Evangelische Kirchengemeinde Kodersdorf

Archiv 2011

2011

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Dezember

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Dezember 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Allein auf weiter Flur; mutterseelenallein; … diese Ausdrücke kennen Sie sicher. Sicher kennen Sie auch Gefühle und Situationen, die sich damit verbinden, wie z.B.: – alleingelassen mit einer schwierigen Aufgabe, – allein vor einer schweren Entscheidung stehen, – allein einen Weg weitergehen, der sehr, sehr schwer fällt… (suchen Sie sich ruhig ein paar Beispiele aus Ihrem Erleben).
Solche Erinnerungen rufen ganz sicher in Ihnen nicht gerade die angenehmsten und schönsten Erfahrungen hervor. Dabei wächst die Erkenntnis: Gemeinsam – ja gemeinsam lässt sich alles besser tragen und ertragen. Aber so ist es nun mal im Leben nicht immer. Manchmal fühlen wir uns eben allein und sind es augenscheinlich auch. Dann trifft das Wort gottverlassen vielleicht den Kern unserer Situation.
Diese Überlegungen passen vordergründig so überhaupt nicht in diese heimliche Zeit des Advent und der Weihnacht und doch bilden sie den Hintergrund zu diesem Festkreis.
Diese Behauptung möchte ich Ihnen nun kurz erklären:
In der Bibel steht beim Propheten Jesaja: Gott spricht: Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim. Jes. 54,7
Das sind Worte, die in die geschichtliche Situation Israels hineingesprochen wurden: Der Staat Juda existiert nicht mehr, Jerusalem und der Tempel sind zerstört, die Elite des Volkes ist von der Siegermacht nach Babylon deportiert worden. Dort fühlen sie sich allein und von Gott verlassen. Und nun spricht der Prophet im Auftrag Gottes den Kindern Israels Trost zu: Ihr werdet nach Hause kommen und Heimat bei mir finden!
Was haben diese Worte von damals mit uns und Advent und Weihnachten zu tun? Was haben sie mit unserer Einsamkeit und Heimatlosigkeit zu tun?
Durch Jesus sind wir Angehörige des neuen Gottesvolkes geworden, und so können wir diese Worte auch für uns hören und sie sagen uns:
Der Sohn Gottes hat bei seiner Geburt bereits erfahren, was Heimatlosigkeit heißt und er hat am Kreuz seine Verlassenheit herausgeschrien. Das sind Zeichen dafür, dass Gott an unserer Seite steht, dass er uns in eben diesen Situationen begleitet, in denen wir uns allein und gottverlassen fühlen. Wenn wir das glauben und uns bewusst machen, dann bekommen wir eine Ahnung von der Heimat, die Gott uns schon hier bietet. Die Adventszeit, Weihnachten, die Bräuche der christlichen Feste, das gemeinsame Leben in der Kirchengemeinde sind Zeichen dieser Nähe Gottes. Hinzu kommt, was der englische Dichter Walter Landor einmal treffend schrieb: „Einsamkeit ist das Audienzzimmer Gottes“. Damit sagt er zum einen, dass das einsame Beten uns den Weg zu Gott öffnet. Zum zweiten, dass Gott gerade die Einsamen in seine Sprechstunde holt, um sie, um uns zu erhören.
Es mag manchmal unser Eindruck sein, aber Gott verlässt uns nicht. Wir mögen uns manchmal so fühlen im Strom der Zeit und der Veränderung – heimatlos – , aber Gott umgibt uns und ist uns nahe, er holt uns heim. Weihnachten ist nach Ostern das stärkste Zeichen dafür. Spüren Sie in diesen Tagen einmal besonders dieser Geborgenheit nach!

