Erde geschlossen hat, soll uns daran erinnern. Daraus wächst Vertrauen, Vertrauen zu unserem himmlischen Vater, der es gut mit uns meint.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Vertrauen auf diese Zusage Gottes in das Jahr 2019 gehen und Sie beim Anblick des nächsten Regenbogens an diesen Bundesschluss Gottes mit uns Menschen erinnert werden.

Angelika Mischinger

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März 2019
Liebe Leserin, lieber Leser!
Viele Jahre sind vergangen, seit das Volk Israel im Land Kanaan angekommen ist. Die Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft ist schon lange Geschichte und Israel hat sich in der neuen Heimat eingerichtet.
Die Erzählungen, wie wunderbar Gott sein Volk aus Ägypten geführt hat, verblassen langsam. Israel orientiert sich in seinem Lebensstil auch an den Nachbarvölkern und geht in seinem Glauben Kompromisse ein. Warum nur Gott alleine vertrauen? Es gibt da doch noch mehr, z. B. die Fruchtbarkeitsgötter, denen die Nachbarn huldigen – hat das nicht auch seine Berechtigung?
Und Schritt um Schritt entfernt sich Israel vom lebendigen Gott. Die Gebote geraten nach und nach in den Hintergrund. Auch mit dem Gebot „Ich bin der Herr, dein Gott … du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ nimmt man es nicht mehr so genau.
Verschiedene Ereignisse führen dazu, dass sich das Volk Israel wieder Gott zuwendet. Der Prophet Samuel ermahnt das Volk: „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein.“
Er fordert eine radikale Kehrtwende im Denken und Handeln, im Leben und Glauben. Ein Abwenden von all den anderen Göttern, von den Kompromissen, von den Halbwahrheiten, mit denen das Volk Israel lebt. Allein dem lebendigen Gott sollen sie dienen.
Dieses Bibelwort hat mich aufgerüttelt, stellt mich persönlich in Frage. Wo habe ich mich von Gott entfernt? Was bestimmt mein Denken und Handeln? Heißt es in meinem Leben „Jesus und …?“ Was steht an erster Stelle in meinem Leben?
Wie gut ist es, dass Gott uns immer wieder ruft und zur Umkehr auffordert. Wie das Volk Israel damals dürfen wir um Vergebung bitten für unsere falsch eingeschlagenen Wege und uns neu ausrichten an Gottes Wort.
Die vor uns liegende Passionszeit erinnert uns an das Leiden und Sterben Jesu, das uns die Vergebung und Umkehr ermöglicht. Ich möchte diese Zeit nutzen, neu darüber nachzudenken, wo ich nicht Gott alleine diene, wo ein Umdenken erforderlich ist, wo die Prioritäten anders gesetzt werden müssen.
Vielleicht denken auch Sie wieder einmal darüber nach, von wem Ihr Denken und Handeln beeinflusst wird und ob eine Neuausrichtung nötig ist. Möglich ist sie allemal! Und es wird Auswirkungen haben – in unserem persönlichen Leben, in unserem Umfeld, in unserer Gemeinde …
Ich wünsche Ihnen ein gutes Nachdenken.

Angelika Mischinger

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