Ihr E. Salewski

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November 2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
das „Geleitwort“ für die vor uns liegenden 30 Tage entstammt dem Buch Nahum (Weissagung Nahums aus Elkosch). Es ist das siebte Buch der so genannten 12 kleinen Propheten in unserem Alten Testament, also dem ersten Teil der Bibel.
Der Prophet Nahum wirkte ungefähr in der Zeit um 663 bis 612 vor Christus.
In der Übersetzung, die für unser Losungsbuch (Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2011) verwendet wurde, lautet der Monatsspruch: GUT IST DER HERR, EINE FESTE BURG AM TAG DER NOT. ER KENNT ALLE, DIE SCHUTZ SUCHEN BEI IHM.
In der Lutherbibel (revidierte Fassung von 1984) in der ich zurzeit lese, steht unter Nahum 1, Vers 7: „Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt die, die auf ihn trauen.“
Ich nenne die unterschiedlichen Übersetzungen deshalb, weil im Nachhinein mehr von der Güte Gottes als vom Gutsein die Rede ist.
Bei der Beschäftigung mit den Worten dieses „kleinen Propheten“ erkannte ich: Hier wird zuerst die Majestät Gottes geschildert, dann folgt eine Gerichtsankündigung gegen Ninive.
Ninive war die letzte Hauptstadt des assyrischen Reiches, ihre Überreste liegen an beiden Ufern des Flusses Hawar.
Mich beeindruckte zunächst die Schilderung der Herrlichkeit Gottes. Teilweise wurde ich an bekannte Texte aus der Liedersammlung des Alten Testamentes, die Psalmen, erinnert.
Es kam die Frage auf: Was bringt Menschen dazu, die Größe Gottes so überschwänglich darzustellen? Mit Blick auf den Auftrag des Propheten erkenne ich, es geht ihm wahrscheinlich zuerst darum, die Autorität seines Auftraggebers deutlich zu machen.
Im Stillesein über diesem Bibelvers stellte ich fest, wie Gott bis zuletzt um seine Menschen besorgt ist. Ich muss auch an die Worte Gottes denken, die er dem Propheten Jona sagt: „…
und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzig-tausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, und dazu auch viele Tiere.“
(Jona 4, 11) Bevor das Gericht eintrifft, wird es angekündigt. Gut ist Gott, weil er bis zuletzt Zuflucht anbietet. Das war in der Zeit vor Christus so und das trifft noch heute zu.
Im Brief des Apostel Paulus an die Römer können wir lesen: „Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Buße leitet?“ (Römer 2, 4)
Pastor Heinrich Kemner (1903 – 1993) schrieb im Rückblick auf sein Leben: „Buße heißt ehrlich zu werden vor sich selber und vor Gott. Niemand kann den andern in die Buße zwingen. Keine Bußtagsglocke kann erreichen, was Gott zu erreichen suchte mit der Buße seines Sohnes und der Gottverlassenheit für uns alle. Die größte Güte Gottes lag darin, dass er mich aus meiner Lebenslüge durch das Kreuz seines Sohnes erlöste. Hier entdecken wir das Geheimnis, dass Buße Heimkehr zum Vaterhaus bedeutet.
Ein ehemaliger Drogenabhängiger sagte zu mir, dass er erst süchtig werden musste, damit er die gelebte Lüge erfuhr und die Güte Gottes im Kreuz seines Sohnes entdeckte.“

Ich selbst kann aus eigener Erfahrung sagen: Gott bewahrt nicht immer vor Unglück, aber er hilft in Not. Der Glaube daran, dass ER ALLE KENNT, DIE SCHUTZ SUCHEN BEI IHM, hat mir geholfen und hilft mir heute noch mein Leben in Dankbarkeit zu leben.
Der zweite Teil des Monatsspruches lässt mich auch an ein Gesangbuchlied denken: „Es kennt der Herr die Seinen“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 358). Die letzte Strophe bietet sich förmlich an zum Gebet: „So hilf uns Herr zum Glauben, und halt uns fest dabei; lass nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehen, so lass uns als die Deinen zu deiner Rechten stehen.“

Gottfried Seidel

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Oktober 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Der Monatsspruch für Oktober konfrontiert uns mit einer Frage, die sich die Menschen zu allen Zeiten gestellt haben und die uns immer wieder beschäftigt: „Wie kann ein Mensch gerecht werden vor Gott?“
Der Reformationstag im Oktober erinnert uns an einen Mann, den genau diese Frage umtrieb – Martin Luther – und der verzweifelt eine Antwort darauf suchte. Was tat er nicht alles, um diese Gerechtigkeit zu erlangen! Er betete und fastete und doch fand er keine Ruhe.
Dann fand er beim Bibelstudium, vor allem beim Lesen des Römerbriefes, die entscheidende Antwort. In den ersten Kapiteln dieses Briefes an die Christen in Rom macht der Apostel Paulus immer wieder deutlich, dass wir so, wie wir sind, keine Gerechtigkeit vor Gott erlangen können. Wenn wir hier auf-hören würden zu lesen, wäre das eine recht aussichtslose Situation. Doch Paulus zeigt uns einen Weg auf, eine Lösung. Martin Luther fiel es beim Studieren dieser Bibelstellen wie Schuppen von den Au-gen. Er erkannte, dass der Tod Jesu für uns geschehen ist und dass wir durch dieses Opfer im wahrsten Sinn des Wortes erlöst sind von dem, was uns von Gott trennt. Das tat Gott für uns!
Martin Luther nahm dieses Opfer Jesu an und bekam Frieden mit Gott. Durch den Glauben fand er zu der „Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.“
Wenn wir Gott unser Leben hinhalten und vor ihm eingestehen, dass wir fehlerhafte Menschen sind, die auf dem falschen Weg unterwegs sind (die Bibel nennt das „sündig“) und ihn um Vergebung bitten – das bedeutet, das Opfer Jesu annehmen – , dann werden wir Frieden finden, dann sind wir „gerecht vor Gott“. Wir dürfen unser Leben unter seine Herrschaft stellen und das wird nicht ohne Folgen blei-ben: Gott wird unser Leben verändern!
So einfach ist es – und doch so schwer! Wir können uns den Himmel nicht verdienen; nicht durch gute Taten, durch Fasten, durch Opfer. Nur eines können und sollten wir tun: Umkehren auf unserem Le-bensweg und Gott um Vergebung bitten. Dann wird Frieden in unser Herz einziehen und wir werden unser Leben gern an seinem Wort ausrichten.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Nachdenken und den Mut, diesen Schritt zu wagen.

Angelika MiWohlstandschinger

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September 2011

Liebe Leserin! Lieber Leser!
Ein alter Indianer spürt, dass sein Tod naht. Darum ruft er seine drei Söhne noch einmal zu sich. Es grämt ihn, dass sie immer wieder Streit miteinander haben. Als sie in sein Tipi eintreten, schweigt er geraume Zeit. Dann wendet er sich dem Ältesten zu und sagt: “Gib mir einen deiner Pfeile“. Ohne eine Frage greift der in seinen Köcher und gibt dem Vater das Verlangte. Dieser fasst den Pfeil mit beiden Händen und bricht ihn mitten entzwei. Mit bedeutungsvollem Blick hält er jedem von ihnen beide Stücke vor die Augen. Dann wirft er sie ins Feuer. Nun sagt er zum Jüngsten: „Jetzt gib du mir drei deiner Pfeile“ Nach einem kurzen Augenblick des Zögerns – so ein Pfeil macht ziemlich viel Arbeit – reicht auch er dem Vater, was er fordert. Dieser hält sie nun dem Mittleren hin und fordert ihn auf: „Umfasse jetzt alle drei Pfeile fest mit beiden Händen und tue dann so wie ich mit dem einen Pfeil deines Bruders“. Der mittlere Sohn tut, wie ihm geheißen. Und, obwohl er kein Schwächling ist, schafft er es nicht, die Pfeile zu zerbrechen. Mit einem Lächeln schaut der Vater seine Söhne an. Dann sagt er: „Versteht ihr, was ich euch für euer Leben mitgeben will?“…
Na klar werden sie verstanden haben! Miteinander hält man besser die Kräfte aus, die einen zu zerbrechen drohen.
Sie werden diese Geschichte natürlich nicht in der Bibel finden. Jesus hätte aber einmal ein ähnliches Gleichnis gut verwendet haben können, um uns etwas Wichtiges deutlich zu machen. Nämlich, wie wichtig die Gemeinschaft ist, zu der wir bestimmt sind und die wir brauchen.
So ist uns zum Thema Miteinander der Glaubenden von Jesus nur folgender Satz überliefert:
Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Mt. 18,20
Was für eine Botschaft! Sie geht ja noch weit über die des alten Indianers hinaus. Diese macht uns doch schon mehr als deutlich, dass wir gute Gründe haben, uns mit anderen Menschen zu treffen, die an Gott glauben. Unser Glaube wird dadurch gestärkt, wir werden durch und mit den anderen stark.
Jesus ermutigt uns zu dieser Stärkung und er sagt noch mehr: „Bereits wenn zwei oder drei von euch um meinetwillen beieinander sind, dann dürft ihr wissen, dass ich direkt neben euch bin.“
Überlegen Sie einmal, was das heißt?! Der große Gott ist uns besonders nahe, wenn wir mit Glaubensgeschwistern zusammen sind. Der Schöpfer des Universums wurde Mensch. Schon das ist unbegreiflich und erstaunlich genug. Und nun sagt dieser Jesus, der Sohn Gottes, wir können ihn erleben, erfahren, ja spüren. Wann geschieht das? Wenn wir mit anderen von ihm reden, miteinander singen und beten.
Wir beziehen aus der freundlichen Gegenwart anderer Menschen viel Kraft. Wie viel mehr also wirkt die Gemeinschaft mit anderen, mit denen wir im Glauben verbunden sind. Jesus sagt: Es ist die Möglichkeit, die Gott gewählt hat, uns zu umarmen, zu trösten, zu beraten und zu ermahnen – uns ganz nahe zu sein.
Und so verstehen Sie bitte diese Zeilen als Aufruf das Miteinander zu suchen, um Jesus in Ihrem Leben zu erfahren: Im Gottesdienst, in den Gemeindekreisen, in Hauskreisen und im Gespräch mit Glaubensgeschwistern.

Ihr E. Salewski

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Juli / August 2011

Liebe Leserin! Lieber Leser!
Über 100.000 Menschen haben Anfang Juni beim Kirchentag in Dresden über den Monatsspruch aus dem Matthäusevangelium nachgedacht: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Hetd
rz.“
(Mt. 6,21)
Was ist an diesem Satz Jesu so entscheidend, dass er zum Motto einer so großen Veranstaltung erklärt wurde, von der auch viele Menschen Notiz nahmen, die nicht an Gott glauben?
„Schatz“ – dieses Wort lässt die Augen der Menschen heller leuchten, die Herzen schneller schlagen und bringt die Gedanken zum Kreisen um Glück und ungeahnte neue Möglichkeiten. Ein Schatz? Das ist eine Truhe voller Gold und Edelsteine, das sind Münzen oder Kunstgegenstände, die einen großen materiellen und allgemeinen Wert besitzen. Schätze können aber auch ideellen Charakter haben. Dazu zählen: Erinnerungsstücke, Sammlerstücke oder Dinge von kultureller Bedeutung. Ja selbst Wissen wird als Schatz bezeichnet. (Dazu sei angemerkt, dass nicht jeder Mensch diese Einstufung vornehmen würde.)
Und dann wäre da noch das Phänomen, dass wir einen besonders geliebten Menschen als „Schatz“ bezeichnen.
Sie werden bestätigen, es stimmt: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Ein Schatz nimmt unsere Sehnsucht gefangen und beschäftigt unsere Gedanken. Wir bauen mit ihm Luftschlösser und hängen unser Herz daran. … So weit, so gut.
Jesus konnte und wollte es nun nicht bei dieser allgemeinen Beobachtung lassen. Er weist darauf hin, dass Schätze verloren gehen können oder ihren Wert verlieren. Was ist dann mit unserem Herzen?
Was ist, wenn die Wohnung mit der Briefmarkensammlung abbrennt? Was ist, wenn Geld entwertet wird, wenn Wissen veraltet und Menschen sterben oder uns verlassen? Was ist, wenn ein ganzes Gedankengebäude einstürzt, das uns wichtig wie ein Schatz war (wie bei manchen vor der Wende)? Schatz weg, Herz weg?!
Haben wir dann noch die Kraft, es uns wiederzuholen, wenn es denn noch halbwegs heil ist? Haben wir dann außerdem noch die Kraft, es neu zu investieren oder behalten wir es dann nur noch für uns?
Jesus hat im Zusammenhang mit unserem Spruch darauf hingewiesen: „Sammelt euch unvergängliche Schätze, Schätze im Himmel (die bei Gott einen Wert haben).“
Der Vorteil dieser Schätze ist, dass sie dort nicht verbrennen, nicht gestohlen werden, nicht entwertet werden und nicht verloren gehen. Dort behalten sie ihren Wert für alle Zeit. Und das beste ist, dass ja dann dort auch Ihr Herz ist.
Dass mich jetzt bitte niemand falsch versteht. Gott geht es nicht darum, dass wir uns Pluspunkte bei ihm sammeln. Er möchte, dass wir erkennen, was gut für unser Herz, was gut für uns als ganzer Mensch ist.
Wenn Sie nun wissen wollen, was das für Schätze sind, dann will ich Ihnen das nicht zu einfach machen. Lesen Sie doch mal Micha 6,8; Psalm 37,5; Jakobus 1,22: Matthäus 5-7 …
Vielleicht machen Sie sich eine Liste an Ihre Pinwand in der Küche mit fünf Schätzen, die Sie auf der „Himmelsbank“ deponieren möchten und die es verdienen, dass Sie Ihr Herz daran hängen.

Ihr E. Salewski

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Juni 2011

Liebe Leserin! Lieber Leser!
Als Kinder bekamen wir oft Gummibärchen geschenkt, die wir dann genüsslich verspeisten. Einmal sollte mein jüngster Bruder eine Tüte Gummibärchen unter fünf Geschwistern verteilen. Die Tüte wurde aufgeschnitten und der Inhalt auf den Tisch geschüttet. Er machte fünf kleine Häufchen und teilte sogar gleichmäßig nach Farben auf. Als er merkte, wie sehr der große Haufen in der Mitte des Tisches abnahm und die fünf Häufchen dagegen recht klein ausfielen, hörte er mtdit dem Verteilen auf und packte den Rest wieder in die Tüte. Auf die Frage meiner Mutter, warum er denn nicht alles verteilt, antwortete er: „Sonst habe ich ja nicht mehr vieler!“
Vielleicht schmunzeln Sie über diese Begebenheit – doch zeigt sie ganz deutlich einen Wesenszug von uns Menschen: Wir sind oft auf uns fixiert und haben Angst, zu kurz zu kommen. Es fällt uns schwer, abzugeben und zu teilen. Wer nicht spart, bringt es zu nichts.
In diese Gedanken hinein klingt der Bibelvers, der uns im Juni, begleiten soll, wie ein Widerspruch:
„Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer.“ Mit Mathematik hat das nichts zu tun! Dem widerspricht alles, was wir in diesem Fach in der Schule gelernt haben.
Wir merken bei dieser Lebensweisheit aus dem Buch der Sprüche ganz deutlich, dass Gottes Mathematik eine andere ist. Unser Leben wird nicht dadurch reich, dass wir alles für uns behalten, sondern dadurch, dass wir weitergeben, austeilen, mit anderen teilen. Haben Sie das nicht auch schon erlebt, dass Sie da, wo Sie Zeit und ein offenes Ohr für andere hatten, als Beschenkte nach Hause gingen? Dass Sie jemandem eine Freude gemacht haben und sich mit dem anderen mitfreuen konnten?
Gott hat uns Zeit, Gaben und auch Besitz anvertraut, die wir nicht nur für uns allein gebrauchen sollen. Wir sollen sie einsetzen in seinem Sinne. Dazu gehört auch, dass wir austeilen und weitergeben.
Mir stellen sich gleich mehrere Fragen: „Wie großzügig kann – oder besser gesagt – will ich sein mit dem, was mir anvertraut ist? Kann ich die Kontrolle über das mir Anvertraute an Gott abgeben? Bin ich bereit, mich auf Gottes Mathematik einzulassen?“ Diese Mathematik lässt sich nicht theoretisch durchrechnen, sie kann nur in der Praxis erlebt werden.
Lassen Sie es uns doch einfach einmal versuchen, großzügig zu sein mit dem, was Gott uns gegeben hat – ich bin überzeugt davon, dass unser Leben dadurch reich und wir dankbar werden.
In diesem Sinne: ein fröhliches „Austeilen“!

Übrigens: Im Buch der Sprüche finden sich noch viele Lebensweisheiten, die durchaus lesenswert sind und oft zum Schmunzeln anregen.

Ihre Angelika Mischinger

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Mai 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
„Ihr Jesus-Leute könnt durch den Horizont sehen“ – so soll einmal ein Papua zu einem Missionar gesagt haben. Der Missionar war gerade dabei, einen Sarg für sein jüngstes Kind zu zimmern, das ihm vor einem Jahr in Neuguinea geboren wurde und nun war es vor einem Tag gestorben. Danach gefragt, ob er mit seiner Familie jetzt weggehen würde, antwortete dieser: „Nein“. „Aber ihr werdet auch einmal sterben, was machen dann eure Kinder?“ wurde er weiter gefragt. Darauf antwortete der Missionar: „Da haben wir keine Sorgen – die sind
in Gottes Hand.“ Diese getroste und zuversichtliche Antwort bewegte den Eingeborenen zu diesem bildhaften Wort für Hoffnung – „durch den Horizont sehen“ (die Papua kennen wohl kein Wort für Hoffnung).
Es ist tatsächlich so: Wer an Gott glaubt, dessen Blick, dessen Lebensentwürfe und dessen Leben enden nicht am Horizont seines Lebens. Da geht es weiter, als wir uns vorstellen können. Glauben schließt den Blick durch den Horizont ein und befreit uns von den Grenzen, die wir uns setzen und die uns gesetzt sind. So erlangen wir Freiheit, nach der wir uns ein Leben lang sehnen.
Und so kann Paulus der Gemeinde in Rom aus ganzem Herzen wünschen:
„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ Röm.15,13
Ein wunderbarer Wunsch und eine verheißungsvolle Zuversicht, die uns so auf unseren Weg durch den Mai mitgegeben wird!
Und wenn Sie das volle Geläut der drei Glocken unserer Kirche hören, dann lassen Sie sich daran erinnern, dass die kleine Glocke uns zuruft „seid fröhlich in Hoffnung“; das tut sie nämlich in diesem Monat seit 90 Jahren und erinnert uns in großer Treue immer wieder daran das Gespräch mit Gott zu suchen. Was sonst noch zu 90 Jahren Glocken in unserem Kirchturm zu sagen ist? Lesen Sie weiter, dann erfahren Sie Näheres:
Am 25.Mai 1921 wurden die neuen Glocken des Rengersdorfer Kirchturmes durch Pastor Raschke (Pfarrer von 1887 bis 1931) geweiht.
Vor etwa 500 Jahren wurde das erste Geläut mit drei Bronzeglocken angeschafft, die 1834 wegen Beschädigungen umgegossen wurden. Die beiden groSeptember 2011ßen Glocken mussten während des 1. Weltkrieges abgegeben werden. Um zu einem neuen Geläut zu kommen, verkaufte die Kirchengemeinde die verbliebene kleine Bronzeglocke, sammelte Spenden und ließ ein neues Gussstahlgeläut in Bochum anfertigen, das bis heute einen schönen vollen Klang besitzt.
Alle Glocken haben einen Namen. Die Große „Geduldig in Trübsal!“ wird allein in Verbindung mit der Trauer um Verstorbene der Kirchengemeinde geläutet. Die Mittlere „Haltet an am Gebet!“ erklingt werktags um 7, 12 und 18 Uhr und erinnert an Beginn, Mittag und Ende des Tagwerkes sowie an das Gebet. Die Kleine „Seid fröhlich in Hoffnung!“ mit ihrem hellen Klang ergänzt das volle Geläut aller drei Glocken sonnabends (Einläuten des Sonntags) sowie zu den Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen.
Der 25. Mai fällt in diesem Jahr – wie auch vor 90 Jahren – auf einen Mittwoch. Zum Gedenken an die Glockenweihe werden an diesem Tag um 18 Uhr ausnahmsweise alle drei Glocken erklingen. Mögen sie uns noch lange erhalten bleiben und für uns alle den Lebensrhythmus in Kodersdorf mitbestimmen.

Ihre K.-O. Eckert und E. Salewski

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April 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Was ist richtig? Was ist falsch? In diesem Spannungsfeld fällen wir täglich Hunderte von Entscheidungen. Ganz häufig geschieht das ohne zu überlegen auf der Grundlage von Erfahrung, aus Gewohnheit, weil wir das so gelernt haben oder rein gefühlsmäßig. Es wäre ja auch schrecklich, wenn alles bedacht und abgewogen werden müsste wie bei folgenden Fragen: „Sage ich guten Tag? Esse ich noch die halbe Schnitte? Gehe ich jetzt ins Bett? …“
Anders ist es da schon bei Entscheidungen wie: „Kaufe ich lieber die teurere Fischbüchse mit dem Ökosiegel, oder nehme ich die billige? Sag ich der jetzt mal meine Meinung, oder lieber nicht? Gebe ich dem Mann in der Einkaufspassage einen 50-iger oder gehe ich vorbei? Nehme ich die Arbeit an, obwohl ich nicht wesentlich mehr als die Sozialleistungen bekomme?“ Bei solchen Fragen müssen wir schon richtig überlegen.
Und dann gibt es da noch ganz dicke Brocken.
Vor einigen Tagen stand in der Zeitung eine Statistik, nach der die Bundesbürger gern in der Politik mehr Mitsprache hätten. Bei solchen Volksentscheiden würde es dann um solche Probleme gehen wie: „Wollen wir die Atomkraft zur Energiegewinnung auch nach Tschernobyl und Fukushima weiter nutzen? Beteiligen wir uns an der Durchsetzung einer UNO – Resolution mit dem Einsatz von Waffen und Menschen? Stocken wir die Gehälter der Lehrer auf und kürzen dafür bei der Polizei?“
Je nachdem, wie weittragend die Auswirkung unseres Handelns sein wird, werden wir hin- und hergerissen sein. Wir kommen bei den größeren Entscheidungen schnell an solche Punkte, an denen uns Gewohnheit und Erfahrung nicht viel weiterbringen. Was aber kann dann helfen?
Jesus gibt seinen Jüngern einen Rat. Einen Rat für die Zeit, in der sie sich fragen werden: „Was kann uns bei unseren Entscheidungen helfen?“. Für die Zeit, in der sich alles, was sie im letzten Jahr gehört und erlebt haben, in Nichts aufzulösen scheint. Für die Zeit seiner Verhaftung und Kreuzigung. Er weiß, dass Menschen in Entscheidungssituationen gern dazu neigen, sich selbst und nur sich selbst zum Maßstab zu machen. Alles Gehörte und Gelernte, all unser Tun ordnen wir nur zu bereitwillig dmai2011iesem Maßstab unter. Wohin das führt, male sich bitte jeder und jede selbst aus! Erfahrungen liegen ja hundertfach vor …
Bei genauerem Betrachten werden Sie feststellen: Dieser Maßstab ist die Wurzel für Unfrieden, Habsucht, Egoismus … eben für falsche Entscheidungen. Wie lautet er aber nun, der Rat, den Jesus seinen Jüngern gibt?:
Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt. (Matthäus 26,41) Seid aufmerksam und betet, damit ihr nicht in der kommenden Prüfung versagt, damit ihr nicht in Versuchung kommt … eben, damit ihr keine falschen Entscheidungen fällt, die nicht dem Leben dienen.
Aufmerksam sein und mit Gott im Gespräch bleiben, das gibt uns einen heilsamen Blick von Außen auf uns und unser Leben. Das ist die beste Entscheidungshilfe, die wir haben können.
Versuchen Sie doch mal in diesem Monat bei Ihren Entscheidungen dem Rat Jesu zu folgen und bedenken Sie dabei bitte, dass ein Gespräch immer aus Reden und Hören besteht.

Ib, ja hr E. Salewski

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März 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Ruhe, Stille – danach sehnen sich viele Menschen in unserer hektischen und schnelllebigen Zeit. Wir jagen von einem Highlight zum anderen. Das Arbeitsleben gibt uns Termine vor; das lässt sich oft nicht ändern. Doch auch die Freizeit will gut geplant sein, um alles unterzukriegen: Familie, Gemeinde, Sport … Die Liste kann jeder beliebig fortsetzen. Und die „wenigen“ Tage Urlaub – meist sind es „nur“ zwischen 25 und 30 – wollen gut geplant und vom ersten bis zum letzten Tag ausgenutzt sein.
Oft merken wir lange nicht, dass wir ein solches Leben auf Hochtouren nicht auf Dauer aushalten. Doch plötzlich meldet sich unser Körper und es stellen sich Probleme ein; unsere Seele hat da schon lange Schaden genommen und wir haben es mehr oder weniger erfolgreich verdrängt.
Wir müssen es langsam und schmerzhaft lernen, dass wir nach Zeiten der Anspannung und Hektik auch Oasen der Ruhe und Stille brauchen.
Der Monatsspruch greift dieses Thema auf – wir lesen in Psalm 62,6: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; denn von ihm kommt meine Hoffnung.“ Der Beter gibt in diesem Vers eine Erfahrung weiter, die er selbst gemacht hat. Wenn wir den ganzen Psalm lesen, stellen wir fest, dass er enorm unter Druck stand, dass er Feinde hatte, die ihm sogar nach dem Leben trachteten. Und er fordert seine Seele auf, „stille zu Gott zu sein“ (so heißt es im Luthertext).
David, ihm wird dieser Psalm zugeschrieben, hat erlebt, dass er einen Ort der Stille und Ruhe braucht, der ihm Halt gibt in den Turbulenzen des Lebens. Er kommt bei Gott zur Ruhe, kann dort auftanken und dann hoffnungsvoll weiter gehen.
Wollen wir uns diese Erfahrung zu Herzen nehmen? Sie beherzigen in unserem Alltag?
Manchem hilft es, jeden Tag einige Minuten der Stille in den Tagesablauf einzubauen und in dieser Zeit bewusst auf Gott zu hören. Einem anderen tut es gut, einen Spaziergang zu machen und währenddessen zu beten und offen zu sein für Gottes Reden, sich die Frage zu stellen: „Herr, was willst du mir sagen?“ Und wieder andere kommen erst zur Ruhe, wenn sie sich einige Stunden oder auch einen ganzen Tag aus ihrem gewohnten Ablauf ausklinken können.
Eines steht fest: Wir brauchen diese Zeiten der Ruhe, sie sind wichtig für unser Leben. Wir brauchen Stille, um uns immer wieder neu auf Gott auszurichten, um seine Stimme zu vernehmen. Er drängt sich uns nicht mit lautem Getöse auf – er weiß, was uns, vor allem unserer Seele gut tut. Und Gott wird zu uns reden, davon bin ich überzeugt. Wir werden manches in unserem Leben vielleicht mit anderen Augen sehen als vorher; wir werden zu manchem den nötigen Abstand bekommen. Auf jeden Fall werden wir gestärkt in den Alltag zurückgehen können.
Lassen Sie uns die vor uns liegende Passionszeit dazu nutzen, mit viel Fantasie solche Momente der Stille in unser Leben einzubauen und zu erleben, wie wir bei Gott zur Ruhe kommen können und wie er neu in unser Leben eingreift.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine ruhige und stille Passionszeit.

Angelika Mischinger

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Ich würde mich freuen, wenn wir bei Gelegenheit einige Erfahrungen zu diesem Thema austauschen könnten.

Februar 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
„Kommt unsere „Putzi“ in den Himmel?“ So manche traurigen und fragenden Kinderaugen haben sich mit dieser Frage auf die Eltern gerichtet, wenn ein Haustier gestorben ist. Da kommen wir ins Schwitzen. Welche Ant/adezember2011wort können wir geben? …
Und auch uns selbst kann so etwas schon umtreiben! Ist es nicht so, dass auch uns Erwachsenen so manches Haustier ans Herz gewachsen ist? Dass es uns manchmal so erscheint, als hätten Tiere eine Seele? Was ist mit diesen stummen und wunderbaren Geschöpfen Gottes, wenn der Lebensfunke aus ihnen weicht?
Im Brief des Paulus an die Römer finden wir einen Vers, der uns bei den eben angedachten Fragen weiterhelfen kann:
Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Römer 8,21
Paulus will uns mit diesem Vers nicht erzählen, dass jedes Lebewesen beseelt ist. Dazu finden wir in der Bibel keine Hinweise. Wir erfahren aber, dass, so wie nach dem Willen unseres Schöpfers die Vergänglichkeit zum Wesen seiner Geschöpfe gehört, ihnen auch im gleichen Maße die Sehnsucht nach Gottes Welt in die Herzen gelegt ist. Ich entnehme den Versen, in denen unser Monatsspruch steht, Folgendes: Gottes Schöpfung, wie wir sie kennen, wird auch ein Teil seiner neuen Welt sein. Warum sollte Gott auf all das verzichten wollen, was er uns als Lebensraum und Lebensgrund gegeben hat, was unser Herz erfreut und unsere Welt bunt und vielfältig macht?
Kommt „Putzi“ in den Himmel? Warum nia href= (Matthäus 26,41) Seid aufmerksam und betet, damit ihr nicht in der kommenden Prüfung versagt, damit ihr nicht in Versuchung kommt … eben, damit ihr keine falschen Entscheidungen fällt, die nicht dem Leben dienen.
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Liebe Leserin! Lieber Leser!
Über 100.000 Menschen haben Anfang Juni beim Kirchentag in Dresden über den Monatsspruch aus dem Matthäusevangelium nachgedacht: e wir haben können.
Versuchen Sie doch mal in diesem Monat bei Ihren Entscheidungen dem Rat Jesu zu folgen und bedenken Sie dabei bitte, dass ein Gespräch immer aus Reden a href= (Matthäus 26,41) Seid aufmerksam und betet, damit ihr nicht in der kommenden Prüfung versagt, damit ihr nicht in Versuchung kommt … e id=ben, damit ihr keine falschen Entscheidungen fällt, die
nicht dem Leben dienen.
Aufmerksam sein und mit Gott im Gespräch bleiben, das gibt uns einen heilsamen Blick von Außen auf uns und unser Leben. Das ist die beste Entscheidungshilfe, die wir haben können.
Versuchen Sie doch mal in diesem Monat bei Ihren Entscheidungen dem Rat Jesu zu folgen und bedenken Sie dabei bitte, dass ein Gespräch immer aus Reden cht, wenn Gott schon hier so viel Freude an seinen Geschöpfen hatte. Er will gewiss nicht, dass Kinder deswegen traurig sein müssen, wenn sie auf ihre Lieblinge dort verzichten müssen.
Uns lädt der Monatsspruch ein, noch über einen anderen Punkt nachzudenken.
Legen wir den Geschöpfen nicht unzumutbare Lasten auf, die das von Gott gesetzte Maß der „Knechtschaft der Vergänglichkeit“ weit überschreiten? Gott hat uns den Auftrag gegeben die Schöpfung verantwortlich zu verwalten (s. 1. Mose Kapitel 1) und nicht, sie zu missbrauchen. Was haben In/trdustriefette im Tierfutter zu suchen? Ist es in Ordnung, wie die Tiere ihr Leben fristen, die zbbu unserer Ernährung gezüchtet werden? Können wir ruhig zusehen, wenn Lebensräume auf unserer Welt zerstört werden, weil unser Hunger nach Energie größer ist als der des Magens?
Die Worte des Paulus laden mich dazu ein, das meinige zu tun, um die Knechtschaft der Schöpfung nicht zu erschweren. Wie sehen Sie#maerz2011, um Jesus in Ihrem Leben zu erfahren: Im Gottesdienst, in den Gemeindekreisen, in Hauskreisen und im Gespräch mit Glaubensgesc
stronghwistern.
das?
B/trei /trall den Fehlern, die wir machen, bei all der Schuld, die wir in unserem Leben auf uns laden, ist tröstlich für uns, dass es Gott gut machen wird mit uns #dezember2010und der W

elt.

E. Salewski

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Januar 2011
Liebe Leserin! Lieber Leser!
„Können Sie mir sagen, wo ich hin will?“ – so lautet die etwas verwirrende Frage eines Reisenden am Info-Point eines Bahnhofes.
Merkwürdige Frage … Hat er sein Anliegen in aller Eile nicht richtig formuliert und möchte bloß eine Auskunft, auf welchen Bahnsteig er muss, um seinen Zug zu erreichen?
Oder ist er aus irgendeinem Grund etwas durcheinander und hat sein Reiseziel vergessen? In dem Fall kann ihm doch niemand helfen – nicht mal der Info-Point.
„Das müssen Sie schon selber wissen, wo Sie hinwollen!“ wird die etwas genervte Antwort der Mitarbeiterin sein. Vielleicht lässt sie sich ja auch die Fahrkarte zeigen und kann auf nette Weise das Problem lösen.
Was aber ist, wenn man keine Fahrkarte hat? Wenn es um die Ratlosigkeit geht, welchen Lebenszug wir besteigen? Am Anfang eines neuen Jahres ist es gut, sich ruhig einmal der Frage zu stellen: „Wo will ich hin? Wo soll der Zug meines Lebens hinfahren?“
Die Antworten könnten vielleicht lauten: nächster Geburtstag, Urlaub, bestandene Prüfung oder gut überstandene Operation – wären das vielleicht solche Ziele?
Nein, Ziele sind das doch eigentlich nicht. Das sind Stationen. Danach geht es doch weiter. Aber wie? Von Station zu Station, mit positivem oder negativem Überraschungseffekt am Schluss, nach dem Motto: Ach, hier hat es mich hin verschlagen!
Gott bewahre Sie vor dieser verwirrenden Erfahrung des Reisenden, nicht zu wissen, wo Sie hinwollen.
Die Heilige Schrift gibt uns am Anfang den Hinweis für unser Lebensziel. Dieser Hinweis ist der Spruch für diesen Monat: Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose 1,27
Es gibt viel zu diesem Satz zu sagen, heute möchte ich Ihnen als Antwort auf die Frage: „Wohin willst Du?“ das Ziel vorschlagen, das in unserem Monatsspruch enthalten ist.
Es ist die Aufgabe, die sich für uns aus diesem Satz ergibt. Wir sollen „Bild Gottes“ sein.
Ich verstehe darunter, Gott in dieser Welt auf wahrnehmbare Weise widerzuspiegeln. Das heißt nicht etwa „Gott zu spielen oder – Gott zu sein.“ Wohin das bei unserem begrenzten Horizont führt, zeigt unsere Geschichte und die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit.
„Bild Gottes“ sein heißt, dass die Welt Gottes Liebe zu uns und seiner Schöpfung durch uns erfährt. Sie werden mir sicher zustimmen, wenn ich erschrecke und sage: „Was für eine Vorstellung bekommen die Menschen da bloß von Gott?!“ Ich kann Sie beruhigen, Gott lässt uns ja mit dieser Aufgabe nicht allein. Denn da, wo sein Bild durch unsere Schuld für andere nicht mehr erkennbar ist, weil es verblasst, zersprungen oder nur noch in Teilen vorhanden ist, da tritt Gott selbst ein. Da ergänzt er unsere Unzulänglichkeiten durch seinen Sohn Jesus Christus. Er ergänzt durch seinen Sohn sein zerstörtes, blindes und unvollkommenes Bild zu seinem wahren, für uns erkennbaren Bild, so wie sich Mann und Frau zum Menschen ergänzen.
Sehen Sie – und hier erfahren wir, wo wir hinwollen. Das ist ein Ziel, das jeden Tag neu ins Auge gefasst werden muss, das uns herausfordert und die Richtung weist, über alle Stationen unseres Lebens hinaus. … Wo will ich hin in diesem Jahr? Ich will Gott immer mehr erkennbar werden lassen an März 2010E. Salewskimir, dass er mit Jesu Hilfe immer mehr durchscheint und durchleuchtet und für andere erkennbar wird. Das ist ein Ziel für jeden und jede. Das gilt es immer wieder neu in den Blick zu nehmen und anzusteuern. Da wollen wir hin.

E. Salewski
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